- Putin lebt in Angst
- Drohne schlug in Moskau ein
- Neue Serie von Angriffen
- Riesige Öltanks ausgebrannt
- Schweden kapert Tanker
- Europa trifft sich in Armenien
KREML VERSTÄRKT SICHERHEIT
Seit Anfang März wächst die Sorge im Kreml vor einem möglichen Putsch. Die Sicherheitsmassnahmen rund um Putin wurden massiv verschärft. Dies geht aus dem Bericht «eines EU-Geheimdienstes» hervor, der vom russischen Recherche-Projekt «Important Stories» veröffentlicht wird.
Die durch ihre exklusiven Recherchen bekannten Journalisten schreiben zur Quellenlage: «Wir konnten einige der darin enthaltenen Informationen unabhängig bestätigen. Die Quelle, die dieses Dokument durchgesickert hat, bekleidet ein offizielles Amt in der Regierung eines europäischen Landes und riskiert seinen Ruf und seine Karriere, falls es sich bei diesem Dokument um eine gezielte Desinformationskampagne handelt.»
Der Originalbericht beginnt so: «Der Kreml befindet sich in einem Zustand erhöhter Besorgnis. Seit Anfang März 2026 sind der Kreml und Wladimir Putin besorgt über das Durchsickern sensibler Informationen sowie über das Risiko einer Verschwörung oder eines Putschversuchs gegen den russischen Präsidenten. Insbesondere befürchtet er den Einsatz von Drohnen bei einem möglichen Attentat durch Mitglieder der russischen politischen Elite.»
Der Föderale Schutzdienst (FSO), dessen Hauptaufgabe der physische Schutz hochrangiger russischer Regierungsbeamter ist, hat die Sicherheitsmassnahmen um Putin deutlich verstärkt:
➡️ In der Präsidialverwaltung durchlaufen Besucher zwei Kontrollstufen, darunter eine vollständige Durchsuchung durch FSO-Beamte;
➡️ Die Liste der Orte, die der Präsident regelmässig besucht, wurde deutlich reduziert. Weder Putin noch seine Familie halten sich in ihren üblichen Residenzen in der Region Moskau oder in Waldai auf.
➡️ Mitarbeiter, die in der Nähe von Putin arbeiten, dürfen keine Smartphones mit Internetzugang benutzen.
➡️ In den Wohnungen von Köchen, Fotografen und Wachleuten wurden Überwachungssysteme installiert.
➡️ Der russische Präsident arbeitet wochenlang in modernisierten Bunkern (unter anderem im Krasnodarer Krai), während die staatlichen Medien im Voraus vorbereitete Videomaterialien ausstrahlen.
➡️ In diesem Jahr wurden keine Besuche militärischer Infrastruktur organisiert, im Gegensatz zu den häufigen Besuchen im Jahr 2025;
➡️ Der russische Inlandgeheimdienst FSB ist für die regelmässigen Internetausfälle und Kommunikationsstörungen in der Hauptstadt verantwortlich, und entlang der Moskwa sind Spezialeinheiten zur Bekämpfung von Drohnen stationiert.
Sergei Schoigu, der ehemalige Verteidigungsminister und seit Mai 2024 Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, der weiterhin erheblichen Einfluss im militärischen Kommando ausübt, wird mit dem Risiko eines Putschversuchs in Verbindung gebracht.
https://storage.googleapis.com/istories/stories/2026/05/04/vladimir-putin-fear/index.html

DROHNENEINSCHLAG IN MOSKAU
Eine FP1-Mittelstreckendrohne der ukrainischen Firma FirePoint schlug im Zentrum Moskaus in ein modernes Hochhaus ein. Videos aus der Mosfilmovskaya zeigen auf dem Boden liegende Trümmerteile der Drohne und der herausgeschlagenen Metallfassade. Die Distanz zwischen dem Einschlagort und dem Kreml beträgt 6 Kilometer und zum Verteidigungsministerium sind es 4 Kilometer.
Der Angriff erfolgte in der Nacht auf heute Montag und die gezeigte Drohne war eine von vielen, die in Richtung Moskau und St.Petersburg unterwegs waren.
Die ukrainischen Militärblogger von «Exile Nova Plus» zeigen Videos aus dem Innern der zerstörten Wohnung, in welche die Drohne einschlug. «Dies ist die erste registrierte Präsenz ukrainischer Angriffsdrohnen in unmittelbarer Nähe des Kremls seit sehr langer Zeit. Es ist erst der 4. des Monats, und die Drohnen erreichen fast den ersten Ring. Der alte Mann hat alles unter Kontrolle. Die Vorbereitungen für die Parade laufen auf Hochtouren.»

Die russischen Militärblogger von «Milinfolive» schreiben, dass es keine nennenswerten Schäden gegeben habe, aber der Effekt auf einer anderen Ebene wichtig sei: «Der tatsächliche Effekt eines Drohnenangriffs auf ein Haus aus Hunderten von gestarteten Drohnen ist natürlich null. Aber der Effekt ist hier indirekt.
Zum einen natürlich medial – der erste Angriff auf die russische Hauptstadt seit Jahren, auch wenn er zufällig ist. Und zum anderen muss Moskau zum Schutz vor solchen gross angelegten Angriffen mit einer immer grösseren Anzahl von Luftverteidigungssystemen umgeben werden, die nicht an die Front, ins Grenzgebiet oder zu anderen wichtigen Objekten geschickt werden. Auf diese Weise zwingt die Ukraine, auch ohne tatsächlichen Schaden zu verursachen, die russischen Streitkräfte durch die bloße Existenz einer Bedrohung für Moskau zu einem vorhersehbaren Vorgehen und lässt dabei einige Richtungen ungeschützt.»
https://t.me/exilenova_plus/19991; https://t.me/milinfolive/171670

NEUE SERIE VON SCHLÄGEN
- Ukrainische Seedrohnen haben im südrussischen Hafen Noworossijsk zwei Tanker der «Schattenflotten» angegriffen. Die Schiffe wurden so stark beschädigt, dass sie kein Öl mehr transportieren können. https://t.me/exilenova_plus/19927
- Ein grosser Angriff auf der Hafen Primorsk verursachte erhebliche Schäden: Ein Kriegsschiff und «Träger von „Kalibr“-Raketen wurde ausgeschaltet», schreibt Volodymyr Zelenskyj. Neben dem Raketenschiff der Karakurt-Klasse wurde ein Patrouillenboot und ein weiterer Tanker der Schattenölflotte getroffen. «Auch der Infrastruktur des Ölterminalhafens wurde erheblicher Schaden zugefügt», schreibt Zelenskyj. Der russische Militärbloggers Alexandre Drozdenko stellt es ganz anders dar: « Infolge der Abwehr des Angriffs in Primorsk zu einem Feuer, dessen Folgen derzeit beseitigt werden.»https://x.com/ZelenskyyUa/status/2050893365957316790; https://t.me/drozdenko_au_lo/10044
- In der von Russland besetzten Region Lugansk im Donbas bei der Stadt Altschewsk kam es am Sonntagabend zu einer Serie von Explosionen. Auslöser waren Kampfdrohnen. Weitere Details sind derzeit nicht bekannt. https://t.me/exilenova_plus/19990

GROSSE ÖLVERLUSTE
Die Öltanks in der russischen Stadt Perm haben sehr grosse Dimensionen, wie die Bilder des Bauprozesses zeigen. Ein solcher Tank kann 50’000 Tonnen oder 314’000 Barrel Öl aufnehmen. Das entspricht 700-800 Eisenbahnzisternen oder der Ladung eines mittelgrossen Öltankers.
In der russischen Stadt Perm brennen seit fünf Tagen fünf solche Tanks. Allein das verlorene Öl hat einen Wert auf dem Weltmarkt von 180 Millionen US-Dollar (600 – 700 Millionen Rubel). Hinzu kommen die Schäden an Pumpen und weiteren Ausrüstungen.
Noch sind vier Tanks in Perm intakt. Aber wegen der Schäden an der Anlage können sie nicht genutzt werden. https://t.me/exilenova_plus/19946

SCHWEDEN MACHEN ERNST
Die schwedische Küstenwache hat den Tanker «Jin Hui» beschlagnahmt, der unter der syrischen Flagge vor der Küste des Landes fuhr.
Das Schiff unterliegt Sanktionen der EU, Grossbritanniens und der Ukraine, und Schweden beschuldigt es, eine falsche Flagge zu verwenden.
Das Festhalten des Tankers «Jin Hui» ist bereits der fünfte Vorfall in relativ kurzer Zeit in den Hoheitsgewässern Schwedens. Kürzlich haben die schwedischen Behörden zum ersten Mal auch einen Frachter beschlagnahmt. Es handelt sich um das Schiff «Caffa», das gestohlenes ukrainisches Getreide transportierte.
Drei der fünf von Schweden festgehaltenen Schiffe der russischen Schattenflotte liegen nebeneinander vor Anker in der Nähe des schwedischen Hafens Trelleborg, darunter auch die „Jin Hui“. https://t.me/milinfolive/171654; https://x.com/bayraktar_1love/status/2051019573294510465; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1529-1-5-2026-7uhr/

BESONDERES EUROPA-TREFFEN
Die Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) ist eine europäische, zwischenstaatliche Kooperation aus 47 europäischen und vorderasiatischen Staaten, die in den Bereichen Politik, Sicherheit, Energie, Verkehr, Investitionen, Infrastruktur und Personenverkehr zusammenarbeiten und 2022 gegründet wurde. Sie ist unabhängig von der Europäischen Union (die zu den Teilnehmern der EPG gehört) und dem Europarat.
Nicht Teil der EPG sind Russland und Belarus/Weissrussland, aber die Ukraine gehört dazu.
Am Sonntag traf der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj beim Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft ein. Dieses findet in Jerewan, der Hauptstadt Armeniens statt. Am Treffen nehmen 48 Staats- und Regierungschefs teil.
Für die russischen Militärblogger von «Milinfolive» ist das empörend. Sie schreiben: «Auf dem Territorium Armeniens, das immer noch ein formeller militärischer Verbündeter Russlands ist, das nominell der OVKS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit = Nachfolger des «Warschauer Pakt»- Militärbündnisses) angehört, versammelten sich die Premierminister der aktuellen Gegner Russlands aus den NATO-Staaten Norwegen, Finnland, Grossbritannien und Tschechien – um die Unterstützung für die Ukraine zu diskutieren, die dort vom Präsidenten vertreten wird und mit der Russland Krieg führt. Nichts Ungewöhnliches, das passiert doch jedem. Oder?» https://t.me/u_now/198378; https://t.me/milinfolive/171653



