Ukraine Aktuell Nr. 535 (12.8.23/21Uhr)

KRIM BRÜCKE UNTER BESCHUSS

Die illegal zwischen Russland und der Krim errichtete Brücke kam heute unter Beschuss. Auf einer Foto sind 4 Rauchwolken über der Brücke erkennbar in einem anderen sind es 8.

Um welche Art von Bechuss es sich handelt, ob mit Luft oder Überwasserdrohnen, Raketen oder Fern-Artillerie, ist aktuell nicht bekannt. https://twitter.com/…/status/1690346160727240704/photo/1 & https://twitter.com/…/status/1690323550152835072/photo/1

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand handelte es sich um zwei Angriffe. Die Brücke ist aktuell gesperrt. Welcher Art die Schäden sind, ist nicht klar. https://twitter.com/RaduHossu/status/1690339504085745664

«RYBAR» ZUM KRIM-ANGRIFF

Der für seine Nähe zum Kreml bekannte russische Militärblogger «Rybar» (1,2 Mio Follower auf Telegram, 25’000 auf Twitter) schreibt unter dem Titel «massive Angriffe auf die Krim», dass praktisch alles abgewehrt wurde:

«Am 12. August griff die AFU [ukrainische Streitkräfte] die Halbinsel Krim zweimal zu unterschiedlichen Tageszeiten an: Zunächst wurden 20 Mugin-5 PRO-Drohnen vom Flugplatz Schkolny aus gestartet, dann startete die AFU zwei S-200-Flugabwehrraketen aus dem Norden der Region Saporischschja in Richtung Krimbrücke ein.

Von den 20 UAVs wurden 14 von Tor-M2- und Pantsir-S1-SAM-Teams und Gewehrtrupps über Armyansk, Dalkiy und dem Donuzlav-See zerstört. Weitere sechs wurden durch EM-Waffen über Novoozerne und Steregushchy ausgeschaltet. Eine der Drohnen wurde über dem Schwarzen Meer von einem Su-30M-Kampfjet 128 Kilometer westlich von Saki getroffen.» (KOMMENTAR: Das wären also 20 gestartete und 21 abgeschossene Drohnen).

Weitere schreibt «Rybar»: «Der Angriff auf die Halbinsel erfolgte kurz nach einer umfassenden NATO-Aufklärung in der Region. Der Einsatz von mehr als fünf Flugzeugen mit der Aktivität der französischen E-3F kann als Zeichen für einen bevorstehenden Angriff gewertet werden. Insbesondere wurde vor einigen Tagen eine Ladung von UAVs nach Shkolny geliefert.» https://twitter.com/rybar_force/status/1690421363649957888

In einem weiteren Beitrag schreibt «Rybar» über die auf Fotos sichtbaren Rauchsäulen entlang der Krim-Brücke: «Der Berater des Anführers der Krim, Oleg Krjutschkow, stellte klar, dass der Rauch am Bogen der Krimbrücke eine Nebelwand sei, die von Rettungsdiensten errichtet wurde.» https://twitter.com/rybar_force/status/1690331351881277440

ERFOLGREICHER VORSTOSS

Der vor vier Tagen hier gemeldete «überraschende Vorstoss über den Dnjepr» https://aldrovandi.net/…/ukraine-aktuell-nr-531-8-8-23…/ scheint erfolgreich zu sein.

Den ukrainischen Streitkräften ist es gelungen einen stabilen Brückenkopf beim Fluss Konka auf der südlichen und östlichen Seite der Siedlung Kozachi Laheri zu errichten (KARTE im Newsletter).

«Alle russischen Versuche, die Ukrainer zu vertreiben, schlugen fehl und die russische Aufklärungseinheit, die ursprünglich die ukrainische Landung untersuchte, wurde höchstwahrscheinlich zerstört», schreiben die Analysten von Tendar. https://twitter.com/Tendar/status/1690353932982431744

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KINDERARBEIT FÜR DROHNEN

In der Region Tatarstan, 900 Kilometer östlich von Moskau, werden iranische Kampfdrohnen zusammengebaut. Dafür eingesetzt werden minderjährige Schüler der polytechnischen Universität Alabuga.

Über den Einsatz der Minderjährigen als Drohnenarbeiter und die Einzelheiten der Produktionsanlagen berichteten zuerst die unabhängigen russischen Medien «Protokol» und «Razvorot», die im Juli eine Reihe von Untersuchungen veröffentlichten.

Radio Liberty/Radio Free Europe (RFERL) interviewten Eltern, deren Kinder gezwungen waren, extrem lange zu arbeiten, oft ohne richtige Pausen oder Mahlzeiten und unter feindseligen Bedingungen, die ihre psychische Gesundheit stark beeinträchtigt haben. Einige der Jugendlichen waren erst 15 Jahre alt. https://www.rferl.org/…/russia-iran…/32545386.html

HISTORIKER FÜR PROPAGANDA

Bert Hoppe ist ein deutscher Historiker Historiker mit Schwerpunkt auf Architekturgeschichte sowie sowjetischer und deutscher Zeitgeschichte. Derzeit forscht er zu «Kiew im Krieg. 1937-1947».

Hoppe schreibt heute über das neu erschiene russische Schulbuch für Geschichte (FOTO), in dem der russische Krieg gegen die Ukraine gerechtfertigt wird: «Einer der beiden Autoren des neuen russischen Schulbuchs für Geschichte, das den Angriffskrieg rechtfertigt, ist Alexander Tschubarjan.

Er war Co-Vorsitzender der Deutsch-Russischen Historikerkommission (für die auch ich gearbeitet habe).

Es überrascht nicht, dass Tschubarjan sich zu diesem Propagandawerk hergegeben hat. Das Buch ist die Fortschreibung früherer Positionen, die er vor einem Jahrzehnt entwickelt hat. Darin rechtfertigte Tschubarjan den Hitler-Stalin-Pakt und behauptete beispielsweise, die baltischen Republiken seien freiwillig der Sowjetunion beigetreten.» https://twitter.com/berthoppe/status/1690378808396840960

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