Ukraine Aktuell Nr. 484 (22.6.23/24Uhr)

M-18 KRIM BRÜCKE KAPUTT

Die M-18 Brücke verbindet Melitopol auf dem ukrainischen Festland über das sumpfige Gelände in der Meerenge von Chongar mit der Halbinsel Krim. Diese «M-18» genannte Brücke hat die ukrainische Armee heute Morgen um 5 Uhr mittels eines Angriffs aus grosser Entfernung massiv beschädigt. https://twitter.com/bayraktar…/status/1671767278000504832

Ein Moment der Explosion wurde mittels Video aufgezeichnet: https://twitter.com/i/status/1671967646860845090

Die Schäden sind zum Teil erheblich, wie Fotos zeigen. https://t.me/c/1394092619/49925

Die Ausserbetriebssetzung dieser Brücke wird sich negativ auf die russische Logistik im Bereich der Südfront der Ukraine auswirken. Die M-18 Brücke ist neben der M-17 Brücke der einzige direkte Übergang vom ukrainischen Festland auf die Krim. (Karte von Chuck Pfarrer: https://twitter.com/…/status/1671947294684446732/photo/1

Die Bedeutung der Chongar-Brücke (M18/M17) Brücken für die Rückeroberung der Krim hat Brian E. Frydenborg bereits Mitte Juni in einem Artikel auf der Plattform «Real Context News) beschrieben. Hier: https://realcontextnews.com/the-coming-siege-of-crimea/

Die andere Verbindung ist die Kerch-Brücke, welche Russland direkt mit der Krim verbindet. Diese Brücke, welche nach der Besetzung der Krim im 2014 gebaut wurde und als der «Stolz Putins» gilt, wurde bereits im Sommer einmal massiv beschädigt und ist inzwischen wieder funktionstüchtig.

Google Maps zeigte heute Morgen, wie Transporte auf die Krim gelangen können, nachdem die Chongar/M17-18 Brücken zerstört wurden.

OFFENSIVE GEWINNT AN FAHRT

Die Offensive der Ukraine gegen die russischen Besatzer wird an Fahrt gewinnen. Das sagte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj in einem Interview mit der britischen BBC, welches heute veröffentlicht wurde.

Präsident Zelenskyj sagte, dass die ukrainische Gegenoffensive zwar langsam zu verlaufen scheint, dass sie aber genau wie die Operationen im Herbst zunehmen wird:

«Im Herbst hatten wir Gegenoffensiven, und es schien, dass dies ein langsamer Prozess war. Aber irgendwann hat jeder gesehen, wie wir schnell vorankamen. So wird es auch jetzt sein», sagte Zelenskyj. https://www.bbc.com/ukrainian/vert-fut-65963080

MASSAKER IM ZUG

Ein von der Söldnerfirma «Wagner PMC» aus dem Zuchthaus rekrutierter Mörder diente einige Monate im Kampf gegen das ukrainische Volk. Nachdem er seinen Dienst erfüllt hatte, wurde er von Wagner aus dem Dienst entlassen und von Putin begnadigt.

Auf der Heimreise von der Ukraine nach Russland randalierte der Mann in einem Zug. Einem Passagier schnitt er die Kehle durch und einer anderen Person stach er in den Kopf. Die Bilder des Blutbades sind im Video https://twitter.com/i/status/1671638891974250497 zu sehen.

Wie dieser Ex-Häftling befinden sich aktuell 32’000 begnadigte Zuchthaus-Insassen, welche Söldnerdienste leisteten, auf dem Heimweg nach Russland.

KORN-DIEBSTAHL GEHT WEITER

Russische Schiffe transportieren weiterhin gestohlenes ukrainisches Getreide über den Bosporus. So durchquert das russische Frachtschiff «Matros Koshka» den Bosporus, nachdem es gestohlenes ukrainisches Getreide aus Sewastopol zum Hafen von Tartus geliefert hat.

Video: https://t.me/war_facts_info/56357

VERLETZTE MÜSSEN AN DIE FRONT

Verletzte, auch solche mit Granatsplittern im Kopf, werden zum Kampf in die Ukraine geschickt. Das berichtet die russische Medienplattform «Verstka» unter Berufung auf Garnisonsgerichte.

Die Journalisten fanden Dutzende von Klagen gegen Ärzte und Krankenhausleitung und haben mit Angehörigen der Soldaten gesprochen.

Der Zeitung zufolge versuchen die Soldaten zu klagen, um nicht in den Krieg zurückzukehren. Jedoch werden ihre Klagen in 99 Prozent der Fälle abgewiesen. In den meisten Fällen stimmen die Gerichte mit den Militärärzten überein, und dann werden die verwundeten Soldaten zurückgeschickt, um weiterzukämpfen.

Insgesamt haben mindestens 93 Soldaten versucht, die Schlussfolgerungen der Ärztekommissionen anzufechten. https://theins.ru/news/262784

FRAUEN WOLLEN IHRE MÄNNER ZURÜCK

Frauen aus 11 russischen Regionen sammeln Unterschriften, um mobilisierte Ehemänner nach Hause zu holen. Angehörige von mobilisierten Männern aus dem Autonomen Gebiet Chanty-Mansi, der Region Amur, Burjatien, dem Transbaikaliengebiet, der Region Irkutsk, der Region Krasnojarsk, der Region Moskau, der Region Nowosibirsk, der Region Primorsk, der Region Chabarowsk und Jakutien sammeln Unterschriften, um ihre mobilisierten Verwandten nach Hause zu holen und an die Front zurückzukehren.

«Es sind bereits acht Monate vergangen, seit unsere Angehörigen eingezogen wurden. Unsere Angehörigen haben in dieser Zeit keinen Urlaub erhalten. Die Menschen sind geistig und körperlich erschöpft, und viele haben gesundheitliche Probleme entwickelt. Warum gibt es keine Rotation für die Mobilisierten?» – erklärte ein Mitglied der Initiativgruppe gegenüber ItsMyCity.

Die Frauen hatten zuvor ähnliche Appelle an die Generalstaatsanwaltschaft, die Militärstaatsanwaltschaft, das Untersuchungskomitee und an Putin gerichtet, aber sie sagten, sie hätten nur Lippenbekenntnisse erhalten. Zuvor hatte Putin erklärt, dass jeder Teilnehmer an Kampfeinsätzen alle sechs Monate Anspruch auf einen Urlaub von mindestens zwei Wochen haben sollte.

https://itsmycity- ru.cdn.ampproject.org/c/s/itsmycity. ru/amp/2023-06-22/rossiyanki-sobirayut-podpisi-pod-prosboj-vernut-domoj-moblizovannyh-muzhchin (Zensurierter Link wegen Facebook. Unzensierte Informationen und Bilder gibt es für Newsletter-Abonnenten: https://aldrovandi.net

WIEDER NACHT-ANGRIFFE

Fünf russische TU95 Kampfbomber befanden sich heute Abend im Anflug auf die Ukraine. Gewöhnlich sind diese mit lenkbaren Bomben, Raketen vom Typ X-101/555oder Marschflugköpern ausgerüstet. Ausserdem wurden Marschflugkörper von der Schwarzmeerflotte abgeschossen. https://t.me/c/1394092619/49976

Zielort der Terrorwaffen und Abschussraten sind derzeit nicht bekannt.

RUSSLAND IST STRAFTÄTER

Die Vereinten Nationen haben Russland auf eine globale Liste von Straftätern für die Tötung von 136 Kindern in der Ukraine im Jahr 2022 gesetzt. Dies geht aus einem Bericht an den UN-Sicherheitsrat hervorgeht, welcher der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Reuters zitiert den UN-Chef mit den Worten, es sei bestätigt, dass russische Streitkräfte und mit ihnen verbundene Gruppen 518 Kinder verstümmelt und 480 Angriffe auf ukrainische Schulen und Krankenhäuser durchgeführt hätten.

Dem Bericht zufolge hat das russische Militär ausserdem 91 Kinder als menschliche Schutzschilde eingesetzt. https://t.me/KyivIndependent_official/20247

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