UKRAINE AKTUELL Nr. 1445 (6.2.2026 / 8Uhr)

  • Russlands Kälte-Terror gegen Zivilisten
  • Kein Starlink mehr für russische Armee
  • 314 Gefangene konnten nach Hause
  • Flamingo statt Tomahawk und Taurus
  • Zelenskyj steigt in der Gunst des Volkes
  • Getreide Diebstahl in grossem Umfang
  • Epstein-Files: Trumps Name gelöscht

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KREML SETZT KÄLTE-TERROR FORT

In Kharkiv wurde das Heizkraftwerk CHP‑5 (FOTO) gezielt getroffen. Über 105’000 Menschen sitzen in ihren Wohnungen bei bis zu −20 °C ohne Heizung und oft ohne Strom. Am härtesten trifft es Kinder, alte Menschen, Kranke und Pflegebedürftige.

In Kyjv wurde das Darnytska-Heizkraftwerk durch feindliche Angriffe fast vollständig zerstört, so der Minister für Gemeinde- und Territorialentwicklung, Oleksiy Kuleba. Aufgrund der russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur seien 1’146 Häuser ohne Wärmeversorgung. Ein Teil der Häuser verfügt noch über eine funktionierende Stromversorgung und können deshalb Elektroheizungen nutzen.

Das Darnytska-Heizkraftwerk versorgte etwa 500’000 Menschen in Kyjv. Seit Beginn der Heizperiode wurde es bereits fünf Mal mit ballistischen Raketen und mit Drohnen angegriffen und ist nun fast vollständig zerstört.

https://x.com/IsaZalitatsch/status/2019431468787986704; https://x.com/iaponomarenko/status/2019521960297001400;

SCHLUSS MIT RUSSEN-STARLINK

SpaceX und das ukrainische Verteidigungsministerium haben eine Lösung erarbeitet, mit der die ukrainischen Starlinks aktiv bleiben und die russischen abgeschaltet werden können. Wie das gemacht wird, bleibt geheim.

Die ukrainischen Starlinkverbindungen funktionieren weiterhin, versicherte der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov. Voraussetzung dafür ist, dass sie auf einer sogenannten «Whiteliste» stehen und ordnungsgemäss konzessioniert sind. Dies ist bei einigen Truppen in Frontnähe offenbar nicht der Fall.

Die russischen Angriffstruppen haben durch den Wegfall der Starlink-Kommunikation ein grosses Problem. Russische «Z-Kanäle» berichten, dass die Kommunikation zusammengebrochen und die Befehlsgewalt gestört sei. An mehreren Frontabschnitten seien die Angriffsoperationen gestoppt worden.

Der russische Propagandist Wladimir Solowjow fordert Trump auf, Elon Musk anzurufen. Andernfalls droht Solowjew mit Angriffen auf Starlink-Fabriken und Satelliten im Weltraum.

Der russische Kanal «Two Majors» schreibt: «Der Absturz der Starlink-Terminals in den russischen Streitkräften ist eine äusserst unangenehme Sache.» Es müssten nun neue Methoden gefunden werden, um «die Front mit normaler Kommunikation und damit auch mit Management zu versorgen.» Wie der Militärblogger schreibt, ist keine der Methoden rasch wirksam.

In einigen Gebieten ohne grosse Drohnenaktivität versuchen die Russen, Glasfaserkabel zu ihren Stellungen zu verlegen. Einige versuchten, ukrainische Mobilfunkmasten zu nutzen, jedoch ohne Erfolg.

https://t.me/u_now/189786; https://x.com/MarioNawfal/status/2019415723102068960; https://t.me/two_majors/68524;

18. GEFANGENENAUSTAUSCH

Bei den Gesprächen zwischen Ukrainer, Amerikanern und Russen in Abu Dhabi wurde der 18. von den Vereinten Arabischen Emiraten organisierte Gefangenenaustausch vereinbart. Die Ukraine und Russland liessen je 157 Gefangene frei. Unter den freigelassenen Ukrainern sind 150 Soldaten und sieben Zivilisten. Zum ersten Mal kamen auch Menschen frei, welche von russischen Gerichten verurteilt worden waren.

Beim Vergleich zwischen den Fotos der Freigelassenen fällt einmal mehr der unterschiedliche Grad der körperlichen Verfassung auf. Während die russischen Gefangenen wohlgenährt sind, sieht man den ukrainischen Gefangenen ihre Strapazen in den russischen Lagern wie Hunger, Kälte, Schläge und in vielen Fällen Folter an. https://t.me/two_majors/68528

Das Bild rechts zeigt die Reaktion der Ehefrau und der Mutter des freigelassenen Gefagenen Nazar aus Lwiw. Der Soldat galt seit drei Jahren als getötet. Im Mai 2023 war nach einer DNA-Analyse und einem Abgleich seine Beerdigung durchgeführt worden. Heute erhielten seine Angehörigen eine Nachricht vom Koordinierungsstab über die Freilassung und sahen ihn auf einem Foto vom Gefangenenaustausch. https://t.me/u_now/189853

Volodymyr Zelenskyj sagte in seiner täglichen Videobotschaft: «Heute sind 157 Ukrainer zu Hause. Wir werden weiterhin daran arbeiten, alle zurückzubringen, jeden einzelnen: Soldaten, Zivilisten, Erwachsene und Kinder.»

KRIM-KÄMPFER WIEDER FREI

Im Rahmen des neuen Gefangenenaustauschs konnte der aus der Krim stammende Marineinfanterist Eskender Kudusov in die Ukraine zurückgebracht werden. Russische Gerichte hatten in nach seiner Gefangennahme zu 29 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der Grund war, dass sich Kudusov weigerte, auf der russischen Seite zu kämpfen.

Refat Chubarov, Vorsitzender des Krimtatarischen Volkes erzählte die Geschichte des Freigelassenen: Der 41-jährige Krimbewohner Eskender Kudusov diente bis 2014 in der ukrainischen Marineinfanterie in Feodossija. Nach der Annexion der Krim durch Russland weigerte auf die Seite Russlands überzutreten. Stattdessen setzte seinen Dienst in weiterhin freien ukrainischen Nikolajev fort. Als die Russen die Ukraine im Februar 2022 überfiel kämpfte Chubarov in der Region Mariupol gegen die Besatzer. Dort geriet er am 16. April 2022 in russische Gefangenschaft. https://t.me/Crimeanwind/93368

ERFOLGREICHE «FLAMINGOS»

Die USA verweigern der ukrainischen Armee ihre «Tomahawk»-Marschflugkörper und Deutschland liefert keine «Taurus»-Marschflugkörper. Die Ukrainer haben anstelle dieser verweigerten Waffen einen eigenen Marschflugkörper entwickelt: Den «Flamingo», auch bekannt als «FP-5/FirePoint5». Am 8. Oktober 2025 beschrieb ich diese Waffe: «Fire Point FP-5 „Flamingo“: Sie sind deutlich schneller als die Drohnen, fliegen nur 50 Meter über dem Boden, haben eine Reichweite von über 3’000 Kilometern. Dank eines 1’150 Kilogramm schweren Sprengkopfes verfügen sie über eine enorme Durchschlagskraft.» https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1324-8-10-25-23-uhr/

Am Donnerstag bestätigte der ukrainische Generalstab den hier am 18.Januar gemeldeten Einsatz von «Flamingos» gegen die Raketentestanlage «Kapustin Yar» in der Region Wolgograd, nahe der Grenze zu Kasachstan. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1426-18-1-2026-8uhr/

Gemäss Generalstab wurde ein Komplex von Hangar-Gebäuden getroffen, in denen die Interkontinental- und ballistische Mittelstreckenraketen vorbereitet werden.» Dazu gehören auch die von Putin als «Wunderwaffe» bezeichneten Oreshnik-Raketen. Nach vorliegenden Informationen wurden einige der Gebäude auf dem Übungsgelände in unterschiedlichem Ausmass beschädigt, einer der Hangars wurde erheblich beschädigt und ein Teil des Personals wurde aus dem Gebiet evakuiert.» https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid0MQtqBsHTjVUhYE29wi999MDm1dKWmizydTzWTM7dTVvBGYGN5NT2tahF69jzPWJbl

ZELENSKYJ LIEGT VORN

Wenn an diesem Wochenende Präsidentschaftswahlen in der Ukraine wären, würden diese von aktuellen Staatspräsidenten Volodymyr Zelenskyj gewonnen.

Gemäss der monatlich durchgeführten Umfrage würden 32,9% der Ukrainer für den amtierenden Präsidenten Selenski stimmen (+6% im Vergleich zum Dezember). Der ehemalige Generalstabschef der Streitkräfte Valerii Zaluzhnyj erhielte 15,9% ihre Stimmen abgeben (-9,2% im Vergleich zum Dezember). Der Leiter des Präsidialamtes und ehemaligen Chef des Militärischen Geheimdienstes Kyrylo Budanov würde 13,8% erhalten. Im Vergleich zum Dezember sind das 3% mehr.

Die repräsentative Umfrage wird vom ukrainischen Institut «active group» durchgeführt. https://activegroup.com.ua/2026/02/04/kadrovi-perestanovki-2026-mizh-nadiyeyu-i-zneviroyu/

DIEBSTAHLSCHIFFE BEI DER KRIM

Die Beobachter von «Krim-Wind» haben in den letzten drei Tagen drei Frachtschiffe entdeckt, die für das Beladen mit gestohlenem ukrainischem Getreide in der Krim eingefahren waren.

Die Schiffe warteten und warten in der Jalta-Bucht auf die Einfahrerlaubnis der russischen Besatzer in den Hafen von Sevastopol. Üblicherweise wird dort der Getreideterminal «Avlita» genutzt.

Über dieses Terminal exportiert Russland seit vier Jahren Getreide, die in den besetzten Gebieten der Regionen Kherson und Saporischschja gestohlen werden.

https://t.me/Crimeanwind/93319

EPSTEIN: TRUMPS NAME WIRD GELÖSCHT

Die Anzahl der Nennungen von Donald Trump in den sogenannten «Epstein-Files» wird immer kleiner.

Der Blogger Brian Krassenstein stellte fest, dass am Dienstag noch 1’712 Nennungen nach der Eingabe von «Donald Trump» in der Datenbank der «Epstein-Files» angezeigt wurden. Am Mittwoch waren es nur noch 1’513 Nennungen. https://x.com/krassenstein/status/2018705681478488440/photo/1

Als ich am Donnerstagabend den Namen «Donald Trump» unter https://www.justice.gov/epstein eingab, erschienen «1’473 Results» und heute Morgen sind es 1’461. Das heisst, innerhalb von 8 Stunden wurden weitere 12 Dokumente unsichtbar gemacht.

Auch eine zweite Zahl hat abgenommen. Zu Beginn der Veröffentlichung der Epstein-Files erschienen unter dem Suchbegriff «Trump» – also ohne Vorname – 5’361 Einträge. Heute Morgen, eine Woche später sind es noch 4’798. Das sind 563 Nennungen und Dokumente weniger, die den US-Präsidenten und seine Beziehung zum Pädokriminellen Epstein betreffen.

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