- Treibstoffmangel auf der Krim
- Schläge gegen russische Logistik
- Putin nennt seinen Wunschfrieden
- Wichtige russische Firma ist pleite
- Russland entwickelt neue Drohnen
- Schlechte chinesische Bauteile
- Kreml verschiebt Internet-Limiten
- Tschechien zieht die Schrauben an
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BENZINMANGEL AUF DER KRIM
Der Benzinverkauf an Tankstellen in Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist auf 20 Liter pro Person begrenzt. Darüber berichtete der Gouverneur der Stadt, Michail Razvozhaev, in seinem Telegramm-Kanal. Er erklärte, am Vorabend und am Morgen des 22. Mai habe er operative Besprechungen zur Sicherstellung der Kraftstoffversorgung in der Stadt abgehalten.
«Derzeit gibt es bestimmte logistische Schwierigkeiten, deren Ursachen bekannt sind.
✅An den Tankstellen des ATAH-Netzwerks sind Benzin der Marken AI-92 und AI-95 sowie Diesel verfügbar, jedoch nicht an allen Stationen.
✅An einigen Tankstellen von TES ist Benzin der Marke AI-92 verfügbar, die Lieferung von AI-95 und Diesel wird am Abend erwartet, wir arbeiten daran. Diesel ist vorerst nur mit Tankkarten erhältlich.
Um einen Ansturm zu vermeiden, wie schon beim letzten Mal, führen wir eine Maßnahme ein, die sich bereits als wirksam erwiesen hat: Der Verkauf von Kraftstoff an Tankstellen des TES-Netzwerks wird auf 20 Liter pro Auto oder Kanister begrenzt, bis sich die Situation stabilisiert hat», schrieb Razvozhaev.

(KOMMENTAR: Mit «bestimmte logistische Schwierigkeiten» meint der russische Gauleiter nicht die Blockade der Strasse von Hormus, sondern die innerrussische Versorgung. Diese ist derzeit stark eingeschränkt: Einerseits weil rund 25% der russische Raffinerie-Kapazität nach ukrainischen Angriffen stillsteht und anderseits, weil die Ukraine die Versorgung der Krim über die «Strasse des Todes» stark behindert.)
https://t.me/razvozhaev/20922; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1549-21-5-2026-8uhr/; Videos der zerstörten russischen Logistik; https://t.me/exilenova_plus/21028

PUTINS WUNSCHFRIEDEN
Putin will den Krieg bis Ende des Jahres beenden, aber zu seinen Bedingungen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Putin stimmt nur den Bedingungen zu, die er der russischen Gesellschaft als «Sieg der russischen Armee» präsentieren kann:
➡️ Vollständige Kontrolle über den Donbas — die Eroberung des gesamten Territoriums der Regionen Donezk und Luhansk.
➡️ Ein umfassendes Abkommen mit Europa, das den Westen praktisch zwingen würde, alle von Russland eroberten ukrainischen Territorien anzuerkennen.
Kommentar: Die Misserfolge an der Front und die tiefen ukrainischen Schläge im Innern Russlands haben zu Panik und Nervosität unter der russischen politischen und militärischen Führung geführt.
Hochrangige Kremlvertreter räumen ein, dass der Konflikt in einer Sackgasse steckt und es keinen sicheren Ausweg für das Regime gibt. Hinzu kommen die realen Verluste an Terrain, die eine vollständige Eroberung des Donbas unmöglich machen, In dieser Situation will sich Putin mit einem Taschenspielertrick retten: Die bekannte russische Mischung aus Protzgehabe und Verneinung der Probleme.

WICHTIGE FIRMA IST PLEITE
Die russische Firma Monocrystal kontrollierte einst 33% des Weltmarktes für synthetische Saphire Kristalle (Saphirglas). Dieses Hightech-Material ist für den Bau von LED-Bildschirmen aber auch für Raketen, Drohnen oder Präzisionsoptik wichtig.
Monocrystal war eines der wichtigsten Hochtechnologiefirma, die in Russland noch existierten. Nun hat die Firma Gläubiger über seine Absicht informiert, Insolvenz anzumelden, aufgrund massiver Schulden und kriegsbedingter Schäden.
Ukrainische Angriffe hätten seine Anlagen beschädigt, der EU-Markt sei aufgrund der Sanktionen geschlossen und die Nachfrage nach Elektronik in Asien sei eingebrochen. Gleichzeitig explodierten die Schulden. Allein die kurzfristigen Schulden übersteigen die Vermögenswerte um 51 Mio. $. Personal wurde halbiert.
Das Ende von Monocrystal ist langfristig ein schwerer Schlag für die russischen Militärdrohnen- und Raketenprogramme.
https://x.com/kshevchenkoreal/status/2056363675515289890; https://www.monocrystal.com/

RUSSISCHE HIGHSPEED-DROHNEN
Der massive Drohnenangriff vom Mittwoch zeigt, dass die russische Armee weiter auf den Einsatz von Terrordrohnen gegen die Zivilbevölkerung setzt.
Nach Angaben der ukrainischen «Hauptverwaltungsamt für Aufklärung» plant die russische Industrie die Produktion von 60’000 Angriffsdrohnen und weiteren 50’000 Lockdrohnen. Das ist zwar nur ein Bruchteil der ukrainischen Produktion, aber dennoch ist diese Masse für die Ukrainer eine Bedrohung und eine Belastung für die Luftabwehr.
Hinzu kommt, dass die russische Armee zunehmend sogenannte «Hochgeschwindigkeits-Selbstmorddrohnen» einsetzt und deren Anteil an allen Angriffsdrohnen auf 50% erhöhen will. Sie sind eine Weiterentwicklung der iranischen Shahed-136 und tragen den Namen «Shahed 238». Die Shahed-238 ist mit einem Strahltriebwerk ausgestattet, erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 600 km/h und kann einen 50 kg schweren Sprengkopf über eine Reichweite von bis zu 1’000 Kilometern tragen.
Die ukrainische Plattform «Oboronka» stellt fest: «Das Aufkommen von Hochgeschwindigkeits-Kamikaze-Drohnen ist ein logischer Entwicklungsschritt bei Angriffen über grosse Entfernungen. Es stellt auch die ukrainischen Abfangdrohnen vor Herausforderungen, die derzeit noch Geschwindigkeitsbeschränkungen aufweisen.» https://oboronka.mezha.ua/reaktivni-shahedi-311271/

UNGENAUE ISKANDER-RAKETEN
Die Genauigkeit der russischen Raketen vom Typ «Iskander» hat deutlich abgenommen. Der Grund ist die Ersetzung hochwertiger europäischer Komponenten durch chinesische und taiwanesische Ersatzkomponenten. Dies erklärte der Beauftragte des ukrainischen Präsidenten für Sanktionspolitik Vladislaw Vlasjuk.
Auch russische Militärkorrespondenten erkennen das Problem an. Ihrer Meinung nach müssen jetzt bis zu drei Raketen abgefeuert werden, um ein einziges Ziel zu treffen, damit «wenigstens eine ihr Ziel erreicht».
Chinesische Teile machen bereits etwa 65% der gesamten ausländischen Elektronik in russisch-iranischen «Shahid»-Drohnen aus und verdrängen allmählich amerikanische und europäische Komponenten.
https://t.me/Crimeanwind/99419
KEINE INTERNETLIMITE IN FÜR RUSSEN
Die Pläne für die Limitierung des Telefon- und Datenverkehrs mit dem Ausland wurde verschoben. Die Einschränkung der Internetnutzung wird nicht vor den Wahlen für die Staatsduma (sogenanntes Parlament Russlands) im Herbst stattfinden. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur RBC.
Das «Ministerium für digitale Transformation» hatte vor ein paar Wochen angekündigt, dass es die Beschränkung des Datenverkehrs prüft, weil man aktuell nicht in der Lage sei die legale Datennutzung und die Nutzung von verbotenen ausländischen VPN-Diensten zu trennen. (Mit der Nutzung von VPN – Virtual Private Network – Diensten versuchen russische Bürger die Zensurbestimmungen im Inland zu umgehen).
Die Militärblogger von «Milinfolive» schreiben: «Hat sich also gezeigt, dass die manische Kampagne zur Blockierung von allem und jedem einen negativen Einfluss auf die Popularität hat?
Auf jeden Fall ist dies nur ein vorübergehender Aufschub der Pläne, um zusätzliche Mandate in der Staatsduma zu erhalten.»
https://t.me/milinfolive/172722
TSCHECHIEN ZIEHT DIE SCHRAUBE AN
Das tschechische Innenministerium bereitet neue Regeln für Ukrainer mit vorübergehendem Schutz vor: Nur diejenigen, die arbeiten, ein Unternehmen führen oder offiziell beim Arbeitsamt registriert sind sollen humanitäre Zahlungen erhalten.
Ausserdem müssen Ukrainer mindestens 16 Tage im Monat in der Tschechischen Republik bleiben, sonst kann die Unterstützung eingestellt werden. Für Kinder, Studenten und Rentner gelten diese Anforderungen nicht.
In Vorbereitung sind folgende Regeln:
➡️ den vorübergehenden Schutz für diejenigen aufzuheben, die länger als 30 Tage ausserhalb des Schengen-Raums bleiben;
➡️ die Überprüfung von Dokumenten und biometrischen Daten zu verschärfen;
➡️ die Nutzung nicht registrierter ukrainischer Autos ab 2028 zu verbieten;
➡️ Schulden und Daten bei der Beantragung eines langfristigen Aufenthalts strenger zu überprüfen.



