Ukraine Aktuell (20.9.22/22Uhr)

ABLEHNUNG DER «REFERENDEN»

Die von Russland geplanten «Referenden» über den Anschluss der besetzten ukrainischen Gebiete an Russland https://aldrovandi.net/2022/09/20/2647 werden ausserhalb Russlands breit abgelehnt.

Das Weisse Haus bezeichnete Russlands Versuche, Pseudoreferenden durchzuführen, als Beleidigung der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität.
Der lettische Aussenminister Edgars Rinkēvičs reagierte so: «Die Ukraine muss mehr Waffen bekommen, um ihr Territorium zu befreien, wir müssen nein sagen zur russischen Erpressung» https://twitter.com/edgarsrinkevics/status/1572193169504182272

Die illegalen «Referenden» über die besetzten ukrainischen Gebiete werden von der Türkei niemals akzeptiert, sagt Präsident Recep Erdoğan. https://twitter.com/ZMiST_Ua/status/1572293369136562178

Der französische Präsident Emmanuel Macron betont: Die «Referenden» hätten keine rechtlichen Konsequenzen. Er versprach, die Ukraine weiterhin mit Waffen zu beliefern. https://twitter.com/StratcomCentre/status/1572293938622472194

FRONT GEGEN PUTIN

Vor der UN-Generalversammlung verwendete Frankreichs Präsident Macron klare Worte: «Russland hat eine neue Ära des Imperialismus und Kolonialismus ausgelöst. Frieden und Verhandlungen werden nur funktionieren, wenn die Souveränität der Ukraine respektiert, ihre Territorien befreit und ihre Sicherheit geschützt werden». https://twitter.com/mariatad/status/1572297884766470145

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Rückgabe der von Russland gehaltenen Gebiete an die Ukraine gefordert. Dies gelte auch für die seit 2014 besetzte Krim-Halbinsel. «Wenn in der Ukraine ein Frieden hergestellt werden soll, wird natürlich die Rückgabe des besetzten Landes wirklich wichtig. Das wird erwartet».

Die Aussagen machte Erdogan in einem Interview mit dem amerikanischen Public Broadcast Radio (PBR), dem nationalen, öffentlich-rechtliches Radio der USA. https://www.tagesspiegel.de/politik/erdogan-nach-treffen-mit-russischem-prasidenten-putin-will-den-krieg-so-schnell-wie-moglich-beenden-8663902.html

PUTINS REDE FAND NICHT STATT

Für Moskauer Zeit 21 Uhr –mitteleuropäische Zeit 20 Uhr – haben staatliche Medien eine «dringende Ansprache» Putins (Foto: Anton Gerashchenko / @Gerashchenko_en) an das russische Volk angekündigt. Diese hat nicht stattgefunden.

Die Regierungskritische russische Plattform «the insider» schreibt lediglich: «Die Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine mögliche Mobilisierung und «Volksabstimmungen» über die Annexion der besetzten Gebiete der Ukraine fand aus unbekannten Gründen nicht statt.» https://theins.ru/news/255246

Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan sagte: «Uns sind Berichte bekannt, dass Putin sich möglicherweise auf eine Mobilmachung vorbereitet.» https://twitter.com/FreeCiviliansUA/status/1572290942547202052

Der serbische Präsident Aleksander Vucic befürchtet: Der Krieg in der Ukraine kann das Niveau eines Weltweiten Konflikts erreichen: «Die Frage ist, wo die Grenzen verlaufen und ob wir nach einiger Zeit in einen grossen Weltkonflikt abgleiten». https://twitter.com/Flash_news_ua/status/1572301689520259075

Nach dem Redetermin gab Andrey Kartapolov, Vorsitzende des parlamentarischen Duma-Verteidigungsausschusses bekannt: «Es wird keine allgemeine Mobilisierung geben, aber an einigen Orten kann das Kriegsrecht eingeführt werden». https://twitter.com/nexta_tv/status/1572299706331545602

Nach neusten Meldungen findet die Rede am 21.September zwischen 20 und 21 Uhr Moskauer Zeit statt. https://twitter.com/nexta_tv/status/1572315558460411904

«HOW TO LEAVE RUSSIA?»

«Wie kann man Russland verlassen?» – Diese Wortkombination hat bei der Google Suche heute zwischen 18 und 21 Uhr um den Faktor 30 zugenommen. Das war die Zeitperiode, in der die Rede von Putin für 21 Uhr angesagt worden war.

Den starken Anstieg der Suchanfragen zeigt eine Auswertung der Organisation «Free Army of Civilians in Ukraine». https://twitter.com/FreeCiviliansUA/status/1572292975585296384

Weitere beliebte Suchbegriffe waren «Wie Russland ohne Visa verlassen?», «Wie Russland ohne Pass verlassen» und «Kriegsmobilmachung». https://twitter.com/turbnz/status/1572297380132978688/photo/1

ATTACKE AUF STAUDAMM

Russland startete 7 Marschflugkörper und 20 Luftangriffe auf den Pechenizs’ke-Stausee in der Region Kharkiv. Die Angriffe blieben erfolglos.

Die Plattform ZMiST, auf welcher ukrainische Militärblogger publizieren, schreibt: «Die Zerstörung des Damms würde eine Katastrophe auslösen – eine Flut, die viele Städte und Dörfer flussabwärts auslöschen und Tausende töten würde.» https://twitter.com/ZMiST_Ua/status/1572290951548407811

Unterhalb des Staudamms liegt unter anderem die Siedlung Pecheng. Der Gemeindeleiter warnte die Bewohner vor der möglichen Überschwemmung ihrer Häuser, falls der Damm von Pechenizs’ke-Stausee beschädigt werden sollte. https://twitter.com/Flash_news_ua/status/1572304265166860288

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