- Serie harter Schläge gegen Besatzer
- Ungarn behält gestohlenes Raubgut
- Schweden setzen Schattenschiff fest
- Unklare Aussagen zu den Sanktionen
- Iran liefert derzeit nichts nach Moskau
- Biennale Venedig empfängt Russland
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SERIE HARTER SCHLÄGE
- In der besetzten Stadt Donezk wurde ein Munitionsdepot der russischen Armee getroffen. Die Folgeexplosionen waren so stark, dass die benachbarten Wohngebiete stark beschädigt wurden. https://t.me/exilenova_plus/17247
- Das Drohnendepot beim Flughafen Donezk ist komplett ausgebrannt. In den ausgebrannten Hallen waren iranisch-russische «Shahed»-Drohnen gelagert und für den Start in Richtung Ukraine vorbereitet worden. Die ukrainische Armee hatte die Lagerstätte in der Nacht auf Sonntag mit britischen und französischen Marschflugkörpern der Typen Storm Shadow/SCALP angegriffen. https://t.me/u_now/193022
- Ukrainische Drohnen trafen den Ölproduktpipeline-Knotenpunkt Armavir im Krasnodar-Kraj. Am Einschlagort gibt es ein Tanklager. Gemäss ersten Videos brennen mehrere Tanks. Ausserdem befindet sich in Armavir eine Pumpstation zum Einspeisen von Öl in die Hauptpipeline und eine Eisenbahnstation zum Transport von Öl per Bahn. https://x.com/noelreports/status/2030405955234435374
- Auf der besetzten Krim hat die ukrainische Armee in der Nähe von Novoozernoye drei Flugabwehrraketen- und Geschützkomplexe «Pantsir-S1» und eine mobile Raketenanlage zerstört. Ausserdem wurde ein russisches schnelles Landungsboot vom Typ «BK-16» versenkt. https://t.me/Crimeanwind/95090
- Gemäss dem ukrainischen Generalstab gab es mehrere Angriffe gegen Drohnen-Operationszentren der russischen Armee. Getroffen wurden die Drohnen-Kommandozentralen «Orion» in der Region Krasnoselsk (Krim), in Dunajets (Belgorod, Russische Föderation), Hulyaypole (Region Saporischschja) und in Selidovo (besetzte Region Donezk). https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid0Q24PGEhmrmLpWVrUt5jiz36DXeR4jyrMq5WUHbQu5wT7q6kSGewzVzWjFzbbPWXNl
- In der russischen Stadt Nowgorod gab es einen Angriff auf das Chemieunternehmen «PAO Akron». Es war die zweite Attacke seit Dezember. In der Anlage gab es Explosionen. Das Unternehmen stellt Basischemikalien her, die auch für die russische Waffenindustrie genutzt werden. https://t.me/Crimeanwind/95087

UNGARN BEHÄLT RAUBGUT
Ungarn hat das Eigentum der ukrainischen Oschadbank auch drei Tage nach dem Überfall auf den Geldtransporter bisher nicht zurückgegeben. Auf dem Territorium Ungarns sind derzeit folgende Gegenstände blockiert:
➡️ 2 gepanzerte Geldtransporter;
➡️ 40 Millionen Dollar;
➡️ 35 Millionen Euro;
➡️ 9 Kilogramm Gold.
Die ukrainische Bank erklärte, dass sie Klagen vorbereite und plane, die Aktionen der ungarischen Behörden vor Gericht anzufechten. Die ungarische Regierung verteidigte ihre Raubaktion mit dem Argument, dass es sich dabei um Geldwäschereigeld handle.
Die „Oschadbank” ist eine ukrainische Bank, die über eine gesetzliche Lizenz für den grenzüberschreitenden Transport von Bargeld verfügt. In diesem Fall wurden Geld und Gold von Österreich in die Ukraine transportiert. Dies ist eine routinemässige Banklogistik.
Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha schrieb am Sonntag: «Dieses Geld gehört nicht Ungarn oder seiner Regierung, sondern der ukrainischen Staatsbank „Oschadbank” und somit den ukrainischen Steuerzahlern. Wir fordern die sofortige Rückgabe und drängen auf eine europaweite Verurteilung dieses beispiellosen Aktes staatlichen Banditentums und Erpressung. Ich ermutige alle unsere europäischen Partner, sich zu Wort zu melden.»
https://t.me/u_now/192981; https://x.com/rshereme/status/2030290133274997077 ; https://x.com/andrii_sybiha/status/2030603236898378108

SCHATTENSCHIFF FESTGESETZT
Das ehemals russische, sanktionierte Schiff «Caffa» fuhr mit falschen Angaben angeblich unter der Flagge von Guinea. Am Freitag beobachteten Beamte der schwedischen Küstenwache und der nationalen Einsatzgruppe die Bewegungen des Schiffs. Danach enterten sie die «Caffa» vor der Südküste Schwedens in der Nähe der Stadt Trelleborg im Rahmen der Aktion «Black Coffee».
Das Schiff hat eine «überwiegend russische Besatzung», teilten Polizei und Küstenwache mit. Eines der Mitglieder wurde wegen mehrerer Straftaten in Untersuchungshaft genommen. Es besteht auch der Verdacht, dass das Schiff gestohlenes Getreide transportierte. Eine gerichtspolizeiliche Untersuchung wurde eingeleitet.
Nach Angaben der schwedischen Transportbehörde wurden bei einer Inspektion Mängel festgestellt, die so schwerwiegend sind, dass ein internationales Nutzungsverbot für das Schiff ausgesprochen wurde. Ein solches Verbot bedeutet, dass das Schiff weder genutzt werden noch seinen Liegeplatz verlassen darf, solange die festgestellten Mängel nicht behoben und von der Behörde überprüft worden sind.
https://www.tv4.se/artikel/5uCl4RnltH5C9FfXXxD7Sk/besaettningsman-anhallen-pa-fartyget-caffa (Danke an Peter W. aus Schweden für den Hinweis); https://t.me/exilenova_plus/17210;

«KEINE AUFHEBUNG DER SANKTIONEN»
Die USA planen nicht, die Sanktionen gegen Russland grundsätzlich aufzuheben. Dies sagte US-Energieminister Chris Wright in einem Interview mit dem US-Sender «CNN». Washington könnte einige Massnahmen lockern, aber die Sanktionspolitik selbst werde bestehen bleiben.
Darüber hinaus erklärte Wright, dass die USA nicht planen, Schläge gegen die Energieindustrie des Iran zu führen.
Derselbe Energieminister hatte am Samstag gegenüber der TV-Station «ABC News» die teilweise Aufhebung von Sanktionen gegen Russland verteidigt. Nur so könne der Preis an den amerikanischen Tankstellen tief gehalten werden.
https://x.com/i/status/2030247275406971362; https://edition.cnn.com/2026/03/08/politics/video/energy-secretary-chris-wright-trump-administration-gas-prices-iran-strikes-oil-storage

IRAN LIEFERT DERZEIT NICHT
Gegenüber Journalisten sagte Volodymyr Zelenskyj zur Frage, was sich wegen des Krieges im Iran ändert: Die Ukraine wird den Ländern des Persischen Golfs beibringen, Drohnen abzuschiessen. Die erste Gruppe ukrainischer Experten und Militärs wird bereits morgen dorthin reisen.
«Aber das Gute daran ist, dass die Iraner derzeit keine Raketen für Angriffe gegen uns und andere Waffen an Russland liefern. Was unsere Seite betrifft, so haben wir einige Nachrichten erhalten, wie wir den Menschen helfen können, wie wir den Zivilisten im Nahen Osten helfen können und auch, wie wir den amerikanischen Soldaten helfen können, die sich in den Stützpunkten in einigen Ländern befinden. Und wir haben gesagt, dass wir Experten entsenden und alles bereitstellen werden, was sie brauchen, um sie zu retten.»
Wie Zelenskyj weiter sagte, werde nach Treffen mit Vertretern der Länder des Nahen Ostens klarer werden, was die Ukraine als Gegenleistung für ihre Hilfe bei der Bekämpfung iranischer Drohnen erhalten könne, doch solche Treffen hätten noch nicht stattgefunden.
Videos: https://x.com/i/status/2030685490630754723; https://x.com/i/status/2030655452027949243

BIENNALE EMPFÄNGT RUSSLAND
Bei der 61. Ausstellung in Venedig ist zum ersten Mal seit Beginn der umfassenden Invasion die Eröffnung eines russischen Pavillons geplant. Russland präsentiert ein Projekt mit dem Titel «Der Baum ist im Himmel verwurzelt». Es handle sich um eine «Konzeption, die den Schwerpunkt auf die Trennung politischer Prozesse und kulturellen Dialogs legt.»
Den Russen wurde die Teilnahme an der Biennale im Jahr 2022 nach dem Überfall auf die Ukraine verboten. Vier Jahre nach der Invasion und dem anhaltenden Krieg wurde kein Grund genannt, warum das Verbot aufgehoben wird. Die Ukraine hat offiziell dazu aufgerufen, diese Entscheidung zu ändern.
Die Biennale von Venedig ist eine der bekanntesten und wichtigsten internationalen Ausstellungen verschiedener Kunst- und Kulturrichtungen, die alle zwei Jahre stattfindet. Es kommen jeweils hunderttausende Besucher nach Venedig zu diesem Ereignis. Die diesjährige Biennale beginnt am 9. Mai.https://t.me/u_now/193001



