Ukraine Aktuell Nr. 460 (29.5.23/22Uhr)

ANGRIFF AM TAG AUF KIEW

Am späteren Morgen beschoss die russische Armee mit Raketen und Marschflugkörpern die ukrainische Hauptstadt Kiew. Die Bewohner flüchteten sich vor dem ungewohnten Angriff mitten im Tag in die U-Bahnstationen. https://twitter.com/berdynskykh_k/status/1663101865582534659

Gemäss dem ukrainischen Militärchef Valeriy Zaluzhnyi waren insgesamt 11 Raketen vom Typ «Iskander-M» und Marschflugkörper vom Typ «Iskander-K» aus Belarus in Richtung Kiew unterwegs. Alle 11 Waffen wurden rechtzeitig neutralisiert. Raketenteile wurden danach in verschiedenen Quartieren von Kiew gefunden. https://t.me/c/1431180517/17257

ANGRIFFE IN DER NACHT

Zwischen Mitternacht und 5 Uhr Morgen wurden Raketenangriffe auf verschiedene Zonen der Ukraine gemeldet. Nach Angaben der Luftverteidigung wurden 37 von 40 Marschflugkörpern abgeschossen, bevor sie ihr Ziel erreichten. Ebenfalls abgeschossen wurden 29 von 35 Drohnen von Typ Shaded, die von Iran an Russland geliefert werden. https://t.me/c/1431180517/17245

In den Regionen Chmelnyzkij, Lwiw und Tschernihiw überwanden die Raketen die Luftabwehrsysteme. In der Region Chmelnyzkij wurde ein Militärflughafen angegriffen und 5 Flugzeuge zerstört. Die Treibstoff- und Schmierstoffdepots sowie die Lagerräume für militärisches Material gerieten in Brand. https://t.me/c/1431180517/17248

Die ukrainische Luftwaffe drängte darauf, den nächtlichen Angriff auf einen Flugplatz in der Region Chmelnyzkyj «nicht zu dramatisieren». Die Kampffähigkeit könne dort bald wieder hergestellt werden. https://t.me/uniannet/99695

RAKETEN AUF DÖRFER

In der Region Kharkiv wurde das Dorf KIVSHARIVKA von einer Iskander Rakete getroffen. Eine ältere Frau, eine Schwangere und zwei Kinder im Alter von 10 und 14 Jahren wurden verletzt. Die Rakete beschädigte eine Gasleitung, ein Wohnheim und Privathäuser. https://t.me/c/1431180517/17256

In der Region Dnipropetrovsk wurden Dörfer im Bezirk SINENYKIVKA beschossen. 1 Person wurde getötet, 10 sind im Krankenhaus, darunter ein 11-jähriger Junge. https://t.me/c/1431180517/17263

In der Region Donezk beschossen die Russen das Dorf TORETSK. 2 Menschen wurden getötet und 8 verletzt. Beschädigt wurden eine Tankstelle und ein mehrstöckiges Wohnhaus.

https://t.me/suspilnedonbas/13646

IRAN LIEFERTE NEUE DROHNEN

Russland hat eine neue Charge von Shahed-Kamikaze-Drohnen erhalten. Weitere Chargen von Drohnen wurden bereits an die Abschussstellen geliefert. Dies berichtete (Natalia Gumenyuk, Leiterin des Gemeinsamen Pressezentrums des Operativen Kommandos Süd. https://nv.ua/ukr/ukraine/events/rosiyani-otrimali-novu-partiyu-shaheed-imovirni-novi-ataki-novini-ukrajini-50328083.html

ANGEBLICH 100 TOTE RUSSEN

Im von Russland besetzten Dorf Juriwka bei Mariupol in der Südukraine schlugen gestern vier ukrainische Raketen ein. https://aldrovandi.net/2023/05/28/ukraine-aktuell-nr-459-28-5-23-22uhr/) Getroffen wurde dabei eine Unterkunft der russischen Armee.

Wie heute der Berater des Bürgermeisters von Mariupol, Petro Andriuschtschenko, sagte wurden dabei 100 Russen getötet und 400 verletzt. Getroffen worden sei die Unterkunft im ehemaligen Gesundheitszentrum von Jalta, eine Kommunikationsstation und das Zentrum für elektronische Kriegsführung der Besatzer. Einen Tag vor dem Raketeneinschlag seien vier Busse mit russischen Soldaten in den Komplex gebracht worden. Dies sagte Andriuschtschenko unter Berufung auf örtliche Partisanen aus der von Russland besetzten Stadt. https://t.me/c/1394092619/47928

PUTIN VERSCHÄRFT KRIEGSRECHT

Für die von Russland teilweise besetzten ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Kherson gilt das Kriegsrecht. Putin unterzeichnete heute ein Gesetz, welches dieses Kriegsrecht verschärft. Ab sofort ist es russischen Truppen erlaubt, Menschen bis zu 30 Tage in Haft zu nehmen, wenn sie den Forderungen des Militärs nicht folgen. Darüber hinaus sieht das Gesetz das Recht der Behörden vor, Einwohner aus den Gebieten, in denen das Kriegsrecht verhängt wurde, in Gebiete zu deportieren, in denen es nicht gilt. http://publication.pravo.gov.ru/document/0001202305290002?pageSize=10&index=1

KELLER FÜR DIENSTVERWEIGERER

Die ukrainische Plattform Astrapress dokumentiert seit längerem die Existenz eines «Straf-Kellers» der russischen Armee in der besetzten Stadt  Zaitsevo https://t.me/astrapress/28223.

Zusammenfassung: Festgehalten werden dort mobilisierte Russen, welche sich weigern zu kämpfen. Die Männer wurden im Keller als «Schweine» verhöhnt, ausgehungert, durften nicht auf die Toilette gehen, sich nicht waschen und erhielten keine medizinische Versorgung. Davon betroffen gewesen seien in den letzten Monaten 300 Personen. Angehörige würden via Anwälte versuchen, Kontakt mit den Männern aufzunehmen, welche jedoch nach der Tortur an unbekannte Orte gebracht würden.

Bisher hat Astrapress über 14 ähnliche «Keller» berichtet, unter anderem in Bryanka https://telegra.ph/Oficery-12-29 , Starobelsk, Staromlynivka, Novotroitske (https://t.me/astrapress/16531), Kremenna https://youtu.be/6ila-CIsgps, Zaitsevo, Dokuchaievsk oder Rubischne https://t.me/astrapress/14563 .

KÄMPFE IN BELGOROD

Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur der Region Belgorod, nannte die Situation bei Shepkino heute morgen «die Hölle». Über 100 Einschlä ge von Mörsern seien verzeichnet worden, zudem 14 Angriffe durch Drohnen. Er sagte nicht, ob diese nach seiner Meinung von den Anti-Putin-Kämpfer der «russischen Legion» kommen oder von der ukrainischen Armee. https://t.me/c/1431180517/17262

Die russische Legion berichtete ihrerseits, dass sie die Grenze in die Region Belgorod erneut überschritten haben und veröffentlichten entsprechende Fotos.  https://t.me/nvua_official/52673

SPIONAGESCHIFF BESCHÄDIGT

Das Komandoschiff der russischen Schwarzmeerflotte, «Ivan Khurs», war letzte Woche von ukrainischen Schnellboot-Drohnen angegriffen worden. Die russische Armee behauptete danach, dass die Drohnen zerstört worden seien und das Schiff keinen Schaden genommen habe.

Diese Information bezüglich der «Ivan Khurs» entsprach offenbar nicht den Tatsachen. Das Aufklärungsschiff erlitt schwere Schäden am Rumpf und an der Ausrüstung. Die Reparatur wird mindestens sechs Monate dauern. Zurzeit wird das Schiff in mnit sehr langsamen 0,8 Knoten pro Stunde in Richtung Noworossijsk abgeschleppt. https://twitter.com/anno1540/status/1662000402450071552

POLEN SCHLIESST GRENZE

Russische und belarussische Lastwagen dürfen ab dem 1.Juni nicht mehr über die polnische Grenze fahren. Die Beschränkung gilt für Lastkraftwagen, Sattelschlepper, Anhänger und Sattelauflieger, die in Weissrussland oder Russland registriert sind, schreibt die polnische Nachrichtenagentur PAP.

Unterzeichnet wurde der Erlass vom polnischen Innenminister Mariusz Kaminski. In einem weiteren Erlass verhängte Polen Sanktionen gegen 365 belarussische Bürger. Er reagierte damit auf die politisch motivierte Verurteilung eines Journalisten mit polnischen Wurzeln durch das belarussische System. https://t.me/KyivIndependent_official/19228

LUKASCHENKO WOHLAUF

Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko ist offenbar nicht oder nicht mehr im Spital. Auf einem Foto sieht man ihn bei einem Treffen in der belarussischen Hauptstadt Minsk mit Elwira Nabiullina, der Präsidentin der russischen Zentralbank.

Das Bild wurde von Pavel Slunkin, einem ehemaligen Diplomaten von Belarus veröffentlicht. https://twitter.com/PavelSlunkin/status/1663092055587823616

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