Ukraine Aktuell Nr. 647 (2.12.23/16Uhr)

  • Kämpfe ohne Unterbruch um Avdiivka
  • Russisches Kriegsverbrechen gefilmt
  • Umfassende Sabotageakte in Russland
  • Ukrainische Mobilisierung aufgeschoben
  • AKW kurzfristig unterversorgt

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4 KÄMPFER FÜR AVDIIVKA

Die Bildcollage zeigt vier zufällig ausgewählte ukrainische Soldaten, welche die ostukrainishche Stadt Avdiivka seit Wochen gegen die massiven russischen Angriffe verteidigen.

Die Russen würden täglich angreifen und setzen ihre Hauptkraft auf die Eroberung der «Kokerei Avdiyiv».

Nach Angaben des operativen Kommandos der ukrainischen Armee reduzierten die Russen aktuell ihre Angriffe mit Artillerie und Flugzeugen bei Avdiivka. Die Gesamtzahl der Gefechte gehe zurück. Trotzdem wurde die Anzahl der Angriffe mit 34 beziffert und die Anzahl der Artilleriebeschüsse mit 648. «Unsere Verteidiger halten die Verteidigung in Richtung Avdiivka aufrecht». Auf der russischen Seite seien gegen 500 Personen neutralisiert worden, also getötet oder kampfunfähig gemacht. Über die eigenen Verluste veröffentlicht das ukrainische Militär keine Angaben. https://t.me/operativnoZSU/125746

KRIEGSVERBRECHEN DER RUSSEN

Die Plattform «Deep State» hat ein Drohnen-Video veröffentlicht, welches ein russisches Kriegsverbrechen dokumentiert. Zu sehen sind vier bewaffnete russische Soldaten, welche sich um ein Loch versammeln, aus dem nacheinander zwei ukrainische Soldaten mit hinter dem Hals verschränkten Armen steigen. Die beiden sich ergebenden und unbewaffneten Soldaten legen sich flach auf den Boden. Kurz nachdem dies geschehen ist, werden Beide erschossen.

Das Verbrechen ereignete sich in der Nähe von Stepovoy und die beiden erschossenen Gefangenen gehörten zur 45. OSB-Einheit. https://t.me/DeepStateUA/18197

Das Video wurde bereits online https://twitter.com/i/status/1730941923198738816 weit verbreitet. «Wir warten auf die Reaktion staatlicher Beamter und westlicher Mächte von der UNO, der OSZE und der anderen Kloaken.», schreibt «Deep State» und weiter: «Das Video zeigt den Preis unseres Widerstands. Keine Gefangennahme garantiert Leben.»

UMFASSENDE SABOTAGE-AKTE

Weitgehend unbemerkt von westlichen Medien haben ukrainische Kräfte in den letzten Tagen koordinierte Aktionen gegen strategisch wichtige Transportlinien und Standorte in Russland durchgeführt. Die Mehrzahl wurde im «Ukraine Aktuell» genannt. «Euromaidan-Press» nennt die komplette Liste:

Mit zwei Aktionen wurden die beiden wichtigsten Eisenbahnlinien zwischen China und Russland unterbrochen. Über diese Transportlinien sollten tausende von Containern mit nordkoreanischer Munition und Waffen nach Russland transportiert werden.

Ein russischer Zug mit 50 Waggons mit Diesel und Flugbenzin detonierte im Severomuysky-Tunnel. Dadurch wurde der Tunnel zumindest kurz- bis mittelfristig völlig unbrauchbar. Russische Beamte sagten, der Vorfall sei auf einen elektrischen Kurzschluss zurückzuführen.

In einem zweiten Sabotageakt wurde die andere grosse Eisenbahnlinie zwischen Russland und China unterbrochen. Ein Zug mit 6 Treibstofftanks wurde in die Luft gesprengt, während sich der Zug auf der 35 Meter hohen Brücke befand.

Das dritte Ziel wurde ein Lagerhaus mit iranischen Kamikaze-Drohnen in Brjansk. Später bestätigten russische Quellen die Zerstörung des Lagers. Russische Militäranalysten beklagten sich über die Unfähigkeit der russischen Luftabwehr, militärische Objekte von strategischer Bedeutung zu schützen.

Das vierte Ziel war der russische Flugplatz Saky auf der Krim. Beim Angriff auf den Einsatzort des russischen dreiundvierzigsten Fliegerregiments, kamen 30 Personen ums Leben. Die Schäden am Material sind nicht bekannt.

Das fünfte Ziel war die russische Flugzeugfabrik in Smolensk. Anwohner filmten die Folgen einer Explosion in der Fabrik und bestätigten die Schäden und der ukrainische Geheimdienst bestätigte seine Beteiligung.

Das sechste Ziel war die Traktoren- und Panzerfabrik in Tscheljabinsk. Anwohner konnten den Moment der Explosion mit der Kamera festhalten. Russische Quellen behaupteten erneut, der Brand sei durch einen elektrischen Kurzschluss verursacht worden.

Ohne weitere Klärungen sind zurzeit eine Vielzahl von Bränden auf Märkten und in Einkaufszentren in den grössten Städten wie Moskau, St. Petersburg und Rostow. Einige der Brände hatten eine Fläche von mehr als 4’000 Quadratmetern. Russische Stadtverwaltungen gaben an, dass die Vorfälle in ihren Städten durch einen elektrischen Kurzschluss verursacht wurden.

Insgesamt zielten die koordinierten Operationen der ukrainischen Geheimdienste erfolgreich auf wichtige Infrastrukturpunkte ab, wodurch insbesondere der Fluss militärischer Lieferungen von Verbündeten wie China und Nordkorea unterbrochen und den russischen militärischen Kapazitäten erheblicher Schaden zugefügt wurde. https://euromaidanpress.com/2023/12/02/frontline-report-ukraine-strikes-russian-rail-lines-to-china/

MOBILISIERUNG AUFGESCHOBEN

Am Freitagabend meldete sich der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj zum Thema Mobilisierung. Erwartet wurde ein konkreter Plan, wie die Truppenstärken erhöht werden, doch Zelenskyj sagte, dass es dazu noch zu früh sei.

«Jeder in der Ukraine versteht, dass in diesem Bereich (der Mobilisierung) Änderungen notwendig sind. Es geht nicht nur um die Zahl derer, die mobilisiert werden können. Es geht um die Bedingungen – für alle, die derzeit beim Militär sind – für die Demobilisierung – und für diejenigen, die zum Militär gehen werden. Dies sind umfassende Dinge, die die militärische Führung und das Verteidigungsministerium ausarbeiten und dem Generalstab zur Genehmigung vorlegen müssen. Heute gab es einige Vorschläge. Ich warte auf integrierte Lösungen.»  https://t.me/V_Zelenskiy_official/8790

35 RUSSEN VERGIFTET

Nach Angaben russischer Militärblogger sollen zwei ukrainische Widerstandskämpferinnen mehrere russische Besatzer mit vergiftetem Essen getötet haben.

Das Ereignis habe sich in Simferopol, auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim zugetragen. Die Plattform t.me/c berichtet: «Russische Medien berichten, „zwei süsse Mädchen“ liessen die Russen Wodka trinken und fütterten sie mit Essen, welches mit Arsen vergiftet war.» 24 Besatzer seien gestorben, weitere 11 wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Die «Kriminelle konnten nicht identifiziert werden.» https://t.me/c/1394092619/58331

AKW KURZFRISTIG UNTERVERSORGT

Heute Morgen wurde diese Warnung veröffentlicht: Im Kernkraftwerk Saporischschja kam es erneut zu einem Stromausfall, der zu einer nuklearen Katastrophe führen könnte, berichtet das Energieministerium. Dies ist bereits der achte Stromausfall seit Beginn der Besatzung. Insbesondere kam es am Abend des 1. Dezember zu einer Unterbrechung der Stromübertragungsleitung Zaporizhzhya TPP – Ferosplavna mit einer Spannung von 330 kV, über die das Kraftwerk Strom aus dem ukrainischen Stromnetz erhielt.» https://t.me/c/1394092619/58326

Kurz nach 10 Uhr wurde Entwarnung gegeben: «Ukrenergo nahm den Betrieb der Hochspannungsleitung wieder auf, die für die Energieversorgung des Kernkraftwerks Saporischschja notwendig ist. Derzeit ist die Station bereits von einer Notstromversorgung auf eine normale Stromversorgung umgestellt.»

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