- Brand bei der Pipeline «TurkStream»
- Ungarn versorgte Kreml mit EU-Infos
- Trump unterstützt Viktor Orbán
- Massendemonstration in Tschechien
- Krim-Bewohner müssen an die Front
- Panik wegen Telegram-Aus
- Nochmals ein Helikopter weniger
- Tod des Ex-FBI-Chefs freut Trump
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BRAND BEIM TURKSTREAM
Über die Pipeline «TurkStream» wird die Türkei und der Süden Europas mit russischem Erdgas versorgt. Nun ist – aus unbekannten Gründen – ein Brand in einer der wichtigsten Einspeise-Stationen von TurkStream ausgebrochen. In Satellitenaufnahmen der Feuerüberwachung «NASA-FIRMS» sind Brände auf dem Gelände der Kompressorstation «Russische» bei Gaj-Kodzor in der russischen Region Krasnodarer Krai zu sehen,
Die Station ist der Ausgangspunkt des Meeresgasleitungsprojekts TurkStream, das Gas über den Meeresboden des Schwarzen Meeres in die Türkei und nach Südeuropa transportiert. Sie gilt als eine der leistungsfähigsten Kompressorstationen der Welt. Mit einem Druck von von bis zu 28,45 MPa wird Gas über eine Entfernung von mehr als 900 km ohne Zwischenstationen gepumpt.
Der Brand dürfte die ungarische Regierung beunruhigen. Am Freitag hatte der ungarische Aussenminister Péter Szijjártó die Ukraine vor Angriffen auf die «TurkStream» gewarnt und behauptet, 22 ukrainische Drohnen hätten die Pipeline bereits einmal angegriffen. Und am Samstag sagte der Leiter von Viktor Orbans Präsidialbüro, dass ein Angriff auf «Turk Stream» als ein Angriff auf ein NATO-Land gewertet werde, «mit allen daraus resultierenden Konsequenzen für die Ukraine». https://t.me/Falconins/7630; https://t.me/u_now/194185

UNGARNS INFOS FÜR MOSKAU
Péter Szijjártó ist Teil der Regierung von Viktor Orbáns ungarischer Regierung. Seit 12 Jahren, seit dem 23. September 2014, ist Szijjártó ununterbrochen Aussenminister Ungarns. In dieser Rolle informiert Szijjártó aktiv die russische Regierung über die Verhandlungen in der Europäischen Union – EU – deren Mitglied Ungarn ist. Dies enthüllt die «Washington Post» in einer grossen Reportage über den Einfluss Russlands auf die ungarische Regierung und die aktuelle Wahlkampagne.
Die Washington Post schreibt: «Seit Jahren verschafft die Regierung Orbán Moskau einen entscheidenden Einblick in sensible Diskussionen innerhalb der EU. Aussenminister Szijjártó hat während der Pausen bei EU-Treffen regelmässig telefoniert, um seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow „Live-Berichte über das Besprochene“ und mögliche Lösungen zu liefern, sagte einer der europäischen Sicherheitsbeamten.
Durch solche Anrufe habe „Moskau bei praktisch jedem einzelnen EU-Treffen seit Jahren mit am Tisch gesessen“, so der Beamte.
Szijjártó hat seit Russlands grossangelegter Invasion der Ukraine im Jahr 2022 16 offizielle Besuche in Moskau absolviert, zuletzt am 4. März, als er sich mit Präsident Wladimir Putin traf. Szijjártó reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.»
Die ungarischen Wahlen finden am 12. April statt.
https://www.washingtonpost.com/world/2026/03/21/hungary-election-interference-russia-orban

TRUMP UNTERSTÜTZ ORBAN
Der US-Präsident unterstützte öffentlich den ungarischen Premierminister Viktor Orbán. Mittels einer Videoschaltung zu einer Wahlkampfveranstaltung versprach Trump der jetzigen Regierung seine Unterstützung. Er bezeichnete Orban als «starken Führer» und wünschte ihm einen Sieg: «Ich hoffe, dass er gewinnt – und zwar mit grossem Vorsprung.»
Trump erklärte auch, dass Ungarn und die USA «den Weg zu einem erneuerten Westen weisen», und lobte Orban für die «Verteidigung der Grenzen, der Kultur und der Souveränität». https://t.me/uniannet/187938

MASSENDEMO GEGEN KREML
In Mitteleuropa gibt es derzeit drei Regierungen von EU-Staaten, die mehr nach Moskau als nach Brüssel orientiert sind: Viktor Orbáns Regierung in Ungarn, die slowakische Regierung unter Robert Fico und die tschechische Regierung des Rechtspopulisten und Milliardärs Andrej Babis. In allen drei Ländern regt sich Widerstand gegen die moskauorientierte Politik der jeweiligen Regierungen.
So gingen am Samstag in der tschechischen Hauptstadt Prag Zehntausende von Menschen auf die Strasse, um gegen die Politik der Babis-Regierung demonstrieren.
Kritisiert wurden autoritäre Tendenzen der Regierung und dass sie sich Russland zuwenden wollen. Im Weiteren wurde der zunehmende Einfluss von Oligarchen auf die tschechische Demokratie kritisiert. Befürchtet wurde, dass Babis ähnliche Gesetze gegen die Demokratie erlassen würde, wie sie heute in Russland gelten. Dazu gehöre die geplante Abschaffung der Rundfunkgebühren. Diese seien jedoch unabdingbar für die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Radios und Fernsehens. https://deutsch.radio.cz/250000-menschen-demonstrieren-prag-gegen-babis-8881335

KRIM MUSS IN DEN FLEISCHWOLF
Russland schickt Mobilisierte aus der besetzten Krim auf den Kriegsschauplatz. Bereits ab dem 1. April wird Russland massiv Mobilisierte aus der Krim in den Krieg gegen die Ukraine schicken. Das teilte der Sprecher der Süd-Verteidigungskräfte, Wladislaw Woloshin, mit.
Die Plattform «Krim-Wind» schreibt dazu: «Das heisst, die Versprechen, «die Krimbewohner nicht anzutasten», sind offiziell beendet. Die Russen hatten versprochen, dass die Krimbewohner nicht kämpfen würden, aber jetzt ist ihre Teilnahme an Kampfhandlungen obligatorisch geworden.»
Die neu mobilisierten Soldaten sollen Mitglieder der Schwarzmeerflotte ersetzen, die bei Kriegseinsätzen an der Kursker Front verletzt wurden und nicht mehr einsatzbereit sind.
Bisher hatte die russische Armee die Bewohner der besetzten Gebiete im Donbass zum Kampf gegen ihre eigene Nation verpflichtet. Die Mobilisierung der Krimbewohner ist ein weiterer Beleg dafür, dass es der russischen Armee aktuell nicht gelingt, die Verluste auf dem Schlachtfeld mit der Verpflichtung von neuen Vertragssoldaten / Söldnern aufzufüllen. https://t.me/uniannet/187950; https://t.me/Crimeanwind/95982

PANIK WEGEN TELEGRAM-AUS
- Die russische Plattform «Milinfolive» beklagt sich über die immer weiter gehende Blockierung des Messenger-Dienstes «Telegram» durch die russischen Behörden: «Telegram funktioniert mit Unterbrechungen. Heute oder morgen könnte es blockiert werden. Der Zugang zu den gewohnten Kanälen verschwindet ohne Vorwarnung, Videos lassen sich nicht öffnen, Nachrichten kommen nicht an.
https://t.me/milinfolive/168899 - Krimbewohner berichten von einer Verschlechterung der Funktionsweise von Telegram: Fotos und Videos laden nicht, und manchmal gibt es sogar Probleme mit Textnachrichten. Am stärksten betroffen seien Simferopol, Sewastopol, Jalta und Kertsch.
https://t.me/Crimeanwind/95955 - In der russischen Region Belgorod empören sich Bürger über den Ausfall von «Telegram». Die Klagen richteten sich gegen den Gouverneur der Region. Duch den Wegfall von Telegram können die Behörden die Bewohner der Region nicht mehr vor Angriffe der Ukraine warnen. Somit habe man keine Zeit mehr, Schutzräume aufzusuchen. https://x.com/jayinkyiv/status/2034890815210741978
- Volodymyr Zelenskyj kommentierte das Abstellen eines weiteren Internetdienstes durch das russische Regime: «Putin beschränkt soziale Netzwerke in Russland, um eine totale Kontrolle zu erreichen. Aber das ist ein Rückschritt, und zwar um 100 Jahre. Die Russen könnten bald wieder auf Papierpost, Telegrafen und Pferde zurückgreifen. Vielleicht fühlt sich Putin dadurch wieder jung.» und «Was die Ukraine betrifft: Wir arbeiten auch über Telegram in Russland. Aufgrund der Einschränkungen der Telegram-Nutzung in Russland wird es schwieriger sein, Signale an ihre Gesellschaft zu senden, aber die Arbeit wird trotzdem fortgesetzt.»
https://t.me/V_Zelenskiy_official/18380

WEITERE SCHLÄGE
- Am Freitag schoss die ukrainische Armee erstmals einen russischen Ka-52 Helikopter mit einer Drohne ab. Das Gerät stürzte beim Dorf Nadezhdinka in Richtung Pokrovsk ab und brannte aus. Der überlebende Pilot und Bordschütze wurden mittels anderer Drohnen getötet.
Am Samstag wurde ein weiterer Ka-52 Helikopter zum Absturz gebracht. Russische Medien gaben keine weiteren Details bekannt, ausser, dass ein Besatzungsmitglied zu Tode kam.
https://www.unian.net/weapons/52-unichtozhennyh-ka-genocid-alligatorov-v-stepyah-donbassa-13322754.html - Ukrainische Drohnen griffen die Ölraffinerie in Saratow an, eines der ältesten Unternehmen Russlands in diesem Bereich. Im Jahr 2023 betrug das Verarbeitungsvolumen 4,8 Millionen Tonnen. Nach vorläufigen Angaben wurde eine Anlage zur Sekundärverarbeitung von Öl und ein grosser Tank beschädigt.
https://t.me/u_now/194181 - Insgesamt griffen in der Nacht auf Sonntag über 120 Drohnen Ziele in Russland und den besetzten Gebieten im Donbass und auf der Krim an. Die Folgen werden heute und in den kommenden Tagen bekannt werden.

MUELLERS TOD FREUT TRUMP
Robert Mueller war 12 Jahre lang Chef des amerikanischen FBI, von 2001 bis 2013. Ihm wird zugeschrieben, die amerikanische Bundesbehörde zu einer modernen Anti-Terror-Behörde umgestaltet zu haben. Als «Sonderermittler» untersuchte Robert Muller zwischen Mai 2017 und März 2019 den Wahlkampf von 2016, den Trump gewonnen hatte. Insbesondere befasste er sich mit der Frage, ob und wenn Ja, wieweit Russland in den Wahlkampf eingegriffen hatte.
Während der Ermittlungen untersuchte Muellers Team sowohl Russlands Vorgehen als auch mehrere hochrangige Mitarbeiter und Verbündete von Trumps Wahlkampfteam. Die Untersuchung führte zu Verurteilungen des Trump-Wahlkampfmanagers Paul Manafort und des nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn.
Im Jahr 2020 schrieb Robert Mueller: «Wir haben nun ein detailliertes Bild von Russlands Einmischung in die Präsidentschaftswahlen 2016». Der 448 Seiten dicke sogenannte «Mueller-Report» lieferte reichlich Beweise für russische Einmischung, aber keine schlüssigen Verbindungen zum Trump-Lager.
Wie am Samstagabend bekannt wurde, starb Robert Mueller am Freitag, 20. März im Alter von 81 Jahren. Die Todesursache ist derzeit nicht bekannt.
Trump vernahm vom Tod des verdienten FBI-Direktors Muellers und schrieb in seinem sozialen Netzwerk: «Truth Social»: «Robert Mueller ist gerade gestorben. Gut so, ich bin froh, dass er tot ist. Er kann unschuldigen Menschen nun keinen Schaden mehr zufügen! Präsident DONALD J. TRUMP» https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116268334535345382



