- Weiteres «Wildberries»-Lager brennt
- 17 der 26 grössten WB-Lager zerstört
- Warum «Wildberries» angegriffen wird
- Nordkorea hilft mit Raketen & Personal
- Spekulationen zum Bombenanschlag
- Drohnenwerkstatt in Belgorod brennt
- Kleine Gebietsgewinne Russlands
- Italien kontrolliert Schattenflotte-Tanker
- Trumps gebrochene Patriot-Zusage
BRENNENDE WILDBERRIES
Heute Morgen griff die ukrainische Drohnenarmee das Wildberries-Zentrum Vorsha/Chryastowo nahe der Stadt Wladimir (344’000 Einwohner) nordöstlich von Moskau an. Videos zeigen, wie eine ukrainische Drohne im Dach des Zentrums einschlägt und danach eine Explosion folgt.
Unterdessen ist der Brand so weit ausgedehnt, dass die Rauchsäule mehrere hundert Meter hoch reicht und weithin sichtbar ist. Koordinaten des Objekts: 56.050675, 40.125891

Das Vorsha-Logistikzentrum von Wildberries hat eine Fläche von 171’900 Quadratmetern und ist eines der grössten im ganzen Land. Es spielt eine Schlüsselrolle bei der Verteilung von Warenströmen zwischen der Moskauer Region und den zentralen, nordwestlichen und nördlichen Teilen des europäischen Russlands. https://t.me/exilenova_plus/27910
Die Leitung von Wildberries schreibt: «Durch einen Anschlag auf eine Logistikanlage des Unternehmens im Oblast Wladimir ist ein Brand ausgebrochen. Die Menschen wurden evakuiert. Feuerwehreinheiten sind vor Ort im Einsatz. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Verletzten. Die Logistikketten wurden umgestellt; der Wareneingang und der Versand der Bestellungen erfolgen nun an anderen Standorten.» https://t.me/rwb_press_service/1672

In der Region Moskau war letzte Woche das grosse Warenzentrum «Elektrostal» angegriffen worden und am Sonntagmorgen war das grosses Lager «Nowossemeykino» in der russischen Provinz Samara das Ziel. Beide Gebäude sind unterdessen komplett ausgebrannt. In Samara konnte der Brand auch diese Nacht nicht gelöscht werden.
«Unian-Net» veröffentlicht folgende Schadenbilanz:
«Stand 3. August: Ungefähr 17 von 26 der grössten Logistikzentren von Wildberries sind ausser Betrieb.
- Das entspricht etwa 65 % der grössten Lagerhäuser des Online-Marktplatzes.
- Insgesamt verfügt das Unternehmen über etwa 200 Logistikstandorte, sodass etwa 8 % der gesamten Infrastruktur beschädigt wurden.» https://t.me/uniannet/197589

WARUM WILDBERRIES ANGREIFEN?
Der ukrainische Militärblogger «DrnBmbr» liefert zur Frage, was die Angriffe auf die Wildberries Lager bringen, diese Antwort:
- Wildberries verkaufte ganz offen alles, was das Militär brauchte: Drohnenkomponenten, Schutzwesten, Funkgeräte und Helme. Es gab sogar eigene Rubriken mit dem Titel «Alles für die spezielle militärische Operation». Grosse Lagerhäuser sind bequeme Ziele. Das Inbrandsetzen eines solchen kann die Logistik in einer ganzen Region sofort lahmlegen. Tausende von Verkäufern verlieren ihre Waren, während die normale Bevölkerung den Krieg durch Verzögerungen, fehlende Produkte und allgemeines Chaos am eigenen Leib zu spüren bekommt.
- Wildberries ist einer der grössten Schuldner in Russland. Der Umsatz des Unternehmens übersteigt 6’000’000’000’000 Rubel – rund 3 % des russischen BIP. Seine Schulden belaufen sich auf rund 1’300’000’000’000 Rubel. Berichten zufolge schuldet es allein der VTB-Bank Hunderte von Milliarden. Die VTB, Russlands zweitgrösste Bank, ist eng mit diesem Online-Marktplatz verbunden. Wenn weiterhin Lagerhäuser brennen und das Unternehmen zusammenbricht, könnte die VTB enorme Verluste erleiden. Und die VTB ist eine staatlich kontrollierte Bank. Das bedeutet, dass die Regierung sie mit öffentlichen Geldern retten müsste.
- Durch die Angriffe auf Wildberries wird der Wirtschaft direkt geschadet und die Bevölkerung direkt mit der Realität des Krieges konfrontiert. Wenn ein Paket nie ankommt, ein Verkäufer seine gesamte Ware verliert und eine Grossbank ins Wanken gerät, fühlt sich der Krieg nicht mehr wie etwas an, das «weit weg» passiert.
«DrnBmbr» fasst zusammen:
«Schläge gegen Ölraffinerien sind Schläge gegen den Geldbeutel des Kremls. Schläge gegen Wildberries sind Schläge gegen den Geldbeutel und die Nerven der Bevölkerung sowie gegen das Bankensystem. Beides ist notwendig. Zusammen wirken sie viel effektiver.» https://x.com/drnbmbr/status/2083598542266913192

NORDKOREANISCHE HILFE
In den letzten Tagen haben die Russen erneut begonnen, die höchst ungenauen nordkoreanischen ballistischen Raketen für Angriffe auf die Ukraine und die Wohngebiete der Zivilbevölkerung einzusetzen. Eine dieser Raketen tötete am Mittwoch neun Menschen derselben Familie im Dorf Raduschne nahe Kryvyj Rih.

Eine weitere Art der nordkoreanischen Unterstützung besteht in der Entsendung von Arbeiterinnen nach Russland. In grossem Umfang werden nordkoreanische Migranten für Arbeiten in den Lagerhäusern von Wildberries in Russland eingesetzt. Sie verlangen weniger Lohn als russische Mitarbeiter und sollen diejenigen ersetzen, die angesichts der Bedrohung durch Drohnen nicht mehr in den Logistikzentren arbeiten wollen. https://t.me/ukraine_context/9997

UNKLARE OPFERBILANZ
Der Bombenanschlag im Moskauer Luxus-Restaurant «Balzi Rossi» vom Samstagabend hat bisher zwischen drei und fünf Todesopfer gefordert. Zu den Toten gehört die Attentäterin und ein Wachmann. Die Identität von weiteren Personen ist nicht bestätigt. Weiterhin unklar ist auch, wie viele Menschen bei der Geburtstagsparty des Oberbefehlshabers der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Generaloberst Alexander Tschaiko verletzt wurden. Inoffizielle Quellen sprechen von 21 Verletzten, die sich in Krankenhäusern befinden.
Nach nicht bestätigten Angaben russischer und ukrainischer Militärblogger sollen unter den Getöteten der Kriegsverbrecher Generalmajor Dmitri Michailow, Kommandant der 144. Motorisierten Infanteriedivision sein. Er war bekannt, als der «Schlächter von Izium», als 2022 Truppen unter seiner Kontrolle hunderte Ukrainer im Raum Izium gefoltert und getötet haben sollen.
Ein weiteres nicht bestätigtes Opfer soll der Schwiegersohn des Generals sein. Ausserdem sei die Tochter des Generals beim Anschlag verletzt worden.
Über das Schicksal von Generaloberst Alexander Tschaiko ist nichts bekannt.
https://t.me/andriyshTime/64678; https://t.me/u_now/207476;

ANGRIFFE IN BELGOROD
Die russische Stadt Belgorod befindet sich nahe der ukrainischen Grenze und gehört zur sogenannten 2. Front, den von dort aus werden regelmässig Drohnen in Richtung Ukraine gestartet.
In dieser Nacht griffen ukrainische Drohnen die «Belgorod State Technological University (BelSU)» an. Russische und ukrainische Militäranalysten veröffentlichen Bilder eines grossen Brandes.
Nach ukrainischen Angaben befand sich in dem Gebäude eine Werkstatt, in der Drohnen zusammengebaut und getestet wurden. https://t.me/u_now/207487

RUSSISCHE GEBIETSGEWINNE
Im Juli hat die russische Armee mehr Gebiete erobert, als die ukrainischen Streitkräfte zurückerobern konnten. Der Zuwachs auf der Karte beträgt 36 km². Zu diesem Schluss kommen die Analysten der ukrainischen Plattform «Deep State», die als sehr zuverlässig gelten.
Die Statistik zeigt sich, dass die Gewinne der Russen in den letzten drei Monaten deutlich geringer sind als die monatlichen Gewinne in den letzten vier Jahren.
Die Analysten vermuten, dass der effektive Gewinn der Russen im Juli noch etwas grösser ist, weil die Informationen von der ukrainischen Seite mit Verzögerung erfolgen. «Deep State» schreibt: «Der Nettozuwachs des Feindes im Juli könnte 88 km² betragen. Allerdings gab es im Juli weitere Erfolge der Streitkräfte der Ukraine, die zwar geringer sind als zuvor, aber dennoch vorhanden waren. (…)
Gemäss der Juli-Analyse ist die Situation am schlimmsten in der Nähe von Rodynske, Kostjantyniwka, entlang der Dzerzhynsk-Kupjansk-Linie und in Richtung Slowjansk und Kramatorsk. Genau an diesen Stellen hat der Feind geringe, aber spürbare Erfolge erzielt.»
Gleichzeitig verweist «Deep State» darauf, dass die vom Kreml bekannt gegebenen Kriegsziele nicht verwirklicht werden können: «Wie wir bereits geschrieben haben, ist die Aufgabe der Russen, die gesamte Region Donezk bis 2026 zu besetzen, unrealistisch. Bei der aktuellen Geschwindigkeit werden sie auch im Jahr 2027 keine Chance haben. Es bleibt fraglich, ob es im Herbst überhaupt eine Mobilmachung in Russland geben wird, sowie ob nordkoreanische Waffen eingesetzt werden.» https://t.me/DeepStateUA/23716

ITALIEN KONTROLLIERT TANKER
Italienische Militärs landeten am Sonntag zum ersten Mal auf einem russischen Tanker des «Schattenflotten»-Systems, um ihn zu inspizieren.
Soldaten des Patrouillenschiffs ITS «Thaon di Revel» landeten mit einem Hubschrauber auf dem Tanker «Toa Payoh», der unter der Flagge Kameruns fuhr, nachdem sein Kapitän sich geweigert hatte, zu kooperieren. Das Schiff wurde im Mittelmeer angehalten und seine Dokumente und Registrierung wurden überprüft.
Die Operation wurde gemeinsam mit griechischen und polnischen Streitkräften im Rahmen der europäischen Mission EUNAVFOR MED IRINI durchgeführt. Für Italien ist dies Boarding-Aktion gegen ein Schiff, das mit der russischen «Schattenflotte» in Verbindung steht. https://t.me/uniannet/197569

DAS PATRIOT VERSPRECHEN
«Wir werden euch eine Lizenz zur Herstellung von Patriots-Abfangraketen erteilen.» Das sagte Trump dem zufrieden grinsenden ukrainischen Präsidenten Zelenskyj vor den internationalen Medien am 8. Juli 2026 am NATO-Gipfel in Ankara.

Seitdem hat Trump mit Putin gesprochen und nun lügt Trump und sagt, es habe nie eine Zusage gegeben.

Der ukrainisch-amerikanische Wirtschaftsprofessor Roman Sheremeta kommentiert:
«1. Konservative und Republikaner haben einen Grundpfeiler der amerikanischen Freiheit aufgegeben, indem sie die Vorstellung bekräftigt haben, dass ein einziger Mann – der Präsident – Kriege beginnen, Zölle gegen Länder verhängen, Verträge aussetzen usw. kann – per Dekret –, ungeachtet der Verfassungswidrigkeit solcher Massnahmen.
2. Putin – nicht Laura Loomer, Melania oder der Kongress – hat den entscheidenden Einfluss auf den amerikanischen Präsidenten in der Ukraine-Frage.»

https://x.com/KremlinT…/status/2083490617766580277/video/1; https://x.com/rshereme/status/2083671471570796675



