Ukraine Aktuell Nr. 496 (4.7.23/22Uhr)

SORGEN UM AKW SAPORISCHJA

Der 5.Juli ist der wahrscheinlichste Termin für einen russischen Sabotageakt gegen Europas grösstes Atomkraftwerk ZNPP in Saporischja. Alle Pläne für den Sabotageakt seien verabschiedet worden, sagte am 23. Juni Kyrylo Budanov, der Chef des militärischen Geheimdienstes. https://kyivindependent.com/new-statesman-budanov-says…/

Heute schreibt die Abteilung «strategische Kommunikation» der ukrainischen Streitkräfte: «Die Streitkräfte der Ukraine berichten über die mögliche Vorbereitung einer Provokation in naher Zukunft auf dem Gebiet des Kernkraftwerks Saporischschja, das seit dem 4. März 2022 von russischen Terroristen besetzt ist.

Betriebsinformationen zufolge wurden heute auf dem Aussendach des dritten und vierten Energieblocks des Kernkraftwerks Fremdkörper platziert, die Sprengkörpern ähneln. Ihre Explosion sollte die Energieblöcke nicht beschädigen, könnte aber den Eindruck eines Beschusses von ukrainischer Seite erwecken.

Die Streitkräfte der Ukraine verstossen nicht gegen die Normen des humanitären Völkerrechts, überwachen und kontrollieren die Situation und sind unter allen Bedingungen zum Handeln bereit. Keine feindlichen Provokationen werden funktionieren.» https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid02ABo9LEqPDXC5mk6WF1Y8DnZ7p1DBLvQt2gWt1TwufuY7FfCaM7yYvYP6eBhn7uYHl

Kurz vor 21 Uhr berichtete der Telegram-Kanal «evocation.info», dass die russischen Soldaten das Gelände des Atomkraftwerkes und auch die Umgebung verlassen: «Die Besetzer verlassen Energodar massenhaft. Dies berichten Quellen von evocation.info. Von den Dutzenden von Kontrollpunkten in der Region sind nur noch zwei übrig geblieben.

Es sei darauf hingewiesen, dass die rassistischen Telegrammkanäle in der Nacht zum 5. Juli damit begannen, die Nachricht zu verbreiten, dass die ukrainischen Streitkräfte das KKW Saporischschja angreifen würden.

Wie die Praxis zeigt, deuten solche Einwürfe auf die Vorbereitung von Provokationen durch die Besatzer selbst hin.» https://t.me/evocationinfo/103

Das grösste russische Propaganda-Netzwerk veröffentlichte heute Abend (FOTO) vorab auf Telegram diese Meldung: «In der Nacht auf den 5.Juli attackierten ukrainische Streitkräfte das Atomkraftwerk Saporischja mit Hochpräzisionswaffen und Kamikaze-Drohnen. Dies berichtet Renat Karchaa, Berater des Generaldirektors von Rosenergoatom.» https://twitter.com/JayinKyiv/status/1676287303021371393 / Foto im Newsletter.

Die mögliche Sprengung des Kernkraftwerks Saporischschja durch russische Truppen wird sich auf die ganze Welt und Europa auswirken. Dies erklärte der Chef des NATO-Militärausschusses, Rob Bauer, in einem Interview mit dem Sender LBC: «Wenn das passiert, dann ist das ein viel ernsteres Problem als nur ein militärisches Problem oder etwas nur für die NATO.» Daran wird die ganze Welt beteiligt sein, das wird grosse Auswirkungen auf Europa haben“, sagte der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses. https://twitter.com/Flash_news_ua/status/1676283108985806852

In welchen Regionen sich eine radioaktive Wolke ausbreiten könnte bei einem angenommen nordöstlichen Wind – zeigt die Publikation New Voice. (Karte im abonnierbaren Newsletter): https://english.nv.ua/…/putin-might-sabotage-znpp-to…

NV veröffentlichte auch exakte Pläne zu den 6 Atomkraftwerkblöcken und den Aufbau der einzelnen Reaktoren: https://english.nv.ua/…/what-could-happen-if-russia…

Trotz der heutigen Berichte über eine angebliche Provokation im Kernkraftwerk Saporischschja hat die IAEO (Internationale Atomenergie-Agentur) in ihrem jüngsten Bericht noch keine Bedrohung für die Anlage gemeldet. Das einzige Thema des heutigen IAEO-Berichts ist die Abschaltung der Stromleitung des Kraftwerks. https://t.me/kharkivlife/63509

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ERSCHÖPFENDE KÄMPFE

Anton Gerashchenko, Berater des ukrainischen Innenministers, fasste die Informationen zur militärischen Lage an der Südfront (KARTE im Newsletter) in einer Sammelmeldung zusammen: «Die ukrainischen Verteidiger drangen 2 Kilometer tief in die russische Verteidigung in Richtung Tavria vor, sagte Valery Shershen, Sprecher des Vereinigten Pressezentrums der Verteidigungskräfte von Tavria.

Die Russen leisten Widerstand, aber die ukrainische Armee übt systematisch Druck auf bestimmte Frontabschnitte aus.

Derzeit konzentriert sich die ukrainische Armee hauptsächlich auf die Erschöpfung der russischen Armee und nicht auf den Vormarsch, erklärte Oleksiy Danilov, Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine.

Laut Danilov ist der Kampf um Erschöpfung derzeit gleichbedeutend mit dem Kampf um Kilometer. Je mehr zerstört werden, desto mehr wird befreit.

In den Steppen und Feldern der Ukraine, wo aktive Kämpfe stattfinden, ist das Wetter heutzutage sehr heiss – etwa 35-40 Grad Celsius. Stellen Sie sich vor, wie sich unsere Krieger in voller Kampfausrüstung fühlen. https://twitter.com/Gerashchen…/status/1676207238107521033

PRIGOSCHIN ERHÄLT BEUTE ZURÜCK

Am 24. Juni wurde das Hotel Trezzini in St.Petersburg von einer Truppe des russischen Geheimdienstes FSB heimgesucht. Hier befand sich mutmasslich das zentrale Büro des Söldnerführers und Putin Freundes Jewgeni Prigoschin.

Aus dem Haus wurden mehrere Kisten getragen, in denen sich bündelweise russische und amerikanische Banknoten befanden. Der Artikel über die damalige Aktion wurde gelöscht, ist aber weiterhin verfügbar (Link zum Artikel und Fotos im Newsletter «Ukraine Aktuell»).

Details zur damaligen Razzia veröffentlichte die russische Publikation «Fontanka»: «Nach der Eröffnung des Strafverfahrens wegen versuchten Aufstands wurden in St. Petersburg Durchsuchungen an verschiedenen Orten durchgeführt wurden, die mit Prigoschin in Verbindung stehen. So wurde zunächst im Hof des Hotels Palace Trezzini eine Fahrzeug gefunden, aus der Dutzende von Kisten mit 4 Milliarden Rubel entnommen wurden, und wenig später wurden in der Tiefgarage des Hotels River Palace weitere 80 Kisten mit 6 Milliarden Rubel aus einem Minivan beschlagnahmt. Gold und Devisen wurden in den Büros von Prigoschins Unternehmen gefunden.» (Link ist im Newsletter «Ukraine Aktuell» sichbtar).

Heute wurde bekannt, dass Prigoschin alle damals beschlagnahmten Wertsachen zurückerhält. Igor Sushko zitiert die russische Veröffentlichung «Fontanka» nur kurz: «Der FSB gab Prigoschin 10 Milliarden Rubel (111 Millionen US-Dollar) in bar sowie fünf Goldbarren zurück, die er bei einer Razzia in seinem Büro während seines Putsches beschlagnahmt hatte.» Die Untersuchungsbehörden hatten zuerst nicht vor, die Wertgegenstände zurückzugeben, seien aber auf «höhere Gewalt» hin von ihren Position abgewichen. https://twitter.com/igorsushko/status/1676288578714738705

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