- Kreml kennt die grossen Verluste
- 1,3 Millionen Tote & Verwundete
- Effiziente Bunkerknacker-Waffen
- Wichtige Elektronikfabrik kaputt
- Ukrainische Hilfe für Golfstaaten
- Drohnengeschäfte der Trumps
- Die iranische Shahed-Connection
- China hat einen Starlink-Killer
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MEHR TOTE ALS VERWUNDETE
Die russische Regierung gibt in offiziellen aber geheimen Berichten einen Verlust von 1 Million 315’000 Getöteten und Schwerverletzten in der eigenen Armee an. Dies sagte Oleg Ivashchenko, der Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR) am Dienstag und berief sich dabei auf die Papiere, die sein Dienst erhalten hat. Man habe Grund zur Annahme, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher seien, meinte Ivashchenko.

Er informierte auch über eine Verschiebung bei den Opferzahlen auf russischer Seite. In den letzten Monaten erleidet die russische Armee viel mehr Todesfälle als Verletzte. Untypischerweise im Vergleich zu früheren Monaten, beträgt die Zahl der toten Russen derzeit 62% und die Zahl der Verwundeten 38%. In früheren Kriegen wurde jeweils ein Verhältnis von vier Verletzten auf einen Toten festgestellt.
Die Zahlen des ukrainischen Generalstabs sind tiefer als jene, welche aus dem Kreml nach aussen gedrungen sind. Die Ukrainer melden den Ausfall von 1,275 Millionen getöteten oder verwundeten russischen Soldaten und Offizieren.
https://t.me/V_Zelenskiy_official/18275; https://www.facebook.com/photo/?fbid=1280990610880681&set=a.229159252730494

BUNKERKNACKER-WAFFEN
Britische Storm-Shadow-Marschflugkörper trafen am Dienstagnachmittag das Mikroelektronikwerk «Silicon Kremnij El» in der russischen Stadt Brjansk. Der ukrainische Generalstab schreibt: «Es wurde ein Treffer des Ziels und erhebliche Schäden an den Produktionsanlagen festgestellt.» Insgesamt wurden sieben Treffer registriert. Die Analyse der Flugrichtung zeigt, dass die Marschflugkörper nach einem Umweg aus dem Osten angriffen, also aus einer Richtung, mit der die russische Luftverteidigung nicht gerechnet hatte.
Die teilweise zerstörte Firma ist ein sehr wichtiges Glied in der Produktionskette russischer Hochpräzisions-Waffen.

Videos zeigen heftige Einschläge im Werk, wobei von aussen relativ geringe Schäden sichtbar sind. Dies ist eine der Charakteristiken der Storm-Shadow-Marschflugkörper:
Sobald die Waffe dem Ziel nahe kommt, schiesst eine kleine Sprengmenge ein Loch in das Objekt. Durch dieses Loch stösst dann der Marschflugkörper ins Innere der Gebäude, wo die gesamte transportierte Sprengstoffmenge explodiert.
Aufgrund der Verwendung der britischen Bunkerknacker-Waffen kann eine erhebliche Beschädigung der Produktionshallen von «Kremnij El» angenommen werden.
Die Aktiengesellschaft «Silicon Kremnij El» ist eines der grössten Mikroelektronikunternehmen in Russland und wurde 1958 gegründet. Es produziert über 1’200 Produktarten.
Als wichtigstes Zentrum für militärische Mikroelektronik in Russland, liefert es Transistoren, Halbleiter und andere Komponenten für Raketensteuerungssysteme, Luftverteidigung, elektronische Kriegsführung und Drohnen.
Nach den Sanktionen von 2014 und 2022 produziert das Unternehmen Elektronikelemente, die schwer zu beschaffen sind: Die Komponenten werden in den Flugabwehrsystemen «Pantsir-S1», «Iskander», in Radar- und elektronischen Kriegssystemen sowie in der Bord-Elektronik von Kampfflugzeugen eingesetzt.

Das Werk befindet sich 110 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Ukrainische Drohnen haben das Werk bereits sechs Mal angegriffen, das letzte Mal im Januar und im April 2025. Dieser Angriff könnte der erfolgreichste sein.
Nach Angaben des örtlichen Gouverneurs gab es beim Angriff auf den Militärbetrieb sechs Tote und 37 Verletzte.
Video: https://www.facebook.com/reel/1468333212002022; https://t.me/exilenova_plus/17318; https://t.me/Crimeanwind/95191; https://t.me/uniannet/187263

ZELENSKYJ ZU DEN SANKTIONEN
Bei einer Onlinekonferenz mit Journalisten wurde der ukrainische Präsident Zelenskyj gefragt, was eine Aufhebung der amerikanischen Sanktionen gegen Russland bedeuten würde.
Er sagte, dass die wirtschaftliche Schädigung Russlands «nicht ausschliesslich eine ukrainische Strategie ist, sondern die Strategie der gesamten zivilisierten Welt, damit Russland finanziell leidet, weil es dieses Geld gegen uns einsetzt, insbesondere für Waffen. Deshalb ist es für alle eine richtige Strategie, Russland wirtschaftlich nicht zu unterstützen».
Und zu einer möglichen Aufhebung der Sanktionen durch die USA sagte Zelensky: «Wenn sie aufgehoben werden, dann wäre das natürlich ein schwerer Schlag. Für uns wäre es ein Schlag in Bezug auf Waffen, und für die ganze Welt wäre es ein Reputationsschlag. Was die Einzelheiten des Dialogs zwischen Russland und den USA betrifft, so ist uns bekannt, dass Russland Gespräche mit Vertretern der Vereinigten Staaten über eine mögliche Aufhebung der Sanktionen führt. Wir glauben sehr, dass die USA keine solchen Zugeständnisse machen werden», fügte er hinzu. https://t.me/uniannet/187251
DROHNEN-HILFE DER UKRAINE
Die Ukraine hat drei professionelle Teams nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien geschickt: Dort werden sie bei der Bekämpfung der «Shahed»-Drohnen helfen. Zudem sagte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj:
➡️ Länder, die irgendwie «leise und heimlich» Drohnen zum Abschuss von «Shaheds» gekauft haben, erkennen, dass ohne ukrainische Militärs, Software und Radare die Abfangjäger nicht funktionieren.
➡️ Die Ukraine möchte Raketen für die Patriot-Systeme im Austausch für Hilfe im Nahen Osten erhalten.
➡️ Der Iran blockiert die Strasse von Hormus, eine der Hauptversorgungsrouten für Öl und Gas auf dem Weltmarkt. Das ist eine erhebliche Destabilisierung. Keiner in der Welt kann derzeit sagen, wie lange das alles dauern wird, aber es ist wichtig, dass der Schutz des Lebens so schnell wie möglich in Gang kommt.
➡️ Die trilateralen Gespräche wurden von den USA verschoben — Amerika schlägt vor, das Treffen nächste Woche abzuhalten.
https://t.me/V_Zelenskiy_official

DROHNEN-INVESTITION DER TRUMPS
Eric Trump und Donald Trump Jr., die Söhne des US-Präsidenten, unterstützen ein neues amerikanisches Drohnenunternehmen, das dem Pentagon Drohnen liefern will. Damit sollen die Lücken gefüllt werden, die durch ein Importverbot von chinesischen Drohnen entstanden sind. Das Pentagon hat vor kurzem ein 1,1-Milliarden-Dollar-Programm zur raschen Erweiterung des amerikanischen Drohnenarsenals gestartet.
Die 2025 gegründete Firma «Powerus» mit Sitz in Palm Beach, Florida, will ukrainische Lizenzen erwerben und die Geräte dem US-Kriegsministerium verkaufen.
Damit das Unternehmen bald an die NASDAQ-Börse kommt, wurde es mit einer börsennotierten Golfplatz-Holdinggesellschaft fusioniert, an dem die Trump-Söhne beteiligt sind.
Das Geschäftsgebaren der beiden Trump-Söhne wurde von der «Wall Street Journal» aufgedeckt.

DIE SHAHED-CONNECTION
Brigadegeneral Abdollah Mehrabi ist der Leiter der Luft- und Raumfahrtkräfte des Korps der Islamischen Revolutionsgarden. Er organisierte die Lieferung von Motoren für „Shaheds“ nach Russland und übergab den Kreml-Herrschern die Technologien zur Herstellung von Drohnen. Gemäss dem ukrainischen Sicherheitsdienst wurde der Transfer von Mehrabi in den Jahren 2022 – 2023 organisiert. Dazu gehörte die Lieferung von Grossmengen iranischer MD-550-Motoren nach Russland, die in Kampfdrohnen des Typs «Shahed-136» eingebaut werden.
Ab Juli 2022 wurde nach Vereinbarungen zwischen der russischen und der iranischen Militärführung im russischen Werk Alabuga im Osten des Landes die Serienproduktion von Drohnen aufgenommen.
In den Jahren 2023 und 2024 wurden in dem russischen Alabuga- Werk mindestens 13’315 Drohnen des Typs «Geran-2» hergestellt, die eine Kopie der Shahed-136 sind. Sie wurden in erster Linie für Angriffe auf ukrainische Städte und zivile Infrastruktur eingesetzt.
Die ukrainischen Behörden ermitteln gegen Abdollah Mehrabi wegen Führens eines Angriffskrieges. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Haftstrafe von 15 Jahren.

CHINAS STARLINK-KILLER
In China wurde die Entwicklung eines «Killers» des Satellitensystems Starlink angekündigt.
Chinesische Wissenschaftler haben die weltweit erste kompakte Mikrowellenwaffenanlage vorgestellt, die in der Lage ist, die Funktion von Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn zu stören. Dazu gehöre auch die Starlink-Gruppe, berichtet die «South China Morning Post». Das in der Northwest Nuclear Technology Institute in Xi’an entwickelte System heisst «TPG1000Cs» und wird als «Starlink-Killer» beschrieben.
TPG1000Cs ist eine Hochleistungs-Mikrowaffe (HPM), die Impulse mit einer Leistung von bis zu 20 GW für bis zu 60 Sekunden erzeugen kann. Nach Einschätzung chinesischer Experten reicht bereits 1 GW aus, um die Funktion oder Beschädigung von Starlink-Satelliten in einer niedrigen Umlaufbahn ernsthaft zu stören.
Die Anlage ist etwa vier Meter lang und wiegt fünf Tonnen. Somit kann sie auf Lastwagen, Kriegsschiffen, Flugzeugen und sogar Satelliten transportiert werden. Frühere ähnliche Systeme konnten nicht länger als drei Sekunden ununterbrochen arbeiten und waren wesentlich sperriger. Demgegenüber ist TPG1000Cs in der Lage, bis zu mehreren tausend hochenergetische Impulse pro Sitzung auszugeben. Gemäss der «South China Morning Post» hat die Anlage lange Tests durchlaufen, die die Stabilität der Funktion bestätigten. https://www.scmp.com/news/china/science/article/3342443/chinese-scientists-build-world-first-20gw-microwave-weapon-can-fire-60-second-bursts



