Ukraine Aktuell Nr. 527 (4.8.23/12Uhr)

KRIEGS-SCHIFF SINKT

Das im Hafen Noworossijsk stehende russische Landungsschiff «Olenegorsk Miner» wurde in der Nacht auf heute angegriffen. Ein mit 450 kg TNT (Sprengstoff) gefüllte Überwasserdrohne traf das Schiff, auf dem sich 100 Besatzungsmitglieder befanden. https://t.me/c/1394092619/52553 und https://t.me/insiderUKR/59608

«Ukraine Insider» schreibt: «Wie unsere Quellen beim Sicherheitsdienst mitteilen, wurde die Spezialoperation zusammen mit der Marine durchgeführt. Infolge des Angriffs erlitt die «Olenegorsk Miner» eine schwere Beschädigung und ist nun nicht mehr in der Lage, ihre Kampfeinsätze zu erfüllen. Alle russischen Erklärungen über den «abgewehrten Angriff» sind gefälscht.» https://t.me/insiderUKR/59615

Ein Video, aufgenommen am Bug der Angriffsdrohne, zeigt, wie die Sprengldadung in der Mitte und auf der Seite des Schiffes deponiert wurde. In einem weiteren Video der Plattform ASTRA ist das Schiff zu sehen, wie es zur Hälfte auf die Seite gekippt ist und von Schleppbooten gezogen wird. Der mitgehörte Funkspruch lautete: «Sie ziehen es, es kippt». https://t.me/astrapress/34373 und https://t.me/c/1394092619/52549

Die russische Propagandaagentur RIA-Novosti hatte gemeldet: «Ein Angriff von Überwasserdrohnen in den Gewässern von Noworossijsk wurde von den Besatzungen der Schiffe Olenegorsk Miner und Suvorovets abgewehrt, so der Bürgermeister der Stadt.» https://t.me/rian_ru/211103

FORTSCHRITTE DER UKRAINER

In der Region Bakhmut können die befreiten Orte Klischiivka und Andriivka gehalten werden. Kurdyumiwka ist umkämpft, bereits zu etwa 30 % unter ukrainischer Kontrolle.

An der Saporischja Front rückt die AFU in Richtung Luhove vor. Sie ist noch einige Kilometer von Walykiwka entfernt, das ein wichtiger logistischer Punkt ist.

Auf der Tokmak Achse durchbrachen die Ukrainer eine der befestigten Linien zwischen Robotyne und Verbove.

An der Kherson-Front habe die Ukrainer den Olesky Brückenkopf erweitert. Die Russen schaffen es nicht, die dort eingegrabenen zwei ukrainische Kompanien zu eliminieren. https://twitter.com/RaduHossu/status/1687280775765413888

ESKALATION DER RUSSEN

Seit zwei Wochen greifen Putins Truppen die ukrainischen Frachthäfen mit iranischen Kamikaze-Drohnen an, um den Handel mit Korn zu unterbinden. Einige dieser Angriffe trafen Ziele, die nur 200 Meter von der Grenze Rumäniens entfernt waren. Dies schreibt der britische Geheimdienst in seinem öffentlichen Bulletin und kommt zum Schluss: «Dies deutet darauf hin, dass Russland seine Risikobereitschaft für Angriffe in der Nähe des NATO-Gebiets weiterentwickelt hat.»

Die Russen würden mit Absicht bewaffnete Drohnen einsetzen und nicht Marschflugkörper, «weil es glaubt, dass diese Drohnen ein geringeres Eskalationsrisiko darstellen als Marschflugkörper: Russland hält sie wahrscheinlich für akzeptabler und sie haben viel kleinere Sprengköpfe als Marschflugkörper.» https://twitter.com/DefenceHQ/status/1687340496195088384

DROHNEN STATT RAKETEN

Im Winter wird die Russische Föderation die Ukraine mit Drohnen und nicht mit Raketen angreifen. Das sagte der Sprecher der ukrainischen Streitkräfte (AFU) Yuri Ignat: «Sie haben nicht mehr so einen strategischen Vorrat an Raketen wie im letzten Winter. Also werden sie vielleicht auf Kamikaze-Drohnen setzen, die auch ziemlich gefährlich sind.» https://telegraf.com.ua/…/5802789-dlya-udariv-vzimku-u…

REPRESSION AM ARBEITSPLATZ

Mitarbeiter der Russischen Eisenbahnen werden zur Kündigung gezwungen, weil sie den Krieg und Wladimir Putin persönlich kritisiert haben. Dmitry V. (sein Name wurde geändert) schrieb in seinen sozialen Netzwerken über den Krieg und brachte offen seine Ablehnung der Politik des Kremls zum Ausdruck. Im Januar wurde er von Dmitry Shakhanov, dem stellvertretenden Direktor der Russischen Eisenbahnen, in sein Büro gerufen und ihm angeboten, auf eigenen Wunsch zurückzutreten oder seine Beiträge in den sozialen Medien öffentlich zu dementieren. Laut Shakhanov geschah dies auf persönliche Anweisung des Leiters der Russischen Eisenbahnen Oleg Belozerov, da die Russischen Eisenbahnen ein staatliches Unternehmen sind und «es nicht erlaubt ist, die Behörden zu kritisieren». Nach der Weigerung wurde sein Gehalt gekürzt und ihm und seiner Familie wurden Probleme angedroht. Insbesondere wurde ihm angedroht, dass sie ein Verfahren wegen «Diskreditierung der Armee» einleiten und das Justizministerium das Unternehmen als ausländischen Agenten anerkennen würde. https://t.me/astrapress/34380

In Russland werden regelmässig Menschen aus dem öffentlichen Dienst und staatlichen Einrichtungen entlassen, weil sie sich gegen den Krieg engagieren. Entlassen wurden sie von Rosaviation https://www.svoboda.org/…/chinovnitsu…/32452300.html, ) vom Justizministerium, https://www.sibreal.org/…/sotrudnika…/31975765.html, dem Innenministerium https://zona.media/article/2022/04/30/chistk i und sogar von Theatern https://www.mk.ru/…/dmitriy-nazarov-s-zhenoy-uvoleny-iz…. Sieben Studenten wurden von der Staatlichen Universität St. Petersburg verwiesen und ein Dozent wurde entlassen. https://meduza.io/…/spbgu-otchislil-semeryh-studentov…

KORRUPTER MILITÄRKOMMISAR

Die ukrainischen Strafverfolgungsbehörden haben den Leiter des regionalen Militärkommissariats von Donezk wegen ungerechtfertigten «Kampf»-Zahlungen verhaftet. Der Mann soll fast eine Million Griwna (rund 25’000 Franken/Euro) veruntreut haben, indem er diese an Menschen auszahlte, die gar nie am Krieg teilgenommen haben. Er organisierte das System, als er das regionale Militärrekrutierungsbüro in Saporischschja leitete. Darüber hinaus beschäftigte der Manager einheimische Kriminelle, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Dem Verdächtigen drohen nun bis zu 12 Jahre Gefängnis. https://t.me/c/1394092619/52555

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