- Russische Raketen gegen Kultur
- Das Kyiver Höhlenkloster brennt
- Ältestes Filmstudio beschädigt
- Brücken in die Krim wieder kaputt
- Putins Popularität sinkt stark
- Ölregen in der Region Jaroslawl
- Britten entern Schmuggelschiff
- Glückwünsche von Putin an Trump
- Zelenskyj will Trump an G7 treffen
- Die Ukraine benötigt Justizreformen
MIT RAKETEN GEGEN KULTUR
Gegen Kyiv, Nikolajev, Kharkiv und Kryvyj Rig flogen in dieser Nacht 70 Raketen und 611 Drohnen. Die Luftverteidigungskräfte zerstörten 582 Drohnen und 50 Raketen, darunter: 5 von 6 Seezielflugkörpern «Zirkon», 15 von 34 ballistischen Raketen Iskander-M/S-400 und 30 von 30 Marschflugkörpern X-101/Iskander-K.
Die Hauptziele in Kyiv waren bedeutende Kulturinstitutionen. Bis um 6 Uhr wurden der Tod von vier Menschen gemeldet sowie die Verletzung von 23 weiteren Personen.
Einen direkten Raketentreffer gab es in Kyiv auf die historisch bedeutsame Petscherska Lawra, das seit dem Jahr 1051 bestehende Höhlenkloster. Beim Glockenturm und im Dachstock brachen Brände aus. Beschädigt wurden wertvolle Silberexponate aus dem 16. Jahrhundert. Alte Ikonen und andere Reliquien konnten gerettet werden. Teile des Daches und von Türmen stürzten zu Boden.

Bereits 1941 hatten deutsche Nazi-Truppen das Kloster fast vollständig zerstört. Den historischen Vergleich machte Maxim Ostapenko, der Generaldirektor des Nationalmuseums der Kyiver Höhlenklosters.
«Der Himmel hilft uns jetzt, es hat angefangen zu regnen», sagte der Statthalter der Kyivr Petscherska Lawra, Bischof Abraham. Das Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche, Metropolit Epiphanius, bezeichnete in seiner Ansprache Putin als «Kreml-Antichrist» und «Herodes».

Im ältesten Filmstudio der Ukraine– dem Alexander-Dowschenko-Studio in Kyiv – wurde die Kostümwerkstatt zerstört. Etwa 100’000 Kostüme und 3 Millionen Einheiten verschiedener Kleidung sind verloren.
Brände werden aus dem Kyiver «Kunstareal» gemeldet. In diesem Kultur- und Museumskomplex brennen Dachgeschosse.
Getroffen wurde im Kyiver Dniprowski-Bezirk auch eine Privatschule, wo zurzeit ein Feuer gelöscht wird, sowie ein Gebäude der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörde und ein Wohngebäude im Desnjanskyj-Bezirk.

In Dnipro wurde das «Haus für Orgel- und Kammermusik» durch die Angriffe schwer beschädigt, zudem ein Gebäude des «Colleges».
https://t.me/u_now/202558; https://t.me/u_now/202552; https://t.me/milinfolive/174261; https://t.me/ukrpravda_news/79787: https://t.me/Crimeanwind/101884; https://t.me/uniannet/193772; https://t.me/hromadske_ua/82874

KRIM WEITER ISOLIERT
Die russischen Besatzer versuchen, mit Pontonbrücken zwischen der Krim-Halbinsel und dem besetzten Festland im Süden der Ukraine die Versorgung aufrechtzuerhalten. Diese Pläne durchkreuzen ukrainische Streitkräfte. Am Montagmorgen meldete der von Russland eingesetzte Gauleiter Wladimir Saldo, dass die Übergänge erneut angegriffen worden seien.
Zu den beschädigten Objekten gehören die Übergänge bei Arabatskaja-Nehrung und die Reste der Tschongar-Brücke.
Saldo schreibt: «Der Verkehr über den Grenzübergang «Dschankoj» ist vollständig unterbrochen.» Gemäss Saldo ist auch der Verkehr bei der Arabatskaja-Nehrung «unterbrochen».

Major Robert Brovd «Madyar», der oberste Drohnen-Verantwortliche der ukrainischen Armee, sagte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Isolation der Krim fortgesetzt werde: Fahrzeuge auf der Autobahn zur Krim anzugreifen, ist «so einfach wie das Schiessen von Rebhühnern auf offenem Feld.» Russische Militärangehörige und Verteidigungsmitarbeiter werden es unmöglich finden, dort zu bleiben oder Zufahrtswege dorthin zu nutzen.
https://t.me/SALDO_VGA/15960; https://www.reuters.com/world/europe/ukraines-drone-commander-wants-cut-crimea-off-russia-2026-06-11/

PUTINS POPULARITÄT SINKT
Die russischen Parlamentswahlen sind für September vorgesehen und es sieht nicht gut aus für Putin.
Volodymyr Zelensky enthüllte, dass die ukrainischen Geheimdienste es geschafft haben, an Putins interne Umfragen vor der russischen Parlamentswahl in wenigen Monaten zu gelangen.
Die Dokumente, die Putin vorgelegt wurden, zeigen, dass seine Zustimmungswerte von 77 % auf 63 % gesunken sind und bis zum Wahltag am 18. September auf 55 % abstürzen sollen.
Die Unterstützung für seine Partei «Einiges Russland» ist von 35 % auf 27 % gefallen und soll bei der Parlamentswahl auf 22 % sinken.
Währenddessen wird für die Partei «Neue Leute» ein Ergebnis von 17 % bei der Wahl prognostiziert, während die «Kommunistische Partei» von 10 % auf 14 % steigen wird.
Zelensky schreibt, dass dieser Rückgang der Beliebtheit Putin zwingen werde, eine gross angelegte Kampagne zur Fälschung der Wahlergebnisse zu inszenieren, die schwer zu vertuschen sein und die öffentliche Unzufriedenheit mit dem Regime nur weiter anheizen werde.
Er sagt ausserdem, dass Putins Beliebtheitsverlust besonders gross in den Randregionen Russlands sei und von verstärkten Forderungen nach Autonomie oder sogar künftigen Ansprüchen auf Souveränität und Staatlichkeit gefolgt werden könnte.
Währenddessen ist die russische Präsidentschaftswahl für 2030 geplant, es sei denn, Putin wird bis dahin umgebracht oder anderweitig abgesetzt.
Zelenskyj spricht die Möglichkeit an, dass Putin für Friedensgespräche nicht mehr der richtige Mann ist: «Offensichtlich werden sich die Trends nicht ändern, und mit der Zeit könnte dies bedeuten, dass eine Vereinbarung mit jemand anderem aus Russland getroffen werden muss – mit jemandem, der sich nicht vor der Realität verschliesst.»
https://x.com/visegrad24/status/2066118026852790282; https://t.me/V_Zelenskiy_official/19470

ÖLREGEN IN JAROSLAWL
Die ukrainischen Drohnenangriffe auf die grosse Ölbasis in Rybinsk führen zu einem weit sichtbaren Grossbrand in der Anlage in der russischen Region Jaroslawl. Russische Blogger veröffentlichten am Sonntag Bilder, der aus der Wolke herunterfallenden Öltropfen. Die schwarze Niederschlag lagert sich auf Böden, Gegenständen und auf den Menschen der Region ab. Dasselbe Phänomen wurde bereits bei dem tagelang andauernden Brand in der Ölbasis im südrussischen Tuapse registriert.

Die Blogger mokieren sich über den Gouverneur von Jaroslaw. Dieser hatte die Angriffe des ukrainischen Militärs bestätigt. Aber er sprach lediglich von «dem Eindringen von Trümmern von Drohnen in industrielle Einrichtungen zur Lagerung von Treibstoff».
https://t.me/milinfolive/174196; https://t.me/milinfolive/174176; https://x.com/euromaidanpress/status/2066115438803550557

SCHMUGGELSCHIFF GEENTERT
Grossbritannien hat den Tanker «Smyrtos» unter kamerunischer Flagge festgehalten, als dieser durch den Ärmelkanal fuhr. Das Schiff startete seine Schmuggelfahrt aus dem Hafen von Ust-Luga in der russischen Region Leningrad.
Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums wurde die Operation in Abstimmung mit Frankreich durchgeführt und von Premierminister Keir Starmer angeordnet. Das Schiff steht auf den Sanktionslisten der EU und Großbritanniens und gilt als Teil von «Putins Schattenflotte».

Es ist das erste Mal, dass Grossbritannien so vorgeht. Zuvor waren die Schmuggelschiffe von der russischen Marine begleitet und geschützt worden, was offenbar dieses Mal nicht der Fall war.
https://t.me/milinfolive/174188; https://x.com/stratcomcentre/status/2066077612800090621
GESPRÄCH ZELENSKYJ – TRUMP
Volodymyr Zelenskyj sagte in seiner Abendansprache, dass er Trump zu seinem Geburtstag gratuliert habe und ein «wunderbares Gespräch» geführt habe.
Zelenskyj: «Wir besprachen, was jetzt helfen könnte, den Frieden näher zu bringen, und ich informierte den Präsidenten über die neuesten Ereignisse auf dem Schlachtfeld und darüber, wie unsere Position gestärkt wurde. Wir vereinbarten, dass wir bei unserem Treffen auf dem G7-Gipfel mehr darüber sprechen werden. Wir haben einige gute Ideen, die helfen könnten, den Frieden näher zu bringen und Leben zu schützen.»
Der G7-Gipfel 2026 findet vom 15. bis zum 17. Juni 2026 zum zweiten Mal in Évian-les-Bains, im Département Haute-Savoie, in Frankreich statt. Wer daran teilnimmt, ist bisher nicht offiziell bestätigt.
https://t.me/V_Zelenskiy_official/19473
GESPRÄCH TRUMP – PUTIN
Gemäss dem Kreml gab es am Sonntag ein Telefonat zwischen Putin und Trump. Juri Uschakow, Berater von Putin in internationalen Fragen, nannte laut der russischen Nachrichtenagentur RBC folgende Eckpunkte:
- «Das Gespräch zwischen Putin und Trump dauerte genau 55 Minuten»;
- «Putin erklärte, dass keine Versuche Kiews, Angriffe auf die friedliche Infrastruktur in Russland zu verüben, die Situation auf dem Schlachtfeld ändern würden»;
- «Putin und Trump vereinbarten, dass Witkoff und Kushner in Kürze erneut nach Russland kommen werden»;
- «Trump war von den Glückwünschen gerührt, dankte und erklärte, dass der russische Präsident der erste ausländische Führer war, der ihn heute angerufen habe.»
UKRAINE BRAUCHT REFORMEN
Nach Ansicht von EU-Beamten hat die Ukraine nur 15% der im 10-Punkte-Plan vorgesehenen Reformen abgeschlossen, der im Dezember 2025 von der EU und Kiew vereinbart wurde. Das schreibt die britische Zeitung «The Guardian».
Der Plan beinhaltet Massnahmen zur Stärkung der Unabhängigkeit der Antikorruptionsbehörden, die Annahme einer Antikorruptionsstrategie und Reformen bei der Ernennung von Richtern und Staatsanwälten.
Die Ukraine und Moldawien erhielten 2022 den Status als EU-Beitrittskandidaten. Trotz der symbolischen Entscheidung, im Juni 2024 Verhandlungen aufzunehmen, wurden die eigentlichen Verhandlungen jedoch damals vom ungarischen Premierminister Viktor Orban blockiert.



