- Mann überlebte Menschenjagd
- Weiteres Wildberries Lager brennt
- 15 Tote nach Raketenangriff in Kyiv
- Keine Verteidigung gegen Raketen
- Russen greifen Logistikzentren an
- Bei Odesa droht eine Katastrophe
- Armee hat nur noch 170’000 Profis
- «Putins Regime verliert so oder so»
MANN ÜBERLEBTE MENSCHENJAGD
Während ukrainische Drohnenpiloten militärische und wirtschaftliche Schlüsselstellen Russlands erfolgreich angreifen, jagen Russen mit Drohnen ukrainische Zivilisten. So geschehen am Dienstagmorgen in der ukrainischen Stadt Kherson, um 6:30 Uhr. Ein am Krieg nicht beteiligter Gemüseverkäufer wird an seinem Stand von einer russischen Drohne gejagt und schliesslich explodiert die Drohne unmittelbar bei diesem Mann namens Jurj.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des «Drei Speere»-Denkmals im Khersoner Stadtteil Tawrija, wo sich ein Lebensmittelmarkt befindet. Der 52-jährige Mann hat das Attentat überlebt. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und mehrere Splitterverletzungen im Rücken. Er erklärte in einem TV-Interview, wie er dem Drohnenpiloten klarmachen wollte, dass er hier nur Gemüse verkaufe und keine Gefahr darstelle.

Eine Spendenaktion von ukrainischen Militärbloggern brachte innert weniger Stunden so viel Geld zusammen, dass der Gemüsehändler sich ein Ersatzauto kaufen kann. Russische Blogger bezeichnen die Menschenjagd als «inszeniertes Filmereignis». https://t.me/V_Zelenskiy_official/20286; https://t.me/exilenova_plus/28080; https://t.me/osvedomitell_alex/36587;

WEITERER WILDBERRIES-BRAND
In dieser Nacht hat die ukrainische Drohnenarmee ein weiteres Lager- und Logistikkomplex des russischen Internethändlers «Wildberries» angegriffen.
Getroffen wurde eines der grössten russischen Logistikzentren von Wildberries in Alexin (Region Tula). Die Fläche beträgt 194’500 m². Laut verfügbaren Aufnahmen hat ein Feuer einen erheblichen Teil oder den gesamten Komplex erfasst. Das Lager befindet sich südlich von Moskau; die Luftdistanz nach Kyiv beträgt 630 Kilometer.
Das Logistikzentrum wurde im Jahr 2022 eröffnet. Es spielte eine Schlüsselrolle bei der Lagerung und Verteilung von Waren für die Regionen Tula, Kaluga, Orel, Brjansk, Kursk, Lipezk, Rjasan und andere angrenzende Regionen in Zentralrussland. https://t.me/exilenova_plus/28128
Das Unternehmen Wildberries bestätigt den Angriff und schreibt: «Die Annahme aktueller Lieferungen ist vorübergehend eingeschränkt, sie werden auf andere Standorte umgeleitet.» https://t.me/rwb_press_service/1677

SCHWERER RAKETENANGRIFF
Ein kombinierter Raketen- und Drohnenangriff der russischen Armee auf Städte und Firmen in der Ukraine hat in dieser Nacht mindestens 14 Tote gefordert. Bekannt sich ausserdem 42 mittlere bis schwere Verletzungen.
Die Hauptangriffe richteten sich gegen die Hauptstadt und dir Region Kyiv. Die meisten Opfer gab es dort im Bezirk Browary, wo neun Menschen getötet wurden. Im Bezirk Bucha starben vier Menschen. Je einen weiteren Todesfall gab es im Bezirk Fastiv und in der Stadt Kyiv.
Da der Ukraine «Patriot»-Abfangraketen und ähnliche Verteidigungswaffen fehlen, konnte keine der Raketen abgeschossen werden.
Die Russen setzten 115 Kampfdrohnen (Shahed, Gerbera, Italmas, «Parodie») und 28 Raketen ein, darunter 4 Anti-Schiffs-Raketen «Zirkon/Onix» und 24 ballistische Raketen «Iskander-M/S-400. Die ukrainische Luftverteidigung zerstörte bzw. unterdrückte 98 feindliche Drohnen, konnte jedoch keine der Raketen abfangen. Die Einschläge der 28 Raketen und verbleibenden 17 Drohnen wurden an 26 Standorten festgestellt.
Folgende Schäden sind bisher bekannt: Lebensmitteldepots der Supermärkte «Fozzy», «Silpo» und «Novus»; Zwei Logistikzentren von «Epicentr», eine der grössten Produktionsstätten für Keramikfliesen; zwei Logistikzentren der ukrainischen Post «Nova Poshta».
Das russische Verteidigungsministerium listet diese und andere Logistikzentren auf und behauptet, dass dort «Komponenten für Lang- und Mittelstreckendrohnen» gelagert worden seien.
https://t.me/u_now/207737; https://t.me/ukrpravda_news/82045; https://t.me/Ateobreaking/175238; https://t.me/RBC_ua_news/200721; https://t.me/mod_russia/66277

KATASTROPHE VOR ODESA
In der Nacht auf heute wurden gemäss russischen Militärbloggern im Schwarzen Meer südlich von Odessa drei Frachtschiffe getroffen. Diese hätten «Waffen und militärische Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte transportiert», behaupten die russischen Quellen.
Der Tessiner Journalist Davide Maria De Luca schreibt:
«Ich bin gerade aus Odesa zurückgekehrt, wo eine beispiellose russische Luftangriffsoffensive die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer vollständig blockiert hat und eine wirtschaftliche Katastrophe droht, die derzeit von den internationalen Medien offenbar unterschätzt wird.
In der Stadt erlebt man paradoxe Szenen: Russische Drohnen und Raketen fliegen über Strände voller Badegäste hinweg oder werden vor der Küste abgeschossen, während Tausende von Smartphones in den Himmel gerichtet sind.
Seit etwa zehn Tagen greift Moskau nun systematisch alle Schiffe an, die sich dem Hafen nähern, ohne Rücksicht auf deren Nationalität. Mittlerweile trauen sich weder Kapitäne noch Reeder, sich den drei grossen ukrainischen Häfen Odessa, Tschornomorsk und Pivdenny zu nähern.
Für die ukrainischen Landwirte droht eine Katastrophe. Da die Exporte auf dem Höhepunkt der Erntezeit eingeschränkt sind, quellen ihre Lager über, und die Preise für Agrarrohstoffe im Land sind eingebrochen. Da die Sonnenblumenernte in wenigen Tagen beginnt, droht die Lage kritisch zu werden.» https://x.com/DM_Deluca/status/2083865597046120509; https://t.me/mod_russia/66277

PUTIN FEHLEN DIE PROFIS
Die Zusammensetzung der Armee, die die Ukraine unterwerfen will, hat sich stark verändert. Russische Haushaltsdaten deuten darauf hin, dass die Zahl der in der Ukraine kämpfenden Zeitsoldaten auf rund 550’000 gestiegen ist, während weniger als 170’000 mobilisierte Soldaten übrig geblieben sind.
Dieses Fazit zieht Janis Kluge vom Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit (SWP Berlin) nach der Analyse der neusten Daten des russischen Staatshaushalts.
Im Frühling 2022 – als der Überfall auf die Ukraine begann – wurde der Krieg von Soldaten geführt, die in der russischen Armee ausgebildet worden waren. Als die anfängliche Invasion scheiterte und Russland mit einem akuten Personalmangel konfrontiert war, griff der Kreml auf Prigozhins private Militärfirma «Wagner» sowie auf die Teilmobilisierung von 300’000 Mann zurück, um die Reihen rasch aufzufüllen. Im Juli 2023 betrug die Gesamtzahl der in der Ukraine anwesenden Russen rund 520’000 Mann.
Putin sprach noch im Frühling 2026 von mehr als 700’000 Soldaten in der Ukraine. Dies deckt sich mit der Erkenntnis von Janis Kluge. Nach seinen Daten dürften rund 550’000 russische Söldner in der Ukraine aktiv sein, von denen viele nicht militärisch ausgebildet sind. Hinzu kommen fast 170’000 reguläre Soldaten. https://substack.com/home/post/p-209521346

PUTIN VERLIERT SO ODER SO
Der ehemalige US-Sonderbeauftragte für die Ukraine-Verhandlungen, Kurt Volker, bezeichnete Putins Ukraine-Invasion als direkte Bedrohung für das Überleben des russischen Staates. Nach seiner Meinung müsse sich der Kreml entscheiden: Entweder den Krieg gegen die Ukraine fortsetzen und dabei grossen wirtschaftlichen und menschlichen Schaden in Kauf nehmen oder den Krieg beenden, um sich den innenpolitischen Problemen zu stellen. Putin könne nicht beide Wege gleichzeitig beschreiten.
Volker merkte in Interviews an, dass Putin gegenüber dieser Realität nach wie vor blind sei und sich voll und ganz seinem ideologischen Kreuzzug zur Wiederherstellung des Imperiums verschrieben habe. Er sei gewillt, diesen fortzusetzen, bis seine physischen und politischen Ressourcen vollständig erschöpft seien.
Aktuell verwandle der Kreml den Staatsapparat in eine Vollzeit-Kriegsmaschine. Dies zehre die Finanzreserven auf, verschärfe den gravierenden Bevölkerungsrückgang und verschlimmere interne Spannungen, nur um taktische Vorteile in der Ukraine zu sichern. Sollte Putin weiterhin unfähig bleiben zu erkennen, wo territoriale Ambitionen in den inneren Ruin münden, wird sein Streben nach einem imperialen Vermächtnis den Krieg schlussendlich von einem aussenpolitischen Unterfangen in den Hauptkatalysator für den inneren Zusammenbruch verwandeln, sagt Volker. https://x.com/NSTRIKE1231/status/2084201928880181656/video/1; https://music.youtube.com/watch?v=YFKglvlTcDM



