Zwischenruf zur Covid-19 Debatte

Bei der Covid-19 Debatte sind für mich zwei Fixpunkte gegeben. Erstens hat jeder Mensch das Recht auf eine eigene Meinung und kann diese äussern. Wie zivilisiert und intelligent er oder sie das macht, hat mit Anstand, Kultur, Kinderstube zu tun. Zweitens haben alle das Recht auf eine persönliche Entscheidung, sofern diese nicht andere gefährdet. Konkret: Man darf Masken tragen und man darf anderen nicht ins Gesicht spucken.

Als Journalist und MAZ-Ausbildner äussere ich mich zu Medienthemen und zu Themen, von denen ich eine Ahnung habe. Medizin gehört nicht dazu.

Von diesen Eckpunkten ausgehend, lese ich viel Interessantes und viel Schrott. Was mir auffällt, ist diese Lust am Krawall und dem Schüren von Gegensätzen. Als Demokrat erschrecken mich diese Radikalen, die hinter jeder Massnahme nicht den Sinn suchen oder vielleicht einzelne Fehler erkennen wollen, sondern gleich das grosse Böse vermuten. In ihren Augen ist der Bundesrat – oder höchsten zwei von ihnen – nicht dem Volkswohl verpflichtet, sondern zuerst mal Totengräber der Wirtschaft, Totengräber der Verfassung, Manipulator von Medien und Öffentlichkeit.

Ob man diese Radikalen nun Verschwörungsphantasten, Köppel, Mörgeli oder Stöhlker nennt, spielt keine Rolle. Viel entscheidender ist es zu erkennen, was die Folgen ihres Tuns sind und warum sie so handeln.

Und noch etwas: Wünschen würde ich mir eine vertiefte, fundierte, quellenbasierte Auseinandersetzung mit den Themen in der Schweiz. Das ist besser, als Halbwissen über das Ausland zu verbreiten, wie «Wutbürger-AfD», «Hexe Merkel» oder «Pleite-EU».

Autor: Mario Aldrovandi

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