- Navalny wurde mit Pfeilgift getötet
- Zelenskyjs Rede in München
- Gespräche bringen keinen Frieden
- China könnte zum Frieden beitragen
- Angriff auf Russland mit 140 Drohnen
- Über 6’000 Nordkoreaner gefallen
- Kolumbianer kämpfen für die Ukraine
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FROSCHGIFT GEGEN NAVALNY
Die russische Oppositionsplattform «The Insider» hat veröffentlicht, womit Alexander Navalny vergiftet wurde: Mehrere unabhängige Labors konnten in den Proben Epibatidin nachweisen – ein hochtoxisches Gift, das aus der Haut des südamerikanischen Baumfröschchens Epipedobates tricolor extrahiert wurde und von Einheimischen als Pfeilgift verwendet wird.
«Die aus öffentlichen Quellen bekannten Symptome von Alexei Navalny stimmen mit dem überein, was über die Wirkung von Epibatidin bekannt ist.», schreiben die Forscher, aus Grossbritannien, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande in einer gemeinsamen Erklärung.
Das Gift verursacht in einer ersten Phase Tachykardie («Herzrasen»), Hypertonie (Bluthochdruck), Erbrechen, Myoklonus (Muskelzuckungen) und Krämpfe. Schnell wechselt es zu Bradykardie (Herzrhythmusstörungen), Hypotonie (kritisch tiefer Blutdruck) und Atemdepression.
Basis für die Laboruntersuchungen war Biomaterial von Alexei Navalny, das aus Russland heraus geschmuggelt werden konnte.
«The Insider» gilt als zuverlässige Informationsquelle, welche von Journalisten produziert werden.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte die britische Aussenministerin Yvette Cooper, dass «nur die russische Regierung die Mittel, das Motiv und die Gelegenheit hatte», das Gift einzusetzen, während Navalny in Russland inhaftiert war.
Julia Navalnaya, die Witwe des Ermordeten, sagte in einer Videobotschaft, Es sei sicher keine Neuigkeit, dass der Kremlchef ein Mörder sei. «Aber jetzt haben wir noch einen direkten Beweis dafür. Und ich hoffe sehr, dass er irgendwann auf der Anklagebank landet und sich für alles, was er getan hat, verantworten muss.».
Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, nannte die Meldung über das verwendete Gift ein «Ablenkungsversuch». Russland werde informieren, sobald die Analysen vorliegen.
Alexej Navalny starb vor zwei Jahren.
https://theins.ru/en/news/289387; https://t.me/rbc_news/142796 ; Video Navalnaya: https://www.youtube.com/watch?v=B2vEvS_pG54

ZELENSKYJS MÜNCHER WORTE
An der Sicherheitskonferenz in München hielt Volodymyr Zelenskyj eine Rede und gab danach mündlich Auskunft.
➡️ In der Ukraine gibt es kein einziges Elektrizitätswerk, das nicht von Russland angegriffen wurde, aber wir produzieren immer noch Elektroenergie, dank unserer Leute.
➡️ Jede Nacht wird die Ukraine mit nicht weniger als hundert Schahid-Drohnen konfrontiert, manchmal sind es 400-500. Wir schiessen 90% von ihnen ab;
➡️ Es gibt Geheimdienstinformationen, dass ein neuer massiver Angriff ist in ein oder zwei Tagen möglich ist;
➡️ Die Flugabwehrraketen, die uns am Sonntag geliefert wurden, wurden bereits am Donnerstag eingesetzt;
➡️ Die Ukraine braucht dringend Raketen für Patriot und andere Flugabwehrsysteme;
➡️Wir haben noch nicht viele «Flamingo»-Marschflugkörper. Eine grosse Produktionslinie wurde von den Russen zerstört – sie wurde bereits verlegt.
➡️ Mit dem Programm «PURL» kauft Europa Waffen in den USA für uns und sorgt für unsere Fähigkeit, ballistische Angriffe abzuwehren;
➡️ Die Ukrainer halten die europäische Front;
➡️ Allein im Dezember haben die ukrainischen Streitkräfte 35’000 Besatzer elgetötet und schwer verletzt. Im Januar gab es weniger russische Angriffe, und die russischen Verluste betrugen etwa 30’000 Personen;
➡️ Die ukrainische Armee ist die stärkste in Europa, daher ist es einfach unklug, sie ausserhalb der NATO zu halten;
➡️ Putin mag sich selbst als Zar sehen, aber in Wirklichkeit ist er ein Sklave des Krieges;
➡️ Putin lebt nicht wie normale Menschen. Er berät sich eher mit Zar Peter und Kaiserin Katharina über territoriale Eroberungen als mit irgendjemandem aus der Gegenwart über das wirkliche Leben.
➡️ Die USA sagten zu Beginn des Krieges — grabt einfach Schützengräben;
➡️ Die Ukraine hat von den USA ein Angebot für 15-jährige Sicherheitsgarantien erhalten, aber die Ukraine möchte 30 oder 50 Jahre. Das ist auch wichtig für Investoren;
➡️ Der ungarische Staatschef Viktor Orban sollte aufhören, darüber nachzudenken, wie er seinen Bauch vergrössern kann. Er sollte darüber nachdenken, wie er seine Armee vergrössern kann, um erneut russische Panzer auf den Strassen von Budapest zu vermeiden;
➡️Putin möchte «München» wiederholen, jenes seines Vorgängers (Hitlers) von 1938 (als ein Teil der damaligen Tschechoslowakei Nazi-Deutschland zugesprochen wurde);
➡️ Putin will den ganzen Donbass, um den Russen einen solchen Sieg «zu verkaufen». Wir werden niemals Truppen abziehen, denn dort leben 200’000 Ukrainer;
➡️ In Russland befinden sich 7’000 ukrainische Gefangene, bei uns befinden sich über 4’000 Russen.
➡️ Am 17. Und 18. Februar soll es in Genf zu weiteren trilateralen Gesprächen kommen.
(Verschiedene Quellen)

KEIN FRIEDE DURCH REDEN
Der Ausgang des Krieges wird nicht durch Verhandlungen entschieden, sondern durch die Frage, «wer zuerst bricht». Das sagte der polnische Aussenminister Radosław Sikorski an der Sicherheitskonferenz in München.
Seiner Meinung nach sind Putins Friedensangebote ein Frieden auf Kosten der Kapitulation der Ukraine: «Jeder Diktator will Frieden: Wenn ihr euch ergebt, wird es Frieden geben. Die Frage ist nur – zu welchen Bedingungen».
Sikorski betonte, dass der Kreml bereit sei, die «Ukrainizität» nur als eine provinzielle Version der russischen Kultur zu tolerieren, aber nicht als eine separate Nation: «Die Frage in diesem Krieg ist: Wer bricht zuerst?». Und der Schlüsselfaktor dabei sind laut Sikorski die Ressourcen Russlands:
«Die eigentliche Frage ist, wann Putin die Ressourcen für die Kriegsführung erschöpft hat. Die Risse in der russischen Wirtschaft beginnen sich bereits zu zeigen».

EIN ANRUF VON XI GENÜGT
Der chinesische Staatschef Xi Jinping könnte morgen den russischen Diktator Putin anrufen und seinen Krieg gegen die Ukraine beenden. Diese Meinung äusserte der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker.
Eine Möglichkeit für China wäre es auch, die Lieferung von Dual-Use-Technologien an Russland einzustellen und russisches Öl und Gas nicht mehr zu kaufen.
Whitaker betonte, dass jedes Friedensabkommen für die Ukraine akzeptabel sein müsse. Laut dem amerikanischen Diplomaten sei Russland jedoch wohl kaum zu einem echten Kompromiss bereit: «Ich bin mir nicht sicher, ob die Russen zu einem Abkommen bereit sind oder jemals dazu in der Lage sein werden. Aber wissen Sie, ich bete für Frieden, denn dieser Krieg muss enden. Er ist einfach furchtbar.»
ERSCHÖPFUNGS-ANGRIFF
Mit mehr als 140 Drohnen hat die Ukraine in der Nacht auf Sonntag grenznahe russische Regionen attackiert. Die Mehrzahl der Flugkörper sollten zur «Erschöpfung» der russischen Luftverteidigung beitragen, während einzelne Drohnen Hafenanlagen und militärisch relevante Industrieanlagen angriffen.
Explosionen waren in Krasnodar, Noworossijsk, Gelendschik, Slawjansk-na-Kubani, Sotschi, Anapa, Tuapse und Adygeja zu hören. Gemäss ersten Meldungen wurde die Tankanlagen im Hafen von Temryuk und Sotschi in Brand gesetzt.
Die illegal zwischen Russland und der Krim errichtete Kertsch-Brücke blieb von Samstagabend 19 Uhr bis am Sonntagmorgen 6 Uhr gesperrt.
Das russische Verteidigungsministerium meldete Brände durch «abgeschossene Drohnen». Insgesamt hätten die russischen Truppen 68 Drohnen zerstört.
https://t.me/exilenova_plus/16394; https://t.me/u_now/190782; https://t.me/rbc_news/142811; https://t.me/Crimeanwind/93790
NORDKOREANISCHE VERLUSTE
Für den Krieg gegen die Ukraine liefert Nordkorea nicht nur Waffen und Munition, sondern auch Soldaten. Wie die der südkoreanische Geheimdienst meldet, haben die Nordkoreaner bisher 6’000 – 7’000 Personen durch Tot oder Verwundung im Krieg gegen die Ukraine verloren.
Aktuell befinden sich 11’000 nordkoreanische Soldaten in Russland, die in Frontgebieten stationiert sind. Im Dezember 2025 seien 1’100 Nordkoreaner in ihre Heimat entlassen worden. Sie könnten jederzeit wieder in den Krieg zurückgeschickt werden, vermutet der südkoreanische Geheimdienst. https://x.com/StratcomCentre/status/2022433105148105114

KÄMPFENDE KOLUMBIANER
Kämpfer aus Kolumbien werden zu einer immer bedeutenderen Kraft in der ukrainischen Armee. Derzeit sind es etwa 7’000 Männer aus dem südamerikanischen Staat engagiert. Das sind mehr als aus jedem anderen Land, berichtet der britische Sender «BBC».
Laut Sergeant Luis Ortiz, der die Rekrutierung durchführt, sind in den letzten vier Monaten weitere etwa 1’200 Personen in die Ukraine gekommen.
Für die meisten Kolumbianer ist der Lohn ein wichtiger Faktor: Ein Monat Dienst in der Ukraine entspricht einem Jahreslohn in ihrer Heimat. Gegenüber BBC sagten einzelne Kämpfer, dass für sie das Geld nicht die Hauptmotivation sei.
Die Kolumbianer selbst sind im Ausland sehr gefragt, da diese Armee eine der stärksten in Lateinamerika ist und die Ausbildung den NATO-Standards entspricht.
Darüber hinaus verlangt die kolumbianische Armee, dass ihre Soldaten im Alter von 40 Jahren in Rente gehen – zu früh für viele, die kämpfen können und nützlich sein wollen. Dies hat zur Entstehung eines Netzwerks von Vermittlern geführt, die diesen Soldaten Arbeit im Ausland vermitteln. https://www.bbc.com/ukrainian/articles/cp9mzr7lyjjo



