- Putins Regime profitiert vom Irankrieg
- Ukrainer verhindern mehr Öl-Exporte
- Schweden blockiert Schatten-Tanker
- Analyse: Der autoritäre Block «RICN»
- Trump war 2025 gegen Drohnenschutz
- Beliebte ukrainische Abwehr-Drohnen
- Russland beschuldigt Grossbritannien
IRAN-EXTRA auf www.aldrovandi.net
RUSSLANDS IRAN-DIVIDENDE
Die faktische Sperrung der Strasse von Hormus durch iranische Militärs hat die Rohölpreise in die Höhe getrieben. Als Reaktion darauf hat Trump die Sanktionen gegen Russlands Ölexporte aufgehoben. Sein Argument: Damit wolle er den amerikanischen Benzinverbraucher schützen.
Einerseits sind die Folgen für Russland positiv: Der Preis für ein Barrel «Urals-Öl» stieg innert Tagen von unter 40 US-Dollar auf gegen 85 US-Dollar. Die grösste indische Raffinerie «Reliance Industries» kaufte trotz des erhöhten Preises mindestens 6 Millionen Barrel. Bezogen wird das Öl von Tankern, die vor den Küsten Indiens warteten ohne Abnehmer gefunden zu haben.
Die «Financial Times» hat ausgerechnet, dass Russland bei den gesteigerten Preisen pro Tag 150 Millionen US-Dollar mehr verdienen kann, als in den ersten zwei Monaten dieses Jahres. In den ersten 12 Tagen des Krieges flossen dem russischen Haushalt zusätzliche Einnahmen in Höhe von 1,3 bis 1,9 Milliarden Dollar zu. Dieses Geld dient dem Kampf gegen die Ukraine.
Gestopft werden damit auch die grössten Löcher im russischen Haushalt, denn dort herrscht Ebbe, weil der Kreml eigentlich von einem Ölpreis von 80 US-Dollar ausgegangen war und dieser Preis wurde in den ersten zwei Monaten deutlich unterschritten.
Andererseits kann Russland aktuell nicht im ganzen Ausmass vom erhöhten Preis profitieren. Der Grund: Ukrainische Drohnen haben vor 10 Tagen Russlands Ölexportanlagen in Noworossijsk angegriffen. Seither stehen die Anlagen still.
In der letzten Woche konnte kein einziger Tanker beladen werden und den Hafen verlassen. Durch die Stilllegung des Hafens von Noworossijsk sanken die russischen Ölexporte in dieser Woche um rund 20%. Im Moment sind vor allem die bereits beladenen und auf den Weltmeeren herumfahrenden Schiffe Russlands Öldepot. Der amerikanisch-ukrainische Blogger «Jay in Kyiv» schreibt seinen 185’000 «X»-Abonnenten: «Hohe Ölpreise helfen nichts, wenn man das Öl nicht exportieren kann.»
https://x.com/stluedke/status/2032111225199276369; Bericht über den indischen Kauf: https://aldrovandi.net/2026/03/10/iran-extra-10-3-2026-am-morgen/; https://x.com/nexta_tv/status/2032183005905588593; https://x.com/jayinkyiv/status/2031757759683645709, Bericht über Angriff auf Noworossijsk: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1470-3-3-2026-9uhr/ https://twitter.com/kobeissiletter/status/2032193915160281090

WIEDER SCHIFF STILLGELEGT
Schweden hat bereits das zweite Schiff vor der Küste der Stadt Trelleborg beschlagnahmt. Diesmal gingen schwedische Sicherheitskräfte an Bord des unter der Flagge von Guinea fahrenden Tankers «Sea Owl I» (IMO: 9321172). Die «Sea Owl 1» ist Teil von «Putins Schattenflotte», welche illegal Öl über die Weltmeere fährt und seit 2025 unter Sanktionen steht.
Die schwedische Küstenwache erklärte, dass «Sea Owl I» im Verdacht steht, eine „falsche Flagge“ zu verwenden.
Vor wenigen Tagen hatte Schweden in derselben Gegend einen sanktionierten Trockengüterfrachter namens «Caffa» festgehalten, der unter der Flagge Guineas nach St. Petersburg unterwegs war. Auch ihm wurde vorgeworfen, mit der Flagge zu manipulieren.
https://t.me/milinfolive/168401; «Schweden setzt Schattenschiff fest»: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1476-9-3-2026-8uhr/


«DER AUTORITÄRE BLOCK»
Der australische Ex-General Mike Ryan analysiert am Beispiel der Drohnenzusammenarbeit wie der autoritäre «RICN»-Block (RICN = Russland – Iran – China – Nordkorea) funktioniert. Der Link zur umfassenden Analyse gibt es unter www. ukraineaktuell. com.
Ryan zeigt auf, dass die Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran alle Elemente beinhaltet, die den RICN-Block ausmachen.
- Es wird ein gemeinsamer Krieg gegen den Westen geführt;
- Es gibt kein formales Bündnis, aber verschiedene Abkommen und strategische Partnerschaften;
- Die Länder des RICN-Blocks tauschen ihr Wissen aus. Was der eine lernt, gibt er den anderen Block-Partnern weiter;
- Es handelt sich um eine umfassendes «Lern- und Anpassungsfeld» in den Bereichen Boden, Luft, See, Weltraum, Cyber und Information;
- Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit hat der RICN-Block das Potenzial für einen globalen Wissensmarkt in Echtzeit unter Autoritären geschaffen;
- Der RICN-Block besteht aus verschiedenen Nationen und Mentalitäten, in denen es auch Missverständnisse gibt. Dies ist ein Feld, welches der Westen nutzen kann.
https://www.scsp.ai/wp-content/uploads/2025/11/Adaptation_War_SCSP.pdf

TRUMP LEHNTE DROHNEN-SCHUTZ AB
Laut einem Exklusivbericht von «Axios» unterbreiteten ukrainische Beamte der Trump-Regierung einen Plan zum Aufbau eines weltweiten Anti-Drohnen-Netzwerks, das nicht nur in Europa, sondern auch im Nahen Osten und sogar in Ostasien operieren sollte. Der Austausch, der im August 2025 stattfand, umfasste Folien, die das Konzept erläuterten, sowie beigefügte Karten.
Dieses Verteidigungsnetzwerk, bestehend aus 20 Millionen Drohnen, einer mehrschichtigen Kampffähigkeit und dem Anspruch auf „amerikanische Drohnendominanz“, wäre selbst in der Lage gewesen, die Angriffe der Shahed-Drohnen abzuwehren, die den Nahen Osten derzeit heimsuchen. Die Präsentationsfolien enthielten sogar explizite Warnungen, dass das iranische Regime seine Drohnenkapazitäten ausbaut.
All das wurde von der Trump-Regierung bereits im August 2025 verworfen – übrigens genau zu dem Zeitpunkt, als Putin nach Alaska eingeladen wurde. Die USA und viele Länder des Nahen Ostens arbeiten nun mit ukrainischer Unterstützung eiligst am Aufbau eines Verteidigungsnetzwerks. https://twitter.com/tendar/status/2031346169129881630

BELIEBTE UKRAINISCHE DROHNEN
Die ukrainische Industrie hat sich in diesem Krieg zu einem weltweit führenden Produzenten von Drohnen entwickelt. Dazu gehören teilautonome Drohnen auf Wasser («Bombenboote») und auf Land («Kampfroboter»), vor allem aber auch Angriffsdrohnen und Drohnen-Abwehr-Drohnen. Die massenhaft eingesetzten Beobachtungsdrohnen werden dagegen immer noch aus dem Ausland bezogen.
Die ukrainischen Bombenboote, Kampfroboter und Angriffsdrohnen machen es der russischen Armee praktisch unmöglich, Geländegewinne zu erzielen.
Aktuell sind jedoch die Drohnen-Abwehr-Drohnen ein Renner auf dem internationalen Waffenmarkt. Die Angriffe der iranischen Armee mit ihren technisch primitiven, billigen aber weit fliegenden «Shahed»-Drohnen haben die Verwundbarkeit der im Nahen Osten stationierten Armeen gezeigt. Nun nehmen die Bestellungen zu:
- Das ukrainische Unternehmen «F-Drones» wurde laut einem Bericht der «New York Timers» aus Dutzenden von Mitbewerbern als Lieferant für das Pentagon ausgewählt. Das Unternehmen stellt die FPV (First-Person-View)-Drohnen F7 und F10 sowie den Abfangjäger «LITAVR Shahed» her. Die F7 wurde als die effektivste Drohne an der Front im Jahr 2025 bewertet.
- Das «Wall Street Journal» berichtet, dass der Ölriese Saudi Aramco plant, ukrainische Abfangdrohnen zu kaufen, um seine Ölfelder vor Angriffen zu schützen. Das Unternehmen verhandelt über eine Zusammenarbeit mit den ukrainischen Herstellern «SkyFall» und «Wild Hornets».
https://x.com/noelreports/status/2031746603900359148; https://www.wsj.com/livecoverage/us-israel-iran-war-2026/card/saudi-aramco-in-talks-to-buy-ukrainian-drones-to-protect-oil-fields-OeOLvO58Rgo4tDqV7e4q;

MOSKAU BESCHULDIGT LONDON
Nach dem erfolgreichen Angriff gegen eine Mikrochip-Firma in Brjansk am Dienstag meldete sich das russische Aussenministerium. Es protestierte dagegen, dass beim Angriff britische Storm-Shadow-Marschflugkörper verwendet wurden. Das Aussenministerium schreibt: «Die westlichen Staaten tragen die volle Verantwortung für die Folgen dieses Angriffs, der zu zivilen Opfern geführt hat. Grossbritannien hat die Normen des Völkerrechts überschritten und ist bereit, den Konflikt auf eine grundlegend neue Ebene zu heben.»
Das Ministerium warf den westlichen Partnern Kyivs ausserdem vor, die Friedensverhandlungen sabotieren zu wollen: « Das Ziel Londons und anderer westlicher Hauptstädte ist klar: den Friedensprozess durch gross angelegte Provokationen zu stören.»
(KOMMENTAR: Erstens ist die teilweise Zerstörung der Mikrochip-Fabrik, welche russische Waffen ausrüstet, keine «provokative» Aktion, sondern ein militärischer Erfolg, der die russische Armee weiter schwächt. Zweitens ist es Moskau, welches die Verhandlungen sabotierte, indem für die Gespräche jeweils unfähige Teilnehmer delegiert wurden.)



