- In Moskau brennt es erneut
- Grossangriff auf Raffinerie
- Putin wird schwer bewacht
- Petersburger Gangster verhaftet
- 360 $ Belohnung für toten Russen
- Brücken und Pontons als Ziele
- Ukrainischer Kampfjet abgestürzt
- Hintergrund zur Kyiver Luftwaffe
- Die Ukraine wird zur Waffenfabrik
NEUER ANGRIFF AUF MOSKAU
Rund um Moskau hat das russische Militär einen vierfachen Ring an Luftabwehrgeschützen gerichtet. Dennoch gelang es heute Morgen einem ukrainischen Drohnenschwarm die Raffinerie Kapotnya erneut anzugreifen und teilweise in Brand zu setzen. Derzeit brennt es an mindestens fünf Stellen des Ölverarbeitungswerks, darunter ist auch ein Grosstank. (Koordinaten: 55.644373° 37.805448°). Der letzte ukrainische Drohnenangriff auf dasselbe Werk fand vor zwei Tagen statt.

Kapotnya ist eine der wichtigsten Raffinerien in der Russischen Föderation und für fast 50% der Treibstoffversorgung in der Region Moskau zuständig. Eine Besonderheit ist, dass sich die Raffinerie innerhalb des äussersten Strassenrings von Moskau und nicht weit vom Zentrum der Hauptstadt befindet.

Die heutigen Drohnenangriffe in dieser «3. Front» im russischen Hinterland erfolgen in Wellen. Videos zeigen mehrere Flugkörper, die paarweise und ungehindert in Richtung auf die Raffinerie zufliegen. Einige Videos zeigen Einschläge von Drohnentrümmern in Hochhäuser nahe der Raffinerie oder von direkten Treffern in Häuser durch Geschosse der russischen Luftverteidigung, die Drohnen bekämpfen wollen. Durch den Abschuss einer ukrainischen FP-1 Drohne wurde unter anderem der grosse Moskauer Elektronik-Markt Sadovod in Brand gesetzt.

Videos auf https://t.me/exilenova_plus

PUTINS ANGST-PARADE
Zum ersten Mal seit sieben Monaten zeigte sich Putin am Mittwoch der russischen Öffentlichkeit ausserhalb von Moskau. Er – eventuell auch ein Double von ihm – bewegte sich in die Region Kasan. Begleitet wurde er zu seinem Schutz von mindestens elf Personen. Auf einem Videoausschnitt sind acht FSO-Beamten zu sehen plus drei Soldaten in Tarnkleidung und Spezialausrüstung.

Der russische Blogger «Prof. Preobraschenski» schreibt: «Es ist offensichtlich, dass Putin panische Angst hat, aber dennoch – wozu braucht er diese zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen?»
Nach dem Aufmarsch der Sicherheitsgruppe bewegte sich Putin zu einer Gruppe wartender Frauen, die von ihm Fotos mit ihren Mobiltelefonen machten.
Die Agentur NEXTA schreibt: «Bekanntlich sind Putins Zustimmungswerte stetig gesunken. Vielleicht hat der Kreml deshalb plötzlich beschlossen, dass es Zeit für den Präsidenten sei, ein paar echte Menschen zu treffen.»
https://x.com/prof_preobr/status/2067273158281851126/video/1; https://x.com/nexta_tv/status/2067265195060207668

PUTINS KUMPEL VERHAFTET
Ilja Traber und sein Geschäftspartner Wladimir Danilenko wurden in St.Petersburg festgenommen. Jahrelang galt Traber als unantastbar. Die Verhaftung meldete die russische Plattform Fontanka.
Gegen die beiden wird im Zusammenhang mit dem Auftragsmord am Petersburger Stadtrat Alexander Petrow im Jahr 2020 in Wyborg ermittelt. Petrow war Eigentümer von Firmen in den Bereichen Schiffbau, Treibstoffhandel, Hafeninfrastruktur, Bauwesen, Wohnungsbau, Immobilienverwaltung und Hotelgewerbe.
Traber, bekannt unter dem Spitznamen «Der Antiquar», gilt als eine der einflussreichsten Figuren der St. Petersburger Unterwelt seit den 1990er Jahren. Seit Jahrzehnten taucht sein Name in Ermittlungen im Zusammenhang mit der Verbrecherorganisation «Tambow» (Tambowskaja-Gruppe), dem Ölgeschäft und Verbindungen zur politischen Elite Russlands auf. Das russische Oppositionsmedium «The Insider» beschrieb Ilja Traber als Mitglied des engen Kreises um Putin. Schon mehrfach verwiesen Recherchen darauf, dass Putin in der Zeit als Stadtrat von St.Petersburg enge Kontakte zur Verbrecherorganisation «Tambow» hatte.
Die Nachrichtenplattform NEXTA schreibt: «Für russische Verhältnisse ist dies eine höchst ungewöhnliche Verhaftung. Persönlichkeiten mit einem solchen Mass an Einfluss und Verbindungen werden selten ohne triftigen Grund ins Visier genommen. Der Fall könnte auf einen möglichen Machtkampf innerhalb der Elite oder eine Neuverteilung der Einflusssphären im russischen Machtsystem hindeuten.»
https://www.fontanka.ru/2026/06/17/76482954/; https://www.fontanka.ru/2026/06/17/76483026/; https://x.com/nexta_tv/status/2067182029003788729

FINANZIELLE ANREIZE
Die Gefangennahme eines russischen Soldaten gibt eine Prämie von 100’000 UAH (ungefähr 2’400 US-Dollar). Die Tötung eines russischen Soldaten wird mit 15’000 UAH (entspricht 360 US-Dollar) belohnt.
Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist ein ordnungsgemässer Nachweis, einschliesslich Videobelege. Die neuen Regeln hat die ukrainische Regierung, das Ministerkabinett, verabschiedet. Der Beschluss ist als «zusätzliche Motivationsmassnahme» gedacht.
Dass die Gefangennahme eines Soldaten eine mehr als sechsmal höhere Prämie bringt, hat damit zu tun, dass diese Personen in den sogenannten «Austauschfonds» kommen. So können sie gegen ukrainische Gefangene in russischen Lagern ausgetauscht werden. https://x.com/OlenaRohoza/status/2066709599747772818/photo/1

KRIM-BRÜCKEN ALS MEHRFACHZIEL
Zwischen der von Russland besetzten Südzone in der Ukraine und der Krim-Halbinsel – zusammen die «zweite Front» – gibt es wenige Übergänge. Diese Brücken wurden in den letzten Tagen mehrfach angegriffen und teilweise so stark beschädigt, dass sie nicht mehr benutzbar sind. Frank Obenaus aus Erfurt hat die Angriffe auf die Brücken und schwimmenden Übergänge («Pontons») und ihre Folgen dokumentiert:

- Chongar-Autobrücke:
7. Juni (erster Angriff); 9. Juni (wiederholter Angriff, die Brücke wurde vollständig ausser Betrieb gesetzt); 13. Juni (Eisenbahnteil + Pontons); 15. Juni (Nacht, erneuter Angriff) - Chongar-Pontonübergänge:
Mehrmals angegriffen. Die Russen stellen sie ständig wieder auf, aber Drohnen versenken sie regelmässig. In der Nähe der Pontons wurden auch Dutzende von Fahrzeugen zerstört. - Henitschesk-Brücke: 8. Juni (erster schwerer Schaden); 13. Juni (zweiter Schaden); 15./16. Juni (Verkehr wurde vollständig blockiert)
- Autobrücke Perekop–Armiansk
- Brücke in der Nähe von Stawki
- Zwei Brücken über den Nordkrymkanal (in der Nähe von Preobraschenka und Mirnyj)
https://www.facebook.com/photo?fbid=27082816621413295&set=a.245209398934048

UKRAINISCHE SU-24 ABGESTÜRZT
Der ukrainische Generalstab teilt mit: Am 16. Juni 2026 gegen 19 Uhr ereignete sich ein Flugzeugabsturz eines Su-24M-Frontbombers der 7. Taktischen Luftwaffenbrigade «Petr Franko» der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine. Die Besatzung der Su-24M Die Besatzung der Su-24M – Pilot und Navigator – führte eine Mission in der Region Chmelnytski durch.
Beide Piloten kamen ums Leben. Sie waren 55 Jahre und 23 Jahre alt. Die Ursachen der Katastrophe werden ermittelt.
https://t.me/kpszsu/65368; https://www.facebook.com/KyivPost/posts/pfbid02abf6hSUii6a3nsHVxu23ckiUYdEqqMGdFLvGes9WmCHuXH2vYcvzaMm2gypwctyel

UKRAINISCHE LUFTWAFFE
Beim Überfall der russischen Armee auf die Ukraine am 24. Februar 2022 konnten die Ukrainer einen grossen Teil ihrer Kampfflugzeuge rechtzeitig verstecken und deren Zerstörung verhindern. Seither ist die Luftwaffe der ukrainischen Armee stark gewachsen. Bald wird sie mehr als 200 Jets umfassen, bedeutend mehr als die Luftstreitkräfte einiger europäischer Staaten.
Alexey Zakharov, ein russischer Luftfahrt-Experte, macht eine Bestandesaufnahme:
- 2022 bestand der Kampfflugzeug-Park der Ukraine ausschliesslich aus in Russland produzierten MiG-29 und Su-27.
- Heute besteht die ukrainische Luftwaffe aus amerikanischen F-16 und französischen Mirage 2000-5. In Zukunft werden schwedische Gripen und möglicherweise französische Rafale hinzukommen.
- Die Grundlage bilden weiterhin amerikanische F-16: Lieferungen aus Dänemark, den Niederlanden, Norwegen und Belgien könnten 75–98 Stück umfassen. Frankreich hat sich verpflichtet, sechs Mirage 2000-5F zu liefern, Schweden wird 16 Gripen C/D übergeben und erwägt den Verkauf von zwanzig Gripen E/F. Hinzu kommen vermutlich eine bisher nicht bekannte Anzahl Rafale.
- Die F-16 dient der Abwehr von Luftangriffen (SAA) und der Durchführung von Raketenangriffen, die mittelfristig geplant werden.
- Die Mirage 2000-5F ist auf das Abfangen von Marschflugkörpern spezialisiert.
- Die Treibstoffkapazität des Gripen ermöglicht es ihm, lange in der Luft zu bleiben. Damit kann das Flugzeug aus einer Position der «Luftüberwachung» Schläge gegen Kommandoposten, Startpositionen und logistische Knotenpunkte hinter der Frontlinie führen.
- Der Rafale ist auf Fernangriffe gegen taktische und taktisch-strategische Ziele auf dem Boden optimiert. Frankreich baut die Produktion von Rafale aus, aber die Bestellungen übersteigen bereits 220 Einheiten. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass diese Flugzeuge schnell nach Kyiv geliefert werden.
- Alle ukrainischen Kampfflugzeuge sind mit wirkungsvollen Waffen ausgerüstet oder werden es sein, wenn sie in Betrieb genommen werden.
https://t.me/milinfolive/173702

UKRAINE ALS WAFFENFABRIK
Die G7-Länder werden in der Ukraine unter Lizenz Luftabwehrsysteme und Marschflugkörper für weitreichende Angriffe produzieren. Dies entschied der G-7-Gipfel am Mittwoch im französischen Évian-les-Bains.
In einer gemeinsamen Erklärung einigten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen darauf, «die Lieferung von Luftabwehrkapazitäten, zusätzlichen Systemen und Abfangjägern sowie von Langstreckenkapazitäten zu verstärken». Sie erklärten sich zudem «bereit, der Ukraine Lizenzen zu gewähren, die es ihr ermöglichen, ihre militärische Produktion zu steigern».
Parallel zum G-7-Gipfel findet in Paris bis zum 19. Juni die internationale Waffenschau «Eurosatory» statt. An dieser weltweit wichtigsten Waffenmesse präsentierte die ukrainische Industrie verschiedene ihrer Entwicklungen und schloss mehrere Verträge ab. Mehr dazu im Newsletter von Freitag. https://www.leparisien.fr/international/des-europeens-du-g7-et-les-etats-unis-vont-produire-sous-licence-en-ukraine-des-missiles-de-longue-portee-17-06-2026-HZDT7IST6NEJBNURTZVT2NBJTM.php;



