Ukraine Aktuell (11.8.22/10Uhr)

ANSAGE VON ZELENSKYJ

Bei seiner abendlichen Videoansprache sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj: «ie ukrainischen Streitkräfte, unsere Polizei und unsere Strafverfolgungsbehörden werden den heutigen russischen Beschuss der Region Dnipropetrowsk nicht unbeantwortet lassen. 13 Menschen starben durch den Angriff der Besatzungstruppen auf Marganets. Weitere zehn Personen wurden verwundet, drei davon schwer.»

Und zur Dauer des Krieges sagte er: «Die Frage, die alle beschäftigt: Wann wird der Krieg enden? Manche sagen noch einen Monat, manche ein Jahr, manche noch länger. Doch die Frage der Stunde steht in direktem Zusammenhang mit den Verlusten, die Russland erleiden wird.

Je mehr Verluste die Besetzer erleiden, desto eher werden wir in der Lage sein, unser Land zu befreien und die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten.» https://t.me/luhanskaVTSA/4918, FOTOS: Zerstörungen in Dnipropetrowsk https://t.me/c/1552840645/4698

UNBESTIMMTE DAUER DES KRIEGES

Oleksiy Arestovych ist ein Berater des ukrainischen Präsidenten. Er sagte gestern am ukrainischen TV: «Ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichte noch Monate dauern wird, mindestens bis zum neuen Jahr, bevor der Trend des Krieges umschlägt und wir anfangen, sie zu schlagen.

Die zentrale Frage dieser ganzen Geschichte, die sehr schwer zu beantworten ist, lautet: Wie wird sich die militärische und politische Führung Russlands verhalten, wenn sie zu verlieren beginnt, und zwar sichtbar und auch für die Russen verständlich», sagt er.

Arestovych behauptete, Russland sei bereit, Kherson aufzugeben, und verlangt angeblich, dass die Ukraine mit einer Reihe von Forderungen verhandelt, denen Zelenskyj definitiv nicht zustimmen wird. https://t.me/uniannet/67792

DER TÄGLICHE BESCHUSS

Aus der Vielzahl von Berichten zu den russischen Angriffen, hier ein Ausschnitt: «Es gab in dieser Nacht zwei Angriffserien mit 120 Raketen mit Hagelsystemmunition. Getroffen wurden das Dorf Prydniprovskyi und die Stadt Nikopol.

In Prydniprovskyi kämpften die russischen Horden gegen ein Sägewerk, ein familienmedizinisches Ambulatorium, ein Einkaufszentrum und private Wohngebäude. Es wurden keine Verletzten gemeldet.

In der Stadt Nikopol setzte die Horde ihre Kämpfe mit der Zivilbevölkerung fort. Fünf neun große Wohnhäuser wurden durch den Beschuss beschädigt. Sieben Menschen wurden verletzt. Leider wurden dabei zwei Menschen getötet. Eine Person liegt noch unter den Trümmern.» https://t.me/hyevuy_dnepr/33283

AI: RÜCKTRITT WEGEN SKANDAL-BERICHT

Nach Oksana Pokaltschuk, Chefin der Ukraine-Sektion von Amnesty International, ist nun auch Per Wästberg, Mitgründer von Amnesty in Schwede zurückgetreten. Wästberg: «Ich bin seit fast sechzig Jahren Mitglied der Organisation. Schweren Herzens beende ich meine lange und fruchtbare Zusammenarbeit wegen der Äusserungen von Amnesty zum Krieg in der Ukraine.» https://www.pravda.com.ua/eng/news/2022/08/10/7362634/ y

Die Zentrale von Amnesty International erklärte lediglich, sie bedauere das «Leid und die Wut», die durch ihre Erklärung entstanden seien. Die AI-Generalsekretärin Agnes Callamard klammert sich derweil an ihrem Sitz fest.

UMGEKIPPTE STROMMASTEN

In der südukrainischen Region Kherson sind Hochspannungsleitungen, die vom AKW Saporischschja auf die besetzte Krim führen, zusammengebrochen. Auf einer Fotografie ist ein umgekippter Mast zu sehen, der quer über einer Landstrasse liegt. https://t.me/Tsaplienko/13118

Die russischen Besetzer des AKW Saporischschja hatten damit gedroht, das Kraftwerk ganz vom ukrainischen Stromnetz zu entkoppeln und alle Energier auf die zurzeit besetzte Krim Halbinsel zu leiten.

MINEN IN BESETZTEN GEBIETEN

In den von Russen besetzten Gebieten liegen an vielen Orten Minen, die nicht entsorgt werden. Die von russischen Medien behauptete «Entminung» gibt es nicht. Stattdessen werden einfach Plastikbänder angebracht vor Gebäuden, in denen Minen vermutet werden. Dies berichtet Serhij Hajdaj, Gouverneur der von russischen Truppen weitgehend besetzten Region Luhansk.

In den letzten Tagen seien einige Mitarbeiter der Stromversorgung ums Leben gekommen, als sie bei Umspannwerken und Energieversorgungsunternehmen arbeiten wollten. https://t.me/luhanskaVTSA/4923

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