- Russland verliert seine Lastwagen
- Alle Landbrücken zur Krim kaputt
- Brände in ostrussischer Industrie
- Innovativer Kampf gegen Drohnen
- Erfolgreiche Front-Bodenroboter
- Russland sagt Fest und Messe ab
TAUSENDE LASTWAGEN ZERSTÖRT
Im Januar und Februar dieses Jahres verlor die russische Armee und ihre Zulieferer in der 1. und der 2. Front auf ukrainischem Boden etwas mehr als 4’000 Lastwagen und Tanklastwagen durch ukrainische Drohnenangriffe. In den ersten zehn Tagen des Monats Juni sind es bereits 3’877 russische Lkws, die zerstört wurden. In keinem dieser zehn Tage ist die Zahl der Verluste unter 300 Stück gefallen.
Alexander Kovalenko, militärisch-politischer Kommentator der Gruppe «Informationsresistenz», vermutet, dass der Juni «rekordverdächtig» ist und bis Ende des Monats gegen 10’000 Lastwagen und Tanklastwagen zerstört sein werden.
Kovalenko schreibt: «Es stellt sich die Frage, wie viele Benzintransporter und Lkw Russland zur Verfügung hat, und auch, was bei den Besatzern zuerst ausgeht – der spezialisierte Transport oder die Fahrer, die bereit sind, mit einem garantiert extremen Einsatzprofil in die Hochrisikozone zu fahren.»

Das FOTO zeigt russische Priester, welche die Autobahn durch das besetzte ukrainische Gebiet segnen, damit sie vor Drohnen geschützt sei.
Auch der britische «Guardian» beschreibt am 11. Juni in einem grösseren Artikel den «Highway of Death/die Strasse des Todes» und die Folgen der permanenten ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Logistik. Detailliert wird beschrieben, welche ukrainischen und amerikanischen Drohnen zum Einsatz kommen. Dazu gehören auch Drohnenschwärme, die mit künstlicher Intelligenz gesteuert werden und auf Lastwagen programmiert sind.
https://t.me/zloyodessit/27599; https://www.theguardian.com/world/2026/jun/11/highway-of-death-the-ukrainian-drone-campaign-menacing-russian-logistics

LETZTE BRÜCKEN BESCHÄDIGT
Ukrainische Streitkräfte haben nun die letzten verbliebenen Schlüsselbrücken, die aus der Krim führten, getroffen und beschädigt. Dies ist ein wesentlicher Schlag in der sogenannten 2. Front hinter den Kampflinien auf ukrainischem Gebiet.
Der von Russland eingesetzte Gauleiter Wladimir Saldo bestätigte folgende Treffer: Zwei Brücken über den Nordkrimkanal; Die Strassenbrücke in Richtung Perekop – Armiansk; Eine Brücke im Gebiet der Siedlung Stavky.
In der Einsatzzone in der Nähe der Brücke bei Armiansk waren zum Zeitpunkt des Angriffs fast 50 Lastwagen konzentriert, die bereit waren, in Richtung Guljepil zu fahren. Die Brücke selbst wurde mit FirePoint-Waffen angegriffen. Nach ersten Berichten ist die Brücke so stark beschädigt, dass sie nicht mehr benutzt werden kann.
An der Operation beteiligt waren Drohnenpiloten der Einheit «Code 9.2» des 1. Bataillons der Spezialeinheiten und die Gruppe «Alfa» des Sicherheitsdienstes der Ukraine.
Die Versorgung der Kherson Front aus der Krim ist nun schwer gestört. Einen Transportweg bietet die Kertschbrücke zwischen Russland und der Krim. Dazu schreiben die russischen Militärblogger von «Milinfolive»: «Wenn die Systematik der Angriffe anhält, wird die Verkehrsanbindung der Halbinsel über neue Gebiete ernsthaft gestört, und es wird notwendig sein, die Krimbrücke für LKWs zu öffnen, mit der Gefahr, sie im Anschluss zu verlieren.»
Ausserdem besteht die Möglichkeit von Pontonbrücken: Das sind schwimmende, mobil aufgestellte Flussübergänge, die auch von Lastwagen und Panzern befahren werden können. Die russische Armee hat damit Erfahrung, aber die russischen Militärblogger warnen: «Allerdings ist ihre hohe Anfälligkeit für Drohnenangriffe ein Problem – es ist viel einfacher, einen Ponton mit einer Sprengkopf von etwa 100 kg zu zerstören als eine Brücke, und ihre Position ist gut bekannt. Allerdings können mehrere Pontonbrücken gleichzeitig aufgestellt werden, und es ist einfacher, sie zu ersetzen.»
https://t.me/zloyodessit/27602; https://x.com/front_ukrainian/status/2064970551219646862; https://t.me/exilenova_plus/22541; https://t.me/milinfolive/174056; https://t.me/milinfolive/174065
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BRÄNDE IN DER 3. FRONT
In der ostrussischen Stadt Togliatti / Toljatti brennt das Kautschuk-Werk. Die Anlage wurde von ukrainischen FP-2 Drohnen angegriffen. Die Fabrik befindet sich 1’340 km von Kyiv entfernt. «Togliattikauchuk» ist einer der grössten Kautschukproduzenten in Russland und stellt auch hochoktanige Benzinzusätze her. Störungen in der Lieferung wirken sich automatisch auf die Raffinerien und die Qualität des Treibstoffs für die Armee aus. Die Schlüsselindustrien in Togliatti waren bereits am 5. April dieses Jahres angegriffen worden.
https://t.me/u_now/202245; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1503-5-4-2026-8uhr/

Mit 1’530 km Entfernung ist die ostrussische Stadt Nizhnekamsk in der Republik Tatarstan noch weiter entfernt von Kyiv.
Ukrainische Drohnen griffen dort das Werk «Nizhnekamskneftekhim» an, eines der wichtigsten Industrieobjekte Russlands. Dort wird synthetische Kautschuk für Autoreifen und Flugzeugreifen hergestellt. Das Material wird der russischen Armee für Lastwagen, Schützenpanzer und Flugzeuge geliefert. Ausserdem produziert das Werk Komponenten, die bei der Herstellung von Schmierstoffen, Spezialflüssigkeiten für militärische Ausrüstung sowie Polymeren für Elektronik und Schutzausrüstung verwendet werden.
https://t.me/u_now/202238; https://t.me/exilenova_plus/22631

MIT NETZEN GEGEN DROHNEN
Die ukrainische Industrie entwickelt immer neue Methoden, um gegen Drohnen vorzugehen. Es gibt Laserkanonen gegen Drohnen oder Drohnen, die sich gegnerischen Drohnen nähern und sie zum Absturz bringen (siehe «Ukraine Aktuell Nr. 1453»). Die derzeit wichtigste Methode ist der Einsatz schneller Abfangdrohnen gegen feindliche Drohnen. Solche Systeme verkauft die Ukraine zurzeit auch arabischen Staaten.
https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1453-14-2-2026-8uhr/;
«Military News UA» zeigt mit Videos eine neu entwickelte Methode. Dabei nähert sich eine ukrainische Drohne einem russischen Fluggerät von oben und wirft ein Netz ab. Weil die Propeller sich darin verheddern, stürzt das so bekämpfte Gerät ab. Eingesetzt werden diese «Netzwurf-Drohnen» von der Einheit «Sribna Triyka» (Silbernes Trio) des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine.
Video: https://x.com/front_ukrainian/status/2064992757064532395/video/1;
Kyrylo Budanov, Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, schreibt zu den Entwicklungen: «Drohnen sind zu einem untrennbaren Bestandteil des modernen Krieges geworden. Doch hinter jeder erfolgreichen Operation stehen Menschen – Operatoren, Ingenieure und Techniker, deren Wissen und Erfindungsgabe das ukrainische Militär täglich stärken und dabei helfen, das Leben unserer Krieger zu bewahren.» https://twitter.com/Kyrylo_Budanov/status/2064988356727959810

ERFOLGREICHE BODENROBOTER
Mychajlo Fedorov, der ukrainische Verteidigungsminister, schreibt auf Facebook:
«Seit Jahresbeginn hat das ukrainische Militär mit Hilfe von Bodenroboterkomplexen bereits über 50’000 logistische und Evakuierungsmissionen durchgeführt. Dank dem elektronischen Erfassungssystem eBalam sehen wir verifizierte Ergebnisse ihrer Anwendung und können die effektivsten Verfahren der Armee schnell skalieren.
Im ersten Halbjahr haben wir Verträge für den Empfang von 25’000 Einheiten, die schrittweise an die Front geliefert werden. Das sind doppelt so viel wie im ganzen Jahr 2025»
Parallel dazu wird gemeldet, dass das ukrainische Verteidigungsministerium den neuen robotergesteuerten Sanitätstransporter «Vepr» in die Streitkräfte einführt. Das Gerät kann zwei Verwundete gleichzeitig transportieren. Das Gerät ist mit einer Länge und Höhe von jeweils 136 Zentimeter und einer Breite von 112 Zentimeter klein und kompakt.
• Experimental-Exemplare von «Vepr» sind seit 2024 an der Front im Einsatz;
• Die Plattform wurde für die aktuellen Bedürfnisse der Front überarbeitet;
• «Vepr» kann bis zu 350 kg Fracht bei einer Reichweite von 40 km transportieren;
• Der Roboter ist mit Kameras und mehreren Kommunikationsarten ausgestattet.
«Vepr» kann Munition und militärisches Material liefern, Menschen evakuieren, Gebiete entminen oder als Angriffsroboter-Kamikaze eingesetzt werden.
Aktuell werden jeden Monat rund 10’000 Einsätze an der Front mit bodengestützten Robotern durchgeführt.
https://www.facebook.com/reel/2078237249782945; https://t.me/uniannet/192991

ABSAGEN IN RUSSLAND
Seit Russland die Ukraine überfallen hat und die Ukraine zurückschlägt, ist Russland kein sicherer Ort mehr. Dies zeigte sich schon bei den sogenannten «Siegesparaden» am 9. Mai, welche wegen angedrohten Angriffen abgesagt werden mussten.
Dies zeigt sich nun in Moskau auch mit dem sogenannten «Russland-Tag». Die «Kyiv Post» schreibt: «Moskau soll sein Russland-Tag-Konzert auf dem Roten Platz erstmals seit 23 Jahren abgesagt haben, wobei die Veranstaltung an einen anderen Ort verlegt und die Liste der Künstler erheblich reduziert wurde. Das Konzert fand sogar während der COVID-19-Pandemie statt.» https://x.com/kyivpost/status/2065052246287516054
Der Internationale Luftfahrtsalon MAKS im Moskauer Vorort Dschukowski wurde zum vierten Mal in Folge verschoben.
Ursprünglich sollte er schon 2023 stattfinden, wurde dann aber auf 2024, dann auf 2025, dann auf 2026 und nun auf 2027 verschoben. https://t.me/milinfolive/174067



