- Ziele des iranischen Militärs
- Bedeutung der Hormus-Strasse
- Brände an Land und auf Wasser
- Botschaft von Khameneis Sohn
- USA verpulvern alle Waffen
KRIEGSZIEL: 200 DOLLAR / BARREL
Die iranische Militärführung hat drei Massnahmen genannt, mit denen sie den Krieg gegen die USA und Israel gewinnen wollen:
- «Kein einziger Liter Öl wird die Strasse von Hormus passieren, wenn dies den USA, Israel oder ihren Verbündeten zugutekommt.»
- Jeder Tanker, der für diese Nationen bestimmt ist, ist nun ein «legitimes Ziel».
- «Bereiten Sie sich auf 200 Dollar pro Barrel vor.»
Diese Erklärung veröffentlichte Oberst Ali Razmjou, im Namen des gemeinsamen Kommandozentrums, das alle iranischen Streitkräfte kontrolliert.
Ab jetzt würden die iranischen Streitkräfte nicht mehr mit «Vergeltungsmassnahmen» auf amerikanische oder israelische Angriffe reagieren, sondern zu einer Strategie des «permanenten Krieges» übergehen, bis der Iran gewonnen habe. https://twitter.com/shanaka86/status/2031722088214732842

ÖLVERSORGUNG DES OSTENS
Über die aktuell blockierte Meerenge bei Hormus werden gewöhnlich bedeutende Mengen vor allem für Länder des Ostens transportiert. Für China und Indien sind es 50% ihrer Ölimporte, für Südkorea 65% und für Japan 72%. Demgegenüber ist die Bedeutung für die USA (2% ihrer Importe) und für Europa (18%) weniger bedeutend.
Diese Daten hat der deutsche Geograph Simon Kuestenmacher (@simongerman600) aufbereitet. https://twitter.com/simongerman600/status/2031598594197733482/photo/1
VERSCHIEDENE BRÄNDE
In der Nacht auf Donnerstag griff das iranische Militär verschiedene Ziele an:
- Der US-Tanker «SafeSea Vishnu» (IMO: 9327009) und der maltesische Tanker «Zefyros» (IMO: 9515917) wurde im nördlichen Persischen Golf nahe Basra in Brand geschossen.
- Angegriffen wurde auch der Massengutfrachter «Mayuree Naree» aus Bangkok.
- Ziele von Shahed-Drohnen waren Öl Depots und -Terminals im Hafen von Salalah, in Oman und Bahrain.
- Das Ölfeld Majnun, die grösste von den USA ausgebeutete Quelle.
Bei den Attacken gegen die Tanker und Gütertransporteure kamen vermutlich die vom Iran entwickelten unbemannten Sprengstoffboote zum Einsatz. Die Brände auf dem Festland sind die Folgen von Shahed-Drohnen Angriffen.
https://x.com/real__libyan/status/2031869207684542877; https://x.com/tendar/status/2031970476470272432; https://x.com/tendar/status/2031811418631086289; https://x.com/nexta_tv/status/2031728876888404041/photo/1; https://x.com/ajenews/status/2031935049382179162; https://x.com/nexta_tv/status/2031963213777035436; https://x.com/ChrisO_wiki/status/2031839143269929323/photo/1
DIE BOTSCHAFT VON KHAMENEI 2
Am iranischen Staatsfernsehen wurde eine Botschaft des neuen «Obersten Führers des Iran», Mojtaba Khamenei, dem Sohn des getöteten Ali Khamenei vorgelesen. Dazu gab es weder ein Foto noch ein Video, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand nährt.
Khameneis Sohn kündigte an, dass die Strasse von Hormus weiterhin gesperrt bleibe. Im Gegensatz zu seinem Vater verzichtete er auf die Zitierung religiöser Phrasen, sabte aber: «Wir werden nicht darauf verzichten, das Blut der Märtyrer zu rächen. Jeder Bürger, der vom Feind getötet wurde, ist ein Grund für Rache», sagte er.
Ausserdem proklamierte der vor fünf Tagen ernannte «Führer», der Iran erwäge, neue Fronten im Krieg zu eröffnen, «wo der Feind wenig Erfahrung hat und sehr verwundbar ist». https://www.axios.com/2026/03/12/iran-mojtaba-khamenei-first-message-trump-israel

USA VERPULVERN ALLE WAFFEN
Die USA feuern in rasantem Tempo begrenzte Mengen hochentwickelter Munition ab, doch deren Wiederauffüllung wird Jahre und Milliarden kosten.
Der Iran führt demgegenüber mit billigen Waffen wie Drohnen und einfache Sprengstoffboote einen für die US-amerikanische Armee teuren Kampf.
Europäische und asiatische Beamte befürchten, dass das Pentagon Munition so schnell verbraucht, dass die von ihnen gekauften US-Waffenlieferungen möglicherweise nie eintreffen. Dies berichtet das US-Magazin «Politico» nach der Befragung von Regierungsmitarbeitern in Europa, Asien und im Nahen Osten.
Die Verbündeten klagen, Washington habe sie dazu gedrängt, ihre Verteidigungsbudgets zu erhöhen und US-Waffen zu kaufen. Doch diese Luftabwehrraketen oder Lenkbomben wurden nun im Krieg gegen den Iran verbraucht. Ein nordeuropäischer Beamter: «Die Munition, die abgefeuert wurde und noch abgefeuert werden wird, ist die, die jeder in grossen Mengen beschaffen muss.» Die Produktion von Raketen und Abfangraketen dauert Jahre und ist mit erheblichen Engpässen in der Lieferkette verbunden.
Camille Grand, ehemalige NATO-Beamtin: «Die Europäer leben immer noch in einer Traumwelt, in der die USA ein riesiger Walmart sind – man kauft die Sachen und bekommt sie sofort. Das ist einfach nicht wahr.» https://politico.com/news/2026/03/07/allies-fear-iran-war-will-leave-them-without-u-s-weapons-they-bought-00817204



