- Stromausfall in Moskauer Bezirken
- Sperrung von Moskauer Flughäfen
- Angeblich 25 Drohnen neutralisiert
- «Relativ ruhige Nacht in Russland»
- Zunehmende Benzinknappheit
- Russen suchen verzweifelt Benzin
- Behörden erklären den Mangel
- Grosser Schaden am Raketenwerk
- Putins Starlink-Alternative geschwächt
- Terrorangriff tötet 10 Menschen
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STROMAUSFALL IN MOSKAU
Am Dienstagabend ist in mehreren Moskauer Stadtteilen der Strom ausgefallen. Grund dafür war ein Brand im «Kraftwerk 20» in der Wawilow-Strasse. Anwohner hatten zuvor «Geräusche» gemeldet. In den Bezirken Gagarin und Danilow sowie teilweise in Zamoskoretschje fiel der Strom aus. Das Einkaufszentrum Gagarin wurde evakuiert und die U-Bahn verkehrte nicht.
Die staatlichen Behörden machten für den Stromausfall eine «technische Umschaltung der Energiequellen» verantwortlich. Die Behörden meldeten gleichzeitig den Abschuss ukrainischer Drohnen.
Das betroffene Kraftwerk versorgt die Stadtteile Akademitscheski, Gagarin, Lomonosow, Obruczewski, Donskoi, Dorogomilowo, Danilowski sowie Jakimanka, Syuzino, Kotlowka, Konkowo, Tscheremuschki und Zamoskoretschje mit Strom und Wärme. https://t.me/ostorozhno_moskva/35216;

MOSKAUER FLUGHÄFEN GESPERRT
Aufgrund von ukrainischen Drohnenangriffen wurden am Dienstagabend in Moskau die Flughäfen Domodedowo, Wnukowo und Scheremetjewo teilweise geschlossen, während Schukowski vollständig geschlossen war.
In der Nacht haben die Flughäfen Domodedowo, Schukowski und Wnukowo den Betrieb wieder aufgenommen. Scheremetjewo ist derzeit noch gesperrt.
Die Moskauer Luftverteidigung meldet, dass sie seit Dienstagabend 25 ukrainische Drohnen rechtzeitig abgeschossen habe. https://t.me/ostorozhno_moskva/35224
RELATIV RUHIGE NACHT
Die ukrainischen Blogger von «ExileNovaPlus» melden am Mittwochmorgen: «Heute ist es relativ ruhig, mit einigen Ausnahmen. Anwohner meldeten Explosionen in Nowomoskowsk, Oblast Tula. Ausserdem gab es Explosionen in Dserschinsk, Oblast Nischni Nowgorod, wo Anwohner berichteten, dass eine Drohne in unmittelbarer Nähe eines Mehrfamilienhauses abgeschossen wurde.» https://t.me/exilenova_plus/29218
Anmerkungen: Nowomoskowsk ist 750 Kilometer von Kyiv entfernt und befindet sich südlich von Moskau. Dserschinsk befindet sich 1’070 Kilometer von Kyiv entfernt. Noch vor 6 Monaten wären solche weitreichenden Einsätze ukrainischer Drohnen eine Sensation gewesen. Unterdessen gehören solche weitreichende Drohnenangriffe zur «neuen Normalität» russischer Einwohner.

BENZINMANGEL
Innerhalb einer Woche ist der Anteil der Tankstellen in Russland, an denen Treibstoff verfügbar ist, von 41 % auf 28,1 % gesunken. Die Situation ist am schwierigsten in den Regionen Wolgograd, Tscheljabinsk, Orenburg, Woronesch, Samara und Rostow. Dies berichtet «The Moscow Times».
Grund für den Mangel sind die andauernden Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Raffinerien. Vor den Tankstellen mit Benzin im Angebot stauen sich die Autos zum Teil bis in einer Länge von zwei Kilometern.
Es handelt sich um die zweite Welle an Kraftstoff-Knappheit in Russland in diesem Sommer. Das Kreml-Regime konnte die erste Welle eindämmen, indem es auf Exporte verzichtete und Kraftstoffreserven freigab. Im Gegensatz zur ersten Welle ist dieses Mal auch die Region Moskau betroffen.
Aufgrund der Treibstoffknappheit sind die Benzinpreise an den Tankstellen in mehreren russischen Regionen um das 1,8- bis 2-Fache in die Höhe geschossen.
Zum Mangel an teurem Benzin kommen Probleme mit einem Teil der angebotenen Ware. Das Kreml-Regime hatte verfügt, dass Benzin geringerer Qualität in den Verkauf kommen darf, weil diese Sorten einfacher herzustellen sind. Benzin der Klassen Euro 2, Euro 3 und Euro 4 entsprechen nicht den höheren Euro-Normen moderner Fahrzeuge und sind für einige Motoren ungeeignet.
https://ru.themoscowtimes.com/2026/08/18/novaya-volna-defitsita-bolee-chem-70-azs-v-rossii-ostalis-bez-benzina-a203757 ; https://x.com/Soupedesques/status/2089682082171621736; https://x.com/visegrad24/status/2089651310358339698

RUSSEN UND DAS KNAPPE BENZIN
In einem Selfie-Video sagt Mann Nr. 6: «Leider ist in Moskau das Benzin ausgegangen. Entweder gibt es riesige Warteschlangen, oder man fährt durch die Stadt und alle Tankstellen sind geschlossen. Nur damit ihr Bescheid wisst: Wir sind an etwa 20 Tankstellen in der Stadt vorbeigefahren. Überall gibt es Warteschlangen. Bei Rosneft gibt es Benzin. Bei Lukoil ist noch etwas Benzin verfügbar. Bei Tatneft und allen anderen Anbietern ist das Benzin bereits ausgegangen.
Nur damit ihr es wisst: Diese Warteschlangen gibt es rund um die Uhr. Ich bin um 1 Uhr morgens, um 2 Uhr morgens, um 3 Uhr morgens und um 4 Uhr morgens vorbeigekommen, und die Schlange scheint nie zu enden.
Die Leute fahren weiter und weiter und weiter.»
Mann Nr. 7, ebenfalls im Auto sitzend: «Ich bin gerade einfach nur schockiert. Das Wichtigste, was ich filme, ist, dass es an den Tankstellen kein Benzin mehr gibt.
Ich fahre an der Gazprom-Tankstelle vorbei. Sieht so aus, als gäbe es dort Benzin. 95-Oktan-Benzin kostet 140 Rubel (1,42€). 140 Rubel!! Vor zwei Tagen kostete es noch 71 Rubel. Die anderen Tankstellen hatten nur Diesel.» https://twitter.com/wartranslated/status/2089400479641964544/video/1

ERKLÄRUNG DER BEHÖRDEN
Im südrussischen Krasnodar verbringen die Einwohner durchschnittlich 3 Stunden Wartezeit vor den noch wenigen geöffneten Tankstellen. Das schreibt die «Nowaja Gaseta» und ergänzt: «Die Augusthitze und die Benzinknappheit führen häufig zu Konflikten.» https://novayagazeta.ru/articles/2026/08/18/iz-za-povyshennogo-sprosa-v-usloviiakh-kurortnogo-sezona
Der Gouverneur der Region Krasnodar, Veniamin Kondratyev, begründet auf seinem Telegram-Kanal den Benzinmangel mit den «Ferientagen». Er schrieb bereits am Montag: «Heute stellen wir fest, dass sich die Situation bei der Lieferung von Benzin an Tankstellen verschärft hat. Aufgrund der erhöhten Nachfrage während der Urlaubssaison haben die Öl- und Gaskonzerne erneut Beschränkungen bei der Menge des verkauften Treibstoffs eingeführt und die Öffnungszeiten der Tankstellen verkürzt. Die Situation ist am schwierigsten an der Asow-Schwarzmeer-Küste.»
Kondratyev schreibt: «Ich habe sich an den stellvertretenden Ministerpräsidenten gewandt und ihn gebeten, die Mengen an Benzin, die an die Region Krasnodar geliefert werden, zu erhöhen.» https://t.me/kondratyevvi

ENERGIEMINISTER FÄHRT DIESEL
Auch staatlich erlaubte russische Medien beginnen über die zunehmende Benzinknappheit zu berichten.
So spricht der freundliche, aber aufsässiger «Kommersant»-Reporter Alexander Junashev den Energieminister Sergei Ziwilew an, und fragt ihn vor laufender Kamera, wann die Benzinprobleme in der Region behoben seien. Der Minister bestätigte «Warteschlangen an den Tankstellen» und sagte, dass man am «Problem arbeite». Er selbst sei aber nicht betroffen, da er ein Auto mit Diesel fahre und es genug Diesel im freien Verkauf habe. https://www.agents.media/ministr-energetiki-zayavil-chto-bez-problem-zapravlyaet-mashinu/ ; https://www.kommersant.ru/doc/8892201
NACHBARSTAATEN LEIDEN
Die russische Treibstoffkrise wirkt sich inzwischen auch auf mehrere Länder Zentralasiens aus, da diese vom Benzin aus Russland abhängig sind. In Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan steigen die Treibstoffpreise und Benzin wird an Tankstellen knapp.
Die Regierungen dieser Länder suchen dringend nach neuen Lieferanten. https://t.me/currenttime/58484

GROSSSCHADEN AM SOJUS-WERK
Neu verfügbare Satellitenbilder zeigen zwei Einschläge im Raketenwerk «Progress» in Samara, einem zentralen Werk für die Produktion von Sojus-Raketen. Zu sehen sind im Gebäude «106A» ein Loch mit einer Grösse von ca. 10×25 Meter und eine zweite, grössere Beschädigung. Dort ist das Dach auf einer Fläche von 35×80 Meter eingebrochen. Im Gebäude «106A» wurden bisher die Bordelektronik, Steuerungssysteme, Kabelnetze und Instrumentenabteile der Raketen montiert.
Die Produktion im Raketenwerk Samara ist derzeit eingestellt. Eine Wiederaufnahme unter Reinraumbedingungen könnte Monate dauern. Für Putins Pläne ist dies ein verheerender Schlag. Insbesondere das vom Kreml priorisierte «Rassvet»-Satellitennetz – eine Alternative zu «Starlink» von Elon Musk – wird dadurch erschwert. Denn es sind Sojus-2.1-Raketen, welche mit einem Start bis 20-Rassvet-Satelliten in die Umlaufbahn bringen können.
Alle wichtigen Komponenten der Sojus-Raketen mit Ausnahme der Triebwerke stammen aus dem Progress-Werk in Samara. Wie viele bereits fertige Sojus-Raketen von den Ausweichabschussrampen in Baikonur und Vostochny gestartet werden könnten, ist nicht bekannt. Klar ist nur, dass es für die Basis-Konfiguration des Rassvet-Satellitennetztes 12-15 Raketenstarts braucht. Und bekannt ist, dass Russland aufgrund der herrschenden Embargomassnahmen nicht über zu viele Bauteile verfügt und deshalb nicht auf Vorrat produzieren kann. https://x.com/letsarmukr/status/2089470490423259408; https://t.me/exilenova_plus/29191

ZEHN TOTE AN EINER KREUZUNG
Ein russischer Angriff auf eine Kreuzung im Ort Pechenihy in der Region Kharkiv hat 10 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Der Schlag traf ein Gebiet mit einem Postamt, Geschäften und Wohnhäusern.
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj schrieb zum Angriff: «Alle Umstände dieser Tragödie werden untersucht. Wir werden auf diesen russischen Angriff mit aller Entschlossenheit reagieren. Und es ist ebenso wichtig, dass unsere Partner unsere gerechten und wirksamen Maßnahmen durch eigene Schritte zur Druckausübung auf Russland und zur Unterstützung der Ukraine ergänzen.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/20411



