- Angriff auf St. Petersburg
- Operation «Zyklopenauge»
- Schläge gegen die Krim
- Krim-Evakuation im Gang
- Brände von Elektroanlagen
- Benzinimporte aus Indien
- Angriff auf Rot Kreuz Depot
- Ich danke 3,1 Millionen Mal
ANGRIFF AUF ST. PETERSBURG
Mehrere ukrainische Drohnen drangen in dieser Nacht in den Luftraum von St. Petersburg, der zweitgrössten Stadt Russlands und Geburtsstadt Putins, ein.
Die OSINT-Analysten (Militärische Open-Source-Intelligence-Analysten) nennen die Koordinaten (59.86985165266729, 30.15942170326848) und schreiben: «Die ukrainischen Streitkräfte haben erneut den Ölterminal in Sankt Petersburg angegriffen. Auf von Anwohnern veröffentlichten Bildern sind mehrere Brandherde auf dem Gelände des Terminals zu sehen». Dies belegen sie mit Satellitenaufnahmen und Plänen der Anlage.
Der Gouverneur des Gebiets Leningrad meldet, dass es einen Brand im Hafen von Vysotsk gibt und dass über der Region Leningrad 67 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. Vysotsk ist einer der wichtigsten russischen Häfen in der Ostsee.
Die ukrainischen Militärblogger von «ExileNovaPlus» schreiben: «Diesmal war es nicht so effektiv, da viele Drohnen abgeschossen wurden. Allerdings traf eine beträchtliche Anzahl von ihnen leere Tanks.»
https://t.me/exilenova_plus/24401; https://t.me/worldmilitares/43511; https://t.me/drozdenko_au_lo/10959

OPERATION ZYKLOPENAUGE
Die 1. Division der «Unmanned Systems Forces» («Drohnenarmee») der Ukraine erwähnt erstmals, wie es ihr gelingt, den russischen Luftraum zu durchdringen. Sie nennt dies «Operation Polyphem». (Für Kenner der griechischen Sagen: Polyphem war ein einäugiger Riese, «Zyklop» oder «Kyklop» genannt, der Odysseus gefangen hielt. Mit einer List durchbohrt Odysseus das einzige Auge des Monsters, macht es blind und sichert sich so den Weg in die Freiheit.)
Die Operation «Zyklopenauge» begann mit systematischen Angriffen auf die Frühwarnradaranlagen in der russischen Region Briansk. Gleichzeitig schwächte der Kreml seine Luftverteidigung, indem er das Hauptgewicht auf die Verteidigung der Hauptstadt Moskau legte. Die Ausschaltung dieses Abwehrschirms macht den Zyklopen blind und eröffnet einen Korridor für Angriffe bis tief ins russische Hinterland.
«Wenn der Feind sein Auge verliert, öffnet sich der Himmel für unsere Langstreckenangriffe», erklärte ein Sprecher des Einsatzzentrums in einem kürzlich veröffentlichten Video.
Die Folgen für das russische Regime:
- 18. Juni: Der katastrophale Drohnenangriff, der die Ölraffinerie Kapotnya in Moskau in eine dicke schwarze Rauchdecke hüllte.
- 22. und 30. Juni: Präzisionsschläge in zwei Etappen gegen das strategische Satellitenkommunikationszentrum Dubna in Moskau, die die lebenswichtige 32-Meter-Mk.-IV-Satellitenschüssel, die zur Koordination der russischen Besatzungsnachrichtendienste dient, schwer beschädigten.
- Nacht des 26. Juni: Ein Volltreffer auf Meshcherino-1, das streng geheime zentrale Datenverarbeitungszentrum des GRU (russischer Militärgeheimdienst), das zur Auswertung militärischer Satellitenaufklärung genutzt wird.
- Diese Nacht: Angriffe auf die Hafenanlage in St. Petersburg.
DAY 6 OF THE 40-DAY CAMPAIGN: HOW UKRAINE BLINDED THE RUSSIAN CYCLOPS – "OPERATION POLYPHEMUS" REVEALED! 👁️🏹🇺🇦
— Jarl Finland (@jalle51) July 2, 2026
If you have been wondering how Ukrainian long-range drones manage to bypass Russia's heavily fortified, multi-layered air defense networks week after week to strike… pic.twitter.com/4PR876CE0e

SCHLÄGE GEGEN DIE KRIM
Nach ukrainischen Drohnenangriffen brannte und brennt es auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim nach ukrainischen Angaben an mindestens fünf Orten:
- In Kertsch wurde der Fährterminal «Krim» angegriffen und brennt, berichtet die Überwachungsgruppe «Crimean Wind» unter Bezugnahme auf Satellitenbilder. Aus der Stadt Kertsch wurden in der Nacht mehrere Explosionen gemeldet.
- Dzhankoy Air Base: Mehrere Hangars brennen und ein Brandherd wird vom Standort registriert, an dem sich das Flugabwehrsystem S-300 befand.
- Der Luftwaffenstützpunkt Saky wurde bei einem zweiten Angriff dieser Woche erneut schwer getroffen. Mindestens 7 russische Kampfflugzeuge (darunter Su-30SM-, Su-30- und Su-24-Varianten) wurden in ihren Hangars schwer beschädigt oder zerstört.
- Beim Luftwaffenstützpunkt Hvardiyske wurden zwei Hangars, die mit Shahed-Kamikaze-Drohnen und spezieller Flugzeugwartungsausrüstung gefüllt waren, zerstört.
- In Krasnoperekopsk gibt es einen Brand in der elektrischen Unterstation PS 35 kW «Polymer», wie auf Satellitenbildern sichtbar ist. Ein zweiter Brand wird im Bereich der Eisenbahnschienen registriert.
https://t.me/Crimeanwind; https://x.com/jalle51/status/2073030617428590686; https://x.com/front_ukrainian/status/2072988764561867147/photo/1

KRIM: FLUCHT VORBEREITET
Russische Beamte auf der Krim wurden angewiesen, mit der Evakuierung von Ausrüstung und Dokumenten zu beginnen. Die Besatzungsverwaltungen von Kertsch und Feodossija bereiten sich darauf vor, die Dokumente abzutransportieren, berichtet die Krim-Untergrundbewegung «Atesh».
Gemäss «Atesh» haben die Gauleiter von Kertsch und Feodossija von ihren russischen Vorgesetzten den dringenden Befehl erhalten, wertvolle Dokumente und Ausrüstung vollständig zu evakuieren. Für die Erfüllung dieses Befehls ist der gesamte Monat Juli vorgesehen.
Wie Atesh weiter berichtet, sind nach dieser Anordnung einige Beamte, die zuvor Zugang zu Dienstkraftstoff hatten, plötzlich «erkrankt» und haben aus gesundheitlichen Gründen Urlaub genommen, um sich rasch in die benachbarte südrussische Region Krasnodar zu begeben. https://x.com/visionergeo/status/2073048646434566580

ENERGIEANLAGEN IM FOKUS
In Belgorod, 430 Kilometer von Kyiv entfernt, wurde am Freitagmorgen das Gasturbinenkraftwerk angegriffen. Dabei kam eine Person ums Leben und in der ganzen Stadt fiel die Strom- und Wasserversorgung aus. Ebenfalls am Freitag wurde die Elektrostation „Luch“ in Brand gesetzt.
Die Angriffe erfolgten einen Tag nach Russlands tödlichstem Angriff auf Kyiv in diesem Jahr – einem Raketen- und Drohnenbeschuss, der mindestens 30 Menschen das Leben kostete.
Die Kampagne gegen Belgorod ist Teil einer umfassenderen ukrainischen Offensive gegen russische Energie- und Kraftstoffinfrastrukturen in Russland und in den besetzten ukrainischen Gebieten. Diese Woche griffen ukrainische Drohnen 10 Umspannwerke auf der besetzten Krim an und trafen eine Raffinerie im russischen Gebiet Nischni Nowgorod.
Der Ausfall zahlreicher russischer Raffinerien hat eine inländische Kraftstoffkrise ausgelöst und zwingt Russland, Benzin zu importieren.

BENZIN-IMPORT AUS INDIEN
Russland hat am Mittwoch damit begonnen, Benzin auf dem Seeweg aus Indien zu importieren, um den durch die ukrainischen Angriffe auf seine Energieinfrastruktur verursachten Kraftstoffmangel zu lindern. Gemäss der Nachrichtenagentur Reuters hat das indische Raffinerieunternehmens Nayara Energy das Benzin verkauft. Eine Branchenquelle gab an, dass mindestens 60’000 Tonnen Benzin aus Indien nach Russland verschifft wurden. Eine andere Quelle gab an, dass zwei Tankschiffe mit Ladungen von jeweils 30’000 bis 40’000 Tonnen verschickt wurden.
Die Kraftstoffnachfrage in Russland beträgt im Sommer pro Tag 110’000 Tonnen, womit die derzeitigen Lieferungen aus Indien nur einen Tropfen auf den heissen Stein sind.
https://www.reuters.com/business/energy/india-refiner-nayaras-gasoline-sold-russia-via-traders-sources-say-2026-07-02/; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1592-3-7-2026-6uhr/ («Treibstoff Kollaps»)

ANGRIFF AUF ROTES-KREUZ-DEPOT
Russland hat bei seinem gross angelegten Angriff auf Kyiv am Donnerstag ein humanitäres Lager des Roten Kreuzes zerstört und damit 320’000 Hilfsgüter und Notfallausrüstung im Wert von mehr als 79 Millionen UAH (1,8 Millionen US-Dollar) vernichtet. Dies teilt das ukrainische Rote Kreuz mit.

In dem Lagerhaus wurden Generatoren, medizinische Ausrüstung, Hygiene-Sets, Decken, Planen und andere Notfallgüter gelagert, die zur Unterstützung der Bevölkerung nach russischen Angriffen, Evakuierungen und anderen Krisen eingesetzt wurden. Es diente zudem als einer der wichtigsten Logistikstandorte des Ukrainischen Roten Kreuzes und unterstützte humanitäre Einsätze in der gesamten Ukraine.
Die russischen Angriffe zerstören weiterhin nicht nur Wohnhäuser und zivile Infrastruktur, sondern auch die humanitären Systeme, die schutzbedürftige Ukrainer während des Krieges am Leben erhalten.

ICH DANKE 3,16 MIO. MAL
In den letzten 28 Tagen registrierte Facebook 3’159’465 Aufrufe auf meiner Facebook-Seite «Mario Aldrovandi», wo ich hauptsächlich Beiträge zum Überfall Russlands auf die Ukraine veröffentliche.
Pro Tag sind das üblicherweise der Newsletter «Ukraine Aktuell» und einzelne Artikel aus diesem Newsletter.
3,159 Millionen Aufrufe entsprechen selbstverständlich nicht 3,159 Millionen unterschiedlichen Leserinnen und Lesern. Aber die Aufrufe von sovielen Artikeln ist in meinen Augen ein grosser Erfolg, eine schöne Art der Unterstützung des ukrainischen Freiheitskampfes und meiner publizistischen Arbeit. Ich bedanke mich für jeden Klick, denn jeder Aufruf zeigt Interesse.
Was mir auffällt ist Folgendes: Die Seitenaufrufe und Interaktionen haben stark zugenommen, seit Putins faschistische Armee und Regime immer mehr ins Hintertreffen geraten. Insbesondere die Erfolge der ukrainischen Armee an der zweiten Front (besetzte Gebiete in der Südzone und der Krim) und die Fern-Sanktionen an der dritten Front gegen das russische Militär, Raffinerien, Gasleitungen und militärisch relevante Betriebe stossen auf grosses Interesse.
Ich bin sicher, dass der Strom solcher Nachrichten zunimmt, bis der Krieg zu Ende ist. Ich werde sie weiterhin bündeln und publizieren.



