- Angriffe auf Lager und Raffinerie
- Zwei grosse Brände auf der Krim
- Krim-Unternehmer bitten um Hilfe
- Russinnen klagen über Verräter
- Trump – Zelenskyj – Netanjahu
- Trump und Zelenskyj freuen sich
- Sanktionsgesetz angenommen
- Russen sind technisch unterlegen
- «Marsch für Fedorov» am Freitag
WILDBERRIES LAGER BRENNT
Ein Lager des russischen Internet-Online-Giganten Wildberries in Rjasan brennt. Der Standort «Tyschewskaja» befindet sich rund 210 Kilometer südöstlich von Moskau und rund 820 Kilometer von Kyiv entfernt. Das Logistiklager wurde erst vor zwei Jahren fertiggestellt.
Auf Bildern ist zu sehen, wie ukrainische Firepoint-(FP)-Langstreckendrohnen das Lager angreifen.
Ebenfalls in Rjasan wurde eine Ölraffinerie in Brand gesetzt. Auf Videos von Anwohnern sind laute Explosionen zu hören und mindestens ein Brandherd ist klar identifizierbar. Die Anlage war schon mehrfach Ziel von ukrainischen Drohnenangriffen.

Der Gouverneur der Oblast Rjasan schrieb: «In Rjasan wird ein gross angelegter Drohnenangriff abgewehrt, die Luftverteidigung ist im Einsatz. Es kam zu einem Brand auf dem Gelände eines Unternehmens. Einsatzkräfte sind vor Ort.» Wo und was genau in Brand geraten ist, gab der russische Gouverneur nicht bekannt.
https://t.me/exilenova_plus; https://t.me/milinfolive/176808; https://t.me/Crimeanwind/105987

ZWEI BRÄNDER AUF DER KRIM
Zwei grosse Brände werden in Kertsch nach einem nächtlichen Drohnenangriff gemeldet. Dies berichtet die Monitoring-Gruppe «Krymskiy Veter» unter Berufung auf Satellitendaten. Die Feuer brachen nahe der von Russland illegal errichteten Kertsch-Brücke aus, die das russische Festland mit der besetzten Halbinsel verbindet. Die Brücke wurde in der Nacht gesperrt.
1. Ein Lagerhaus Nr. 5 des Seehafens von Kertsch und möglicherweise angrenzende Objekte brennen, darunter eine Tankstellenbasis und eine Umspannstation mit 110/6 kV «Steklo». Die Wärmesignaturen sind sehr grossflächig.
2. Ein Brand auf dem Gelände eines Flugplatzes für zivile Luftfahrt, auf dem auch Mittel der russischen Luftverteidigung stationiert sind.
In einem Interview mit dem Sender «FoxNews» sagte Volodymyr Zelenskyj: «Die Frage der Rückgabe der Krim wird derzeit nicht diskutiert, aber es handelt sich um ukrainisches Territorium. (…) Es ist schade, dass es nicht der Fall ist. Oder zumindest noch nicht. Dieses Land ist sehr wichtig. Es ist unser Territorium. Es ist unsere Geschichte. Aber das Wichtigste ist, die Menschen nicht zu verlieren.»
https://t.me/Crimeanwind/105983; https://www.foxnews.com/video/6402378094112

HILFERUF VON DER KRIM
Mehrere Unternehmer, die auf der von Russland besetzten Krim arbeiten, haben einen «Appell» aufgenommen, in dem jede der Personen einen Teil eines gemeinsamen Textes auf Russisch vorliest. Sie geben an, dass «Dutzende von Unternehmen von Sewastopol» sich auf diese «dringende Aufforderung» geeinigt hätten, der sich an die russischen Besatzer richtet. Beklagt wird, dass es «wochenlang keinen Strom gibt».
Die Damen und Herren erklärten, dass sie den russischen Staat um reale Unterstützungsmassnahmen für die Unternehmen, die Arbeitsplätze und die Wirtschaft der Stadt bitten. Gefordert werden unter anderem: «Senkungen der Steuern auf 1 %; Aufhebung der Mehrwertsteuer für Kleinbetriebe; Gewährung von zinslosen Kreditferien; Mietsubventionen, Zahlungen in Höhe des Mindestlohns für Mitarbeiter sowie eine Kompensation der Kosten für Generatoren und Kraftstoff.»
Sie würden nicht von der Insel flüchten, sagen die russischen Krim-Geschäftsleute: «Wir sind die wirtschaftliche Front von Sewastopol. Wir sind bereit, zu arbeiten.» https://x.com/3Mwsm11j1mpkYcB/status/2081407727092306143/video/1

WAS RUSSINNEN DENKEN (Teil 7)
Frau Nr. 8 lebt auf der von Russland besetzten Krim. Sie ärgert sich über Bewohner der ukrainischen Insel, welche der ukrainischen Armee helfen und bezeichnet sie auf Russisch als «Verräter». Diese Menschen würden mit Taschenlampen den ukrainischen Drohnen den Weg weisen: «Es gibt Leute, die gezielt Lichter aus diesen Häusern dort drüben strahlen, damit die Drohnen von selbst auf sie zufliegen. (…) Sie sind mit Autos hierhergekommen und haben herumgefuchtelt, wo eine Drohne fliegt, die neuneinhalb Meilen entfernt ist. Das sind Verräter, einfach nur Abschaum. (…) Das ist beängstigend, wir leben unter Verrätern.» (Kommentar: Die heimlichen Helfer für die Befreiung nannte man in Frankreich im Kampf gegen die Nazis «La Résistance».) https://twitter.com/nexta_tv/status/2081064240077537709
Frau Nr. 9 beklagt sich zuerst über wütende Ukrainer: «Ich habe es noch nie gemocht, über Politik oder aktuelle politische Themen zu diskutieren. Aber in letzter Zeit habe ich mir die Kommentare zu meinen Reels durchgelesen, vor allem zu den letzten drei, und ich bin erstaunt, wie viele wütende, hasserfüllte Menschen es in der Ukraine gibt. Die sitzen da und spucken wütende Kommentare in rauen Mengen aus. Ich meine, das zeigt doch, dass die wirklich nichts Besseres zu tun haben.
Es zeigt einfach, wie viel aufgestaute Wut sie in sich tragen, wenn sie solchen Unsinn an beliebige Leute im Internet schreiben. „Ich hoffe, ihr brennt alle bis auf die Grundmauern nieder“, „Ich hoffe, ihr sterbt alle“, „Ich hoffe, du bist Russe.“ Ehrlich gesagt kann ich sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie einen einzigen Russen getroffen habe, der gesagt hat: „Sollen die Ukrainer doch in der Hölle verbrennen.“
Warum scheinen russische Menschen immer ihre Menschlichkeit und ihr Mitgefühl für andere zu bewahren? Warum können wir Mitgefühl für sie empfinden?»
Ohne den geringsten Übergang beginnt Frau Nr. 9 sich plötzlich über die russische Diktatur zu beklagen:
«Warum verstehen wir, dass wir absolut keine verdammte Kontrolle über irgendetwas haben?
Wir sind nichts als Staub in diesem Land. Wir sind nur Staub, von dem sie Steuern eintreiben. Die Realität ist, dass wir wirklich nichts tun können. Selbst wenn wir auf die Straße gehen … wir haben bereits gesehen, was mit Furgal passiert ist. Die Menschen in Chabarowsk haben monatelang protestiert. Hat das etwas geändert? Hat es wirklich etwas geändert? Haben sie Furgal freigelassen, oder was? Man versteht, dass das System so funktioniert, und es läuft so schnell ab, dass es egal ist, ob man protestiert oder nicht … Das Einzige, was uns das Leben in Russland gelehrt hat, ist, dass wir uns an alles anpassen müssen, was um uns herum geschieht.» https://twitter.com/NatalkaKyiv/status/2081562729270153237/video/1

TRUMP – ZELENSKYJ TREFFEN
Am Montag fanden zwischen dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj und Trump Gespräche hinter verschlossenen Türen statt. Keine der beiden Seiten gab konkrete Einzelheiten bekannt.
Nach einem Fototermin im mit Gold verzierten Weissen Haus schrieb Volodymyr Zelenskyj auf seinem Telegram-Kanal: «Ein gutes Treffen mit Präsident Trump im Oval Office. Ich danke ihm für alles, was wir gemeinsam tun, um das Leben der Ukrainer zu schützen und Frieden zu erreichen. Zunächst äusserte ich Präsident Trump mein Beileid zum Tod von Lindsey Graham. Er war ein wahrer Freund der Ukraine.

Ich habe mit dem Präsidenten über Lizenzen zur Herstellung von Abfangsystemen für «Patriot»-Raketen sowie einige andere Ideen gesprochen, die helfen könnten. Wir haben auch über Diplomatie gesprochen – es ist wichtig, den diplomatischen Prozess zu intensivieren. Unsere Teams werden die Details ihrer weiteren Kommunikation abstimmen. Ich bin den Vereinigten Staaten für ihre starke Unterstützung dankbar.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/20200
Trump schrieb auf seinem sozialen Netzwerk «Truth»: « Es war mir eine grosse Ehre, mich mit dem ukrainischen Präsidenten Zelenskyj zu treffen. Wir haben viele Themen besprochen. Das Treffen verlief sehr gut!» https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/117000535893705645
Neben dem Zweiertreffen mit Trump gab es auch ein Gespräch zwischen Trump, Volodymyr Zelenskyj und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt schrieb: «Präsident Trump hat seine Treffen mit Präsident Selenskyj und Ministerpräsident Netanjahu im Oval Office beendet. Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!» https://x.com/PressSec/status/2082140120346415104
Nach den beiden Treffen begab sich Zelenskyj zum Capitol in Washington, wo eine Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham stattfand. Ausserdem kam es zu einem Treffen mit dem Verteidigungsunternehmen Lockheed Martin, das ATACMS, HIMARS, F-16 und Raketen für die Patriot-Systeme herstellt. https://t.me/V_Zelenskiy_official/20209

SANKTIONEN: TEIL 1 ERLEDIGT
Der US-Senat hat in der Nacht auf heute einen Gesetzentwurf für Sanktionen gegen die russische Energiewirtschaft auf den Weg gebracht. Für das Dokument – ursprünglich erarbeitet vom US-Senator Richard Blumenthal (Demokraten) und Lindsey Graham (Republikaner) – stimmten 86 Senatoren, dagegen 12.
Mit dem Gesetz soll Trump das Recht erhalten, bis zu 100% Zollaufschläge gegen Länder zu erheben, die russisches Erdöl und Erdgas kaufen. Im Visier sind namentlich die Grosseinkäufer Indien und China.
Volodymyr Zelenskyj war bei der Abstimmung als Zuschauer anwesend.
Der Entwurf ist noch mehrere Schritte von einer Verabschiedung entfernt. So muss es auch vom US-Repräsentantenhaus gebilligt werden. Dort findet die nächste Versammlung erst im September statt.
https://www.deutschlandfunk.de/senat-stimmt-fuer-schaerfere-sanktionen-gegen-moskau-100.html; https://t.me/V_Zelenskiy_official/20210;

RUSSEN KÖNNEN ES NICHT
Die russische Rüstungsfirma «Aviation and Marine Electronics (NPP AME)» hatte die Aufgabe, ein gleichwertiges Produkt wie das monochrone Display der amerikanischen Firma PLANAR herzustellen. Dies war ein Programmteil der sogenannten «Substitution» (Ersatz) für westliche Produkte. Das Display hätte in militärische Luftfahrzeuge integriert werden sollen.
Der Vertrag wurde 2017 unterzeichnet und die Serienproduktion hätte 2019 beginnen sollen. Die russische Firma schaffte es zwar, ein Demo-Display zu erstellen, scheiterte aber bei den weiteren Schritten.
6 ½ Jahre später zieht das russische Ministerium für Industrie und Handel den Stecker und brummt der Firma «Aviation and Marine Eletronics» eine Busse von 257,1 Millionen Rubel (3,2 Millionen US-Dollar) auf. Für die Zahlung der Busse hat die Firma eine Frist von 30 Tagen. https://militarnyi.com/uk/news/provalyly-importozamishhennya-dyspleyiv/; https://united24media.com/war-in-ukraine/russia-declared-independence-from-us-tech-then-failed-to-replace-its-aircraft-displays-21138
KOMMENTAR: Angesichts der fulminanten Entwicklungen im ukrainischen Rüstungsbereich, der heute in vielen Bereichen weltweit führend ist, das Fazit: Die technisch intelligenten Menschen der UdSSR kamen schon immer aus der Ukraine.

MARSCH FÜR FEDOROV
Dmytro Koziatynskyi ist jener Veteran, der Ukrainer dazu aufgerufen hatte, gegen die Entlassung des ehemaligen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov zu protestieren. Nun hat Koziatynskyi angekündigt, dass am Abend des 31. Juli in Kyiv ein Protestmarsch zum Kyiver Iwan-Franko-Platz zur Unterstützung des Dialogs und der Verteidigungsreformen stattfinden soll.
Koziatynskyi sagte, die Äusserungen von Präsident Zelenskyj zur jüngsten Regierungsumbildung hätten den Ukrainern keine klaren Antworten geliefert: «Ich glaube, dass es ein Zeichen von Stärke ist, seinem Volk zuzuhören, und ich hoffe, dass der Präsident uns zuhören wird. Ohne angemessene Kommunikation werden Frustration und Enttäuschung in der Gesellschaft weiter zunehmen, und das sollten wir sicherlich nicht mit in einen Winter nehmen, der sich bereits als extrem hart abzeichnet.» Er forderte Zelenskyj auf, Fedorov Zeit für die Umsetzung von Reformen zu geben – beispielsweise ein Jahr – und dann «auf der Grundlage der Ergebnisse eine Entscheidung zu treffen». https://twitter.com/deemasseek/status/2082020526567080118



