- Zelenskyj ist in Washington
- Vertrauliches Treffen mit Trump
- Schwache US-Drohnenindustrie
- Moskau von Drohnen attackiert
- Weiteres Logistiklager in Brand
- Mobile Küchen auf der Krim
- Kreml verneint Mobilisierung
- Mobilisierung wird vereinfacht
- Duma: «Russland, Putin, Sieg!»
- Russen wollen entschädigt werden
ZELENSKYJ IN WASHINGTON
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj ist am Dienstagmorgen zusammen mit einer ukrainischen Delegation in Washington angekommen. Es soll am Dienstagnachmittag um16:30 Uhr Ortzeit (Washington) zu einem Treffen mit Trump kommen. Für das vertrauliche Treffen wurden 90 Minuten eingeplant.
Zu den Hauptthemen dürften die Verteidigungskooperation, die mögliche Produktion von Raketen für Patriot-Systeme in der Ukraine sowie der Gesetzesentwurf von Graham und Blumenthal zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und seine Energielieferanten gehören.
«Priorität Nummer eins ist die Raketenabwehr und die strategische Zusammenarbeit mit Amerika. Die Welt muss näher zusammenrücken», schrieb Zelenskyj.
Zu diesem Gesetzesentwurf wird es am Mittwoch ein Treffen mit US-Senatoren geben. Laut dem Magazin «The Hill» wurden alle 100 Senatoren ins Kapitol eingeladen. https://t.me/V_Zelenskiy_official/20199; https://t.me/u_now/206750; https://t.me/Crimeanwind/105906; https://thehill.com/homenews/senate/5992588-all-senators-to-meet-with-zelensky-as-congress-weighs-russia-sanctions-bill/
NAIVER TRUMP
Reporter: «Zelenskyj sagt, Russland stelle dem Iran Satellitenbilder von US-Stützpunkten am Golf zur Verfügung.»
Trump: «Wir werden herausfinden, ob das stimmt. Ich werde Putin danach fragen.»
Audio: https://x.com/nexta_tv/status/2081783033066127863/video/1

SCHWACHE US-DROHNEN INDUSTRIE
Die USA hinken der Ukraine bei der Drohnenproduktion um Jahre hinterher. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und belegt dies mit Zahlen:
Die Ukraine wird dieses Jahr 6–7 Millionen FPV-(First Person View) Drohnen herstellen. Das sind rund 500’000 pro Monat. Im Vergleich dazu sieht das Pentagon-Programm «Drone Dominance» nur die Bestellung von insgesamt 200’000 Drohnen im Wert von 1,1 Milliarden Dollar vor.
Reuters schreibt: «In der US-amerikanischen Abteilung für Verteidigungsinnovation wird anerkannt, dass das Land sich noch in der Anfangsphase der Entwicklung dieser Branche befindet.» https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/pentagon-says-us-industry-still-years-matching-ukraines-wartime-output-2026-07-27
Am 14. März 2026 hatte Trump das Unterstützungsangebot der Ukraine beim Kampf gegen gegen iranische Shahed-Drohnen zurückgewiesen: «Wir kümmern uns selbst darum. Wir wissen mehr über Drohnen als jeder andere. Wir haben tatsächlich die besten Drohnen der Welt». (Siehe Ukraine Aktuell Nr. 1481: «USA braucht die Ukraine nicht». https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1481-14-3-2026-9uhr)

MOSKAU ANGEGRIFFEN
Aus Koladino bei Moskau wird der Brand des Logistikunternehmens «3PL» gemeldet. Das Gebäude hat eine Lagerfläche von 18’300 Quadratmetern. Das brennende Gebäude befindet sich unmittelbar neben dem grössten Lagerkomplex des russischen Online-Giganten «Wildberries». Die ukrainischen Militärblogger von «ExileNovaPlus» schreiben, dass das Gebäude «wahrscheinlich durch Einsatz der russischen Luftabwehr» beschädigt wurde. (Koordinaten 55.390873, 37.588730). https://t.me/exilenova_plus/27333; https://t.me/u_now/206742
Nach bisher nicht bestätigten Berichten soll ein weiteres Wildberries-Lager in Podolsk angegriffen worden sein. Da sich die Aufnahmen aus Koladino und Podolsk sehr ähneln, gibt es diesbezüglich Unsicherheiten. https://t.me/u_now/206742
Im Laufe der Nacht wurden über den Regionen der Russischen Föderation 356 ukrainische Drohnen abgeschossen. Das berichgtet das russische Verteidigungsministerium, schreibt die Nachrichtenagentur TASS. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtet von 80 Drohnen, die bei Moskau abgeschossen worden seien. https://t.me/tass_agency/387468; https://t.me/wargonzo/35821

MOBILE KÜCHEN IN JALTA
Aufgrund der anhaltenden Stromausfälle haben die Behörden von Jalta begonnen, in den Höfen von Mehrfamilienhäusern Bereiche einzurichten, in denen die Bewohner ihre Mahlzeiten zubereiten können. Solche Einrichtungen sind auf der Halbinsel Krim für mehr als 1’500 Häuser erforderlich, teilte der erste stellvertretende Bürgermeister der Stadt, Sergei Olefirenko, mit. Jalta ist die erste Stadt in der Krim, deren Behörden die Einrichtung solcher mobilen Küchen während der aktuellen Krise angekündigt haben.
Die Energiekrise in der Grossregion Jalta dauert seit Anfang Juli an, als es in der Krim nach Angriffen von Drohneneinheiten auf Stromverteilungsstationen zu einem grossflächigen Stromausfall kam. Am 6. Juli erklärte die Bürgermeisterin von Jalta, Janina Pawlenko, dass es unmöglich sei, einen Zeitrahmen für die Wiederherstellung der normalen Stromversorgung anzugeben.
Auch in Simferopol, Sewastopol und Kertsch ist die Stromversorgung täglich für mehrere Stunden unterbrochen. Und in Feodosija brennt nach einem Angriff von ukrainischen Drohnen in dieser Nacht eine Umspannstation an der Krimbrücke. In einem Grossteil der Stadt gibt es Stromausfall.
Laut dem Kommandeur der Drohneneinheiten, Robert «Madjar» Browdi, wurden vom 1. bis zum 24. Juli 136 Energieziele in der Krim und auf anderen besetzten Gebieten angegriffen. https://t.me/Crimeanwind/

MOBILISIERUNG VERNEINT
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj hatte am Wochenende erklärt, dass die russische Armee nach den Wahlen zum russischen Parlament (Staats-Duma) im September die Mobilisierung von 500’000 Russen plane und dass 30’000 Nordkoreaner demnächst für die russische Armee aktiv würden. Dies gehe aus Geheimdienstakten hervor, sagte Zelenskyj.
Die russische Elite reagierte nervös auf diese Aussagen.
Putins Mediensprecher Dmitri Peskow wies Zelenskyjs Behauptungen, der Kreml plane den Einsatz von 30’000 nordkoreanischen Soldaten im Krieg gegen die Ukraine zurück. Er erklärte: «Ich sehe keinen Grund, mich dazu zu äussern. Zelenskyj ist nicht in der Lage, über unsere Pläne zu sprechen.» https://x.com/wartranslated/status/2081718499706028124
Andrei Kartapolov, Abgeordneter der russischen Staatsduma und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, erklärte, dass Behauptungen über eine Mobilmachung nach den Wahlen in Russland lediglich ein Produkt von Zelenskyjs Fantasie seien. https://twitter.com/Burak_Keskin85/status/2081716112257925215/video/1
MOBILISIERUNGS-VORBEREITUNG
Unter dem Vorwand, die Unterstützung für Militärangehörige und ihre Familien zu vereinfachen, hat Putin dem Verteidigungsministerium und der Nationalgarde Zugang zu Daten der Standesämter für die Wehrpflichtregistrierung gewährt. Putin unterschrieb den entsprechenden Erlass, berichtet die russische Nachrichtenagentur RBC.
Das Gesetz ändert Artikel 13 des Bundesgesetzes «Über Personenstandsurkunden». Gemäss den Änderungen können das Verteidigungsministerium und seine regionalen Dienststellen Informationen aus dem Register abrufen, um Militärangehörigen, Veteranen und deren Familienangehörigen unverzüglich die vorgeschriebenen sozialen Garantien und Entschädigungen zu gewähren. Darüber hinaus werden die Daten für die Wehrpflichtregistrierung verwendet. https://www.rbc.ru/politics/26/07/2026/6a66478b9a7947f2656d74ef
Putin hat die russische Armee in diesem Jahr bereits zum dritten Mal aufgestockt. Russische Medien berichten, dass Putin ein Dekret unterzeichnet hat, wonach die russischen Streitkräfte ab dem 1. August um 25’000 Soldaten aufgestockt werden sollen. Als Grund wurde die «Bildung von militärischen Baueinheiten» angegeben. Als Wunschgrösse der russischen Armee wurde 2’426’310 Personen angegeben, darunter 1’535’000 (1,53 Millionen) «militärisches Personal». https://tass.ru/armiya-i-opk/27957865

NIEMAND BLIEB SITZEN
In diesem Herbst wird das sogenannte russische Parlament, die Staats-Duma, gewählt. Dort versammeln sich verschiedene Fraktionen von Parlamentariern. Einige von ihnen gelten als «regimetreue Opposition».
Dass die russischen Parlamentarier vom selben Geist sind, zeigte sich am Montag. Wjatscheslaw Wolodin, Vorsitzender der Staatsduma skandierte vom Podium aus immer wieder die drei Worte: «Russland, Putin, Sieg!». Nicht alle stimmten in den Chor ein, aber alle sogenannten Parlamentarier standen auf und klatschten rhythmisch mit. Kein einziger Politiker blieb sitzen – auch keine Politikerin. https://www.facebook.com/evgeni.tch/reels/;

RUSSEN WOLLEN EU-GELD
Tatiana Navka, die Ehefrau des Sprechers von Wladimir Putin, Dmitri Peskow, hat die EU gerade wegen Sanktionen gegen sie verklagt. Sie verlangt 2,3 Millionen Dollar Schadenersatz wegen angeblicher Rufschädigung, weil Europa auch gegen sie Sanktionen verhängt hatte. https://x.com/daractenus/status/2081746501126983846
Die russische Staatsduma («Parlament») erklärt, dass Russland nach dem Krieg von Europa Entschädigungen für die erlittenen Schäden fordern werde. Der Vorschlag wurde von Alexei Chepa, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Staatsduma, unterbreitet: «Ich bin mir absolut sicher, dass wir genug Kraft haben werden, um Europa dazu zu zwingen», sagte er. https://x.com/nexta_tv/status/2081809344761360888; https://x.com/nexta_tv/status/2081809344761360888/video/1



