Der Wahlsieger und künftige Regierungschef Ungarns, Péter Magyar von der Partei TISZA, hat am Samstagabend einen warnenden Aufruf veröffentlicht. Magyar schreibt auf «X»:
«Mit Orbán verbundene Oligarchen transferieren Dutzende Milliarden Forint in die Vereinigten Arabischen Emirate, die Vereinigten Staaten, Uruguay und andere weit entfernte Länder. (Anmerkung: 1 Milliarde Forint entspricht 2,73 Millionen Euro).
Mir ist bekannt, dass die ungarische Nationale Steuer- und Zollverwaltung (NAV) auf der Grundlage von Meldungen der Banken mehrere hochvolumige Überweisungen, die mit dem Umfeld von Antal Rogán in Verbindung stehen, wegen des Verdachts der Geldwäsche ausgesetzt hat. Ich fordere die Leitung der NAV auf, diese gestohlenen Gelder unverzüglich einzufrieren.
Ich fordere den Generalstaatsanwalt, den Leiter der Nationalpolizei und den Leiter der NAV erneut auf, die Kriminellen festzunehmen, die dem ungarischen Volk Schäden in Höhe von Tausenden von Milliarden Forint zugefügt haben, und nicht zuzulassen, dass sie – noch vor der Bildung einer TISZA-Regierung – in Länder fliehen, aus denen eine Auslieferung derzeit nicht möglich ist.
Mir ist zudem bekannt, dass mit Orbán verbundene Oligarchen begonnen haben, TV2 und andere Medienunternehmen zu Preisen unter Marktwert zu verkaufen.
Ich fordere verantwortungsbewusste in- und ausländische Investoren auf, vom Erwerb von Vermögenswerten, die mit der Mafia in Verbindung stehen, abzusehen; andernfalls könnten sie sich dem Nationalen Amt für Vermögensrückgewinnung und -schutz gegenübersehen.
Mir wurde zudem mitgeteilt, dass mehrere Oligarchenfamilien das Land bereits verlassen haben und dass die Familie Mészáros voraussichtlich in den kommenden Tagen nach Dubai reisen wird. Berichten zufolge haben mehrere einflussreiche Oligarchenfamilien ihre Kinder bereits von der Schule genommen und organisieren vertrauenswürdiges Sicherheitspersonal für ihre Abreise.»
Kurz vor dieser Meldung hatte der Wahlverlierer und Putin-Unterstützer Viktor Orbán seinen Rücktritt aus dem Parlament nach 36 Jahren bekanntgegeben. Der investigative ungarische Journalist Szabolcs Panyi hatte dazu geschrieben: «Dies bestätigt meinen früheren Exklusivbericht, dass er diesen Sommer eine längere Reise in die USA plant, wo die Köpfe des Orbán-Geschäftsimperiums – seine Tochter und sein Schwiegersohn – bereits leben und wo er Zuflucht vor Strafverfolgung suchen könnte.»
https://x.com/magyarpeterMP/status/2048086409366401324; https://x.com/panyiszabolcs/status/2048064991194923049



