- Raffinerie «Jaroslawl» brennt
- Raffinerie «Saratow» stillgelegt
- Anschlag auf Drohnenbauer
- Russischer Generalleutnant tot
- 1,4 Milliarden € für die Ukraine
- Drohnenvorfälle in Leipzig
- Mobilisierungsvorbereitungen
- Blumen für acht zivile Opfer
- Vorwürfe an Ex-US-Botschafterin
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RAFFINERIE JAROSLAWL BRENNT
In der russischen Stadt Jaroslawl leben 560’000 Einwohner. Die Stadt befindet sich 280 Kilometer nordöstlich von Moskau und 1’000 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt Kyiv entfernt.
Seit heute Morgen (6. August) brennt es dort in der örtlichen Erdölraffinerie an mehreren Stellen. Ausserdem sind Brände in Häusern ausgebrochen, in denen Zivilisten wohnen, weil die russische Luftabwehr beim Versuch, die Drohnen abzuschiessen, die Häuser getroffen hat.
Die Raffinerie mit dem Namen «Slavneft-YANOS» gehört zu den fünf grössten derartigen Betrieben in Russland. Sie hat eine Verarbeitungskapazität von 15 Millionen Tonnen Erdöl pro Jahr.
Der Gouverneur der Region meldete, dass alle Drohnen «erfolgreich abgeschossen» worden seien. https://t.me/uniannet/197826; https://t.me/ShrikeNews/31802

RAFFINERIE SARATOW STILLGELEGT
Am 2. August hatten ukrainische Drohnen die Ölraffinerie in Saratow, 1’000 Kilometer von Kyiv entfernt, angegriffen. (Siehe «Ukraine Aktuell Nr. 1622).
Nun wurde das Werk für mindestens zwei bis drei Wochen stillgelegt, um es zu reparieren. Das schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Ausserdem hat das Werk den Verkauf von Erdölprodukten an der St. Petersburger Börse eingestellt. Vor dem Angriff produzierte das Werk jährlich mehr als 1 Million Tonnen Benzin und fast 2 Millionen Tonnen Diesel. https://t.me/uniannet/197815

ANSCHLAG AUF DROHNENBAUER
Wladimir Tkachuk, Direktor der «Ural Drone Factory», Konstrukteur der russischen Drohne «Upyr FPV» und Gründer des kriegsbefürwortenden Kanals «Povyorotnye na Voyne», wurde bei einem Autobombenanschlag in der Nähe von Jekaterinburg schwer verletzt.
Ein unter seinem Mercedes platzierter Sprengsatz explodierte in Bolschoi Istok. Sein Fahrer und sein Leibwächter kamen noch am Unfallort ums Leben, während Tkachuk in kritischem Zustand auf die Intensivstation gebracht wurde. https://x.com/noelreports/status/2084947276280058021

GENERALLEUTNANT GETÖTET
Der Bombenanschlag vom Samstag, 1. August, auf das Luxusrestaurant «Balzi Rossi» im Moskauer Zentrum hat mindestens fünf Personen getötet und 17 weitere verletzt. Noch immer gilt eine Nachrichtensperre des russischen Geheimdienstes FSB, der alle Informationen über den Anschlag auf die Geburtstagsparty von General Alexander Tschaiko, Oberbefehlshaber der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, unterdrückt.
- Den Anschlag nicht überlebt hat der 53-jährige Generalleutnant Igor Jerusalimov. Er wurde am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bewacht von Sicherheitsagenten auf dem «Prominentenfriedhof» Troekurovski beerdigt. Die russischen Behörden haben Jerusalimovs Tod nicht kommentiert. Russische und ukrainische Blogger vermuten, dass sich der Generalleutnant auf der Party aufgehalten hatte und verwiesen darauf, dass bei der Beerdigung eine Fahne der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte hinterlassen wurde.
- Den Anschlag nicht überlebt hat Daniil Peredriy. Der 27-jährige Mann war der Schwiegersohn von Alexander Tschaiko.
- Ebenfalls nicht überlebt hat den Anschlag die Attentäterin, über deren Identität nichts bekannt ist. Die Frau hatte die Bombe als Geschenk getarnt, zur Party gebracht, wo sie explodierte.
- Den Anschlag nicht überlebt hat ein Wachmann, dessen Namen bisher nicht genannt wurde.
- Über die Identität des fünften Toten und den Zustand der 17 Verletzten gibt es bisher keine Angaben.
https://x.com/bayraktar_1love/status/2085089414213201924/; t.me/chatsolncevo/649790 ; https://t.me/istories_media/13075

RUSSENGELD FÜR UKRAINE
Die Europäische Kommission gab bekannt, dass die EU Gewinne in Höhe von 1’400’000’000 Euro aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten an die Ukraine überweisen wird. Diese Tranche von 1,4 Milliarden Euro ist bereits die fünfte Überweisung von Gewinnen aus Vermögenswerten der russischen Zentralbank.
Der Gewinn aus den eingefrorenen russischen Geldern wurde im ersten Halbjahr 2026 generiert.
Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, erklärte: «Russland muss für die von ihm verursachten Zerstörungen aufkommen. Und wir nutzen die Erlöse aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten, um sicherzustellen, dass dies auch geschieht. Damit unterstützen wir den anhaltenden Widerstand der Ukraine gegen den illegalen Krieg Russlands.» https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_1721
DROHNEN IN LEIPZIG
Auf dem Flugfeld des Flughafens Leipzig/Halle kam es zu einem sogenannten «Sicherheitsvorfall». Die deutschen Behörden haben Aufnahmen einer Drohne veröffentlicht, die nur wenige Meter von einem ukrainischen Frachtflugzeug vom Typ Antonov An-124 entfernt entdeckt wurde, während zudem ein zweiter Vorfall mit einem DHL-Frachtflugzeug ans Licht gekommen ist.
Nach neuesten Informationen war die Drohne auf dem Flugfeld mit einem Sprengsatz bestückt und wurde unweit des ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt. Sprengstoffexperten konnten den Sprengsatz entschärfen, nachdem sie festgestellt hatten, dass der Zünder defekt war, wodurch eine Explosion verhindert wurde.
Bei einem zweiten Vorfall in derselben Nacht stiess ein DHL-Frachtflugzeug Berichten zufolge während des Fluges mit einem nicht identifizierten Objekt zusammen, möglicherweise einer weiteren Drohne. Das Flugzeug landete sicher und erlitt nur geringfügige Schäden.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer der wichtigsten Logistikknotenpunkte für Fracht- und Militärhilfstransporte in die Ukraine. Die Abfolge dieser Vorfälle dürfte die Besorgnis über mögliche Sabotageakte und die Sicherheit kritischer Verkehrsinfrastruktur verstärken.
Über die Herkunft der beiden Drohnen ist nichts bekannt.
🚨🇩🇪🇺🇦 New details are emerging from the security incident at Leipzig/Halle Airport. German authorities have released footage of the drone found just meters away from a Ukrainian Antonov An-124 cargo aircraft, while a second incident involving a DHL cargo plane has also come to… pic.twitter.com/d1SmoDEEMU
— Visioner (@visionergeo) August 5, 2026

MOBILISIERUNG IN SICHT
Nach Aussagen von Volodymyr Zelenskyj werde das russische Regime nach den Wahlen zur Staatsduma («Parlament» der Russischen Föderation) die Mobilisierung von weiteren Personen für den Krieg gegen die Ukraine starten. Zelenskyj berief sich dabei auf Daten seiner Geheimdienste. Die «Wahlen» finden vom 18. – 20. September statt.
Ein Hinweis auf eine Mobilisierung gibt es aktuell aus den russischen Universitäten. Diese wurden angewiesen, im Vorfeld einer möglichen Mobilmachung im Herbst eine Rekordzahl an Studierenden zu exmatrikulieren (vom Lehrbetrieb ausschliessen). Die grössten Universitäten des Landes wurden aufgefordert, die Zahl der Studierenden mit akademischen Rückständen, übermässigen Absenzen oder Problemen bei den Unterlagen drastisch zu reduzieren. Die Hauptwelle der Exmatrikulationen wird vor der Herbst-Einberufung erwartet, wodurch Tausende junger Männer ihren Aufschub vom Militärdienst verlieren werden.
Die strengsten Quoten für Exmatrikulationen wurden den Universitäten in Moskau, St. Petersburg und anderen grossen Studienzentren zugewiesen. Die Fakultäten wurden angewiesen, die Möglichkeiten für Wiederholungsprüfungen einzuschränken, weniger Fristverlängerungen zu gewähren und Exmatrikulationen zügiger abzuwickeln.
Nach dem Ausschluss können die Akten der wehrpflichtigen Studierenden rasch an die Militärrekrutierungsämter weitergeleitet werden, wo sie aufgefordert werden können, ihre Registrierung zu aktualisieren, sich medizinischen Untersuchungen zu unterziehen und Militärverträge angeboten zu bekommen. https://x.com/mykhailorohoza/status/2083973744456831346

BLUMEN FÜR GETÖTETE
Am Ort, an dem Menschen auf dem Bahnsteig «Kwietnewa» in der Region Kyiv ums Leben kamen, wurden Blumen und Kerzen abgelegt. Die acht getöteten Frauen, Männer und Jugendliche hatten auf einen Zug gewartet, als einer der 28 Raketen einschlug, mit denen Russland die Ukraine am Morgen des 4. August angegriffen hatte. https://t.me/u_now/207833

KORRUPTIONSVERDACHT
Die soeben zurückgetretene US-Botschafterin der Ukraine Olga Stefanishyna wird der Korruption verdächtigt. Die ehemalige stellvertretende ukrainische Premierministerin soll sich unrechtsmässig bereichert haben. Die Untersuchung wird vom Nationalen Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) geleitet. Gemäss nicht offiziellen Angaben soll Stefanytschyna zwei Wohnungen, Bargeld, eine Reihe grosser Ausgaben und die Nutzung eines Mercedes, der auf eine Untergebene zugelassen ist, nicht deklariert haben.
Das Oberste Antikorruptionsgericht der Ukraine beriet den Fall und eine allfällige Verhaftung am Mittwochabend. Dabei brach Stefanishyna in Tränen aus, als das Gericht ihr eine Kautionssumme für die Vermeidung der Verhaftung vorschlug. Die geforderte Summe betrug 13 Millionen Hrywnja, rund 250’000 Euro. Sie habe nicht so viel Geld, sagte die Beschuldigte. https://www.kyivpost.com/post/81769; https://t.me/uniannet/197805



