- Angriff auf Einkaufszentrum
- Terrorangriff fordert 15 Tote
- Onlinelager «Ozon» brennt
- Brand in Raffinerie in Samara
- Keine Wahlen in Kriegszeiten
- Slowakei wechselt die Seite
- Neue Anti-Drohnen-Drohne
- 8’500 Nordkoreaner kommen
- Putins fatale Ergebnisse
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15 TOTE IM EINKAUFZENTRUM
In Krywyj Rih hat Russlands Armee in zwei Wellen das Einkaufszentrum «Sonnen-Galerie» angegriffen, in dem sich Hunderte von Kunden und Mitarbeitern befanden. Mehrere Einzelhandelsgeschäfte brennen. Videos belegen, dass das Zentrum gezielt angegriffen wurde und nicht etwa Trümmer eines abgeschossenen Flugkörpers einschlugen.
Bisher wurden 15 Tote und 130 Verletzte gemeldet. Der Angriff erfolgte nach dem russischen System der «Doppel-Falle». Nachdem eine erste Welle das Gebäude in Brand gesetzt hatte und Rettungskräfte eingetroffen waren, kam es zu einer zweiten Welle. Damit gerieten auch die Rettungskräfte ins Visier.

Volodymyr Zelenskyj sagte in seiner Abendansprache: «Es war ein Angriff mit mehreren russischen Drohnen – ein absichtlicher, abscheulicher Angriff, einer nach dem anderen. (…) Eine absolute russische Gräueltat. Sie sind einfach Monster. Wir werden definitiv reagieren.» Und: «Es ist wichtig, dass die Welt nicht schweigt angesichts all dessen. Dieser russische Krieg muss ein Ende haben – und wir brauchen die Unterstützung der Welt, um das zu erreichen. Ich danke allen, die an der Seite der Ukraine stehen.»
https://t.me/uniannet/199106; https://t.me/V_Zelenskiy_official/20486

NUN IST «OZON» DRAN
Von Mitte Juli bis Mitte August stand «Wildberries», der grösste Onlinehändler Russlands, im Fokus ukrainischer Drohnenangriffe. 7 der 10 grössten «Wildberries»-Lager wurden dabei zerstört, auch in der stark geschützten Region Moskau. Mehrere Zulieferer verloren einen Teil ihrer Waren und verschoben den Rest auf die Nummer 2 der russischen Onlinehändler, die Firma «Ozon».
https://t.me/exilenova_plus; https://t.me/u_now/209721
Diese Nacht gab es nun erstmals einen Angriff auf ein Lager von «Ozon». Dies geschah in der Region Samara, 1’350 Kilometer von Kyiv entfernt. Das 130’000 Quadratmeter grosse Ozon-Lager «Tschapajewsk» steht in Flammen. Es ist eines der grössten Logistikzentren des Unternehmens in der Wolga-Region und das fünftgrösste von Ozon. https://t.me/supernova_plus/58534
Die Stadt Tschapajewsk hat 73’000 Einwohner und ist 40 Kilometer von der Stadt Samara und ihren 1,15 Millionen Einwohnern entfernt.

RAFFINERIE BRENNT
Heute Morgen brach in der Erdölraffinerie «Nowokujbyshewsk» in der russischen Region Samara ein Brand aus. Welche Anlageteile wie stark betroffen sind, ist derzeit nicht bekannt.
Die Raffinerie Nowokujbyschewsk gehört zum Rosneft-Konzern und zählt zu den bedeutenden Ölraffinerien in der Region Samara. Die geplante Produktionskapazität des Werks beträgt über 8 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. In der Stadt Nowokujbyshewsk wohnen 108’000 Personen. https://t.me/u_now/209727; https://t.me/exilenova_plus;
Die ukrainischen Streitkräfte haben in den letzten vier Tagen vier russische Ölraffinerien erfolgreich getroffen. Derweil verschärft sich in mehreren Regionen der Russischen Föderation die Benzinkrise. In dieser Woche wurden in Moskau und St. Petersburg erneut Benzinrationen eingeführt. Rosneft, Russlands grösster Ölproduzent, hat die Tankmenge an allen Tankstellen landesweit auf 30 Liter begrenzt – im Juni waren es noch 90 Liter –, während für Diesel keine Beschränkungen gelten. https://twitter.com/euromaidanpress/status/2090901255442895120

KEINE WAHLEN IM KRIEG
Die Durchführung von Wahlen in der Ukraine während des Kriegsrechts ist absolut unmöglich, unangebracht und unverantwortlich, sagte der Sprecher des ukrainischen Parlaments, Ruslan Stefantschuk. https://t.me/u_now/209699
Stefantschuk reagierte damit auf einen überraschenden Vorstoss des ehemaligen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov. Dieser hatte vor 4 Tagen Wahlen gefordert und gesagt, der Staat müsse das Wahlrecht für Soldaten, Ukrainer im Ausland und Bewohner der Frontregionen gewährleisten und gleichzeitig die Sicherheit der Wahlen, die Unabhängigkeit der Institutionen und das Vertrauen in die Ergebnisse garantieren. Fedorov: «Wir dürfen es Putin nicht erlauben, zu entscheiden, wann die Ukrainer ihre Regierung wählen dürfen.» https://www.youtube.com/watch?v=QGFTuUxZB54
Mykola Kniazhytskyi von der ukrainischen Oppositionspartei «Europäische Solidarität» des ehemaligen Präsidenten Petro Poroschenko kritisierte Fedorovs Forderung nach Wahlen während des Krieges. «Die Diskussion über Wahlen muss mit einer Antwort auf die Frage der Staatssicherheit beginnen», schrieb Kniazhytskyi auf Facebook. https://www.facebook.com/mykolakn/posts/pfbid0vBG8YzV1h5cbuWXaeDi7ZNQD4zVaYqSVWEeeb4iADG8yWWPXjJv4KtJmdDxbhTX6l
Fedorov erklärte in einem Interview mit dem Sender «24», er habe sich noch nicht entschieden, ob er als Kandidat an den Wahlen teilnehmen werde. «Zuerst muss ein fairer Wahlprozess gewährleistet werden», bevor man sich über die eigene Teilnahme entscheide. https://www.youtube.com/watch?v=Yi9wmJ9l0Bc
Historischer Vergleich: Im von Nazideutschland angegriffenen Grossbritannien fanden während des Zweiten Weltkriegs keine Wahlen statt. Wahlen gab es 1935 vor dem Krieg und 1945 nach der Kapitulation von Nazi-Deutschland. Die für 1940 vorgesehene Wahl wurde mehrfach verschoben. Das Parlament wurde während des Krieges durch besondere Gesetze verlängert.

FICO ÄNDERT SEINEN KURS
Solange der ungarische Regierungschef Viktor Orbàn an der Macht war, schwamm der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in seinem Fahrwasser. Wie Orbàn setzte sich Fico im Dienste Moskaus gegen die Ukraine ein, blockierte Hilfsgelder und EU- Beitrittsverhandlungen. Doch nachdem Orbàn vom ungarischen Volk vertrieben wurde, wechselte Fico seine Position.
Das amerikanische Magazin «Politico» schreibt: «Als Viktor Orbán in Ungarn abgewählt wurde, befürchtete Brüssel, dass der slowakische Premierminister Robert Fico der nächste «Störfaktor-Chef» der EU werden könnte. Vier Monate später hat sich Fico weitgehend angepasst, unterstützt Sanktionen gegen Russland und lässt die Beitrittsverhandlungen der Ukraine zur EU voranschreiten.»
«Politico» zitiert Michal Šimečka, Vorsitzender der zentristischen Oppositionspartei «Progressive Slowakei»: «Fico hat sich hinter Orbán versteckt, aber jetzt kann er das nicht mehr. Er kritisiert die [EU-]Sanktionen in der Slowakei… unterstützt aber gleichzeitig all diese Massnahmen». https://www.politico.eu/newsletter/brussels-playbook/why-fico-lost-his-brussels-bite

NEUE ANTI-DROHNEN-DROHNE
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Einführung eines neuen ukrainischen Drohnenabwehrsystems mit dem Namen «Alexa Spatium» bekannt gegeben. Dieses System kann russische Drohnen vom Typ «Geran-3/4/5» und «Shahed 131» abfangen, inklusive der schnell fliegenden Versionen.
«Alexa Spatium» hat eine Grösse von 1,5 m x 1,7 m., erreicht hohe Geschwindigkeiten und wird von einem leichten Katapult gestartet. Das gesamte System passt in einen Pick-up-Truck.
Wenn das Ziel nicht getroffen wird, fliegt «Alexa Spatium» an den Ausgangspunkt zurück, um erneut eingesetzt zu werden. Das Gerät kann sowohl mit vordefinierten Koordinaten als auch im direkten Lenkmodus eingesetzt werden. Zur Suche und Bekämpfung von Zielen verwendet es Fernseh- und Infrarotsuchsysteme.
https://mod.gov.ua/news/arsenal-syl-oborony-popovnyv-pershyi-v-ukraini-reaktyvnyi-perekhopliuvach-alexa-spatium; https://x.com/bayraktar_1love/status/2090815821513625856

NORDKOREANISCHE SOLDATEN
Nordkorea hat Russland weitere 8’500 Soldaten geschickt, darunter Drohnenpiloten. Das berichtet CNN unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR).
Ungefähr 400 Soldaten sind Drohnenpiloten, weitere 1’000 sind Ingenieure und Minenräumer. Der Grossteil der Truppen ist im Gebiet Kursk stationiert.
Das HUR geht davon aus, dass die nordkoreanischen Soldaten möglicherweise bei der Verwendung von Angriffsdrohnen auf ukrainisches Territorium eingesetzt werden könnten.
CNN schreibt: «Nordkorea, das vor zwei Jahren einen gegenseitigen Verteidigungspakt nach NATO-Vorbild mit Russland unterzeichnet hat, entsendet seit Ende 2024 Truppen zur Unterstützung der Moskauer Militäroperationen und könnte aufgefordert werden, bis zu 50’000 weitere Soldaten beizusteuern, wenn Präsident Wladimir Putin im September seinen Amtskollegen Kim Jong Un trifft.» https://edition.cnn.com/2026/08/21/europe/russia-north-korea-ukraine-drones-intl

PUTINS FATALE ERGEBNISSE
Putin ist für eine Reihe von verheerenden Zahlen verantwortlich. Olena Rohoza eine ukrainisch-kanadische Bloggerin, hat sie zusammengestellt:
• Seit Russlands Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 hat die UNO mehr als 16’000 getötete ukrainische Zivilisten bestätigt, darunter Hunderte von Kindern. Bis Ende Juni 2026 belief sich die bestätigte Bilanz auf 16’431 Tote und 48’613 Verwundete. Die UNO warnt, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen.
• Schulen, Spitäler, Mehrfamilienhäuser, Einkaufszentren, Kraftwerke. Ganze ukrainische Städte wurden bombardiert, niedergebrannt und in Schutt und Asche gelegt.
• Putin hat auch sein eigenes Land verwüstet: Nach Schätzungen des CSIS (Center for Strategic and International Studies) hat Russland seit Februar 2022 rund 1,4 Millionen Verluste auf dem Schlachtfeld erlitten – Getötete, Verwundete und Vermisste – darunter etwa 400’000 bis 450’000 gefallene russische Soldaten.
• Die russische Föderation erstreckt sich über 11 Zeitzonen und verfügt über unglaubliche Mengen an Land, Öl, Gas, Mineralien und anderen Ressourcen. Trotzdem ist die Wirtschaftsleistung unter Putin kleiner als die von Italien. (BIP Italien: 2,74 Billionen US-Dollar; BIP Russische Föderation: 2,66 Billionen US-Dollar) und auch kleiner als der einzelne US-Bundesstaat Texas (BIP Texas: 2,9 Billionen US-Dollar). https://twitter.com/olenarohoza/status/2090360273269895282



