#UKRAINE AKTUELL Nr. 1458 (19.2.2026 / 8Uhr)

  • Ergebnislose Verhandlungen
  • Putins Billionen-$-Angebot
  • Sanktionen gegen Belarus
  • Beeindruckter US-Politiker
  • Russen als Krim-Fremdkörper

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VERHANDLUNGEN BEENDET

Die trilateralen Gespräche Ukraine – USA – Russland in Genf dauerten am zweiten Tag knapp zwei Stunden. Rustem Umerow von der ukrainischen Delegation sagte danach unverbindlich: «Es gelang, einige Fragen zu klären, über den Rest wird weiterverhandelt». Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj schrieb: «Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich das Ergebnis der Genfer Treffen nicht als zufriedenstellend bezeichnen.»

Karoline Leavitt, Sprecherin des Weissen Hauses, sagte: «Bei den Verhandlungen in Genf wurden von beiden Seiten spürbare Fortschritte erzielt. Ein weiterer Konsultationsrunde steht noch bevor.»

Die russische Delegation äusserte sich nicht.

https://x.com/ZelenskyyUa/status/2024207498853401004  https://t.me/u_now/191150

PUTINS ANGEBOT AN TRUMP

Moskau hat der US-Regierung ein Wirtschaftsabkommen angeboten, welches alles bisher Dagewesene übersteigt. Der russische Unterhändler Kirill Dmitriev (FOTO) sprach von einem «Portfolio russisch-amerikanischer Projekte», welches den Wert von 14 Billionen Dollar übersteigt. Im Gegenzug erwartet die russische Regierung eine Lockerung der Sanktionen. https://t.me/u_now/191163

Die Wirtschaftszeitung «The Economist» hat die verfügbaren Angaben mehrerer Geheimdienste zusammengefasst und bewertet:

➡️ Der Gesamtwert der wirtschaftlichen Vereinbarungen soll gemäss der bisherigen Angaben den Wert von 12 Billionen US-Dollar übersteigen. Dies entspricht etwa fünf Mal das gesamte Bruttoinlandprodukt der Russischen Föderation pro Jahr.

➡️ Die USA boten die Teilnahme an der Öl- und Gasförderung in der Arktis, an der Entwicklung von Seltenerdmetallen, am Bau von Datenzentren mit Nuklearantrieb und am Bau eines Tunnels unter der Beringstrasse an.

➡️ Ausserdem wurde angeboten, die Vermögenswerte des Ölkonzern Exxon Mobil im Wert von 5 Milliarden US-Dollar zurückzugeben.

➡️ Trumps Vertreter interessieren sich am meisten für die Teilnahme an Megaprojekten, die die globalen Rohstoffmärkte verändern könnten.

➡️ Im Kreml wurde von einer «Schatzkammer arktischer Ressourcen» gesprochen, an der Dutzende internationaler Investmentfonds teilnehmen sollen.

«The Economist» schreibt, dass die Schätzungen des Kremls stark übertrieben sind, und die versprochenen Billionen sind wenig realistisch. Selbst im optimistischsten Szenario werden die möglichen Finanzströme auf etwa 340 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt — deutlich weniger als die angekündigten 12 Billionen US-Dollar. https://www.economist.com/finance-and-economics/2026/02/17/will-investing-in-russia-really-bring-america-a-12trn-bonanza

SANKTIONEN GEGEN BELARUS

Die Ukraine hat ein Paket von Sanktionen gegen den weissrussischen Diktator Alexander Lukaschenko und sein Regime verhängt und arbeitet mit Partnern zusammen, damit diese Entscheidung globale Auswirkungen hat.

Laut dem ukrainischen Präsidenten Zelenskyj hat Russland 2025 in Weissrussland Relaisstationen zur Steuerung von Angriffsdrohnen aufgestellt. Dies hat zu einer Zunahme der Angriffe in der Nacht in der Ukraine geführt. Mehr als 3’000 weissrussische Unternehmen arbeiten für den russischen Rüstungsbereich, einschliesslich der Lieferung von Komponenten für Raketen. Dazu gehören kritische Bauteile und fahrbare Untersätze für diese Waffen. Die Aufrüstung setzt sich auch im Jahr 2026 fort.

Lukaschenko setze seine persönliche Macht ein, um die Sanktionen der Welt für die russische Aggression zu umgehen. Er sei direkt mitverantwortlich für die Beteiligung, die Ausweitung und die Verlängerung des Krieges.

Zelenskyj erklärte auch, dass in Weissrussland die Installation von Mittelstreckenraketen des Typs «Oreshnik» andauern. Dies sei nicht nur eine Bedrohung für die Ukrainer, sondern auch für alle Europäer.

https://t.me/V_Zelenskiy_official/18011

BEEINDRUCKTER POLITIKER

Mark Kelly ist ein ehemaliger Astronaut und heute als Demokrat und Vertreter des US-Staates Arizona im amerikanischen Senat. Nach einer Begegnung mit einem ehemaligen ukrainischen Kriegsgefangenen schrieb er auf «X»:

«Dieses Wochenende traf ich einen ukrainischen Marineinfanteristen, der zweieinhalb Jahre als Kriegsgefangener in Russland verbracht hat. 

Er erzählte mir, wie sie ihn mit Elektroschocks und Schlägen mit Stöcken gefoltert haben. In der Gefangenschaft verlor er mehr als 60 Pfund. Er verbrachte lange Zeit in Einzelhaft. 

All das taten sie, um ihn dazu zu bringen, falsche Geständnisse zu unterschreiben. Das haben sie auch mit anderen Gefangenen gemacht. Die Russen versuchen, sie zu foltern, bis sie ein falsches Geständnis unterschreiben, das für Propagandazwecke verwendet werden kann. Das verstößt gegen jedes Kriegsrecht und jeden Grundsatz unserer Menschlichkeit, aber genau das ist Putin. 

Dieser ukrainische Marineinfanterist gab nicht nach. Er erzählte mir, dass er jeden Abend, wenn sie mit den Misshandlungen fertig waren und er endlich einen Moment Zeit hatte, laut sagte: „Ein Tag näher an meiner Heimat.“

Er wusste nicht, wann dieser Tag kommen würde, aber er glaubte fest daran, dass er kommen würde. Schließlich wurde er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen.

Das ist es, was gewöhnliche Ukrainer für ihr Heimatland opfern. Deshalb müssen wir Putin wirtschaftlich unter Druck setzen, damit er tatsächlich an den Verhandlungstisch kommt, um diesen Krieg zu beenden.» https://x.com/SenMarkKelly/status/2024204889484591477

DIE KRIM-FREMDKÖRPER

Am 20. Februar 2014 begann Russland mit der Besetzung der ukrainischen Krim-Halbinsel. In den letzten 12 Jahren wurden rund eine Million Russen auf der Krim angesiedelt, aber viele blieben nicht. Sie scheiterten aus verschiedenen Gründen, berichtet die Journalistin Victoria Veselova.

Viele Russen sahen im Umzug auf die Krim eine Perspektive für ein Leben am Meer und die Möglichkeit, von den föderalen Mitteln zu profitieren, die die russischen Behörden in die Halbinsel pumpten. Doch die Realität sah anders aus: zu hohe Immobilienpreise, fehlende entwickelte Infrastruktur, niedrige Löhne, ein Klima, das nicht für jeden geeignet ist, sowie die «krimtatarische Mentalität».

Laut Statistik, die die russische Beraterin für Immobilien auf der Krim Ksenia Schwartz nennt, bleiben von zehn Neuankömmlingen in den letzten Jahren nur zwei auf der Halbinsel: «Die ersten sechs Monate – Euphorie. Doch dann beginnen die Menschen, die Stadt realistischer zu sehen und die Nachteile zu bemerken: schlecht ausgebaute Infrastruktur, niedrige Löhne, teure Lebensmittel und generell ist das Leben hier teuer.»

Neben wirtschaftlichen und infrastrukturellen Problemen geben die Russen an, dass sie auf der Krim den Einfluss der «einheimischen Mentalität» und die «Schwere» des internationalen Sanktionsdrucks spürten, «das Gefühl, dass die Welt dort in den 90er Jahren stehen geblieben ist» und «Wir sind Fremde und werden auch so wahrgenommen.»

Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine begannen viele Russen die Krim zu verlassen. Dazu beigetragen haben auch die zunehmenden Angriff der ukrainischen Armee auf Stationen russischen Armee auf der Krim.

https://ru.krymr.com/a/krym-rossiyane-chuzhaki-zameshcheniye-naseleniya/33594008.html

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