Ukraine Aktuell Nr. 691 (15.1.24/21Uhr)

  • Putins Armee stark geschwächt
  • Schweiz solidarisch mit Ukraine
  • Wagner Söldner total ungedeckt
  • Russische Rakete gegen Wohnhaus

SCHLAG GEGEN PUTINS LUFTWAFFE

Die ukrainische Luftverteidigung hat eine Langstreckenradarflugzeug A-50 der Armee Russlands getroffen und zur Explosion gebracht. In einem zweiten Schlag wurde ein Luftkontroll-Flugzeug IL-22 getroffen, aber es konnte bis zu einer Notlandung in Anapa weiterfliegen. Das gab Kyrylo Budanov, Chef des militärischen Geheimdienstes der Ukraine in einem Interview mit der Financial Times bekannt.  Die Angriffe auf die beiden Kommandoflugzeuge seien ein bedeutender Fortschritt für die Gegenoffensive der Ukraine, da Überwachungsflugzeuge für die Koordinierung der russischen Bodenoperationen von entscheidender Bedeutung seien, heisst es in der Veröffentlichung.  https://www.ft.com/content/970c4502-808d-4fec-8f97-91f8bb84beea

Nach Angaben der Sprecherin der ukrainischen Armee dienten die beiden Flugzeuge als «Augen» des Feindes, denn mit Hilfe der entsprechenden Ausrüstung überwachten die Russen das Territorium der Ukraine und führten «die Lenkung mächtiger Raketenangriffe» durch. https://t.me/c/1269013410/61935 Die Flugzeuge wurden über dem Asowschen Meer angeschossen. Nach dem Verlust der beiden Maschinen gibt es noch 8 A-50 in Russland.

Die Fachzeitung «Defence Express» schreibt: «Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein Flugzeug vom Typ AEW&C abgeschossen wurde. Traditionell werden solche Flugzeuge in sicherer Entfernung von Gebieten mit aktiven Feindseligkeiten gehalten.» https://en.defence-ua.com/news/ukraine_takes_down_russian_a_50_awacs_and_il_22_airborne_command_center_officially_confirmed-9191.html

SCHWEIZ AUF UKRAINE SEITE

Die Organisation einer Friedenskonferenz zusammen mit der Ukraine, 1.5 Milliarden Franken Direkthilfe für die kommenden drei Jahre und ein Hilfeprogramm für die Entminung der Ukraine. Das sind drei Kernpunkte, welche die Schweizer Bundespräsidentin Viola Amherd in einer gemeinsamen Medienkonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj angekündigt hat. Die Schweiz stellt sich ausserdem hinter den 10-Punkte Friedensplan, welcher die Ukraine mit einer Vielzahl von Ländern ausarbeitet.

Zelenskyj sagte seinerseits, dass alle Länder, welche die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine anerkennen zur Friedenskonferenz eingeladen werden sollen. Speziell erhofft sich Selenski, dass China am Gipfel teilnimmt. Die Vorbereitungen für den Friedensgipfel sollen morgen Dienstag beginnen. (Zusammenfassung der live übertragenen Medienkonferenz // https://www.youtube.com/watch?v=Tia1wtyi-uo&t=1234s&ab_channel=Keystone-SDA-ATS

ABKOMMEN MIT KANANDA KOMMT

Letzte Woche wurde das erste «Sicherheitsabkommen» zwischen Grossbritanien und der Ukraine unterzeichnet. Es bietet umfassende Hilfe für die nächsten zehn Jahre und aktive Hilfe bei weiteren Überfällen Russlands.  https://aldrovandi.net/2024/01/12/ukraine-aktuell-nr-688-12-1-24-22uhr/

Nun sind die letzten Vorbereitungen für ein vergleichbares Abkommen mit Kanada im Gange. Nach Angaben der kanadischen Botschafterin in der Ukraine, Natalka Tsmots, wurde Kiew bereits ein Entwurf des entsprechenden Abkommens ausgehändigt. Die Verhandlungen werden einige Wochen dauern. https://t.me/Tsaplienko/46471

WAGNER-SÖLDNER AUF SCHNEEFELD

Die neue russische Taktik besteht darin, dass kleinere Gruppen von Soldaten die Stellungen der Ukraine angreifen und so die Verteidiger durch ihre grosse Präsenz überfordern. Ein Video einer Drohne zeigt, dass diese Art der Angriffe ohne jegliche Unterstützung geschehen, also weder durch Laufgräben noch durch gepanzerte Fahrzeuge geschützt sind. Eine Gruppe von Wagner-Söldnern wurde dabei gefilmt, wie sie schutzlos in einer Schneefläche sitzen und sich gegen die Drohnen zu verteidigen versuchen, welche die Soldaten einzeln eliminieren. https://t.me/operativnoZSU/132208

NEUE RUSSISCHE OFFENSIVE

Russland bereitet in den kommenden Wochen eine neue Offensive vor. Dies schreibt das amerikanische «Institut for the study of war» (ISW). Wahrscheinlich werden die Besatzer damit im Osten und Süden der Ukraine beginnen, wenn der Boden gefriert, geht das Institut davon aus.

Aufgrund des Mangels an Kräften und Personal ist jedoch nicht mit einem Durchbruch im großen Stil zu rechnen. https://twitter.com/TheStudyofWar/status/1746686090948338179

In einem Interview mit Reuters sagte der Kommandeur der Bodentruppen der Ukraine, Oleksandr Syrskyj: Die Russen versuchen, die Gebiete Donezk und Luhansk vollständig zu erobern und verlorene Stellungen im Süden der Gebiete Cherson und Saporischschja zurückzugewinnen. Russland versuche, auf dem Schlachtfeld die Initiative zu ergreifen, während sich die Invasion ihrem zweiten Jahrestag nähere, sagte Syrskyj. https://www.reuters.com/world/europe/ukraine-ground-commander-says-his-troops-now-active-defence-can-still-surprise-2024-01-15

RAKETE GEGEN WOHNHAUS

Das russische Militär warf zwei gelenkte Fliegerbomben auf das Dorf New York in der Region Donezk und richtete eine Rakete auf ein dreistöckiges Wohnhaus. Der Eingang zum Gebäude stürzte ein, Menschen sind unter den Trümmern eingeschlossen. Dies teilte der Leiter der Donezker OVA, Vadym Filashkin, mit. «Vorläufig wurden drei Menschen verletzt, fünf weitere liegen unter den Trümmern», sagte er. https://suspilne.media/662108-udar-po-nu-jorku-na-doneccini-15-sicna-troe-ludej-poraneni-patero-pid-zavalami

3 WARNUNGEN

Europa hat drei bis fünf Jahre Zeit, sich darauf vorzubereiten, dass Russland eine ernsthafte Bedrohung für die Ostflanke der NATO-Staaten darstellen wird. Das sagte Kaja Kallas, Regierungschefin von Estland. «Nach unseren Geheimdienstschätzungen wird dies in drei bis fünf Jahren geschehen, es wird stark davon abhängen, wie sehr es uns gelingt, die Einheit unserer Position gegenüber der Ukraine aufrechtzuerhalten», sagte sie. https://t.me/insiderUKR/68101

Wenn die Deutschen die Ostflanke der NATO in Polen stärken wollen, wie sie es in Litauen getan haben, dann «sind Sie herzlich willkommen». Das sagte der stellvertretende Aussenminister Polen, Andrzej Shejna. Der Beamte stellte fest, dass jede Hilfe und Zusammenarbeit von Verbündeten willkommen sei, wenn es an der Ostgrenze des Landes zu einem Krieg komme. Derzeit sind etwa 10’000 amerikanische Soldaten in Polen stationiert. https://t.me/c/1269013410/61921 Die Ära der «Friedensdividende» ist vorbei. «Es ist notwendig, sich auf weitere Konflikte mit China, der Russischen Föderation, Nordkorea und dem Iran in den nächsten fünf Jahren vorzubereiten», sagte der Chef des britischen Verteidigungsministeriums Grant Shapps. https://t.me/Tsaplienko/46475

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