- Wieder Raketen gegen Kyiv
- 9 Zivilisten starben diese Nacht
- Russen zerstörten 200 Tankstellen
- «Putin hat ein Jahr Reserven»
- Zelenskyj beziffert Kriegstote
- 400 Drohnen im Nachteinsatz
- Grosser Marsch für Fedorov
- Patriot-Rückzieher von Trump
9 MENSCHEN IN KYIV GETÖTET
In der Nacht auf Samstag haben russische Raketen und Drohnen zivile Wohngebiete in der ukrainischen Hauptstadt angegriffen. Dabei sind in Kyiv 9 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 23 wurden verletzt. An mehreren Orten wurden die Menschen von den Angriffen überrascht, als sie sich auf der Strasse befanden und die Retter fanden ihre Leichen vor den Wohnhäusern.
➡️ Im Solomjansker Bezirk sind zwei Menschen gestorben und acht verletzt worden, darunter zwei Kinder. Drei Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Ein fünfstöckiges Wohnhaus wurde durch den Einschlag und einen Brand schwer beschädigt.
➡️ Im Darnitzer Bezirk sind 7 Menschen getötet worden, weitere 14 wurden verletzt, darunter zwei Kinder. In einem Park wurde ein Raketenkrater entdeckt.
➡️ Im Schewtschenko-Bezirk wurden zwei Stockwerke eines Mehrfamilienhauses zerstört. Eine verletzte Person konnte geborgen werden. Die Rettungsarbeiten dauern an.

Für den Angriff auf Kyiv setzte die Armee Russlands etwa 12–14 «Iskander-M», «KN-23» (Nordkorea), «S-400» und etwa 9 «Zirkon»-Raketen ein. Die russischen Raketenstreitkräfte starteten die Raketen von Abschusssystemen in den Regionen Brjansk, Kursk und Rostow am Don. Die Zahl der eingesetzten Drohnen ist nicht bekannt.
https://t.me/u_now/207271; https://t.me/uniannet

200 TANKSTELLEN ZERSTÖRT
Seit Mai 2026 hat Russland bereits über 200 ukrainische Tankstellen zerstört und damit zu einem der Hauptziele seiner Angriffe gemacht. Dies fasst die «Financial Times» zusammen. Die russische Propagandaagentur hatte bereits im Juni von 200 zerstörten Tankstellen berichtet.
Gemäss der Financial Times seien mindestens 80 Tankstellen in der Region Kharkiv und weitere 30 in der Region Saporischschja zerstört worden. Angriffe wurden auch in den Regionen Sumy, Poltawa, Dnipro und Donezk registriert.
Auch die internationale Strasse E40, die Kharkiv mit Kyiv verbindet – eine der beiden wichtigsten Logistikrouten zwischen der Hauptstadt und der Front – wurde Ziel von Angriffen. Laut einem lokalen Abgeordneten wurde auf diesem Abschnitt die letzte Tankstelle getroffen. https://www.ft.com/content/066066cf-d45b-436c-9170-b42097a4b141

«RESERVEN FÜR EIN JAHR»
Radosław Sikorski, Aussenminister von Polen, machte in einem Interview einen Vergleich zwischen dem Ersten Weltkrieg und der aktuellen Situation des Angriffskrieges gegen die Ukraine: ««Dem Deutschen Reich gingen schliesslich die Ressourcen aus, um den Krieg fortzusetzen, genauso wie dem zaristischen Russland im Ersten Weltkrieg die Ressourcen ausgingen. Es gibt Grenzen. Auch Putin gehen die Ressourcen aus. Ich denke, er hat wahrscheinlich noch genug für etwa ein weiteres Jahr.»
Ausserdem räumte Sikorski mit einem weit verbreiteten Irrtum auf: «Im Westen gibt es Mythen, wonach russische Oligarchen kommen und Putin in die Schranken weisen würden, indem sie Druck auf ihn ausüben, den Krieg zu beenden. Doch in Russland entscheidet die politische Führung darüber, wer reich ist und wer nicht, wer Aufträge erhält und wer entlassen wird oder aus dem Fenster fällt. Russland hat schon immer – unter den Zaren, den Bolschewiken und auch heute noch – aus einer sehr kleinen wirtschaftlichen Basis heraus enorme militärische und diplomatische Kapazitäten geschaffen.»
Zur Rolle von China sagte Sikorski: «Ich glaube nicht, dass Russland den Krieg ohne China fortsetzen könnte. Ich glaube nicht, dass es ohne Handel mit China als Staat überleben könnte. Das wäre also eine glaubwürdige Drohung. China könnte also – anders als wir – Russland tatsächlich dazu zwingen, den Krieg zu beenden. Aber meiner Einschätzung nach kommt der Krieg China gerade recht. Russland verkauft ihm Gold. Russland wird von Jahr zu Jahr abhängiger. Und was spricht schon dagegen?»
https://x.com/WW3finalboss/status/2083115074881819105/video/1; https://x.com/Gerashchenko_en/status/2082817379008954761/video/1

DIE UKRAINISCHEN OPFER
In einem Interview mit dem amerikanischen Sender Fox News nannte der ukrainische Präsident Zahlen zu den Verlusten der russischen und ukrainischen Armee.
Seit Beginn der gross angelegten Invasion seien 700’000 russische Soldaten getötet worden, sagte Zelenskyj und bezifferte die Gesamtverluste Russlands auf rund 1,6 Millionen Opfer. (Der ukrainische Generalstab listet aktuell in seiner Bilanz der russischen Verluste 1,447 Millionen Personen auf.)
Zelenskyj fügte hinzu, dass die Ukraine etwa 50’000 Soldaten durch Tod und rund 400’000 durch Verwundungen verloren habe.. Es gebe jedoch eine «sehr hohe Zahl» an vermissten ukrainischen Soldaten, sagte der ukrainische Präsident.
Im Februar 2026 hatte Zelenskyj in einem Interview mit BBC die Zahl der gefallenen ukrainischen Soldaten mit 55’000 beziffert.
Video: https://x.com/KyivPost/status/2083111352336257380/video/1; https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua

400 DROHNEN IM NACHTEINSATZ
Die ukrainische Armee hat in der Nacht rund 400 Drohnen zu Zerstörungsmissionen im Bereich der 2. Front (Halbinsel Krim, besetzte Zonen und grenznahe Gebiete) und zur 3. Front (russisches Hinterland) entsendet.
Bisher sind folgende Ergebnisse bekannt:
➡️Sewastopol (Krim): Brand nach Explosionen
➡️Region Donezk (besetzte Zone): Brand im Kohlekraftwerk Zuhyv nach Einschlag von Drohnen.
➡️Saporischschja (besetzte Zone): Angriff auf Energieversorgung, Teile der Stadt sind ohne Strom.
➡️Tatarstan (Russland): Das Werk «Nizhnekamskneftehim» ist in Brand geraten. Das Werk ist eine der grössten Produktionsstätten für synthetische Kautschuke und Kunststoffe in Russland und gehört zu den weltweit führenden Herstellern von petrochemischen Produkten.
Am Freitag hatte der ukrainische Präsident Zelenskyj zum Sinn der Angriffe geschrieben: «Wir setzen unsere Angriffe auf russische Infrastruktur fort, die zur russischen Aggression beiträgt. Unsere Angriffe im Rahmen des Plans für weitreichende Sanktionen dienen immer gerechten Vergeltungsmassnahmen, um die russische Kriegsmaschinerie ihrer Ressourcen zu berauben.»
https://t.me/uniannet; https://t.me/exilenova_plus; https://t.me/V_Zelenskiy_official/20250

MARSCH FÜR FEDOROV
Mehrere tausend Menschen marschierten am Freitagabend in Kyiv vom Taras-Schewtschenko-Denkmal zum Iwan-Franko-Platz. Die Teilnehmer forderten von der ukrainischen Regierung die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov.
Von der Regierung oder Volodymyr Zelenskyj liegt bisher keine Reaktion vor.
https://t.me/uniannet/197373; https://x.com/savchenkoreview/status/2083236337642082597

TRUMP MACHT RÜCKZIEHER
Trump kommentierte die Möglichkeit, der Ukraine die Erlaubnis zur Herstellung von Raketenabwehrsystemen für die Patriot-Systeme zu erteilen, und erklärte, dass die USA «sehr vorsichtig» in dieser Frage sein müssten.
«Im Moment haben wir dem nicht zugestimmt. Wir diskutieren darüber. Aber die Weitergabe einer solchen Technologie ist keine leichte Sache. Und ich glaube nicht, dass das jemals passieren wird», fügte Trump hinzu.
Trumps Argument: «Aber, wissen Sie, es gibt Leute, die diese Technologie weitergeben könnten, und sie könnten Sie eines Tages gegen uns anwenden. Das ist durchaus möglich. Wenn man sich die Geschichte der Kriege ansieht, ist das in den letzten Jahren schon ein paar Mal passiert, oder?»
Beispiele für diese Aussage nannte Trump nicht.
Am 8. Juli und zu Beginn dieser Woche hatte Trump der Ukraine die Erteilung der Lizenzen für die Produktion von Patriot-Abfangraketen zugesagt. https://t.me/ukrpravda_news/81878



