- 200 ukrainische Gefangene frei
- Abnehmende Kriegsbegeisterung
- Ukraine schaltet Plattform aus
- Trump bittet Ukraine um Hilfe
- Iran-Krieg schadet der Ukraine
- Kampfjets flogen ohne Waffen
- Ungarn stiehlt ukrainisches Gold
- Fragen nach Putins Aufenthalt
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400 KRIEGSGEFANGENE FREI
Am Donnerstag kamen 200 ukrainische Gefangene aus der russischen Gefangenschaft zurück in ihre Heimat. Dieselbe Anzahl russischer Soldaten wurde ebenfalls freigelassen. Unter den Rückkehrern sind Soldaten der Streitkräfte der Ukraine, Grenzschutzbeamte und Angehörige der Nationalgarde, allerdings keine Azov-Kämpfer.

«Dies ist die erste Phase des Austauschs, auf die man sich in Genf geeinigt hat». Das sagte Kirill Budanov, der die ukrainische Delegation bei den trilateralen Gesprächen in Genf geleitet hatte. (In diesem Newsletter zeige ich mehrere Fotos der Heimkehr der geschundenen ukrainischen Kriegsgefangenen).

WENIGER KRIEGSFREUNDE
14% der Russen sind «klar» für die Fortführung des Krieges gegen die Ukraine und zusätzlich 11% sind «eher» dafür. Die gesamthaft 25% sind die bisher niedrigste Zustimmung zum Überfall auf die Ukraine in den letzten vier Jahren. Zeitweise betrug der Anteil der Kriegsbegeisterten in Russland 48% und im Januar dieses Jahres waren es noch 30%.
Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die in Russland vom «Levada-Zentrum» nach anerkannten Regeln in regelmässigen Abständen durchgeführt wird.

Die Umfrage ergab zudem, dass im Februar 36% der Befragten «klar» für Verhandlungen über ein Kriegsende sind und 31% «eher» dafür sind. Diese 67% sind der höchste Wert, der in den letzten vier Jahren erreicht wurde. Allerdings ist damit noch nichts über die Vorstellungen gesagt, unter denen ein Frieden erreicht werden soll.
Die Kriegsbegeisterung hat in Russland abgenommen, aber noch immer befürworten 72% das Vorgehen der russischen Armee und 57% unterstützen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung.

ANGRIFF AUF PLATTFORM
Die russische Plattform «Siwash» im Schwarzen Meer wurde von einer ukrainischen Drohne angegriffen und die darauf installierten Anlagen beschädigt. Gleichzeitig wurde ein auf der Bohrplattform geparkter Schiffsabwehrhubschrauber Ka-27 getroffen und zerstört.
Videos aus der Sicht der ukrainischen Drohne zeigen den Einschlag.

Die Russen nutzten diese Plattform Relaisstation für Kommunikationssignale und zur Stationierung von elektronischen Kampf- und Luftverteidigungssystemen für Drohnenangriffe auf die Infrastruktur der ukrainischen Regionen Odessa und Mykolajiv.
Infolge der Kampfhandlungen wurden die Kommando- und Kommunikationssysteme sowie die anwesenden Truppen zerstört.
https://t.me/exilenova_plus/17136; https://t.me/Crimeanwind/94912

TRUMP MIT «SCHLECHTEN KARTEN»
28. Februar 2025:
Trump und sein Vize J.D. Vance greifen den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj im Weissen Haus vor laufender Kamera der Weltmedien an. Der damalige Dialog:
ZELENSKYJ: «Während eines Krieges haben alle Probleme. Ihr fühlt das jetzt nicht. Aber ihr werdet es in Zukunft spüren.»
TRUMP: «Das wissen Sie nicht! Sagen Sie uns nicht, was wir fühlen werden! Bei uns wird alles gut sein. Wir werden stark sein. Ihr seid nicht in einer guten Lage! Ihr habt keine Karten!»
5. März 2026:
Die USA bitten die Ukraine bei der Abwehr iranisch-russischer Shahed-Drohnen zu helfen.
ZELENSKYJ: «Wir erhielten von den Vereinigten Staaten eine Anfrage nach konkreter Unterstützung beim Schutz vor Märtyrern («Shaheds»-Drohnen) im Nahen Osten. Ich habe angewiesen, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Anwesenheit ukrainischer Spezialisten zu gewährleisten, die die notwendige Sicherheit garantieren können. Die Ukraine hilft Partnern, die unsere Sicherheit und den Schutz des Lebens unserer Menschen unterstützen.»https://twitter.com/ZelenskyyUa/status/2029611753898742262

FOLGEN DES IRAN-KRIEGS
Russland kann indirekt zu einem Nutzniesser des Krieges gegen den Iran werden. Grund: Die für den Angriff verwendeten Waffen fehlen für den Schutz der Ukraine. Das Wall Street Journal schreibt: «Russland ist der grosse Gewinner, da der Krieg im Iran die Lieferungen erschöpft, die die Ukraine benötigt.»
Die USA haben in fünf Tagen des Krieges gegen den Iran weit mehr Patriot-Abfangraketen (PAC-3) verbraucht, als die Ukraine in vier Jahren zur Verfügung hatte. Ausserdem verschossen die USA und die Golfstaaten in den ersten Tagen der Invasion hunderte von Abwehrraketen, um iranische Raketen- und Drohnenangriffe abzuwehren. Nach Einschätzung von Analysten reichen die Vorräte der Region nur noch für einige Tage.
Gemäss «Wall Street Journal» fehlen nun solche Waffen für eine Sicherheitsgarantie zugunsten der Ukraine bei einem allfälligen Friedensprozess.
Damit die Ukraine wirkungsvoll verteidigt werden kann, benötigt sie pro Monat etwa 60 PAC-3-Geschosse, welche über Patriot Systeme abgeschossen werden können. Der bisher einzige Produzent dieser Waffen, die Firma «Lockheed Martin», konnte im Jahr 2025 etwas mehr als 600 PAC-Geschosse herstellen. Gleichzeitig produziert die russische Waffenindustrie nach Angaben ukrainischer und westlicher Geheimdienste jeden Monat etwa 80 ballistische Raketen. https://www.wsj.com/world/europe/russia-ukraine-iran-war-9722d527

KAMPFJETS OHNE WAFFEN
Russland legte in diesem Winter das ukrainische Stromnetz lahm. Gleichzeitig hatten die mit der Verteidigung des ukrainischen Luftraums beauftragten Kampfflugzeuge fast einen Monat lang kaum etwas zum Abfeuern.
Ende November blieb die Lieferung von «AIM-9 Sidewinder»-Kurzstrecken-Luft-Luft-Rakete aus US-amerikanischer Produktion für die Ukraine aus. Die Folge: Die ukrainischen F-16-Kampfjet-Piloten konnten nur iranisch-russische Drohnen mit Bordkanonen bekämpfen.
Ausserdem mussten sie Raketen laden, welche vorher nicht funktioniert hatten in der Hoffnung, dass sie gut repariert waren. Zu wenige Raketen für den Luftkampf hatten auch die anderen einsatzbereiten Kampfflugzeuge der ukrainischen Armee.
Deutschland und Kanada lieferten erst wieder im Dezember neue Ware.
«Euromaidan-Press» deckt die Mängel in der Waffenversorgung auf und schreibt: «All dies geschah, während Hunderttausende Ukrainer aufgrund russischer Angriffe, die das Land nicht vollständig stoppen konnte, ohne Heizung, Strom und fließendes Wasser auskommen mussten.»

UNGARN STIEHLT GOLD
Am 5. März wurden in der ungarischen Hauptstadt Budapest zwei Geldtransporter festgehalten, die regelmässig ausländische Währungen und Edelmetalle zwischen der ukrainischen Oschadbank und der Raiffeisen Bank Austria transportierten. In den gepanzerten Fahrzeugen befanden sich 40 Millionen Pfund, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold. Sie wurden von sieben Sicherheitsmitarbeitern begleitet.
Laut GPS-Signaldaten befinden sich die illegal festgehaltenen Geldtransporter derzeit im Zentrum von Budapest, in der Nähe einer der ungarischen Sicherheitsbehörden. Die sieben Mitarbeiter, welche die Fahrzeuge begleiteten, werden ebenfalls festgehalten.
Der ukrainische Aussenminister Andrii Sybiha schreibt: «Tatsächlich sprechen wir hier davon, dass Ungarn Geiseln genommen und Geld gestohlen hat. Wenn dies die „Gewalt“ ist, die Herr Orban heute angekündigt hat, dann handelt es sich um die Gewalt einer kriminellen Bande. Dies ist Staatsterrorismus und Erpressung.»
https://t.me/u_now/192745 , https://x.com/andrii_sybiha/status/2029687554568593623

USA ERLAUBEN RUSSEN-ÖL-KAUF
Das US-Finanzministerium hat indischen Ölraffinerien eine 30-tägige Genehmigung zum Kauf russischen Öls erteilt, um «Störungen auf dem Weltmarkt zu vermeiden». Der amerikanische Finanzminister Scott Bessent schreibt: «Diese bewusst kurzfristige Massnahme wird der russischen Regierung keine nennenswerten finanziellen Vorteile bringen, da sie nur Transaktionen mit bereits auf See festsitzendem Öl genehmigt.»
Die USA würden davon ausgehen, dass Indien in Zukunft seine Öleinkäufe in den USA tätigt. Bessent schreibt: «Diese Übergangsmaßnahme wird den Druck mindern, der durch Irans Versuch, die globale Energieversorgung zu blockieren, entsteht.» https://twitter.com/SecScottBessent/status/2029714253725262232

WO WAR PUTIN WIRKLICH?
Dem Rechercheteam von «Radio Free Europe/Radio Liberty» ist aufgefallen, dass die staatlichen russischen Medien alte Videoaufnahmen von Putin zeigten und behaupteten, diese seien aktuell.
«Am 2. und 3. März veröffentlichte Aufnahmen zeigten Putin bei einem Treffen mit inländischen Beamten. Das staatliche Fernsehen sagte, die Treffen hätten „heute“ stattgefunden.
Hinter Putin ist eine Aglaonema-Pflanze zu sehen – mit Blattmustern, die zu älteren Aufnahmen passen, nicht zu aktuellen. Die Bilder wurden früher aufgenommen.
Das ist nicht das erste Mal: Im vergangenen Monat stellte Systema fest, dass Treffen, die laut Kreml und staatlichem Fernsehen vom 9. bis 17. Februar in seinem Büro stattfanden, tatsächlich schon früher aufgezeichnet worden waren. Nach diesem Bericht ersetzte der Kreml die Pflanzen im Büro, aber die alte Pflanze tauchte plötzlich in den neuen Aufnahmen vom März wieder auf.
Warum ist das wichtig?
Während die Kampagne der USA und Israels gegen den Iran eskaliert, scheint der Kreml bestrebt zu sein, den Russen zu zeigen, dass Putin ruhig ist und sich auf innenpolitische Themen konzentriert.
Aber das wiederverwertete Filmmaterial wirft eine Frage auf: Wo war Putin in diesen Tagen wirklich?»
https://x.com/RFERL/status/2029532373310669045; https://www.currenttime.tv/a/systema-putin-aglaonema/33680864.html



