Ukraine Aktuell (15.11.2022/23Uhr)

NEUE TERROR ANGRIFFE

Putins Armee feuerte am Tag 90 Raketen vom Typ «X-101» und «X-555» auf die Ukraine ab. Davon wurden 70 abgeschossen, aber 15 trafen Energieanlagen in der Ukraine. Das sagte Kirilo Timoschenko, Berater des ukrainischen Präsidenten. https://t.me/tymoshenko_kyrylo/2669

Der russische Militärblogger Rybar (1,1 Mio Follower auf Telegram) behauptet, dass am Abend erneut Raketen Städte angegriffen haben, welche die ukrainische Luftabwehr nicht zerstören konnte. https://t.me/rybar/41184

Den ganzen Tag hindurch wurde eine Vielzahl von Städten getroffen https://twitter.com/tpyxanews .

Rund 10 Millionen Ukrainer sind aktuell ohne Strom und ohne warmes Wasser. Die meisten Betroffenen leben in den Regionen Kharkiv, Schytomyr, Kiew und Lwiw. https://t.me/nexta_live/40959

Der Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte sagte, dass dieser Angriff jenen vom 10. Oktober übertreffe. https://twitter.com/myroslavapetsa/status/1592542416552497153

In Kiew wurde mindestens ein Wohngebäude getroffen und geriet in Brand. https://t.me/dvish_alive_eng/11075

Der Chef des Präsidialamtes, Andriy Yermak, bezeichnete die Russen wegen der neuen Raketenangriffe als «Feiglinge». Einzig erhöht werde damit die Summe, welche Russland als Entschädigung an die Ukraine zahlen müsse. https://www.unian.ua

RAKETE TÖTETE ZWEI POLEN

Mindestens eine Rakete schlug heute in Ostpolen ein. Bei der Stadt Przewodow, 6 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, kamen deswegen zwei Menschen ums Leben. https://twitter.com/ignis_fatum/status/1592581488029360128 & https://t.me/insiderUKR/45727

Zelenskyj sagte heute Abend: «Heute ist eingetreten, wovor wir seit langem gewarnt haben. Der Terror ist nicht auf unsere Staatsgrenzen beschränkt.» https://t.me/informnapalm/14272

Das russische Aussenministerium behauptete, dass die Meldungen über eine russische Rakete über Polen eine «bewusste Provokation» seien. Es habe keine Ziele nahe der polnisch-ukrainischen Grenze gegeben. https://t.me/ukrarmed_forces/23553

Russische Militärblogger wie «Rybar»; «Lord of war» oder «Veteran» verbreiteten die Version, dass eine ukrainische Luftabwehrrakete vom Typ S300 beim polnischen Dorf eingeschlagen sei. https://t.me/milinfolive/93389

Das US Aussenministerium meldete, man arbeite mit dem NATO-Land Polen zusammen, um zu bewerten, was in dem Grenzdorf passiert ist. https://t.me/loordofwar/60276

«Ukrain Battle Map» gibt zu bedenken: «Die USA wissen sicherlich, wo diese Raketen abgefeuert wurden, die in Polen gelandet sind, einem Gebiet, das rund um die Uhr überwacht wird und in dem sich F-22, F-35, US-Generäle und Tausende von US-Soldaten befinden. Die USA wollen diese geheimen Informationen jetzt einfach nicht veröffentlichen. https://twitter.com/ukraine_map/status/1592626303458758656

MÖGLICHE SZENARIEN

Für den Fall, dass die Rakete, welche in Polen einschlug, aus Russland stammt, gibt es mehrere Folge-Szenarien. Die ukrainische Plattform «Flash UA» schreibt: «Die Besonderheit liegt in der Interpretation der Aggression.

Variante 1: UNBEABSICHTIGTE Aggression. Wenn Polen behauptet, dass die Raketen versehentlich Polen getötet haben und nicht auf polnisches Territorium gerichtet waren, dann kann Artikel 5 der NATO außer Kraft gesetzt werden.
(Inhalt des NATO-Artikel 5: «… dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird».)

Variante 2: VORSÄTZLICHE Aggression. Die Raketen waren ursprünglich auf polnisches Territorium gerichtet oder Russland musste aufgrund der Genauigkeit der Raketen selbst davon ausgehen, dass sie auf polnisches Territorium fallen würden. Dann ist die Anwendung von Artikel 5 obligatorisch.

Dementsprechend sind die Szenarien:
 Anwendung von Artikel 4 und Sperrung des Luftraums über der Ukraine.
 Einbeziehung von Artikel 5 und umfassende Beteiligung am Krieg.
 Intensivierung der Waffenlieferungen, einschliesslich der Luftabwehr.»

ZELENSKYJ SPRICHT VON «G19»

In seiner Videoansprache an die Teilnehmer des internationalen Treffens in Bali, bekannt unter dem Namen «G20», sprach Wolodymyr mehrfach von «G19». Er deutete damit an, dass die Russische Föderation von diesem Format ausgeschlossen werden sollte.

Der ukrainische Staatschef bot den Staats- und Regierungschefs an, sich der Initiative «Getreide aus der Ukraine» anzuschliessen, um den ärmsten Ländern der Welt zu helfen; das erste Schiff wird nach Äthiopien gehen. https://t.me/dvish_alive_eng/11069

SÜDOFFENSIVE GEHT WEITER

Die ukrainischen Streitkräfte greifen die Stellungen der Besatzer am linken Ufer der Region Kherson an, wohin die Russen letzte Woche geflüchtet sind. Durch den Beschuss werden die Besatzer gezwungen, sich 15-20 km weiter von den geplanten Grenzen zu entfernen.

Ausserdem werden die Versorgungswege zu den Russen weiter beschossen. Dies erklärte die Leiterin des Pressezentrums der Südlichen Verteidigungsstreitkräfte Natalia Gumenyuk.

Die russischen Truppen könnten jedoch weiterhin die Stadt Kherson mit Artillerie bedrohen. https://t.me/site_ua/15534

NORMALISIERUNG IM SÜDEN

Zum ersten Mal seit dem 24. Februar ist heute wieder ein Personenzug in Mykolaiv eingetroffen. Im Süden ändert sich allmählich alles. https://t.me/mysiagin/17707

Zur Normalisierung gehört auch, dass heute im befreiten Kherson die ersten zwei Ukrposhta-Büros eröffnet und die ersten Renten an Rentner aus Kherson ausgezahlt. https://t.me/mysiagin/17706

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