Ukraine Aktuell Nr. 621 (6.11.2023/23Uhr)

— Soldaten starben, weil sich ihr Kommandant verspätete;

— Russisches Kriegsschiff ist nur noch Schrott;

— Russland fährt Raketenproduktion hoch;

— Warnung vor «Schlimmsten Winter»;

— Jagd auf Wagner-Söldner im Sudan.

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KOMMANDEUR ENTLASSEN

Ende letzte Woche hat der Kommandeur der ukrainischen 128. Gebirgssturmbrigade alle Soldaten der Einheit versammelt, um Orden zu überreichen. Die Russen nutzten diese Massenveranstaltung, um die Brigade anzugreifen und töteten mit einer Iskander-Raketen 19 Soldaten. https://aldrovandi.net/…/ukraine-aktuell-nr-620-5-11…/ «Empörung über Armeeführer»)

Offenbar stand die Armeeinheit von 9 Uhr an über eine Stunde auf offenem Gelände und wartete auf die verspätete Ankunft des Brigadekommandanten. Der russische Angriff erfolgte um 10.10 Uhr. Der Kommandant kam 2 Minuten nach dem Raketeneinschlag auf den Platz. https://t.me/insiderUKR/64408

Heute wurde der Kommandeur der 128. Brigade durch Beschluss des Generalstabs seines Amtes enthoben. Die Ermittlungsunterlagen werden nach Abschluss der Ermittlungen den Strafverfolgungsbehörden übergeben. Den Fehlbaren drohen bis 8 Jahre Zuchthaus. https://t.me/nvua_official/66080

In der ukrainischen Stadt Uschgorod versammelten sich heute Abend mehrere tausend Menschen und gedachten den getöteten Soldaten der 128. Gebirgssturmbrigade. Am Rand des Theaterplatzes wurden hunderte brennende Kerzen zum Andenken an die Soldaten deponiert. https://t.me/c/1394092619/57253

NUR NOCH SCHROTT

Das modernste Schiff der Schwarzmeerflotte, die Raketenfregatte «Askold», wurde am Samstagabend von einem ukrainischen Marschflugkörper in der «Zaliv»-Werft in Kertsch auf der Halbinsel Krim getroffen. («Ukraine Aktuell» Newsletter von gestern).

Die Rede war von drei Treffern. Heute erschienen erste Bilder des komplett zerstörten Schiffes. Vom gesamten Kommandoturm des Schiffes sind nur noch Metallfragmente übrig und im Rumpf klafft ein grosses Loch. (Siehe Foto) https://t.me/insiderUKR/64419

Das Schiff aus Putins Flotte sei so stark beschädigt, dass eine Reparatur unwahrscheinlich sei. Das schreibt das Büro für strategische Kommunikation (StratCom) des ukrainischen Militärs. https://t.me/KyivIndependent_official/25595

RUSSISCHE RAKETENPRODUKTION

Die auf Kriegswirtschaft umgestellte russische Ökonomie hat ihre Raketenproduktion massiv verstärkt. Allein im Oktober wurden 115 hochpräzise Raketen produziert. Das berichtet General Vadim Skibitsky, die Nummer 2 im ukrainischen Geheimdienst.

Nach seinen Angaben verfügt die russische Armee neu über 40 Marschflugkörper vom Typ Kh-101; 30 ballistische Iskander-M-Raketen; 20 Marschflugkörper vom Typ „Kalibr“; 12 Iskander-K-Marschflugkörper; 9 Kh-32 Marschflugkörper; 4 aeroballistische Raketen „Dolch“.

Insgesamt besitze die Russische Föderation damit über etwa 870 hochpräzise Raketen, sagte Skibitsky.

Skibitsky stellte klar, dass die Zahlen im letzten Jahr nahezu gleich waren. Dies deutet darauf hin, dass es der Russischen Föderation gelungen ist, die Raketenproduktion aufzubauen und auf einem ausreichenden Niveau zu halten, um einen Raketenbestand aufzubauen. https://t.me/operativnoZSU/122079

MASSENHAFTE ANGRIFFE

Am 5. November griffen die russischen Besatzer Lyman und Torezk sowie die Dörfer und Siedlungen der Gemeinden Marinska, Ocheretynska und Chasovoyarska an. https://suspilne.media/610595-obstrili-doneccini-udari…/

Die Küstenstadt Odessa wurde in der Nacht auf heute mit „Onyx“, „Iskander-M“-Rakten und Angriffsdrohnen attackiert. https://t.me/c/1394092619/57215

Bei einem russischen Angriff auf ein Dorf im Gebiet Sumy wurde heute ne 63-jährige Frau getötet, wie die Staatsanwaltschaft der Region Sumy mitteilte. https://t.me/KyivIndependent_official/25589

WARNUNG VOR «SCHLIMMSTEN WINTER»

«Wir bereiten uns auf den schlimmsten Winter der Geschichte vor.» Das sagte der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba in einem Interview mit der deutschen «Welt».

Die Ukraine werde alles tun, um die Kraftwerke bestmöglich zu schützen. Aber die Russen würden ebenfalls lernen. «Sie werden unsere Ausdauer mit ihren Raketen erneut auf die Probe stellen», sagte Kuleba im Zeitungsinterview.

Kuleba sagte, dass die Ukraine zusätzliche Luftverteidigungssysteme benötige und im Gegenzug bereit sei, vorübergehend «die Augen zu verschliessen» angesichts der Weigerung Deutschlands, Taurus-Langstreckenraketen abzugeben. https://www.welt.de/…/Ukraine-Habe-dutzende-Kerzen…

«MÜDIGKEIT» IST RUSSISCHE PROPAGANDA

Das Narrativ von der «Kriegsmüdigkeit des Westens» stammt aus der russischen Propaganda, die darauf abzielt, die Entschlossenheit der Alliierten zu schwächen. Dies sagte Andrii Yermak, Leiter des ukrainischen Präsidialamtes in einem Interview mit der US-Zeitschrift «Politico».

Weitere Aussagen von Yermak: «Wenn Grossbritannien 1939 Polen überdrüssig geworden wäre oder die USA Großbritannien überdrüssig geworden wären, gäbe es dann Polen, Grossbritannien oder Europa heute? Wir konnten es uns weder damals noch heute leisten, müde zu sein».

Weiter sagte Yermak: Die Ukraine wird niemals in einem eingefrorenen Konfliktmodus zustimmen; Die Ukraine wird mit Unterstützung des Westens die inländische Produktion von Granaten steigern; Die Ukraine wird ein verlässlicher Verbündeter Israels werden: Die westliche Unterstützung für die Ukraine wird die gleiche bleiben wie vor dem Hamas-Angriff auf Israel; Die Ukraine wird bald Verhandlungen über einen EU-Beitritt aufnehmen. https://www.politico.eu/…/top-zelenskyy-aide-slams…/

JAGD AUF WAGNER SÖLDNER

Ukrainische Spezialeinheiten führen im Sudan Operationen gegen Söldner der Firma «PMS-Wagner» durch. Die «Kyiv Post» veröffentlichte exklusive Videos, die in den letzten zwei Wochen gedreht wurden.

Eines der Videos zeigt ukrainische Spezialkräfte, die Wagneristen durch die Strassen einer afrikanischen Stadt jagen und aus nächster Nähe mit einer Panzerfaust auf sie schiessen.

Laut einer Quelle der Kyiv Post im ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungssektor läuft in dem afrikanischen Land derzeit eine Operation zur «Säuberung der Wagner PMC, ihrer lokalen Terroristen und der russischen Spezialdienste».

Die Ukraine hat nicht offiziell über den Einsatz von Kampfeinheiten im Sudan oder die Durchführung von Operationen gegen die Wagner-PMC-Kämpfer in diesem Land berichtet. https://www.kyivpost.com/uk/post/23727

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