Ukraine Aktuell (30.8.22/11Uhr)

OFFENSIVE IM SÜDEN

In der von russischen Truppen besetzten südukrainischen Region Kherson sind «schwere Kämpfe» ausgebrochen, teilte das Präsidialamt der Ukraine heute Morgen mit. «Starke Explosionen hielten den ganzen Tag und die ganze Nacht über in der Region Kherson an. Die Streitkräfte der Ukraine haben Offensivaktionen in verschiedene Richtungen gestartet», heisst es weiter. https://www.kyivpost.com  

Die Karte der Südfront zeigt mit roten Punkten die Einschläge von ukrainischen Raketen, welche Brände ausgelöst haben. https://twitter.com/AnonOpsSE/status/1564517126391664640/photo/1 Drei Regionen sind offenbar besonders betroffen: oberhalb von Kherson (links) in der Mitte und am rechten Rand bei Nova Khachovka.

Nach Angaben des ukrainischen Operationskommandos «Süd» wurden in der letzten Nacht 13 russische Kommandoposten im besetzten Teil der Südukraine angegriffen. https://twitter.com/ukraine_world/status/1564497344472780801

Der Bürgermeister von Mikolajew sagte, dass das Militär rund um die Uhr im Einsatz sei und schwere Kämpfe stattfänden. Detail zu der Situation wollte er aus Sicherheitsgründen keine nennen. Der Wiederaufbau der Region Kherson stehe kurz bevor, sagte er. https://t.me/uniannet/70273

Russland hat um 3 Uhr in der Nacht die Verbindung zwischen dem russischen Festland und der besetzten Krim Halbinsel über die Krimbrücke unterbrochen. https://twitter.com/igorsushko/status/1564407675898646528

Der von Russland eingesetzte Gauleiter der Region Kherson, Kirill  Stremousov, ist nach Russland geflüchtet. In einem Video sagte er, dass «Kherson für immer russisch» bleibe. Die Aufnahme realisierte er jedoch im Hotel Mariott in der russischen Stadt Woronesch. https://t.me/c/1352726486/40034

In Kherson wurde heute Morgen das Auto des von Russland eingesetzten Leiters der Verkehrs-Polizei in die Luft gesprengt. Der darin sitzende Mann, seine Frau und deren Tochter haben überlebt. https://t.me/c/1233777422/36328

ZELENSKYJ: «GEHT NACH HAUSE»

In seiner abendlichen Ansprache äusserte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj nicht zur militärischen Lage, sondern sagte lediglich: «Ich werde keine Einzelheiten nennen, aber wir werden die Eindringlinge an die Grenze treiben.»

Zelenskyj forderte die Russen auf, nach Hause zu gehen oder sich zu ergeben, sonst «werden sie sich mit unseren Verteidigern auseinandersetzen, die nicht aufhören werden, bis sie alles befreit haben, was der Ukraine gehört». https://twitter.com/KyivIndependent/status/1564360633742725120

BESCHUSS VON KHARKIV

Das Zentrum der nord-östlichen Stadt Kharkiv wurde von Russen mit Raketen und Artillerie beschossen.

Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt, Igor Terekhov, wurden beliebte Erholungsgebiete der Einwohner von Kharkiv getroffen, sowie ein fünfstöckiges Wohngebäude und ein Kindergarten.

Nach vorläufigen Angaben kamen 5 Menschen ums Leben und 7 wurden verletzt.  https://t.me/uniannet/70268 & https://t.me/c/1352726486/40030

AKW KONTROLLIERT RUNTERFAHREN

Die Vereinigten Staaten erklärten, eine «kontrollierte Abschaltung» des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja in der Südukraine sei die «sicherste Option».

Moskau wurde aufgefordert, einer entmilitarisierten Zone um den Standort zuzustimmen, wo zunehmende Kämpfe ein mögliches massives Strahlungsleck befürchten lassen. «Wie wir schon oft gesagt haben, ist ein Kernkraftwerk kein geeigneter Ort für Kampfeinsätze», erklärte der Sprecher für nationale Sicherheit des Weißen Hauses, John Kirby.

Heute Abend wird eine Delegegation der Internationalen Atomenergieagentur IAEO in Kiew eintreffen und rasch zu dem von Russland besetzten Atomkraftwerk weiterreisen. https://www.rferl.org/

PROBLEME MIT DROHNEN

Iran hat Russland die erste Charge von Drohnen geliefert, die im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. An der Front gab es bereits zahlreiche technische Probleme beim Einsatz der Drohnen und einige von ihnen sind ausgefallen. Dies berichtet die Washington Post unter Berufung auf Regierungsquellen.

Mit welchen Problemen das russische Militär genau konfrontiert war, wird nicht angegeben. Ein Sicherheitsbeamter der Regierung sagte, es gebe «einige Fehler im System», die «die Russen unglücklich gemacht» hätten. https://theins.ru/news/254518

WENIGER GAS FÜR FRANKREICH

Gazprom liefert weniger Gas nach Frankreich. Dies teilte das staatliche russische Energieunternehmen der französischen Firma ENGIE mit. Vorausgegangen waren Unstimmigkeiten über die bestehenden Verträge.

ENGIE teilte mit: «Wie bereits angekündigt, hat Engie bereits die notwendigen Mengen gesichert, um seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Kunden und seinem eigenen Bedarf nachzukommen.»

Im Gegensatz zu Ländern wie Deutschland ist Frankreichs Abhängigkeit von russischem Gas schon jetzt recht gering, da die Lieferungen aus Moskau nur etwa 17 % des Verbrauchs ausmachen. https://news.sky.com/

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