- Nordkorea schickt Sklaven
- Raffinerie in Perm brennt
- Wenig Benzin in Moskau
- Orthodoxer fordert Geduld
- Krim mit Strom-Blackout
- Dänische Sprengstoff-Fabrik
- Zelenskyj stoppte KI-Drohnen
- Putins Partei gewinnt Wahlen
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SKLAVEN AUS NORDKOREA
Der ukrainische Journalist Anton Gerashchenko zeigt auf, wie das nordkoreanische Regime vom Export von Arbeitskräften und Soldaten unter sklavischen Bedingungen profitiert:
- Für Pjöngjang ist dies eine Möglichkeit, Devisen zu verdienen, Zugang zu russischen Ressourcen und Technologien zu erhalten und gleichzeitig die vollständige Kontrolle über seine Bürger im Ausland zu behalten.
- Nordkorea verdient seit Jahrzehnten Geld mit dem Export seiner Arbeitskräfte. Aktuell arbeiten möglicherweise rund 100’000 nordkoreanische Bürger im Ausland in etwa 40 Ländern und erwirtschaften damit jährlich rund 500’000’000 Dollar für das Regime. Russland ist mittlerweile zu einem der Hauptziele geworden.
- Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes arbeiteten im Mai 2025 bereits rund 15’000 Nordkoreaner in Russland. Die russische Regierung umging UN-Sanktionen, indem sie diesen Arbeitskräften Visa für «Bildungszwecke» erteilte. Allein letztes Jahr waren dies 36’000 solche Visa.
- Aktuell werden russischen Firmen aus den Bereichen Montagelinien, Bekleidungsfabriken, Küchen und auf Bauernhöfen fertige Gruppen von mindestens 40 Arbeitskräften angeboten. Bisher waren es fast nur Männer im Baugewerbe und in der Holzindustrie.
- Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte beschreibt das nordkoreanische System der Auslandsarbeit ausdrücklich als ein System, das Anzeichen von Zwangsarbeit aufweist. Ehemalige Arbeiter berichteten der UNO, dass ihre Pässe beschlagnahmt wurden, es ihnen verboten war, Arbeitsstätten und Wohnheime eigenständig zu verlassen, und dass ihre Kommunikation und ihre Kontakte zur Aussenwelt überwacht wurden.
- Auch das Geld wird vom Staat kontrolliert. Russische Arbeitgeber zahlen den Arbeitern ihre Löhne in der Regel nicht direkt aus: Das Geld fliesst an mit Nordkorea verbundene Unternehmen. Gemäss Human Rights Watch arbeiten solche Arbeitskräfte täglich 12 bis 16 Stunden und in einigen Fällen bis zu 364 Tage im Jahr. Vom Lohn von rund 800 Dollar pro Monat behält der nordkoreanische Staat 600 Dollar. Zusätzlich gibt es Abzüge für Reise-, Unterkunfts- und sonstige Kosten, sodass den Arbeitern manchmal nur noch 10 Dollar ihres Monatsgehalts übrig bleiben.
- Für Russland ist dies derzeit besonders vorteilhaft. Der Krieg selbst hat einen Arbeitskräftemangel verursacht: Hunderttausende Männer wurden mobilisiert oder zum Militär eingezogen, eine grosse Anzahl von Menschen wurde getötet oder verwundet, ein Teil der Bevölkerung hat das Land verlassen, und die Rüstungsindustrie zieht Arbeitskräfte aus anderen Sektoren ab.

- Pjöngjang liefert Russland neben den Arbeitskräften auch Soldaten. Im Herbst 2024 wurden 14’000 bis 15’000 nordkoreanische Soldaten von Russland in Kampfhandlungen in der Region Kursk eingesetzt. Dabei handelte es um Soldaten der Koreanischen Volksarmee, die auf Beschluss des Kim Jong-Un Staates entsandt worden waren.
- Die Verluste waren extrem hoch. Der südkoreanische Geheimdienst schätzte, dass von den rund 15’000 eingesetzten nordkoreanischen Soldaten etwa 600 getötet worden waren, während westliche Schätzungen der Gesamtverluste – Getötete und Verwundete – bei über 6’000 lagen.

- Nun gibt es Hinweise, dass in den kommenden Monaten bis zu 50’000 nordkoreanische Soldaten in Russland eingesetzt werden sollen. Diese sollen russische Truppen in den Grenzregionen Kursk, Brjansk und Belgorod ersetzen. Damit würden dort russische Soldaten für Kämpfe im Donbas frei. Unabhängig bestätigt sind diese Zahlen bisher nicht.
https://x.com/Gerashchenko_en/status/2088600130303734109; https://english.kyodonews.net/articles/-/82162

PERM-RAFFINERIE BRENNT
In der Nacht auf heute wurde die Erdölraffinerie in Perm von ukrainischen Drohnen angegriffen. Videos zeigen Brände und eine hochaufsteigende Rauchsäule. Anwohner hatten zuvor von «Explosionen» berichtet. https://t.me/exilenova_plus/29307
Die Stadt Perm liegt 1’855 Kilometer Luftdistanz von Kyiv entfernt.
Die «Lukoil-Permnefteorgsintez»-Raffinerie in Perm ist eine der wichtigsten Vermögenswerte des Energieunternehmens «Lukoil» und eine der wichtigsten Erdölanlagen in ganz Russland. Ihre geplante Produktionskapazität beträgt 13,1 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. https://t.me/uniannet/199036

ORTHODOXER FORDERT GEDULD
Laut russischen Medien war am 19. August an 250 Tankstellen in Moskau kein Kraftstoff erhältlich, obwohl diese eine Woche zuvor noch normal betrieben wurden. https://easternherald.com/2026/08/21/russia-fuel-crisis-petrol-shortage-ukraine-drone-strikes-refineries
Aufgrund des Mangels und der stundenlangen Staus an den Tankstellen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Autofahrern. Trotz des Zusammenbruchs des Kraftstoffmarktes in der Hauptstadt Russlands besteht Putin weiterhin darauf, dass die gezielten Angriffe auf russische Raffinerien «keine kritischen Folgen» hätten. https://t.me/u_now/209555
Angesichts der sich verschärfenden Treibstoffkrise in Russland hat sich nun ein Priester der Russisch-Orthodoxen Kirche zu Wort gemeldet. Priester Alexander Butrin erklärte, dass die Russen sich dem Kraftstoffmangel im Land abfinden müssen und ihre Unzufriedenheit nicht gegenüber Beamten äussern sollten: «Ertragen Sie es und veranstalten Sie keine Proteste.»
Diejenigen, die ihre Unzufriedenheit äussern und versuchen, ihre Rechte durchzusetzen, bezeichnete der Priester als «geistlich unreif und nicht kirchentreu». https://t.me/u_now/209566

BLACKOUT AUF DER KRIM
Ukrainische Angriffsdrohnen haben am Donnerstag das 500-kV-Umspannwerk Taman in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. «Taman» ist ein wichtiger Knotenpunkt, der das russische Stromnetz mit der besetzten Krim verbindet.
Das Umspannwerk wurde Berichten zufolge schwer beschädigt, was zu einer Überlastung führte und den Grossteil des Stromnetzes auf der Krim vorübergehend lahmlegte. Während mehrerer Stunden fielen wegen der Stromunterbrechung die Strassenbahnen und Busse in den Krim-Städten sowie grossflächig die Wasserversorgung aus.
In Kertsch trat ein Versorgungsplan in Kraft, der abwechselnd 3 Stunden Strom und 6 Stunden ohne Strom vorsieht.
https://x.com/osinttechnical/status/2090328764068532435; https://t.me/Crimeanwind/107679
DÄNISCHER SPRENGSTOFF
Das ukrainische Rüstungsunternehmen «FirePoint» wird im NATO-Land Dänemark eine grosse Fabrik für Feststoffraketentreibstoff bauen. Es wird die erste Produktionsstätte des Unternehmens ausserhalb der Ukraine sein.
Die dänische Tochtergesellschaft des Unternehmens baut ein Werk, in dem Feststoffraketentreibstoff zunächst für die eigenen Waffen von FirePoint und später auch für andere Rüstungshersteller produziert werden soll. Alle Baubewilligungen sind vorhanden.
Das Unternehmen argumentiert, dass der Mangel an Feststofftreibstoff in Europa zu einem grundlegenden Produktionsengpass geworden ist, der nicht allein durch Rüstungsausgaben gelöst werden kann.
Mit dem Werk soll Europas Abhängigkeit von externen Lieferanten für kritische Verteidigungskapazitäten verringert werden. Iryna Terekh, CEO und CTO (Technische Leiterin) von FirePoint erklärte, die europäischen Länder seien nach wie vor stark von den Vereinigten Staaten, China und anderen Lieferanten abhängig, deren Verfügbarkeit oder politische Entscheidungen sich unerwartet ändern könnten. https://united24media.com/defense-tech/fire-points-denmark-plant-could-solve-one-of-europes-biggest-missile-production-bottlenecks-21837

FEDOROVS PLAN GESTOPPT
Die vier Moskauer Flughäfen sollten über mehrere Tage hinweg mit jeweils 1’000 kostengünstigen KI-gesteuerten Drohnen angegriffen werden, um so die zivile Luftfahrt zu stoppen. Die Absicht dahinter: Die russische Elite in Richtung Friedensgespräche zu bringen. Der Plan wurde unter dem damaligen Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov entwickelt. Doch Volodymyr Zelenskyj stoppte die Umsetzung, weil er zivile Opfer in Russland befürchtete. Der Präsident erlaubte nur weitere Vorbereitungsarbeiten des Plans mit dem Codenamen «M&Ms» Dies schreibt das gewöhnlich gut informierte amerikanische Magazin «The Atlantic».
In einer Stellungnahme bezeichnet das ukrainische Präsidialbüro den Artikel als «Unsinn». https://www.theatlantic.com/national-security/2026/08/ukraine-moscow-airports-ai-drones/688337

WETTEN AUF PUTINS SIEG
Auf die russischen Parlamentswahlen wurden auf der Plattform «Polymarket» bereits mehr als 20 Millionen US-Dollar gesetzt. Die aktuelle Prognose für die Wahlen von Ende September prognostiziert Putins Partei «Einiges Russland» mit 72% einen Sieg. Auf die «systemtreue Opposition» der Partei «Neues Volk» setzen nur 20%. https://x.com/nexta_tv/status/2090451287347437674
Die einzige wirkliche oppositionelle Kraft, die Mini-Partei «Jabloko» wurde von den Wahlen ausgeschlossen. Diesen definitiven Entscheid fällte das Oberste Gericht Russlands Anfang dieser Woche. Jabloko hatte sich einen Namen gemacht, weil sie sich als einzige landesweite Partei gegen den Überfall Russlands auf die Ukraine aussprach.



