- Buchhaltung des Todes
- Kreml ignorierte Waffenruhe
- Tiefe Schläge gegen Russland
- 15 Regionen sagen Paraden ab
- Besorgte Kreml-Militärblogger
- Ölgewinne füllen Kriegskasse
- USA liefern Präzisionsbomben
- Ungarn gibt Diebesgut zurück
NEGATIVE RUSSEN-BILANZ
Ein Vergleich zwischen den von Russland mobilisierten Soldaten und den von ukrainischen Drohnen ausgeschalteten russischen Soldaten ist für Putins Armee negativ:
Dezember 2025 // Mobilisiert: 33’000, Ausgeschaltet: 33’006
Januar 2026 // Mobilisiert: 20’200, Ausgeschaltet: 29’572
Februar 2026 // Mobilisiert: 25’400, Ausgeschaltet: 26’204
März 2026 // Mobilisiert: 34’600, Ausgeschaltet: 33’989
April 2026 // Mobilisiert: 35’200, Ausgeschaltet: 33’964
Die unter «Ausgeschaltet» genannten Zahlen umfassen ausschliesslich die durch ukrainische Drohnenaufnahmen verifizierbaren Verluste russischer Soldaten durch Tod oder schwere Verletzungen. Die Angriffe erfolgen teilweise durch Abwürfe von Sprengkörpern sowie durch den direkten Kontakt zwischen den mit Sprengstoff gefüllten Drohnen und den russischen Soldaten.
Die ukrainische Drohneneinheit SBS berechnet den Erfolg aller Angriffe. Gemäss dem seit 11 Monaten implementierten «Management-Accounting» kostet der Verlust eines russischen Soldaten 882$. Zurzeit sind nur 2,5% des gesamten ukrainischen Armeepersonals in den Drohneneinheiten engagiert. Vorgeschlagen wird, diesen Anteil zu verdoppeln.
Nicht in der Schadenbilanz enthalten sind die toten und schwer verletzten russischen Soldaten durch Bombenabwürfe, Artillerieeinschläge und direkten Beschuss.
Nach Angabe des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorov sind die Gesamtverluste der russischen Armee in den letzten fünf Monaten grösser als die Zahl der Neumobilisierten.
https://t.me/exilenova_plus/19996; https://twitter.com/FedorovMykhailo/status/2051597878510977222

WAFFENRUHE GEBROCHEN
Volodymyr Zelenskyj veröffentliche am Mittwochmittag auf „X“ diesen Text:
«Nach den brutalen Angriffen von gestern auf unsere Städte und Gemeinden – Dnipro, Saporischschja, Kramatorsk und andere – setzte die russische Armee auch heute den aktiven Kriegseinsatz und den terroristischen Beschuss fort. Russlands Entscheidung ist eine offensichtliche Missachtung eines Waffenstillstands und der Rettung von Menschenleben.
Die Angriffe gehen an allen wichtigen Abschnitten der Front weiter, und allein seit Beginn dieses Tages hat die russische Armee bereits fast 30 Angriffe durchgeführt. Allein in der Nacht und am heutigen Morgen wurden mehr als 20 Luftangriffe mit über 70 Luftbomben verzeichnet.
Insgesamt hatte die russische Armee bis 10 Uhr morgens 1’820 Verstösse gegen den Waffenstillstand begangen – Beschuss, versuchte Angriffe, Luftangriffe und den Einsatz von Drohnen.
Die Ukraine hat klar erklärt, dass sie entsprechend reagieren werde, unter Berücksichtigung der beharrlichen Appelle Russlands in den Medien und sozialen Netzwerken, während der Parade in Moskau einen Waffenstillstand einzuhalten. Jedem vernünftigen Menschen ist klar, dass ein vollumfänglicher Krieg und die tägliche Ermordung von Menschen kein geeigneter Zeitpunkt für öffentliche „Feierlichkeiten“ sind.
Zum heutigen Tag können wir bestätigen, dass die russische Seite die Waffenruhe gebrochen hat. Auf der Grundlage der Abendberichte unseres Militärs und unserer Geheimdienste werden wir über unser weiteres Vorgehen entscheiden. Ruhm der Ukraine!» https://twitter.com/ZelenskyyUa/status/2051962006320652755

TIEFE UKRAINISCHE SCHLÄGE
Nachdem die russische Armee die Waffenruhe gebrochen hat, nahm die ukrainische Armee ihre Angriffe auf Ziele innerhalb Russlands und in den besetzten Zonen wieder auf. Die Angriffe der Ukraine richteten sich auf drei Gebiete: Die Region um Moskau und Moskau selbst; die besetzte Halbinsel Krim und die südrussische Region Brjansk.
- In der Nähe Moskaus wurde der «Nara-Komplex» angegriffen. Dabei handelt es sich um einen grossen militärischen Produktions- und Logistikstandort mit einer Gesamtfläche von 180-200 Hektar Grösse bei der Stadt Naro-Fominsk. Die Anlage gehört dem Kriegsministerium und gewährleistet eine automatisierte Logistik für die Streitkräfte der Russischen Föderation. Anwohner melden mehrere Explosionen. Was getroffen wurde, steht zurzeit nicht fest.
- Auf der besetzten Halbinsel Krim griffen beim Ort Armjansk ukrainische Drohnen eine Häusergruppe des russischen Inlandgeheimdienstes FSB an. Mindestens sechs Drohnen erreichten ihr Ziel. Gemäss ersten Berichten gab es fünf Tote und zehn Verletzte.
- In Brjansk und in der Region Brjansk wurden in der Nacht während 20 Minuten eine Reihe von Explosionen registriert. Laut dem russischen Gouverneur Bogomaz wurden im Bezirk Bezhitsa mindestens 13 Menschen verletzt, darunter ein Kind. Zwei Mehrfamilienhäuser, mehr als 20 Wohnungen und etwa 40 Autos wurden beschädigt. Ob dies direkt durch die Drohnen oder die russische Luftabwehr geschah, ist unklar.
- Mehrere Explosionen wurde von der Schwarzmeerküste bei Sotschi, Sirius und Adler gemeldet. Dort wurden Drohnen in geringer Flughöhe beobachtet.
Das russische Kriegsministerium meldet den Abschuss von 347 ukrainischen Drohnen in dieser Nacht. Die Drohnen wurden über den Gebieten der Regionen Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kaluga, Kursk, Lipetsk, Nowgorod, Orjol, Pensa, Rostow, Ryasan, Smolensk, Tambow, Twer, Tula, der Region Moskau, des Krasnodar-Krajs, der Republik Adygeja, der Republik Kalmückien, über dem annektierten Krim sowie über den Gewässern des Asowschen, Kaspischen und Schwarzen Meeres abgeschossen.
https://t.me/exilenova_plus/20216; https://t.me/andriyshTime/57436; https://t.me/astrapress/111886

9.MAI PARADEN ABGESAGT
In Russland wurden die «Feiern des 9.Mai» in 15 Regionen abgesagt:
Betroffen sind: Belgoroder Oblast; Woronescher Oblast; Kursker Oblast;Krasnodarer Krai;
Leningrader Oblast; Nischni Nowgoroder Oblast; Nowgoroder Oblast; Pskower Oblast; Rjasaner Oblast; Saratower Oblast; Rostower Oblast; Kaluger Oblast; Orlowsker Oblast; Brjansker Oblast; Tschuwaschien.
In Moskau wird zum ersten Mal seit 2007 keine Militärtechnik auf dem Roten Platz zu sehen sein. In Putins Heimatstadt St. Petersburg wird die Parade zum 81. Jahrestag ebenfalls ohne Panzertechnik stattfinden, verschlingt jedoch ein Drittel aller Kosten sämtlicher verbleibender Paraden.
Das russische Medienprojekt SOTA hat das Video einer Umfrage unter Moskauer Bewohnern veröffentlicht. Aussagen daraus: «Russland erleidet Niederlagen an allen Fronten, also warum sollten wir hier feiern? Putin hatte einmal die Idee, das mit grossem Pomp zu feiern… und irgendwas ist schiefgegangen». Nicht verstanden wird die Logik, dass aus Sicherheitsgründen in Moskau keine Panzer und Technik gezeigt werden, aber Menschen marschieren sollen. https://t.me/astrapress/111866; https://www.youtube.com/watch?v=H5zEHQTqYLA

BESORGTE KREML BLOGGER
Die Berichterstatter von «Milinfolive» machen sich Sorgen wegen dem 9. Mai. Sie schreiben: «Was passiert, wenn sie am 9. Mai zuschlagen, aber nicht auf Moskau?
Nun, einfach deshalb, weil es äusserst schwierig ist, die mehrschichtige Hauptstadt-Luftverteidigung zu durchdringen, und es keine Garantie gibt, dass auch nur eine Drohne durchbrechen und irgendwohin fliegen kann.
Es könnte sein, dass der Gegner, anstatt Hunderte von Drohnen ergebnislos zu verschwenden, seine Pläne ändern und diese Ressourcen zum Angriff auf bedeutendere und weniger geschützte Ziele in anderen Regionen des Landes – Ölterminals, Raffinerien, Verteidigungsunternehmen, Flugplätze – einsetzen könnte.» https://t.me/milinfolive/171841

US-BOMBEN FÜR DIE UKRAINE
Die USA haben den Verkauf von fernsteuerbaren JDAM-Fliegerbomben im Wert von 373,6 Millionen US-Dollar an die Ukraine genehmigt, – erklärte das US-Außenministerium
Die Ukraine beantragte:
➡️ 1’200 JDAM in der Konfiguration KMU-572 mit einem Gewicht von etwa 900 kg;
➡️ 332 JDAM in der Konfiguration KMU-556 mit einem Gewicht von etwa 454 kg;
➡️ zugehörige Ausrüstung und technische Dokumentation.
Die ferngesteuerten hochpräzisen Fliegerbomben JDAM-ER sind in der Lage, Ziele in einer Entfernung von bis zu 72 km bei einem Abwurf aus einer Höhe von 14 km zu treffen. Die russische Luftabwehr hat bisher keine Mittel gegen derartige Waffen.
Die Ukraine erhielt bereits früher einige wenige dieser Bomben. Sie wurden im Frühjahr 2025 für Militärschläge insbesondere auf Brücken verwendet, um den Vormarsch der Russen zu unterbinden.
https://t.me/milinfolive/97746 ; https://t.me/u_now/198605
MOSKAU FÜLLT DIE KRIEGSKASSE
Russland baut seinen „Regentag“-Fonds erstmals seit fast einem Jahr wieder auf, nachdem er diesen Kassenbestand zur Finanzierung des Kriegs wegen sinkender Einnahmen stark reduziert hatte.
Kyrylo Shevchenko, der ehemalige Chef der ukrainischen Nationalbank, schreibt: «Erstmals seit Juni 2025 hat Moskau die Käufe von Fremdwährungen und Gold für den Nationalen Wohlstandsfonds wieder aufgenommen. Allein im Mai wird das Finanzministerium Äquivalente von 1,5 Milliarden US-Dollar (110 Milliarden Rubel) erwerben, einschliesslich aufgeschobener Operationen aus vorherigen Monaten.
Warum es wichtig ist: In die Höhe schiessende Ölpreise – angeheizt durch den Irankrieg – liefern frische Exporteinnahmen. Dies ermöglicht es Russland, seine fiskalischen Puffer zu stärken, die Anfälligkeit für Sanktionen zu verringern und die Finanzierung des langfristigen Krieges aufrechtzuerhalten.»
Russia is rebuilding its “rainy-day” fund for the first time in nearly a year. For the first time since June 2025, Moscow has resumed buying foreign currency and gold for the National Wellbeing Fund. In May alone, the Finance Ministry will purchase the equivalent of $1.5 billion… pic.twitter.com/o949l3svqy
— Kyrylo Shevchenko (@KShevchenkoReal) May 6, 2026

UNGARN RETOURNIERT DIEBESGUT
Am 5. März wurden in der ungarischen Hauptstadt Budapest zwei Geldtransporter festgehalten, die regelmässig ausländische Währungen und Edelmetalle zwischen der ukrainischen Oschadbank und der Raiffeisen Bank Austria transportierten. In den gepanzerten Fahrzeugen befanden sich 40 Millionen Pfund, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold. Sie wurden von sieben Sicherheitsmitarbeitern begleitet. Die Mitarbeiter wurden von den ungarischen Behörden verhört und gezwungen, auf Russisch zu antworten. Am Tag darauf wurden sie freigelassen. Orbáns Regierung entschied allerdings, die gestohlenen Güter zu behalten.
Gestern gab der ukrainische Präsident Zelenskyj bekannt, dass das Geld, das Gold und die beiden Transporter an die Ukraine zurückgeben wurden und bezeichnete dies als «einen wichtigen Schritt in der Beziehung mit Ungarn.» Der ukrainische Aussenminister Andrii Sybiha schrieb auf «X»: «Die Rückgabe des gestohlenen Eigentums zieht eine klare Grenze zwischen der Gesetzlosigkeit des Orbán-Regimes und dem konstruktiven Ansatz der neuen Regierung.»
https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1473-6-3-2026-8uhr; https://x.com/ZelenskyyUa/status/2052008588118257866; https://x.com/andrii_sybiha/status/2052027826920960335;



