- Strasse des Todes in Richtung Krim
- Marschflugkörper aus der Schweiz
- Ukraine beeindruckt US-Heereschef
- USA verhandeln über Drohnenkauf
- China ist im Ukrainekrieg nicht neutral
- Putin verlässt Peking mit leeren Händen
- Milliardenforderung an Gazprom
- Kreml droht Lettland offen mit Krieg
STRASSE DES TODES
Im Oktober 2022, im Juli 2023 und im Juni 2025 wurde die illegal errichtete Brücke zwischen Südrussland und der besetzten Halbinsel Krim so schwer beschädigt, dass sie nur noch eingeschränkt nutzbar ist. Die russischen Truppen wurden seither über eine Strasse versorgt, die von Russland über die besetzten Zonen im Süden der Ukraine zur Krim reicht.
Diese Strasse ist nun eines der Hauptziele der ukrainischen Drohnenarmee und hat die Bezeichnung «Strasse des Todes» erhalten.
Nachdem die russische Luftabwehr weitgehend ausgeschaltet ist, beherrscht die ukrainische Armee die Strasse zwischen Mariupol und der Krim aus der Luft. Die Distanz zwischen der Front und der Strasse beträgt je nach Abschnitt 100 bis 150 Kilometer.

Ein russischer Autofahrer, der regelmässig den Landkorridor nutzt, berichtet in einem Video über erheblich gestiegene Spannungen auf der Strasse in letzter Zeit und zeigt ausgebrannte Tank- und Transportlastwagen: «An den Strassenrändern stehen zivile Autos, die durch Drohnenangriffe in Brand gesetzt wurden. Die Streitkräfte der Ukraine greifen sogar die Entladeorte von Agrarprodukten an.» Die Haupttipps im Video lauten – nicht nachts am Strassenrand anhalten, nicht in Autos übernachten.
Ein anderer russischer Autofahrer filmt aus seinem Fahrzeug brennende Tanklastwagen und die löschende Feuerwehr sowie Wracks von Transportern auf beiden Seiten der Überlandstrasse bei Mariupol.
Die prorussischen Militäranalysten von «Milinfolive» schreiben: «Dies deutet darauf hin, dass der Gegner plant, nicht nur die militärische Logistik, sondern auch die zivilen Gütertransporte in die Krim, die Regionen Cherson und Saporischschja zu untergraben.»
https://x.com/jayinkyiv/status/2056700342587261439; https://t.me/milinfolive/172670; https://www.dialog.ua/war/ukrainskie-bpla-pererezali-logistiku-rossiyan-na-okkupirovannykh-territoriyakh.html; https://x.com/i/status/2057117220472304079

SCHWEIZER WAFFE FÜR UKRAINE
Das Schweizer** Waffenentwicklungsunternehmen Destinus mit Sitz in Payerne entwickelt neu den Marschflugkörper Ruta-Block3 (FOTO der Firma Destinus). Die Waffe kann 2’000 Kilometer weit fliegen und kostet nur einen Bruchteil ähnlicher Marschflugkörper wie der amerikanische «Tomahawk». Ruta-Block3 kann einen Sprengkopf von 250 kg Gewicht ins Ziel tragen.
Destinus hat bereits den Marschflugkörper Ruta-Block1 mit einer Reichweite von 500 km in der Ukraine im Einsatz und gegen russische Standorte eingesetzt. Aktuell durchläuft Ruta-Block2 mit einer Reichweite von 700 km Flugtests in der Ukraine und soll noch in diesem Jahr in die Serienproduktion gehen.
Die Autoren der ukrainischen Zeitschrift «Defence Express» schreiben: «Es ist wichtig, die Produktion von Turbostrahltriebwerken auf ein ausreichendes Niveau zu steigern, da die gesamte Branche in Europa derzeit nicht in der Lage ist, den Bedarf der Ukraine zu decken. Aus diesem Grund hat Destinus eine Partnerschaft mit dem deutschen Unternehmen Rheinmetall geschlossen, um Raketen herzustellen.»
** In Meldungen von Reuters, Bloomberg und Co wird Destinus ein «niederländische Unternehmen» genannt, weil das Hauptquartier der Firma neuerdings in den Niederlanden ist. Tatsächlich wurde Destinus 2021 von Mikhail Kokorich, einem russischen Unternehmer und Gegner Putins, in Payerne, Schweiz, gegründet und dort befindet sich die Entwicklungsabteilung. https://www.destinus.com/post/destinus-accelerates-ruta-block-3-development-program-with-rheinmetall-to-scale-european-long-range-strike-production; https://en.defence-ua.com/news/ukraine_to_receive_mass_produced_low_cost_2000_km_tomahawk_analog_through_new_ruta_missile_variant-18538.html; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1517-19-4-2026-7uhr/

BEEINDRUCKTER HEERES-CHEF
Der US-Heereschef Daniel Driscoll ist ein Kumpel des US-Vizepräsidenten und Ukrainehassers J.D.Vance. Doch nach einem Besuch in der Ukraine zeigt sich Driscoll schwer beeindruckt. In einem öffentlichen Hearing sagte er:
«Das ukrainische Betriebssystem Delta und dessen modulare offene Architektur sind absolut unglaublich.» Delta könne jede einzelne Drohne, jede militärische Beobachtung und die gesamten Artilleriefeuer vollständig in ein einziges Netzwerk integrieren. Das amerikanische Militärbetriebssystem sei dazu nicht in der Lage.
Driscoll: «Delta» ist eine ukrainische Eigenentwicklung und Teil des militärischen Systems zur Situationsbewusstheit. Delta kann in Echtzeit Daten über die Positionen des Gegners auf einer digitalen Karte anzeigen, die aus einer Vielzahl von Quellen stammen: Satelliten, Radaren, Sensoren, GPS-Trackern und Funkabhörgeräten.
Das System wurde nach NATO-Standards entwickelt, ist mit ähnlichen Systemen der Allianzländer kompatibel und funktioniert auf allen Geräten – Laptop, Tablet oder Smartphone.»
https://t.me/Crimeanwind/99207; https://www.youtube.com/watch?v=YiN73UbUHrc (ab 2 Stunden 11 Minuten)

USA WOLLEN UKRAINE WAFFEN
Die USA und die Ukraine führen Verhandlungen über den Kauf ukrainischer Drohnen und elektronischer Kriegsführungssysteme. Die USA verhandeln gemeinsam mit der Ukraine über Tests und einen möglichen Kauf ukrainischer Drohnen und elektronischer Kriegsführungssysteme sowie über den Zugang zu bestimmten militärischen Technologien. Dies berichtet Bloomberg.
Gemäss der Nachrichtenagentur hat das Pentagon bereits einen Antrag auf Durchführung von Tests einer Reihe ukrainischer Verteidigungstechnologien auf US-amerikanischem Territorium gestellt. Washington ist zudem am Zugang zu bestimmten Technologien und geistigen Eigentumsrechten im Rahmen eines zukünftigen Abkommens interessiert.
KOMMENTAR: «Wir wollen sicher keine Hilfe der Ukraine. Niemand weiss mehr über Drohnen als die USA, Wir haben die besten Drohnen der Welt». Diese Sätze sagte Trump am 14. März dieses Jahres und ein Jahr zuvor verhöhnte Trump im Weissen Haus Zelenskyk und nannte ihn einen «Mann ohne Karten». Offensichtlich hat aktuell Zelenskyj die Karten und Trump wird kleinlaut einkaufen müssen.
https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-05-19/ukraine-sees-us-looking-for-technology-transfers-in-drone-deal; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1481-14-3-2026-9uhr/

CHINA IST NICHT NEUTRAL
Enthüllungen stellen die von Peking behauptete Neutralität in Frage: Chinas Volksbefreiungsarmee soll Ende 2025 rund 200 russische Soldaten in China ausgebildet haben, und zwar in Peking, Nanjing und Shijiazhuang. Schwerpunkt: Drohnenkrieg, also jene Disziplin, die über die Front in der Ukraine entscheidet.
Dies geht aus Dokumenten von drei europäischen Geheimdiensten hervor, über die Reuters und «Die Welt» berichten. Vereinbart wurde die Hilfe im Juli 2025 von hochrangigen Offizieren beider Seiten. Der Vertrag enthält eine Klausel, die jede Medienberichterstattung verbot und die Weitergabe an Dritte untersagte.
Nach Einschätzung der Dienste wurden etliche der in China geschulten Russen anschliessend gegen die Ukraine eingesetzt, unter anderem bei der Elite-Drohneneinheit «Rubicon».
https://x.com/sunnymica/status/2056981120839737649; https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/russians-covertly-trained-by-china-return-fight-ukraine-sources-say-2026-05-19/;

PUTIN MIT LEEREN HÄNDEN
Putin und der Präsident der Volksrepublik China Xi Jinping, konnten sich während Putins zweitägigen Staatsbesuchs in Peking nicht auf die Pipeline «Power of Siberia-2» einigen. Unterzeichnet wurde lediglich ein unbedeutendes bilaterales Abkommen: Die Verlängerung des visafreien Verkehrs zwischen den beiden Ländern bis 2027.
Mit dem seit Jahren existierenden Pipelineprojekt «Sila Sibiri2/Power of Siberia-2» will Russland die grosse Exportlücke schliessen, die durch den europäischen Verzicht auf russisches Gas entstanden ist. Moskau würde gerne 50 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr über die Mongolei nach China schicken. Das Hauptproblem ist die «schiefe Machtverteilung», wie die Journalistin Doris Berber schreibt: «China braucht das Gas nicht dringend, Russland muss aber verkaufen.» China versucht, den Preis auf russisches Inlandniveau zu drücken, aber das bringt Russland kaum etwas. Hinzu kommt, dass die Mongolei am Transfer des russischen Gases mitverdienen möchte.
Die jahrelange Blockade des Projekts wurde auch dieses Mal nicht gebrochen. Nach dem Besuch Putins in Peking fiel der Kurs der Gazprom-Aktien um über 3%.
Die WELT kommentiert: «Bei seinem Besuch in China wird der Kreml-Chef mit warmen Worten empfangen. Doch was Putin wirklich von Peking will, bekommt er nicht. Bei einem zentralen Projekt wird das Machtgefälle besonders deutlich.»
Und der ukrainische Journalist Anton Gerashchenko schreibt: «Wirtschaftlich ist China kein besserer Handelspartner für Russland als einst die Europäische Union. Es kauft Öl und Gas zu ermässigten Preisen, investiert weitaus weniger in Russland, und seine Produkte sind oft technologisch minderwertig. Im Gegensatz zum Westen, der der Ukraine Milliarden in Zuschüssen gewährte, zahlt Russland den vollen Preis für chinesische Importe.». Gerashchenko zieht folgendes Fazit: «Russland erhielt eine Bühne, eine Erklärung und symbolische Bestätigung des Status. China demonstrierte, dass es seinen Juniorpartner vollständig kontrolliert.»
https://x.com/thestudyofwar/status/2057303861145092402; https://www.welt.de/politik/ausland/plus6a0d782c3b7096456ac7cff0/china-und-russland-dann-kommt-die-stelle-an-der-putin-fast-verzweifelt-klingt.html; https://x.com/berber_doris_/status/2057064856067481934; https://x.com/gerashchenko_en/status/2057128011594404128; https://x.com/Beefeater_Fella/status/2057204051683459195/photo/1

GAZPROM UNTER DRUCK
Der russische Konzern Gazprom befindet sich mehrheitlich in russischem Besitz. Weil Gazprom im Mai 2022 ihren Lieferverpflichtungen an die Ukraine nicht nachgekommen ist, muss sie der ukrainischen Firma «Naftogaz» 1,4 Milliarden US-Dollar Schadenersatz zahlen. Dieses international gültige Urteil hat das Schweizer Bundesgericht am 13. März 2026 gefällt, weil sich der Gazprom-Sitz für internationale Geschäfte in der Schweiz befindet.
Seither versucht «Naftogaz» die Schuld von Gazprom international einzutreiben. Dabei erzielte sie jetzt einen Erfolg: Ein Gericht in Kasachstan hat es erlaubt, von Gazprom 1,4 Milliarden US-Dollar zugunsten von «Naftogaz» zwangsweise einzutreiben.
Bei «Naftogaz» erklärten sie, sie würden die internationale Kampagne zur Suche und Einziehung von Vermögenswerten von Gazprom in verschiedenen Ländern fortsetzen.
https://t.me/u_now/199996; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1481-14-3-2026-9uhr/

KREML DROHT BALTIKUM
Russland droht dem NATO-Mitglied Lettland und seinen baltischen Nachbarn jetzt offen mit Krieg. Seit Wochen wirft Moskau diesen Ländern vor, der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zu öffnen. Diese Behauptungen wurden durch Flugdaten widerlegt, doch jetzt geht der Kreml einen Schritt weiter: Russland droht Lettland jetzt unverhohlen mit Bombenangriffen.
Auf der Website des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR liest sich das so: «Kiew wird sich nicht darauf beschränken, die Luftkorridore zu nutzen, welche die baltischen Staaten den ukrainischen Streitkräften geöffnet haben. Auch vom Gebiet dieser Staaten selbst sollen Drohnen starten . (…) Soldaten der unbemannten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind schon nach Lettland entsandt worden. Sie sind an den lettischen Militärstützpunkten «Ādaži», «Sēlija», «Lielvārde», «Daugavpils» und «Jēkabpils» stationiert (…)
Es ist nicht überflüssig, daran zu erinnern, dass die Entscheidungszentren auf lettischem Territorium hinreichend bekannt sind, und dass die Mitgliedschaft des Landes in der NATO die Komplizen von Terroristen nicht vor gerechter Strafe schützen wird.»
Das amerikanische «Institute for the Study of War» (ISW) nennt den russischen Auslandsgeheimdienst (SVR) ein «Instrument der narrativen Kriegsführung». ISW: «Der Kreml nutzt den SVR häufig dazu, extreme und unbegründete Narrative zu verbreiten, die darauf abzielen, andere Länder zu destabilisieren und mögliche russische Einmischungen und Aggressionen zu rechtfertigen.» Die Erklärung des SVR soll «die Voraussetzungen für eine Verletzung des baltischen und finnischen Luftraums oder für andere militärische Operationen gegen die baltischen Staaten schaffen».
Russischer Auslandsgeheimdienstes SWR: http://svr.gov.ru/smi/2026/05/ukraina-gotovit-udary-po-rossii-s-territorii-latvii.htm ; Kampagne gegen Estland: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1495-28-3-2026-9uhr/; https://x.com/SchullerKonrad/status/2057002168939426118; https://x.com/thestudyofwar/status/2057114120600629583; https://x.com/euromaidanpress/status/2057070845818806675:



