Ukraine Aktuell (6.12.22/18Uhr)

KREML KRISEN-SITZUNG

Putin traf sich per Videolink mit Mitgliedern des russischen Sicherheitsrates, um über die «Gewährleistung der inneren Sicherheit des Landes» zu sprechen.

Das Treffen fand vor dem Hintergrund von Nachrichten über Angriffe, vermutlich durch ukrainische Drohnen, auf Flugplätze in russischen Regionen statt. Die Angriffe gab es dieses Mal nicht in der Nähe der ukrainischen Grenze, sondern mehrere hundert Kilometer tief im russischen Territorium. https://t.me/ukrarmed_forces/25308

EXTRA BULLETIN
zu den Angriffen auf russische Flughäfen von heute 13 Uhr: https://aldrovandi.net/2022/12/06/ukraine-aktuell-6-12-22-13uhr/

ZELENSKYJ IM DONBASS

Der ukrainische Präsident Zelenskyy besuchte die Frontlinie in Slovyansk, in der ukrainischen Region Donezk. Der Ort ist weniger als 50 km von der Frontlinie entfernt.

Er gratulierte den ukrainischen Streitkräften zu ihrem Urlaub und zeichnete sie mit Orden aus. Er sagte, er sei stolz auf alle Verteidiger der Ukraine, dankte ihnen für alles, was sie tun, und forderte sie auf, lebend zurückzukommen. https://t.me/insiderUKR/46779

ANGEBLICH 200 NEUE PANZER

Im von Russland besetzten Region Luhansk im Donbass seien 200 neue russische T90-Panzer eingetroffen. Dies schreibt das russische Kriegsministerium.

Der Kreml-nahe Blogger «Lord of war» schreibt: «Wenn die Zahl korrekt ist, dann bedeutet dies eine erhebliche Steigerung der Panzerproduktion in Russland, und diese Charge ist zahlenmäßig mit der gesamten Panzerflotte der ukrainischen Streitkräfte vergleichbar, die noch in gutem Zustand ist.» https://t.me/loordofwar/64860

KEINE ÜBERGABE AN DIE IAEA

Die Übergabe des besetzten Atomkraftwerks Saporischja an die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) sei unmöglich. Das sagte der Berater des Generaldirektors des staatlichen russischen Rosenergoatom-Konzerns am Staats-TV Rossiya-24.

Die Begründung für die Weigerung ist einigermassen originell: «Die IAEA habe kein Mandat für die Verwaltung von Kernkraftwerken». https://t.me/loordofwar/64855

RAKETEN-VORRAT SCHRUMPFT

Aktuell hat die Russische Föderation noch «einige Raketen für massive Raketenangriffe» auf die Ukraine übrig. Danach würden die Russen «voll auf Null gehen». Dies sagte Kyrylo Budanov, Chef des militärischen Geheimdienstes der Ukraine.

Einerseits sei Russland nicht in der Lage, die verbrauchten Raketen gleichwertig zu ersetzen. Anderseits sei noch «keine einzige ballistische Rakete» aus dem Iran in Russland angekommen. https://t.me/insiderUKR/46798

ERNEUT 60 GEFANGENE FREI

Heute kehrten 60 Soldaten der Streitkräfte, der Nationalgarde, der Marine und des staatlichen Grenzschutzes nach Hause zurück. Im Gegenzug kamen 60 Russen frei.

Unter den Ukrainern sind 34 Verteidiger von Mariupol, von denen 14 Azovstal passiert haben. Insgesamt befinden sich unter den Entlassenen 15 Beamte. Das Alter der Entlassenen liegt zwischen 21 und 58 Jahren, darunter zwei Heimkehrerinnen. https://t.me/DeepStateUA/14849

UNGARN BLOCKIERT HILFE

Die ungarische Regierung ist gegen die Auszahlung von 18 Milliarden Euro an die Ukraine für das nächste Jahr. Rikard Jozwiak, Journalist bei Radio Liberty, schreibt:

«Wie erwartet – kein grünes Licht für die 18 Milliarden EU-Mittel für die Ukraine beim heutigen Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Ungarn blockiert weiterhin, um seine eigenen EU-Mittel zu sichern. Sehr emotionale Debatte, in der Budapest von allen Seiten beschimpft wurde, aber ohne Erfolg.» https://twitter.com/RikardJozwiak/status/1600074157424885760

KEIN ASYL FÜR ARMEE FLÜCHTLINGE

Junge russische Bürger, die vor der Mobilisierung flüchten, erhalten kein Asyl in Lettland. Der lettische Aussenminister Edgars Rinkēvičs sagte dazu:

«Es war uns klar, dass diese Menschen nicht gegen den Krieg sind. Sie sind gegen ihre Teilnahme am Krieg, und das ist etwas völlig anderes». Zum Krieg gegen die Ukraine sagte er: «Wir verstehen Russland nicht mehr – es plant den Wiederaufbau des 1917 verlorenen Reiches.» https://neatkariga.nra.lv

STRELKOV HAT DIE NASE VOLL

Igor Girkin (Strelkov), ehemaliger «Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk» und früherer Anführer der prorussischen Donezker Kämpfer, von der Ukraine wegen Kriegsverbrechen gesucht, hatte sich Mitte Oktober freiwillig zum Kampf gegen die Ukraine gemeldet. https://aldrovandi.net/2022/10/16/ukraine-aktuell-17-10-22-21uhr-2/

Nun verschwand er von der Front und richtet schwere Vorwürfe an die russische Armee. Die russischen Soldaten hätten keine Ahnung, wofür oder wogegen sie kämpfen, sondern seien «apathisch». Die Führung sei nicht in der Lage, dies zu erklären.

Strelkov sieht schwarz für Putins Truppen: «Wenn man also beobachtet, wie der Feind sich Zeit lässt, um seine eigenen strategischen Ziele umzusetzen, während die militärischen und politischen Behörden der Russischen Föderation völlig passiv sind, dann erwarte ich in den kommenden Wochen nichts Gutes an der Front».

Und zugunsten der Ukraine stellt er fest: «(Die Ukraine) wird NICHT frieren, NICHT rebellieren und NICHT im Winter schlechter kämpfen. Im Gegenteil. Ihre Soldaten, die aufgrund der Herbstsiege bereits an ihre Stärke glauben und unter dem vollen Schutz der NATO stehen, werden nur noch wütender und härter gegen die «Moskauer» kämpfen und sich für die Entbehrungen rächen, die ihre Verwandten und Angehörigen an der Heimatfront ertragen müssen.» https://t.me/ASupersharij/13799

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