- Russen greifen mehrere Städte an
- Ukrainer beschädigen Raffinerien
- Vermehrt Angriffe auf Krim-Logistik
- Erinnerungen eines Krim-Tataren
- US-Vizepräsident J.D. Vance lügt
- 7-mal mehr tote Russen als Ukrainer
- Kreml-Blogger bettelt um Netze
- Russische Partisanen in Aktion
- EU will Deserteure weniger schützen
ANGRIFFE AUF STÄDTE
Die russische Armee hat am Dienstag dreimal das Depot von Nova Poshta in KHARKIV angegriffen.
In der Nacht auf heute Mittwoch war das Zentrum von ODESA ein Schwerpunkt der russischen Drohnenangriffe. Ausserdem wurde in der Stadt DNIPRO der Einschlag einer «Iskander»-Rakete auf ein nicht näher definiertes Ziel gemeldet.

In der Stadt KONTOP (Region Sumy) stürzte in dieser Nacht eine russische Drohne auf ein mehrstöckiges Wohngebäude. Infolge des Einschlags stürzten drei Stockwerke ein, berichtete der Bürgermeister der Stadt, Artem Semenikhin. Unter den Trümmern könnten sich noch Menschen befinden.
Auch das Bezirkskrankenhaus wurde beschädigt und ein Museum zerstört.
https://t.me/u_now/199885; https://t.me/milinfolive/172624; https://t.me/uniannet/191827;

RAFFINERIEN AUSSER BETRIEB
Die russische Ölraffinerie in RJASAN hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff der letzten Woche den Betrieb eingestellt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die in Zentralrussland liegende Raffinerie hat zuvor fast 5% des gesamten Raffinerievolumens des Landes verarbeitet. Die Anlage befindet sich südöstlich von Moskau und 350 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
Ebenfalls stillgelegt wurde die Moskauer Raffinerie nach einem Brand, die am Sonntag Ziel einer Drohnenattacke war.
In der Nacht auf heute griffen ukrainische Drohnen die Raffinerie «Lukoil-Nizhegorodnefteorgsintez» in KSTOWO, in der Region Nischni Nowgorod, an. Gemäss ersten Bildern von Anwohnern wurde dort die zentrale Verarbeitungsstelle AVT-6 getroffen.
In diesem Bereich der Anlage wird das Rohöl in verschiedene Fraktionen wie Teer, Schweröl, Diesel, Benzin und Kerosin aufgeteilt. Wenn die AVT-6 getroffen wird, führt dies üblicherweise zu einem Stillstand der Anlage.
Reuters berichtet im Weiteren über die massive Zunahme von Schlägen im Innern Russlands mithilfe von Mittelstrecken-Drohnen mit einer Reichweite von 100 bis 300 Kilometern.
Bericht über Angriff auf Ryasan: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1543-15-5-2026-8uhr/ ; https://www.reuters.com/business/energy/russias-ryazan-oil-refinery-halted-output-after-may-15-drone-attack-sources-say-2026-05-19/; https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/ukrainian-mid-range-strikes-deal-double-blow-russias-war-effort-2026-05-19/; https://t.me/worldmilitares/42989; https://t.me/exilenova_plus/20918

ANGRIFF AUF KRIM-LOGISTIK
Durch die systematische Zerstörung der Luftabwehrstellungen der Russen auf der besetzten Krim können ukrainische Drohnen freier operieren. Sie tun dies aktuell mit einem Schwerpunkt auf der Logistik der Besatzungstruppen auf der Halbinsel.
Die prorussischen Blogger von «Milinfolive» schreiben, dass insbesondere Mittelstrecken-Drohnen der Typen «Hornet» und «RAM-2X» zum Einsatz kommen.
«Milinfolive» schreibt: «Jetzt stellt sich die Frage, ob die Ukraine genug Kraft und Mittel hat, um ihre Kampagne solcher Angriffe in den kommenden Monaten zu eskalieren, und wie ihr Widerstand geleistet werden wird.» https://t.me/milinfolive/172605

VERBRECHEN AN KRIMTATAREN
Suleiman Mamutov ist Leutnant der 21. Separate Mechanisierte Brigade der ukrainischen Streitkräfte. Er wurde im Exil in Usbekistan geboren. Seine Familie gehörte zu den fast 200’000 Tataren der Halbinsel Krim, die die Sowjets 1944 in überfüllten Güterwaggons nach Zentralasien deportierten.
Mamutov erinnert sich an die Geschichten seiner Grossmutter, die als Kind nächtliche Durchsuchungen, die Trennung von ihren Angehörigen, die Reise in den «Todeszügen» und das Leben im Exil durchlebte. Seine Familie konnte erst nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Ukraine in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Krim zurückkehren.
Suleiman Mamutov erzählt weiter, wie die Erinnerung an den Völkermord am krimtatarischen Volk seine Weltanschauung geprägt hat und warum die ukrainische Staatlichkeit für ihn zu einem der höchsten Werte geworden ist. Heute, da Russland die Krimtataren auf der vorübergehend besetzten Halbinsel erneut verfolgt, erinnert seine Geschichte an den Völkermord unter Stalin, der von der aktuellen Kremlführung wieder positiv dargestellt wird.
https://www.facebook.com/reel/1031844195834070

DIE AMERIKANISCHE LÜGE
J.D.Vance, US-Vizepräsident, machte am Dienstag eine bemerkenswerte Aussage: «Kein Präsident hat mehr getan als Trump, damit die Ukraine während des Krieges standhält.»
Diese Aussage hat mit den Fakten nichts zu tun. Erinnert sei an die Aussage von Angus Stanley King, parteiloses Mitglied des US-Kongresses, vom 5. Mai 2026 über «Amerikas Versagen». Er zeigte eine Tabelle, auf der ersichtlich ist, dass seit dem 1. Januar 2025 die USA keinen Dollar mehr an die Ukraine weitergeben, dass also seit dem Beginn der zweiten Amtsperiode von Trump die Hilfe der USA eingestellt wurde.

Kings Aussage: ««Diese Tabelle verdeutlicht, wie sich unsere Unterstützung für die Ukraine im Laufe der Jahre entwickelt hat. Wie Sie sehen, macht Europa im Jahr 2026 99 % der Hilfe aus. Das Gleiche gilt für humanitäre und andere Hilfe für die Ukraine.»
https://t.me/u_now/199883; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1533-5-5-2026-6uhr/;

SYRSKYJS AKTUELLE AUSSAGEN
In einem Interview mit der Plattform «Militarny» sagte Olexandr Syrskyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, unter anderem:
- «Die Verluste der Russischen Föderation sind 3,5 Mal höher als unsere. Und die Zahl der Getöteten könnte sogar sieben Mal höher sein.»
- «Die Mindestvergütung für Militärangehörige wird 30’000 Griwna betragen.» (Der Durchschnittslohn in der Ukraine beträgt im Süden des Landes 24’000 Griwna und in Kyiv 40’000 Griwna).
- Für demobilisierte Soldaten, die in die Armee zurückkehren wollen, gibt es Verträge mit einer Laufzeit von sechs bis neun Monaten.
- «Die Bedrohung aus Weissrussland ist real. In diesem Fall wird sich die Front in der Ukraine ausweiten.»
HILFERUF EINES KREML-BLOGGERS
Der russische Militärblogger Ewgeni Skripnik – Kampfname «Prapor» – fordert seine Telegram-Leser zu Spenden auf.
Die russischen Truppen benötigten:
- Fischernetze;
- Tarnnetze;
- Drohnen;
- Körperpanzer,
- Helme und andere Schutzmittel;
- Elektro- und Benzinmotorräder zur Lieferung und Evakuation von Verwundeten;
- Wärmebildgeräte.
Interessant ist seine Begründung: «Unsere Kämpfer werden immer anfälliger für die unbemannte Luftwaffe des Feindes. Derzeit wird alles, was grösser als ein Motorrad ist, vom Feind garantiert zerstört. Aber es ist für uns alle gleichbedeutend mit dem Tod, untätig zu sitzen und passiv von der Seite zu beobachten, wie unsere Kinder, Brüder und Väter allein dem Feind gegenüberstehen!»
https://t.me/donbass_skripnik/35765

PARTISANEN ZERSTÖREN LOK
Eine der innerrussischen bewaffneten Gruppen nennt sich «Freiheit Russlands» und war insbesondere im Sommer 2024 bei der vorübergehenden Eroberung von Gebieten in der russischen Region Kursk bekannt geworden. Seither gibt es nur noch selten Meldungen von dieser Organisation.
Nun hat «Freiheit Russlands» die Zerstörung einer Diesellokomotive an einer der wichtigsten Stationen in Kuzbas gemeldet: In Brand gesetzt wurden die Elektronik und die Steuerungselemente der Lokomotive.
Eine solche Lok kostet die russischen Eisenbahnen 400’000 US-Dollar. Neben dem direkten materiellen Schaden ist der indirekte Schaden ebenfalls wichtig: Die Lokomotive transportierte Bodenschätze aus dem Kusnezker Becken in Sibirien. Das so gewonnene Geld fliesst ebenfalls in die Staatskasse des kriegsführenden Russlands.

KEIN SCHUTZ FÜR DESERTEURE
Seit Ende März gewährt Norwegen keinen kollektiven Schutz für neu angekommene ukrainische Männer im Wehrdienstalter. Dies gilt für alle Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren. Sie müssen einen normalen Asylantrag stellen. Die Änderungen betreffen jedoch nicht diejenigen, die bereits einen Schutzstatus haben, und sehen Ausnahmen vor — unter anderem für wehrunfähige Männer oder Männer, die allein Kinder erziehen.
Das «Norweger Modell» könnte auf andere Staaten in Europa übertragen werden. Dies sagte die Sonderbeauftragte der EU für die Ukraine, Ylva Johansson. Es sei nicht logisch, dass Männer die die Ukraine illegal verlassen, automatisch einen Schutzstatus in einem europäischen Land erhalten.
Ylva Johansson hatte bereits im Juni 2025 die Meinung vertreten, dass das «schrittweise Auslaufen des Schutzstatus für Ukrainer eine gute Strategie» sei. Sie hatte sich 2022 nach dem Ausbruch des Krieges für einen sofortigen Sonderschutz für alle Ukrainer ausgesprochen.
https://t.me/u_now/199846; https://www.regjeringen.no/no/aktuelt/ap-regjeringen-strammer-inn-reglene-for-fordrevne-fra-ukraina-menn-mellom-18-og-60-ar-far-ikke-lenger-kollektiv-beskyttelse/id3155103/; https://euractiv.com/de/interview/eu-sonderbeauftragte-johansson-haelt-schrittweises-auslaufen-des-schutzstatus-fuer-ukrainer-fuer-eine-gute-strategie/;



