- Anti-Moskau Rakete wird getestet
- Ukrainische Drohnen modernisiert
- Über 700 Drohnen gegen Russland
- Schläge gegen russische Waffen
- Ukrainischer Pilot im Kampf gefallen
- Ungarn behält gestohlenes Geld & Gold
- Russland exportiert weniger Waffen
- Ukraine ist der grösste Waffenkäufer
- Kreml schlägt gegen Telegram zu
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ANTI-MOSKAU-RAKETE
«Die FP-9 wird Ziele in Moskau problemlos treffen, da sie eine sehr hohe Anfluggeschwindigkeit aufweist. Die Iskander beispielsweise erreicht derzeit etwa 800 Meter pro Sekunde, unsere wird über tausend Meter pro Sekunde erreichen». Das sagte Denys Shtilerman, Chefkonstrukteur und Mitbesitzer der ukrainischen Waffenfabrik «Fire Point», welche Drohnen, Marschflugkörper und Raketen entwickelt, die als FP-1, FP-2, FP-5 («Flamingo»), FP-7 und FP-9 bekannt sind.
«Marschflugkörper und Drohnen können derzeit nichts Wesentliches in Moskau treffen. Dort gibt es einen dichten Luftabwehrgürtel», sagte Shtilerman.
Die Fire Point-Entwickler planen, die ersten Tests der FP-9-Rakete im Frühsommer durchzuführen. Das Projekt knüpft an frühere Systeme von Fire Point an, darunter die FP-7-Rakete.
Das ukrainische Verteidigungsunternehmen Fire Point kann die Produktion von Langstrecken-Drohnen schnell steigern. Aktuell werden diese aus Sicherheitsgründen an mehr als 50 verschiedenen Produktionsorten gebaut: «Derzeit produzieren wir täglich etwa 200 Flugkörper und wir können diese Kapazitäten sehr schnell verdoppeln oder verdreifachen“, sagte Denys Shtilerman.
Die bisher effizienten Drohnen wurden weiterentwickelt:
- Die aktualisierte FP-1 ist neu in der Lage, 105 kg Kampfnutzlast über eine Distanz von bis zu 1’000 km zu liefern.
- Die Drohne FP-2 wurde auf Anfrage des Militärs zur Zerstörung von Munitionslagern und Kommandoposten in einer Entfernung von 100–200 km von der Frontlinie entwickelt. Ihre Kampfausrüstung beträgt 105 kg, aber nach der Modernisierung wird sie auf 158 kg erhöht werden.
- Es wurde auf stationäre Plattformen verzichtet. Die Starts werden von Lastwagen durchgeführt, die als ziviler Transport getarnt sind, was ihre Erkennung erheblich erschwert.
- Die Entwickler haben während des Krieges bereits sieben Generationen von Navigationssystemen ausgetauscht. Derzeit testen sie eine GPS-unabhängige Steuerung mittels Gelände-Bildabgleich, was sie für Störungen durch elektronische Kriegsführung unempfindlich macht.
https://armyinform.com.ua/2026/03/09/200-droniv-na-den-ukrayinska-kompaniya-rozkryla-masshtaby-vyrobnycztva-dalekobijnyh-udarnyh-system/; https://t.me/exilenova_plus/17275

SCHLÄGE GEGEN RUSSLAND
- Eine zerstörte russische Kampfmaschine 72V6 des Komplexes 96K6 «Pantsyr-S1» in der Nähe des Dorfes Nowe im Melitopoler Bezirk der Region Saporischschja.
- Bei der Zerstörung des russischen Shahed-Drohnen-Lagers beim Donezker Flughafen am Samstag gab es auch wichtige personellen Schäden: Mehrere Mitarbeiter der russischen Drohnenfabrik Alabuga in Tatarstan wurden verletzt, darunter auch Chefingenieur Denis Zakirov. Ebenfalls verletzt wurden zudem vier Mitglieder der russischen Drohnenbrigade «Grom Kaskad».
- Das russische Verteidigungsministerium meldet, dass die Ukraine über Nacht eine Rekordzahl von Drohnen in Richtung Russland gestartet hat. 754 Drohnen seien gesichtet worden, die Mehrzahl davon habe abgeschossen werden können. Ob die Zahl stimmt, ist offen. Bisher waren maximal 200 ukrainische Drohnen pro Nacht im Einsatz.
https://t.me/exilenova_plus/17248; https://x.com/noelreports/status/2031026779062681805; https://x.com/front_ukrainian/status/2030972976061985078

UKRAINISCHER PILOT GETÖTET
Am 9. März starb Oberst Alexander Dovhatsch, Kommandeur der 39. Taktischen Luftwaffenbrigade bei einem Kampfeinsatz im Osten der Ukraine. Gemäss ersten Meldungen hatte die russische Armee in dieser Zone eine deutliche Überlegenheit ihrer Luftwaffe und ihrer Luftverteidigungssysteme. Die genauen Umstände des Todes werden untersucht.
Die ukrainische Armee schreibt zum Tod des Piloten:
«Alexander Dovgatch war nicht nur ein Kommandeur. Er war ein echter Führer und Kampfpilot. Seit den ersten Tagen des umfassenden Einmarsches führte die unter seinem Kommando stehende Brigade präzise und schmerzhafte Schläge gegen den Feind aus.
Er führte Hunderte von Kampfeinsätzen durch und traf Feindeskommandozentralen, Technik und Kommunikationsmittel. Er sicherte wiederholt die Deckung von Angriffs- und Bombenflugzeugen und zerstörte feindliche Drohnen und Raketen. Er kämpfte für die Regionen Kyiv, Kharkiv, Kherson und die Snake Island.» https://twitter.com/kpszsu/status/2031013619945668776;
https://t.me/exilenova_plus/17259; https://x.com/gloooud/status/2031013513569665104

UNGARN BEHÄLT RAUBGUT
Das am Wochenende von Ungarn geraubte Gold und Geld der ukrainischen Oschadbank wird in Budapest weiter blockiert.
János Lázár, ungarischer Minister für Bau und Verkehr sagte bei einer Wahlkampfansprache: «Wir geben das Geld nicht zurück. Es bleibt vorerst hier. Wir warten darauf, dass die Pipeline wieder in Betrieb genommen wird.»
Minister Lázár gibt damit zu, dass Ungarn die Bargeldlieferung in Höhe von 80 Millionen Dollar letzte Woche beschlagnahmt hat, um sie als Druckmittel gegen die Ukraine einzusetzen, in der Hoffnung, sie zur Wiedereröffnung der Druzhba-Pipeline zu zwingen. https://twitter.com/b_domotor/status/2031062567188140501?s=43&t=Sxt_HRDdRrW65xCRS1SmHw

KREML: WENIGER WAFFENEXPORT
Russland ist das einzige Land in den Top-10-Waffenexporteuren der Welt, dessen Exporte zurückgegangen sind. Das meldet das «Stockholm International Peace Research Institute» (SIPRI).
- Die Vereinigten Staaten sorgten für 42 Prozent aller internationalen Waffenlieferungen.
- Frankreich belegte den zweiten Platz mit 9,8 % des weltweiten Waffen-Exports.
- Russland belegte den dritten Platz, sein Waffenexport brach um 64 % ein. Insgesamt sank Russlands Anteil am globalen Waffenexport von 21 % in den Jahren 2016–2020 auf 6,8 % in den Jahren 2021–2025.
- Auf Platz vier ist neu Deutschland, welches China als Waffenexporteur überholt hat und in den letzten vier Jahren einen 5,7%-Anteil am weltweiten Waffenexport hatte.
Der Rückgang der russischen Waffenexporte ist keine Überraschung. Wie hier bereits gemeldet (Ukraine Aktuell Nr. 1449: «Russlands Waffenindustrie überschätzt») braucht Russland erstens die Waffen für sich und zweitens sind sie von geringer Qualität, was auch allfällige Käufer realisiert haben.
Der grösste Waffen-Importeur in den Jahren 2021 – 2025 mit einem Anteil von 9,7% am Waffen-Welthandel. Die drei grössten Waffenlieferanten für die Ukraine waren die USA (41% des ukrainischen Waffenimports), Deutschland (14%) und Polen (9,4%).
Allerdings war der Umfang der Waffenlieferungen in die Ukraine im Jahr 2025 deutlich niedriger als in den Jahren 2023 oder 2024 aufgrund der Kürzung der Hilfe aus den USA. https://www.sipri.org/media/press-release/2026/global-arms-flows-jump-nearly-10-cent-european-demand-soars; https://t.me/uniannet/187151
SCHLAG GEGEN TELEGRAM
Der auch in Westeuropa bekannte Messaging-Dienst «Telegram» hat in Russland eine viel höhere Bedeutung. Dies gilt insbesondere für sogenannte «Influenzer» und Militärblogger, sowie für die Kommunikation unter anderem zwischen Soldaten. «Rybar» als einer der meistgelesenen Militäranalysten hat auf «Telegram» mehr als 1,5 Millionen Abonnenten.
Die Beliebtheit der durch die Behörden nicht kontrollierbaren Plattform «Telegram» stört den Kreml. In einem ersten Schritt wurde die Verlangsamung der Datenübertragung ganz eingeschränkt oder stark verlangsamt. Dies führte unter anderem zu Kommunikationsproblemen bei den russischen Truppen.
Nun versucht der Kreml mit einer anderen Massnahme Telegram zu sabotieren. Der «Föderalen Antimonopoldienst (FAS)» und die Zensurbehörde «Roskomnadzor» erklärten rückwirkend auf den 1. September 2025 alle Werbeschaltungen auf Telegram für illegal. Alle seither erschienenen Anzeigen können mit einer Busse von 500’000 Rubel (6’308 US-Dollar) bestraft werden.
Erstes Opfer dieses Verbots ist die Telegram-Plattform der bekannten russischen Beauty-Bloggerin Maria Loskutova, welche für Werbeanzeigen bestraft wird.
Die russische Agentur für Rechtsinformationen « Pravo. Ru» schrieb zu dieser ersten Massnahme: «Die klare Absicht der koordinierten Entscheidung ist es, Telegram als Handelsmittel für Blogger und Werbetreibende unrentabel zu machen. Dies wird wahrscheinlich dazu führen, dass viele Blogger ihre alten Beiträge oder sogar ihre gesamten Kanäle löschen, um Geldstrafen zu vermeiden.» https://twitter.com/chriso_wiki/status/2030278263260553242



