- Trump schmeichelt der Ukraine
- Ukraine erhält Patriot-Lizenzen
- Zelenskyj lacht über den Kreml
- No-Sprit: Brennende Tanks
- No-Sprit: Brennender Tanker
- No-Spirt: 2 Raffinerien kaputt
- No-Sprit: Dieselexport verboten
- No-Sprit: Putin will beruhigen
- Tankstellen sind Kampfarenen
- Sprit kostet auf der Krim 3 Euro
TRUMP SCHMEICHELT DER UKRAINE
Beim gestrigen Treffen von Volodymyr Zelenskyj mit Trump beim NATO-Gipfel in Ankara wurde Trump gefragt, wie das Verhältnis zwischen den USA und der Ukraine sei. Trump antwortete, dass beide Länder eine «sehr gute» Beziehung aufgebaut hätten und dass sowohl Moskau als auch Kyiv den Krieg beenden wollten.
Kurz darauf sagte Trump vor den Augen der Weltöffentlichkeit über den ukrainischen Präsidenten: «Ich denke, er wird ein grossartiges Land aufbauen. Ich denke, er wird es aufbauen. Wir haben derzeit ein gewisses Interesse an diesem Land, da wir dort bestimmte Landflächen besitzen.
Sie haben Mineralien. Sie gehören zu den reichsten. Es ist eines der besten Gebiete der Welt für seltene Erden.» https://t.me/exilenova_plus/24806
Das gestrige Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Zelenskyj und US-Präsident Trump in Ankara war «vielleicht das beste von allen». Dies erklärte der Erste Stellvertretende Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, Serhij Kyslyzja, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RBC-Ukraine. Seinen Worten zufolge war das Gespräch konstruktiv. Ein anschliessendes Pressegespräch dauerte etwa 45 Minuten https://www.rbc.ua/rus/news/mozhlivo-naykrashcha-zustrich-op-prokomentuvali-1783574834.html

LIZENZ FÜR PATRIOTS
Trump sagte beim NATO-Treffen in Ankara vor der internationalen Presse zu Volodymyr Zelenskyj: «Wir werden ihnen eine Lizenz zur Produktion eigener Patriot-Abfangraketen erteilen. Das ist fantastisch! So können sie sich nicht mehr beschweren, dass wir ihnen nicht genug davon geben.»
Auf die Frage, ob die USA sofort zusätzliche Patriot-Abfangraketen liefern würden, antwortete Trump, dass «einige» sofort entsandt werden könnten und er glaube, dass die Ukraine schnell mit der Produktion eigener Raketen beginnen könne. Trump: «Wir haben Patriots, aber nicht so viele. Wir brauchen sie auch für uns selbst». https://t.me/worldmilitares/43565
Die Nachrichtenagentur Bloomberg warnt vor Illusionen: Die Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine wird aufgrund komplexer Technologien und der Abhängigkeit von den USA Jahre dauern. Die Agentur schreibt, dass es nicht einfach sein wird, die Produktion von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine aufzunehmen. Die modernsten PAC-3-Raketen werden heute nur in den USA und Japan hergestellt, und Schlüsselkomponenten, einschliesslich der Lenksysteme, werden von einer begrenzten Anzahl von Unternehmen geliefert. https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-07-08/trump-says-he-ll-let-ukraine-make-patriot-missiles-it-won-t-be-easy
Die ukrainische Regierung kämpft seit langem für den Kauf von Patriots Abwehrraketen, aber durch den Krieg von Trump gegen den Iran wurden die Lager stark geleert und die vorhandenen Abwehrsysteme in der Ukraine hatten keine Munition.

ZELENSKYJS HUMOR
Beim NATO-Gipfel stellten sich am Mittwoch Trump und der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj der internationalen Presse. Trump sagte im Plauderton: «Putin will, dass sie sich mit ihm in Moskau treffen. Möchten Sie nicht nach Moskau?» Zelenskyj Antwort: «Es hat dort sehr viele ukrainische Drohnen. Das wäre gefährlich für mich.» https://twitter.com/Mylovanov/status/2074867543144059266/video/1

NO-SPRIT: BRENNENDE TANKS
In der Gemeinde Michailowsk bei der Stadt Stawropol in der südrussischen Region Krasnodar stehen Automobilisten in einer langen Schlange vor einer Tankstelle.
Einer der Wartenden sieht am Mittwochabend im Nachthimmel eine ukrainische Drohne und filmt diese. Abwehrmassnahmen sind nicht zu hören. Kurz darauf schlägt die Drohne beim örtlichen Tanklager Lukoil-Jugnefteprodukt ein und der Himmel wird hell erleuchtet. Am Donnerstagmorgen brennt die Anlage gut sichtbar. (Koordinaten: 45.105562424564475, 41.95186458579336). Video: https://t.me/exilenova_plus/24874, OSINT-Analyse: https://t.me/worldmilitares/43579
In der Stadt Twer (400’000 Einwohner) an den Ufern der Wolga nur 180 Kilometer von Moskau entfernt, brennt seit heute Nacht ein Öllager. Auf von Anwohnern veröffentlichten Bildern ist ein Brand in einem der Tanks zu sehen. Es handelt sich um die Anlage «Twerneftprodukt. Koordinaten 56.79942454355198, 36.00440268406894. OSINT-Analyse: https://t.me/worldmilitares/43577
In Cherkasy (260’000 Einwohner) wurde in der Nacht auf den 8. Juli der örtliche Tankpark angegriffen. Die Anlage befindet sich in der Region Ufa und ist rund 1’800 Kilometer von Kyiv entfernt. In der Anlage mit einem Gesamtfassungsvermögen von 400’000 Kubikmetern ist ein grossflächiger Brand ausgebrochen. In den Tanks werden etwa zu gleichen Teilen Benzin und Diesel gelagert. Die Anlage gilt als Knotenpunkt bei der Verteilung von Treibstoffen für die Regionen Omsk, Salavat, Perm, Antipino (Tjumen) und andere östliche Verarbeitungswerke. Koordinaten: 54.906976, 56.167804. https://t.me/exilenova_plus/24814

NO-SPRIT: 2 RAFFINERIEN KAPUTT
- In der Nacht auf den 8. Juli wurde in Saratow die Raffinerie getroffen. (Koordinaten: 51.456835, 45.940629). Die Anlage befindet sich 1’088 Kilometer Luftdistanz von Kyiv entfernt in der Region Saratow an der Wolga. Eine Analyse der Satellitenbilder ergibt: Die Isomerisierungsanlage der Pentan-Hexan-Fraktion wurde getroffen und in Brand gesetzt. Bestandteile der zentralen Verarbeitungsanlage ELOU-AVT-6 wurden getroffen, aber nicht zerstört. Mehrere Tanks brannten aus. Die Anlage ist stillgelegt und muss repariert werden.
- In der Nacht auf den 8. Juli wurde in Nezhnnekamsk die Raffinerie getroffen. (Koordinaten: 55.604904, 51.955749). Die Anlage befindet sich 1’530 Kilometer Luftdistanz von Kiew entfernt in der russischen Region Tatarstan. Eine Analyse der Satellitenbilder ergibt: Beim zentralen Anlageteil ELOU-AVT-7-Anlage gab es einen grossflächigen Brand. Die Tanks und das benachbarte Ethylenwerk wurden in Brand gesetzt. Die Anlage mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 7,3 Millionen Tonnen Öl pro Jahr hat schweren Schaden genommen und ist nicht mehr in Betrieb.
https://t.me/exilenova_plus/24814

NO-SPRIT: TANKER BRENNT
In der Nacht auf heute wurden wieder zwei Tanker im Azovschen Meer angegriffen. Das berichtet der Gouverneur der russischen Region Rostow am Don. Juri Slyusar schreibt: «Im Taganrog-Golf wurden erneut zwei Tanker von Drohnen angegriffen; sie erlitten mechanische Schäden. Es gab keine Verletzten. Die Besatzungen der Tanker wurden evakuiert. Durch den Einschlag der Drohnen kam es zu einem Brand. Auf einem der Schiffe dauert der Brand noch an, auf dem anderen wurde das Feuer vollständig gelöscht. Die Informationen werden noch präzisiert.» https://t.me/Yuri_Slusar/6361
Satellitenbilder zeigen einen «ausserordentlichen Brandherd» im Azovschen Meer. https://t.me/u_now/204983
Wie am Mittwoch bekannt wurde, sind in den letzten 72 Stunden gegen 20 Tanker der russischen Schattenflotte im Azov-Meer beschädigt worden, die am Schmuggel von russischem Erdöl beteiligt sind. Einer der Tanker heisst «Blue» (IMO 9236353). Er fuhr unter der Flagge Kameruns. Das 23 Jahre alte Schiff wurde von einer ukrainischen Seedrohne vom Typ «Sea Baby» angegriffen und schwer beschädigt. Die «Blue» unterliegt Sanktionen der EU, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Australiens und der Ukraine, da es illegal russisches Öl transportiert und dabei internationale Beschränkungen umgangen hat. https://t.me/Crimeanwind/104257
NO-SPRIT: EXPORT VERBOTEN
Russland hat den Export von Dieselkraftstoff verboten. Der OSINT-Analyst «Special Kherson Cat» schreibt: «Das ist ein sehr gutes Zeichen: Russland produziert in der Regel rund 86 Millionen Tonnen Diesel pro Jahr, exportiert davon etwa 31 Millionen Tonnen, während etwa 55 Millionen Tonnen im Inland verbraucht werden.
Wenn Moskau gezwungen ist, den Diesel im Land zu behalten, anstatt ihn zu exportieren, bedeutet dies, dass die ukrainischen Angriffe so viel Raffineriekapazität lahmgelegt haben, dass Russland seinen eigenen Markt nicht mehr problemlos versorgen und überschüssigen Kraftstoff ins Ausland verkaufen kann.» https://x.com/bayraktar_1love/status/2074878134390829212

NO-SPRIT: PUTIN BERUHIGT
Putins lud am Mittwoch die regionalen Gouverneure zu einer Videokonferenz zur Treibstoffsituation in Russland ein. In seinen einleitenden Worten erklärte er, dass es in seinem Land keine Treibstoffkrise gebe, sondern nur einzelne Probleme, die zu lösen seien. Danach hörte er sich Berichte der regionalen Gouverneure an und erteilte Weisungen.
Überliefert ist der Bericht des für die Krim-Region Sevastopol zuständigen Gauleiters Michail Raswoschajew. Dieser sagte unter anderem: «Leider arbeiten auf der Krim nur private, grosse Händler. Und aufgrund der schwierigen Logistik ist der Preis auf der Halbinsel derzeit um mehr als das Doppelte gestiegen. Das heisst, das beliebteste Benzin der Sorte 95 kostet heute an den offiziellen Tankstellen 197 Rubel, während es auf den Quittungen im benachbarten Krasnodar-Gebiet im Schnitt 73,5 Rubel kostet.»
Die Militäranalystin Anna DeMilanese schreibt ergänzend zu der Meldung des Krim-Gauleiters: «Seit gestern gibt es in Sevastopol gar keinen freien Verkauf mehr, betankt werden nur Rettungsdienste, Kommunaltechnik und Busse. Die QR-Code-Rationierung ist ausgesetzt, neue Codes gibt es nicht.
Sewastopol bittet Moskau jetzt um subventionierte Benzinpreise. Putin ordnete an, Behörden und Sicherheitsapparat zu versorgen – die Bürger sollten „keine Probleme spüren».»
https://x.com/mylovanov/status/2074936808094200284; https://x.com/annademilanese/status/2074892311054397657

TANKSTELLEN ALS KAMPFARENA
Mehrere Videos zeigen die starken Spannungen, die unter Wartenden an Tankstellen entstehen. In einigen Fällen kommt es zu richtigen Schlägereien, in den meisten anderen zu verbalen Auseinandersetzungen. Streitpunkt ist oft die Tatsache, dass einzelne Benutzer nicht nur ihr Auto betanken, sondern auch Zusatzkanister.
In Noworossijsk haben Wartende bei einer Tankstelle einen Tanklastwagen bei der Weiterfahrt blockiert und gefordert, dass er mehr Treibstoff an Ort und Stelle ablädt. Von mehreren Tankstellen gibt es Bilder, auf denen Russen in aufgeschlagenen Zelten bei den Tankstellen auf die nächste Benzinlieferung warten. Dort, wo es Benzin gibt, wie zum Beispiel in Novosibirsk, ist der Preis von unter 100 Rubel pro Liter auf 170 Rubel (1,94 Euro) pro Liter 95-Octan gestiegen.
Die ukrainischen Blogger von «ExileNovaPlus», die viele dieser Videos veröffentlichen, schreiben: «Jetzt wird es immer schwieriger, ein Auto zu betanken, die Russen kämpfen um jeden Liter Benzin, und es wird noch interessanter werden. (…) Die normalen Treibstofftankstellen in Russland entwickeln sich immer häufiger zu Orten von internen Auseinandersetzungen, die Spannungen in der Gesellschaft wachsen, die Beliebtheitswerte des Kreml-Führers sinken rapide, und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung nimmt weiter zu.» https://x.com/churchillfella/status/2074945841941586274; https://x.com/lxsummer1/status/2074895694356263052; https://x.com/wartranslated/status/2074813224780734523; https://t.me/exilenova_plus/24801
KRITISCHE KRIM-LAGE
Die proukrainische Plattform «Krim-Wind» schreibt: «Auf der Krim ist die Erntekampagne in Gefahr. Aufgrund von Treibstoffmangel steht die Feldtechnik still. Die Landwirte schlagen Alarm: Die Situation droht zu einem Ernteverlust zu führen. Die russischen Behörden empfehlen, «die Situation nicht zu dramatisieren». Die Beamten versprechen, die Landwirte mit Treibstoff zu versorgen. Aber die Zeit vergeht, und das Problem wird nicht gelöst.» https://t.me/Crimeanwind/104277
Die Treibstoffversorgung ist weiterhin schwierig und die Preise steigen auf der Krim. Aktuell kostet ein Liter Benzin AI-95 249 Rubel (2,84 Euro) und ein Liter Diesel 270 Rubel (3,08 Euro), wie einer der Tankstellenbesucher auf einem Video zeigt. https://x.com/lxsummer1/status/2074941007699849473
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KORRIGENDA: Im Newsletter «Ukraine Aktuell Nr. 1595» war ein Fehler. Dort hiess es: «KREML BEKLAGT SICH. Der Kreml beschwert sich über den Kriegsverlauf, den das Kreml-Regime am 24. Februar 2024 ausgelöst hat.» Korrekt ist: Der Krieg wurde am 24. Februar 2022 ausgelöst. Entschuldigen Sie bitte den peinlichen Fehler.



