- Wichtige Raketenfabrik getroffen
- Schläge tief im Innern Russlands
- Chaos in der russischen Armee
- Ungarn blockiert Europas Hilfe
- Ukraine setzt Kampfroboter ein
- Demos für Ukraine-Solidarität
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SCHLÄGE HINTER DER FRONT
- Am Freitag wurde das «Wotkinsker Maschinenbauwerk» in der Stadt Wotkinsk (Russland) in der Republik Udmurtien mit «Flamingo»-Marschflugkörpern angegriffen. Getroffen wurde die Produktionshalle. Das Werk befindet sich weit im russischen Hinterland und zählt zu den Schlüsselunternehmen der russischen Militärindustrie. Das «Wotkinsker Werk» stellt Triebwerke für Raketen vom Typ «Yars», «Topol», «Oreshnik» und «Iskander-M» sowie Teile für die Seeraketen vom Typ «Bulawa» her.
Mit dem Angriff haben die Firepoint-Marschflugkörper vom Typ «Flamingo» bewiesen, dass sie grosse Distanzen zielgenau überwinden können. https://t.me/kiber_boroshno/12573; https://t.me/exilenova_plus/16578 ; https://t.me/u_now/191343
- Drohnen der ukrainischen Armeeinheit «SBS» zerstörten in der Nacht zum 20. Februar drei russische TOR-Luftverteidigungssysteme. Die Anlagen befanden sich im besetzten Teil der Region Saporischschja. Eingesetzt wurden Mittelstrecken-Drohnen vom Typ «FP-2» mit 60 Kilogramm schweren Sprengköpfen. https://sbs-group.army/
- Bei einem Angriff auf den Ölterminal «Tamanneftegas» wurde die Produktions- und Abfüllanlage für Spezialfette zerstört. Beim Gasverarbeitungswerk Neftegorsk» Gasverarbeitungswerk in der Region Samara wurde ein Tank vollständig zerstört, ein weiterer ist ausgebrannt, und der dritte wurde beschädigt. https://t.me/exilenova_plus/16589; https://t.me/u_now/191355

CHAOS AN DER FRONT
Die fast zeitgleiche Abschaltung von Starlink durch Elon Musk und die Verlangsamung von Telegram durch die russische Regierung hat laut russischen Kriegsbloggern massive Auswirkungen auf die russischen Streitkräfte in der Ukraine. Sie sagen, dass die jüngsten ukrainischen Vorstösse eine direkte Folge der dadurch verursachten Probleme sind. Der ukrainische Präsident Zelenskyj bezifferte die Fläche der rückeroberten Gebiete am Freitagabend mit 300 Quadratkilometern.
Der Kreml-Blogger «Two Majors» schreibt: «Man kann sagen, dass es genau diese kombinierten Kommunikationsprobleme waren, die in den letzten Tagen zu den lokalen Offensiven der ukrainischen Streitkräfte im Süden von Kupjansk und in Richtung Saporischschja geführt haben. Das haben wir uns nicht ausgedacht, sondern Veteranen aus verschiedenen Teilen der Front haben uns das erzählt.»
Svyatoslav Golikov schreibt in seinem Kanal «Philologist in Ambush», dass «die Abschaltung von Starlink sehr negative Auswirkungen hatte; die Menschen vor Ort laufen seit zwei Wochen wie verrückt herum und versuchen, alternative inländische Systeme zu finden, die einfach nicht in den von der aktiven Armee benötigten Mengen verfügbar sind und deren Preise jetzt (plötzlich!) in die Höhe geschossen sind (alles für die Front, alles für den Sieg, ja).»
Russlands Militärführung begegnet der schlechten Berichterstattung, indem sie die Bedeutung von Starlink und Telegram herunterspielen. Alexey Krivoruchko, einer der vielen stellvertretenden Verteidigungsminister der Russischen Föderation, sagte: «Die Abschaltung der Starlink-Terminals hatte keine Auswirkungen auf die Kommando- und Kommunikationssysteme der Truppen der Einheiten und Formationen in der Sonderoperationszone. Die bestehenden Kommando- und Kontrollsysteme gewährleisten einen stabilen Informationsaustausch über sichere Kanäle.»
Auch Valery Tishkov, Leiter der Hauptkommunikationsdirektion der russischen Streitkräfte sagte Ähnliches: «Der Einsatz des Truppenführungs- und Kontrollsystems wird durch die Nutzung aller Arten von Kommunikationsmitteln gewährleistet. Die Nutzung feindlicher Kommunikationsausrüstung an der Front erfolgte nur durch einzelne Einheiten, in erster Linie um den Feind in die Irre zu führen und Angriffe in seine Tiefe zu starten.»
Der Militärblogger Golikov hat dafür nur Spott übrig: «Die Nuance besteht darin, dass dieses sehr formal geregelte System nicht den modernen Anforderungen entspricht, um die Truppen mit allen notwendigen Arten von Kommunikationsmitteln und Kommunikationsplattformen auszustatten. (…) Und Herr Tishkov: Würde er vielleicht erklären, warum zum Teufel die Frage des massenhaften Satelliten-Internetzugangs in den Streitkräften immer noch nicht gelöst ist?»
https://x.com/ChrisO_wiki/status/2024415172970873068; https://t.me/dva_majors/88328 ; https://t.me/philologist_zov/3608;

UNGARN BLOCKIERT UKRAINE
Ungarn hat einen EU-Kredit von 90 Milliarden Euro für die Ukraine blockiert. Damit droht der Ukraine ein Haushaltsdefizit mit negativen Folgen für die weitere Finanzierung.
Budapest hat sich im letzten Moment gegen die Entscheidung über gemeinsame Kreditaufnahmen mit Garantien aus dem EU-Haushalt gestellt. Für die Inbetriebnahme des Mechanismus ist die einstimmige Zustimmung aller 27 EU-Staaten erforderlich — und genau diese fehlte.
Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten den 90-Milliarden-Euro-Paket bereits im Dezember als finanzielle «Polster» für Kyjv im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg vereinbart. Damals stimmten die moskauorientierten Regierungen Ungarns, der Slowakei und der Tschechischen Republik dem Kredit zu, sofern sie nicht für die Zinsen und die Rückzahlung verantwortlich sein würden — die Kosten sollten auf die anderen EU-Länder verteilt werden.
Ohne diese Mittel könnte die Ukraine bereits im April ein Haushaltsdefizit haben, schreibt die «Financial Times». Auch das IWF-Programm im Wert von 8 Milliarden Euro ist in Gefahr — es ist direkt an die Erlangung europäischer Finanzhilfe gebunden. https://www.ft.com/content/9bb03b35-2bf5-44fb-b02e-0dbbc3b87b7f

METALL STATT FLEISCHWOLF
Das ukrainische Militär will Infanteriesoldaten durch bewegliche Bodenplattformen ersetzen. Anstelle von Maschinengewehrschützen und Granatwerfer-Besatzungen sollen Roboter in die Kämpfe geschickt werden, die dank KI teilautonom kämpfen und ferngesteuert werden können.
Doch gemäss der Onlineplattform «Ukrainska Pravda» haben nur fünf von 13 Herstellern mit ihren Geräten die harten Einsatztests bestanden. Sie müssen modifiziert werden, wenn sie weiter in der Armee eingesetzt werden wollen. Insgesamt aber werden die Bodenroboter im Kampf immer wichtiger und die anfängliche Skepsis weicht einer zunehmenden Anerkennung.
Zurzeit werden die meisten Bodenroboter für die Evakuierung von Verwundeten, für Aufklärungsmissionen und das Legen von Bodenminen eingesetzt.
In einem nächsten Schritt sollen die Roboter als Maschinengewehrträger und Granatwerfer eingesetzt werden. Denn der Transport dieser Waffen in frontnahe Stellungen ist für menschliche Infateristen extrem gefährlich. Da die Russen mit einer grossen von kleinen Gruppen vordringen, ist die Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor. Hier sind voll ausgerüstete Maschinengewehrplattformen gegenüber Infateristen im Vorteil, weil sie sofort schiessen können. Die Munition wird ebenfalls automatisch verfolgt: Die Bediener wissen immer, wie viele Schuss noch übrig sind.
KI-gestützte Module erkennen Feinde anhand ihrer Bewegungen und Wärmesignaturen. Sie können Ziele selbstständig verfolgen, aber das Feuer wird von einem Menschen kontrolliert, um «Friendly Fire» zu vermeiden.
Eine weitere Waffenoption für Bodenroboter sind automatische Granatwerfer. Ihr Vorteil gegenüber Maschinengewehren besteht darin, dass sie Ziele aus gedeckten Positionen angreifen können, indem sie über Kopf und ausserhalb ihrer direkten Sichtlinie feuern.
Obwohl die Ukraine in der Entwicklung von Bodenrobotern eine weltweit führende Stellung hat, sind die Erfahrungen in der Bedienung solcher Bodenroboter bescheiden. Ukrainische Truppen sagen, dass die Verfahren zur Planung von Infanteriekämpfen auch auf Kampfroboter angewendet werden, aber die Koordination eines Angriffs, an dem diese beteiligt sind, ist schwieriger als die Befehlsgebung nur an menschliche Streitkräfte.
Einer der Roboter-Entwickler sagt: «Wir haben nicht genug Leute. Die Russen werfen ihre Männer in den Fleischwolf, wir schicken Roboter auf den Schrotthaufen. Wir stürmen mit ihnen, verlieren sie, tauschen aber Geld und Metall gegen feindliche Arbeitskräfte.»
https://www.pravda.com.ua/eng/articles/2026/02/02/8019085

DEMOS FÜR DIE UKRAINE
📍Die 209. Demonstration für Frieden in der Ukraine findet heute auf dem Friedensplatz um 10:30 Uhr in Darmstadt statt.
📍Heute gibt es eine Demonstration unter dem Motto «Vier Jahre der russischen Vollinvasion“.
um 13:30 Uhr beim Corneliusplatz in Düsseldorf.
📍In Berlin finden ein Marsch und eine Demonstration am 24. Februar statt. Marsch 18:00–19:00 Uhr, Route: Lustgarten → Brandenburger Tor. Demonstration: 19:00–20:00 Uhr Brandenburger Tor.
📍 Am 24. Februar um 19:00 Uhr, Kundgebung auf dem Roncalliplatz in Köln.
📍 In Oberhausen gibt es am 24. Februar um 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Saporischschja-Platz mit Ansprache von Bürgermeister Werner Nakot.
📍In Olten am 24. Februar um 18:30 Solidarität mit der Ukraine in der Stadtkirche.
📍In Stuttgart findet am 24. Februar am späten Nachmittag ein Marsch für die Ukraine durch die Innenstadt statt.
📍In Weinfelden (Schweiz) treffen sich am 24. Februar um 18 Uhr Unterstützer der Ukraine in der Evangelischen Kirche.
📍In Zürich gibt es am 24. Februar um 18 Uhr eine Demonstration vom Helvetiaplatz bis zum Bürkliplatz mit anschliessender Kundgebung.
📍In Bern findet am 28. Februar um 14 Uhr eine Demonstration von der Schützenmatte zum Bundesplatz statt mit anschliessender Kundgebung.



