- Kreml von Drohnen beeindruckt
- Fast 300 Drohnen in 48 Stunden
- Chinesen kaufen Russlands Öl
- 90 Milliarden € Kredit ist möglich
- ungarisch-slowakische Blockade
- Ansiedlung von 100’000 Russen
- Das Engagement von Sean Penn
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SHOIGU IST ALARMIERT
Sergei Shoigu, ehemaliger Verteidigungsminister Russlands und jetzt Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, warnt vor der ukrainischen Drohnenindustrie und deren militärische Anwendung.
Gestern sagte er gemäss der russischen Nachrichtenagentur TASS: «Die Dynamik der Waffenentwicklung, vor allem unbemannter Systeme, und die Raffinesse ihrer Einsatzmethoden sind so, dass sich keine Region Russlands sicher fühlen kann.» Zu den bedrohten Regionen gehöre nun auch der von der Ukraine weit entfernte Ural.
Shoigu merkte weiter an, dass die aktuellen Prioritätsziele der ukrainischen Streitkräfte militärische Einrichtungen, Verkehrsknotenpunkte sowie die Treibstoff- und Energieinfrastruktur seien.
https://tass.ru/politika/26788899; https://x.com/noelreports/status/2033924304522359000
INTENSIVE DROHNENFLÜGE
Die neusten Zahlen aus dem russischen Verteidigungsministerium zu den ukrainischen Angriffen:
- In der Nacht zum 17. März die russische Luftverteidigung 206 Drohnen ab. 62 davon wurden über der Region Brjansk zerstört. Über der Region Moskau fingen russische Streitkräfte 43 Drohnen ab, darunter 40 auf dem Weg nach Moskau.
- In der Nacht auf den heutigen Tag «fingen die Luftverteidigungskräfte 85 ukrainische Starrflügel-Drohnen über russischen Gebieten ab und zerstörten sie». Die Drohnen wurden in Krasnodar (42), über dem Schwarzen Meer und der Krim (18), in der Region Brjansk (13) und in der Region Leningrad (3) gesichtet.
https://max.ru/morf/AZz_MzYXe-w

CHINESEN KAUFEN WIEDER ÖL
Chinesische Unternehmen haben nach einer viermonatigen Pause wieder Verhandlungen zum Kauf von russischem Öl aufgenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, unter Berufung auf fünf Quellen aus der russischen Ölindustrie.
Die staatlichen Ölkonzerne Sinopec und PetroChina haben diese Woche zum ersten Mal seit November 2025 begonnen, Lieferanten mit Vorschlägen für mögliche Geschäfte zu kontaktieren, teilte die Agentur mit. Die Chinesen haben Interesse, weil ein Grossteil ihrer Ölimporte durch die Strasse von Hormus blockiert ist und das russische Öl im Vergleich zu anderen Produkten weiterhin billiger ist.
Gemäss Reuters könnten die Verträge bald abgeschlossen werden. Darüber hinaus erwägen chinesische Unternehmen den Kauf über unabhängige Raffinerien und Händler, die bereits über russische Ölreserven verfügen.
Am 12. März berichtete die Zeitung «The Guardian», asiatische Länder, von Pakistan bis Südkorea würden Massnahmen ergreifen, um die drohende Energiekrise zu bewältigen, die durch die Blockade der Strasse von Hormuz verursacht wird.
https://www.reuters.com/business/energy/china-oil-majors-resume-seeking-russian-oil-after-4-month-halt-sources-say-2026-03-17/; https://www.theguardian.com/world/2026/mar/12/asia-energy-crisis-iran-war;

ANGEBLICH JA ZUM EU-KREDIT
Der Ukraine werde der Kredit von 90 Milliarden Euro erteilt, trotz des Widerstands des ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán. Das berichtet der Bulgarische Nationale Rundfunk (BNR) unter Berufung auf eine diplomatische Quelle in Brüssel.
Die TV-Station schreibt über einen namentlich nicht genannten «EU-Diplomaten»: «Er berichtete, dass EU-Ratspräsident António Costa heute Morgen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán telefoniert und ihm deutlich gemacht habe, dass er sich an den Beschluss der europäischen Staats- und Regierungschefs vom Dezember halten müsse, an dem er selbst ebenfalls beteiligt gewesen sei. „Der Kredit für die Ukraine ist bewilligt und wird nicht neu verhandelt“, stellte die Quelle kategorisch klar.»
DIE 90 MILLIARDEN BLOCKADE
In Kurzform: Die russische Armee bombardiert die Pipeline zwischen Russland und Ungarn auf ukrainischem Territorium. In der Folge macht Ungarn die Ukraine dafür verantwortlich, dass das Billig-Öl nicht mehr fliesst und blockiert die EU-Hilfe über 90 Milliarden Euro an die Ukraine.
Hier die Daten und Fakten dieser Entwicklung aus diesem Jahr:
27. Januar: Russland trifft die «Druzhba»-Pipeline bei Brody in der ukrainischen Region Lwiw/Lemberg. Die Pipeline nach Ungarn und die Slowakei stellt den Betrieb ein.
18. Februar: Ungarn und Slowakei stoppen den Transport von Diesel in die Ukraine. Beide Länder beschuldigen die Ukraine, nicht Russland.
23. Februar: Die Slowakei stopp den Export von Elektrizität in die Ukraine. Der Staatschef Fico sagt, dass der Exportstopp nur gelockert werde, wenn wieder Öl durch die Druzhba-Pipeline fliesst.
24. Februar: Der ungarische Staatschef Orban legt sein Veto gegen einen 90 Milliarden Euro Kredit für die Ukraine und das 20. Sanktionspaket gegen Russland ein.
Ende Februar: Europäische Staats- und Regierungschefs drängen die Ukraine, den Ölfluss durch eine von Russland bombardierte Pipeline wiederherzustellen und knüpfen diese Forderung an Waffenlieferungen. Zelenskyj antwortet: Eine Wiederinbetriebnahme der «Druzhba»-Pipeline würde die russischen Rohölexporte und die Einnahmen, die Moskaus Krieg gegen die Ukraine finanzieren, wieder in Gang bringen.
5. März: Die Slowakei beendet formell den Vertrag für die Lieferung von Elektrizität an die Ukraine
12. März: Die Trump-Regierung hebt die Sanktionen gegen russisches Öl für «vorläufig» 30 Tage auf. 124 Millionen Barrel russisches Öl, das bereits auf Schiffe verladen ist, darf zu erhöhten Preisen – wegen des Irankrieges – bis am 11. April verkauft werden. Das so verdiente Geld wird der Kreml auch für den Krieg gegen die Ukraine einsetzen.
15. März: Zelenskyj Selenskyj bezeichnet den Druck aus Europa als «Erpressung statt Diplomatie».
https://euromaidanpress.com/2026/03/16/zelenskyy-druzhba-sanctions-blackmail

BEVÖLKERUNG AUSWECHSELN
Putin plant, mehr als 100’000 Russen in die besetzten Gebiete der Ukraine umzusiedeln. Das schreibt die russische Tageszeitung «Wedomosti».
Es geht um die Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Kherson. Die Pläne haben einen Horizont bis 2045 und sehen den Transport von etwa 114’000 Menschen vor.
Dafür bereiten die russischen Behörden einen gross angelegten Bau vor: Millionen von Quadratmetern Wohnraum, Strassen, Eisenbahn, Schulen und Krankenhäuser. Gleichzeitig wird die Entwicklung des «Tourismus» in den besetzten Gebieten angekündigt. Für die Umsetzung der Projekte ist der Einsatz von 225’000 Arbeitern geplant.
Zu den Plänen gehört auch, dass Russland einen Teil der lokalen Bevölkerung ins Landesinnere deportieren will. Dies bedeutet, dass die Demografie der eroberten Regionen geändert werden soll.

SEAN PENNS ENGAGEMENT
Während am Sonntag in Hollywood Schauspieler und der Branche zugehörige Kreise feierten, reiste der dreifache Oscar-Preisträger Sean Penn nach Kyiv. Er war dort zum wiederholten Mal:
Am 24. Februar 2022 kam Penn nach Kyiv, um den Einmarsch Russlands in die Ukraine zu dokumentieren und der Welt Informationen über das Geschehen zu übermitteln. Nachdem er die Entfaltung der militärischen Aktionen mit eigenen Augen gesehen hatte, erklärte Penn am 6. März in einem CNN-Interview, er sei von dem ukrainischen Volk und seinem Führer, Präsident Volodymyr Zelenskyj, beeindruckt und gerührt gewesen.
Am 23. März 2022 traf er sich mit dem Bürgermeister von Krakau, Jacek Majchrowski. In Krakau eröffneten Sean Penn und seine Wohltätigkeitsorganisation CORE ein Hilfszentrum für ukrainische Flüchtlinge.
Am 2. Juli 2022 besuchte er Dnipro, um zu erfahren, wie die Stadt vier Monate nach Beginn des russisch-ukrainischen Krieges lebt, um einen Dokumentarfilm zu drehen.
Am 5. September 2022 nahmen die russischen Behörden Penn in die «Schwarze Liste» auf und verboten ihm die Einreise nach Russland.
Am 8. November 2022 übergab Sean Penn bei einem Treffen in Kyiv mit Volodymyr Zelenskyj einen seiner Oscars an den ukrainischen Präsidenten mit den Worten: «Wenn ihr gewinnt, bringt ihn zurück nach Malibu. Denn ich werde mich viel besser fühlen, wenn ich weiss, dass ein Teil von mir hier ist.» Zelenskyj wiederum verlieh Penn den Orden «Für Verdienste» der dritten Stufe für seine Unterstützung des ukrainischen Volkes.
Am 17. Februar 2023 fand auf dem Berliner Filmfestival die Premiere des Dokumentarfilms «Superpower» – ein Film von Sean Penn über den Krieg in der Ukraine – statt.



