- Russische Landwirtschaft in Gefahr
- Fehlender Diesel gefährdet Ernte
- Zwei Bäuerinnen und ihre Sorgen
- Putin verspricht Verbesserungen
- Bereits 116 Schiffe neutralisiert
- Lawrow empört über Schiffangriffe
- Benzinmangel bei der Feuerwehr
- Russisches Patrouillenschiff kaputt
- China plant Zukunft nach Putin
- Bulgarien fällt Ukraine in den Rücken
LANDWIRTSCHAFT GEFÄHRDET
In der russischen Landwirtschaft entwickelt sich die Lage kritisch. Die russische Ernte 2026 ist erschwert durch Dieselknappheit, Verkaufsbeschränkungen sowie steigende Preise.
Der Mangel an Dieselkraftstoff für Mähdrescher und andere Maschinen ist besonders akut in den wichtigen südlichen Regionen – dem Gebiet Rostow, der Region Krasnodar und der Region Stawropol. Auf diese drei Regionen entfällt ein Fünftel der gesamten Getreideernte, berichtet das Finanzmagazin «Forbes».
Unterdessen gelten an Tankstellen Begrenzungen von 100 oder 200 Litern pro Kunde, während ein einzelner Mähdrescher pro Schicht bis zu 300 Liter Kraftstoff verbraucht.
Einige Bauern haben damit begonnen, ihre vom Staat zugeteilten Dieselmengen auf dem privaten Markt zu verkaufen, weil sich dies finanziell mehr lohnt als der Ackerbau. https://x.com/SavchenkoReview/status/2075319847257362750

WAS RUSSINNEN DENKEN (TEIL4)
Frau Nr.4: Eine Bäuerin erzählt, dass sie mit ihrem Mann und der fünfjährigen Tochter auf dem Land lebt. Von ihrem Hof aus würden sie ihre Produkte für die Menschen in Woronesch und Moskau liefern. In diesem Frühling hätten sie sehr hart gearbeitet und alles hinbekommen. «Heute stand mein Mann für sechs Stunden an der Tankstelle und erhielt keinen Treibstoff, wegen sogenannter «technischer Probleme». Wie sollen wir so arbeiten? Hinzu kommt: Der Preis für Heu ist in den letzten Wochen um 30% gestiegen, allein für Heu. Für Korn ist es noch höher. Beides ist wichtig als Basismaterial. Die Leute befürchten höhere Preisen und dass Brot teuer wird. Hey Leute: Es wird keine Milchprodukte mehr geben, wenn die Kühe nichts zu kauen haben und auch kein Fleisch. Es wird kein Fressen geben für die Schweine und das Geflügel. Realisiert ihr eigentlich, was hier geschieht, wenn wir dieses Jahr keine saubere Ernte haben? Ich kann es mir ehrlich nicht vorstellen. Was um alles in der Welt sollen wir denn jetzt tun? Ich habe keine Ahnung.» https://x.com/Gerashchenko_en/status/2076349237470626173/video/1
Frau Nr.5: Eine Viehzüchterin aus Nowosibirsk erzählt: «Ich sprach heute mit den Bauern von Tscherepanowo. Die sagten mir: «Wenn der Dieselpreis pro Liter auf 100 Rubel steigt, starten wir unsere Maschinen nicht. Dann fällt die Ernte auf den Boden.» Und jetzt frage ich euch alle: Werdet ihr uns unterstützen, damit wir Bauern vernünftige Dieselpreise haben?
Wenn die Dieselpreise steigen, wird auch das Heu teurer und das betrifft mich. Ich kann nicht einfach höhere Preise verlangen, denn die Leute haben kein Geld.
Was habe ich für eine Wahl? Also, ich werde meine Herde verkleinern, sodass ich gerade genug für mich allein habe. Ich kaufe also nur noch 5 Tonnen Heu beim Lieferanten und nicht mehr 15 – 20 Tonnen. Das Geld fehlt ihm dann und das ist eine Kettenreaktion. Aber das Landwirtschaftsministerium interessiert das nicht.» https://t.me/C_agriculture/8780

PUTIN VERSPRICHT BESSERUNG
Russland arbeite an der Schaffung eines neuen Systems zur Versorgung der vorübergehend besetzten Krim mit Erdölprodukten. Dieses System «wird für den Feind sehr schwer zu erreichen sein.» Das erklärte Putin während eines öffentlichen Forums mit dem Titel: «Alles für den Sieg».
Putin besuchte dabei eine Ausstellung mit neuen Entwicklungen für die russischen Truppen, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind. Zu den Treibstofflieferungen in Russland erklärte er, die Lage werde sich „allmählich stabilisieren“. Wie er sagte, gelte dies auch für die vorübergehend besetzte Krim.
Um welches «System» es sich handelt, das die Treibstoffkrise auf der Krim beenden soll, sagte Putin nicht.
https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/07/13/8043916/; https://militarnyi.com/uk/news/sbs-za-nich-pidbyly-11-rosijskyh-suden-v-azovskomu-mori/; https://x.com/Gerashchenko_en/status/2076707564021006350/video/1

«SCHIFFE VERSENKEN IST TERROR»
Im Asowschen Meer haben ukrainische Streitkräfte am Dienstag erneut 11 Schiffe versenkt oder in Brand gesetzt. Es handelt sich um 5 Tanker, 5 Frachter und 1 Schlepper. Damit stieg die Schadenbilanz nach ukrainischen Angaben in 9 Tagen auf 116 Schiffe.

Zum Sinn und Zweck dieses Schiffsversenkens gab die ukrainische Drohnenarmee «SBS» eine Erklärung ab: «Die Lähmung der russischen «Kurier»-Flotte (kleine und mittelgrosse, flache Tanker von 140 Metern Länge mit einer Tragfähigkeit von 7’000 Tonnen) als wichtiger Bestandteil der russischen Schattenflotte macht es im Wesentlichen unmöglich, «schwarzes Gold» von den russischen Hafenölumschlag- und Tankstellenanlagen über den Wolgodon-Kanal und das Asowsche Meer zu den grossen Tankern zu transportieren, die nicht tief genug sind, um zu den Ölterminals oder Häfen zu gelangen.»
Nicht nur die internationale Schattenflotte wird damit geschwächt, sondern auch die Versorgung der von Russland besetzten Krim: «Darüber hinaus schränkt die Zerstörung dieser «Kameltanker» (und der Schlepper, die sie nach der Beschädigung im Meer ziehen) die Lieferung von dringend benötigtem Benzin auf die Krim ein, da die einzige verbleibende und sehr gefährliche Methode die Lieferung per Auto- und Eisenbahnzügen ist, die ebenfalls unter dem Beschuss der ukrainischen Spezialeinheiten stehen.»
Die Behörden der Region Rostow am Don in der Russischen Föderation berichten über «Probleme im Schiffsverkehr» im Asowschen Meer. Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung der Region Rostow hat von «vorübergehenden Schwierigkeiten» im Zusammenhang mit dem Schiffsverkehr im Asowschen Meer berichtet.
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow ist empört über die Angriffe auf Schiffe: «Das ist schlimmer als Piraterie… Sie sind keine Piraten – Piraten plündern und nehmen sich das, was sie stehlen, aber diese… Sie nehmen sich nichts, noch weniger den Menschen – das ist reiner Terror».
https://t.me/robert_magyar/2598; https://t.me/Crimeanwind/104773; https://t.me/Crimeanwind/104752; https://t.me/u_now/205487

FEUERWEHR MIT LEEREN TANKS
In der Stadt Wolschki in der südöstlichen Region Saratow brannte das Gebäude der Militärakademie aus unbekannten Gründen. Das Dach der Fakultät für militärische Logistik stürzte ein.
Eines der Hauptgebäude des Wolsker Militärunterstützungsinstituts ist fast vollständig ausgebrannt, da niemand den Brand löschte. Die Feuerwehr konnte nicht eingreifen, weil ihre Fahrzeuge nicht mit genügend Treibstoff betankt waren. https://t.me/exilenova_plus/25335

PATROUILLENSCHIFF ZERSTÖRT
Die Marine der Streitkräfte der Ukraine hat das russische Grenzpatrouillenschiff «Ismelrud» zerstört. Das Schiff lag im Hafen von Noworossijsk. Satellitenbilder zeigen ein ausgebranntes und in zwei Teile zerbrochen Wrack, das teilweise unter Wasser liegt. Gemäss ersten Berichten gab es Tote und Verletzte unter der Besatzung des Schiffes.

Zum Einsatz kam von ukrainischer Seite eine Seedrohne vom Typ Sargan-3000. Es handelt sich dabei um ein «vielseitig einsetzbares unbemanntes Marinekampfsystem der Ukraine», dessen technische Daten wie Reichweite, Geschwindigkeit, Nutzlast, Antrieb und Lenkungsarchitektur weiterhin geheim sind.
Das Patrouillenschiff «Ismelrud» wurde im Jahr 2014 in Dienst gestellt. Das Schiff war mit einem Hubschrauberlandeplatz ausgestattet und nahm bereits 2018 an Auseinandersetzungen um die Bucht Kertsch teil.
https://x.com/UA_NAVY/status/2076990388439601617 ; https://t.me/Crimeanwind/104748 ; https://x.com/bayraktar_1love/status/2076993969192353837

PEKING BEREITET SICH VOR
Laut dem «Wall Street Journal» baut China zunehmend Beziehungen zu russischen Amtsträgern und Mitgliedern der Elite auf, die nach Putins Ausscheiden eine Schlüsselrolle spielen könnten.
Russische Behörden haben Versuche des chinesischen Geheimdienstes aufgedeckt, Kontakte zu Beamten der mittleren Ebene zu knüpfen, zogen es jedoch vor, diese nicht öffentlich zu machen, um die Beziehungen zu Peking nicht zu beeinträchtigen.
Analysten zufolge strebt China danach, seinen Einfluss in Russland auch nach einem Machtwechsel im Kreml zu sichern und das Land in einen noch abhängigeren Vasallenstaat zu verwandeln – praktisch zu einem Marionettenstaat und einer Rohstoffkolonie
Der Krieg und die internationale Isolation haben Russland weitaus abhängiger von China gemacht. Putin, der einst von Xi Jinping als «Vorbild» angesehen wurde, hat sich nach und nach zu einem Bittsteller und Juniorpartner gewandelt.
Heute braucht China Russland weitaus mehr, als Russland China braucht. Auf China entfallen etwa 40 % des russischen Außenhandels und rund ein Drittel der Exporteinnahmen.
Gleichzeitig bleibt das Bündnis ungleich. Chinesische Waren haben den russischen Markt überschwemmt und einheimische Hersteller verdrängt.
https://x.com/nexta_tv/status/2077095204457267675; https://www.wsj.com/world/x-putin-junior-partner-df611b88

BULGARIEN WENDET SICH AB
Bulgarien tritt aus der «Koalition der Willigen» aus, jenem Bündnis, das die Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Überfall unterstützt. Der pro-russische, bulgarische Ministerpräsident Rumen Radev sagte am 14. Juli: «Die Lösung dieses Konflikts liegt nicht darin, ihn mit militärischen Mitteln zu verlängern, sondern in einer starken diplomatischen Mission».
Dass Bulgarien sich abwendet, war bereits am 13. Juli vermutet worden, weil der Stuhl Bulgariens bei der Konferenz der «Koalition der Willigen» leer blieb.
Es ist der dritte Schlag gegen die Ukraine, welcher der im Mai neu gewählte bulgarische Regierungschef verübte. Zuerst hatte Radev die staatliche Militärhilfe für die Ukraine eingestellt, obwohl der kommerzielle Waffenverkauf weitergeht. Und etwas später blockierte Radev mit einem Veto geplante EU-Sanktionen gegen Patriarch Kirill und den Lukoil-Gründer Vagit Alekperov.
https://x.com/euromaidanpress/status/2077024826577891583; https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-07-14/premier-radev-pulls-bulgaria-out-of-coalition-of-the-willing



