#UKRAINE AKTUELL Nr. 1471 (4.3.2026 / 8Uhr)

  • Russlands systematische Folter
  • Rückeroberungen in der Ukraine
  • «Der Gegner ist geschwächt»
  • Ukraine hat zu wenig Energie
  • Gastanker brennt im Mittelmeer
  • Neuer Stahlbunker vorgestellt
  • Kreml verliert Yukos-Prozess
  • «Putins Denker» ausser sich

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FOLTER UND HINRICHTUNGEN

Im letzten Jahr wurden in russischen Gefängnissen 337 ukrainische Kriegsgefangene hingerichtet. Das berichtet Dmitri Lubinets, der Beauftragte für Menschenrechte im ukrainischen Parlament (Werchowna Rada) während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats.

Lubinets sagte zudem, dass 95% der ukrainischen Kriegsgefangenen in russischer Gefangenschaft systematisch gefoltert werden. Dies zeigen Daten der «Internationalen Überwachungsmission».

Lubinets forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf Moskau zu erhöhen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

https://t.me/uniannet/186778

WEITERE GELÄNDEGEWINNE

In der Region Saporischschja rückten die ukrainischen Streitkräfte in der Nähe des Ortes Verbovoye vor (und befreiten den Ort Jegorjewka) und setzten ihren Vormarsch in diesem Abschnitt fort. Sie rückten etwa 5 km vor und umzingelten den Ort Berezowoe. Südlich dieses Abschnitts halten sie weiterhin den Vormarsch der Besatzer auf.

Im Gebiet von Hulyaypole wurden fast 200 Quadratkilometer von den ukrainischen Truppen zurückerobert. Dort hatte die russische Armee Ende des letzten Jahres in einem Überraschungsangriff die ukrainischen Stellungen überrannt.

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj äusserte sich nur generell zur Lage an der Front: «Die ukrainischen Streitkräfte haben 460 Quadratkilometer Territorium zurückerobert … derzeit werden weiterhin wirksame aktive Operationen durchgeführt.»

https://t.me/DeepStateUA/23251

ZELENSKYJ ZUR FRONTLAGE

Nach einer Sitzung des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates machte Volodymyr Zelenskyj gegenüber Journalisten Aussagen zur Lage an der Front:

➡️ Wir spüren eine gewisse Schwäche des Gegners in Bezug auf Personal. Die Russen haben Probleme mit der Ausbildung von Soldaten. Ihnen fehlt die Zeit für das Training. Die erheblichen Verluste des Gegners beginnen die Situation an der Front zu beeinflussen.

➡️ Das ukrainische Militär muss alles tun, damit die Pufferzone zwischen Russland und der Ukraine in Richtung Kharkiv auf der russischen Seite der Grenze ist. Dann kann die russische Artillerie keine ukrainischen Städte erreichen.

➡️ Moderne Luftverteidigungssysteme, einschliesslich des Systems «Patriot», sind gegen Fliegerbomben wirksam. Wenn die Ukraine mehr solche Systeme hat, kann die russische Luftwaffe keine Lenkwaffen gegen Kharkiv, Saporischschja, Mykolajiv oder Kherson einsetzen, ohne abgeschossen zu werden.

➡️ Es gibt keine universelle Lösung, um die Ukraine vor russischen Angriffen zu schützen. Es ist unmöglich, die Infrastruktur vollständig unterirdisch zu verlegen. Aber der Schutz der strategischen Energie- und Wasserversorgungsanlagen wird so gut wie möglich verstärkt.

https://t.me/u_now/192474,  https://www.president.gov.ua/en/news/rnbo-zatverdila-plani-energetichnoyi-stijkosti-regioniv-ukra-103197

ENERGIEVERSORGUNGS-NOTLAGE

Vor dem Krieg erzeugte die Ukraine mehr als 54 Gigawatt (GW), jetzt sind es weniger als 10 GW. Das sagte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal. «Damals hatten wir in der Energiewirtschaft einen Überschuss, einen Profit, und wir deckten alle Bedürfnisse der Wirtschaft mit Leichtigkeit ab. Bis heute, nach all den russischen Angriffen, sind nominell weniger als 10 GW unserer Erzeugungskapazität übriggeblieben. Selbst das, was wir derzeit wiederherstellen, reicht nicht aus, um den gesamten Bedarf der Wirtschaft vollständig zu decken.»

Heutzutage benötige allein die ukrainische Wirtschaft 18 Gigawatt. Bei einer Eigenproduktion von weniger als 10 Gigawatt bleibe ein grosses Energiedefizit. Dabei sei der Bedarf der Privatpersonen noch nicht mitgerechnet. Die Ukraine versucht, das Defizit so weit wie möglich durch Energieimporte zu decken und die Anlagen wiederherzustellen.

https://t.me/uniannet/186777

RUSSISCHER GASTANKER BRENNT

Der russische Flüssiggastanker «Arctic Metagaz» der Schattenflotte Russlands brennt vor der Küste Libyens im Mittelmeer. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass der LNG-Tanker von Drohnen angegriffen worden sein könnte. Bis zu diesem Vorfall war ein Tanker der Schattenflotte im Mittelmeer das Ziel ukrainischer Drohnen.

Zuletzt meldete der Gastanker seine Positionsdaten am Montag vor der Küste Maltas. Über das Befinden der Besatzung ist nichts bekannt. Das Schiff steht unter Sanktionen der USA und Grossbritanniens und gehört der russischen Firma «SMP Techmanagement LLC».

Weder die russische noch die ukrainische Seite beantwortete die Fragen von Reuters.

https://www.reuters.com/business/energy/russian-flagged-sanctioned-lng-tanker-fire-mediterranean-crew-fate-unknown-2026-03-03

NEUER STAHLBUNKER

An der Messe «Krieg ʼ26: Menschen gegen Maschinen» in Kyiv hat die ukrainische Firma Metinvest einen neu entwickelten Bunker vorgestellt. Es handelt sich um Röhren aus verstärkten Wellenstahl mit einem grösseren Durchmesser als die Vorgängermodelle und sie sind länger. Die Bunker können unter- und oberirdisch eingesetzt werden.

Die Bunker bieten Schutz gegen Trümmerteile und Druckwellen und sind auch für längere Aufenthalte eingerichtet.

Es gibt bereits unterirdische Krankenhäuser und Kommandoposten, die in den neuen Stahl-Bunkern eingerichtet sind. Zivile Versionen werden zum Schutz von Mitarbeitern kritischer Infrastrukturen eingesetzt.

Metinvest will die Produktion um ein Vielfaches erhöhen, sofern vorhersehbare Bestellungen für mehrere Jahre aus dem In- und dem Ausland vorliegen.

https://metinvestholding.com/ua/media/news/vd-krivok-do-citadel-yak-metnvest-rozviva-zahisn-rshennya-dlya-zsu-ta-civljnih-ukransjka-pravda; https://t.me/voynareal/132309

KREML VERLIERT YUKOS PROZESS

Die Zerschlagung des privaten russischen Ölkonzerns Yukos durch Putins Regierung war illegal. Zu diesem Urteil kam der Londoner High Court und gab damit den Klägern die Möglichkeit, die Forderung in England durchzusetzen.

Die Firma gehörte dem ehemaligen Oligarchen Michail Chodorkowski und weiteren Financiers. Sie haben nun die Möglichkeit, von Putin und den am Raub beteiligten Personen einen Schadenersatz von 65 Milliarden US-Dollar zu verlangen. Durchzusetzen sei dieses Recht auf englischem Boden, befand das Gericht.

Bereits 2014 hatte ein Schiedsgericht in Den Haag den Yukos-Investoren einen Schadenersatz von 50 Milliarden US-Dollar zugesprochen.

Yukos war von Putin 2006 zerschlagen worden, weil sich Michail Chodorkowski gegen ihn stellte. Heute ist er einer der führenden Oppositionellen gegen den Kreml-Herrscher für ein demokratisches Russland.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/russland-ex-yukos-aktionaere-koennen-milliarden-schiedsspruch-vollstrecken/100204765.html; https://x.com/MirovichMedia/status/2028900071995998363

«PUTINS DENKER» AUSSER SICH

Putins Chefideologe Alexander Dugin ist angesichts der jüngsten Nachrichten aus dem Iran ausser sich: «Der Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran ist auch ein Krieg gegen Russland. (…) Einer nach dem anderen werden unsere Verbündeten systematisch vernichtet. Wenn die IRGC («Islamische Revolutionsgarden») und der Iran zusammenbrechen, sind wir die Nächsten.»

Im selben Interview betonte Dugin aber auch die Rolle des Irans für die Interessen Russlands: «Der Iran ist im Moment ein Schutzschild – ein Katechon*. Sie haben einen Schlag auf sich genommen, der für uns alle bestimmt war. Und wenn sie durchhalten, wird es ein ungeheurer Erfolg sein.»

*KATECHON: Gemäss dem 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher ist ein Katechon ein „Aufhalter“ des Antichrist; in der russischen Mythologie/ Orthodoxie ein wichtiger Begriff.

https://t.me/MirovichMedia/14131;  https://x.com/i/status/2028845677954933206

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