- Russisches Öl zu Spotpreisen
- Beschädigter, leerer Tanker
- Europa ohne russisches Gas
- Kleiner Rückzug am Dnjepro
- Drohnen-Massenproduktion
- Ukraine als EU-Armee-Modell
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AUSVERKAUF BEI RUSSEN-ÖL
Kyrylo Shevchenko, ehemaliger Gouverneur der ukrainischen Zentralbank, weisst auf eine dramatische Entwicklung beim Verkauf von russischem Öl hin:
«Russisches Öl wird derzeit mit einem Abschlag von fast 50 % gegenüber dem Weltmarktpreis gehandelt. Urals-Öl wird mit Preisnachlässen von über 20 US-Dollar pro Barrel gehandelt, was selbst Lukoil – Russlands grösster privater Ölkonzern (der seit Oktober 2025 unter US-Sanktionen steht) – dazu zwingt, die Regierung um Budgethilfe zu bitten.
Russland muss Rohöl schnell und billig absetzen; die Sanktionen gegen die Schattentankerflotte treiben die Transportkosten weiter in die Höhe und vergrössern die Preisabschläge. Gleichzeitig sinkt die Produktion weiter: Die Fördermenge für 2025 erreichte mit lediglich 512 Millionen Tonnen den tiefsten Wert seit 2009.
Der Nettogewinn von «Lukoil» halbierte sich im ersten Halbjahr 2025 auf 3,7 Milliarden US-Dollar. «Rosneft» verlor in neun Monaten etwa zwei Drittel seines Gewinns. https://x.com/KShevchenkoReal/status/2015840508275232792
BESCHÄDIGTER TANKER
In der Nacht zum 22.Dezember griffen ukrainische Drohnen den russischen Ölexporthafen Taman an. Dabei wurden auch zwei Tanker getroffen (Siehe «Ukraine Aktuell» Nr. 1400).
Einer dieser beiden Tanker wurde heute von türkischen Beobachtern beim Hafen Istanbul entdeckt. Es handelt sich um die «URSUS MARITIMUS» (IMO 9297345), die unter der Flagge von Liberia unterwegs ist.
Der Tanker konnte in Taman offenbar keine Ladung aufnehmen und war leer unterwegs. Auf dem Oberdeck des Schiffes und bei der Kommandobrücke sind Brandspuren sichtbar. https://x.com/i/status/2015559993102147649; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1400-23-12-2025-9uhr/
EUROPA OHNE RUSSEN-GAS
Am Montag haben die 27 EU-Staaten offiziell ein schrittweises Verbot des Imports von russischem Pipelinegas und Flüssigerdgas (LNG) beschlossen. Damit werden die bisherigen Gas-Importe im Wert von über 15 Mrd. EUR jährlich abgestellt.
Das Verbot wird nun im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und tritt danach in Kraft.
Für bestehende Verträge gilt eine Übergangsfrist bis Anfang 2027 für Erdgas und bis Herbst 2027 für Flüssigerdgas.
Die Nichteinhaltung der neuen Vorschriften kann zu Höchststrafen von mindestens 2,5 Millionen Euro für Einzelpersonen und mindestens 40 Millionen Euro für Unternehmen führen, mindestens 3,5 % des weltweiten Jahresumsatzes des Unternehmens oder 300 % des geschätzten Transaktionsumsatzes.
Alle EU-Länder müssen bis zum 1.März 2026 aufzeigen, wie und wodurch sie die bisherigen russischen Import ersetzen wollen. https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/01/26/russian-gas-imports-council-gives-final-greenlight-to-a-stepwise-ban
RUSSEN ZIEHEN SICH ZURÜCK
Russische Truppen haben ihre Stellung auf der Dnipro-Insel Oleksiyivskyi in der Region südlich von Kherson geräumt.
Der Rückzug sei eine «Folge aktiver Massnahmen der ukrainischen Verteidigungskräfte und der schlechten moralischen und psychologischen Verfassung der Soldaten». Das sagte Vladyslav Voloshyn, der Sprecher der südlichen Verteidigungskräfte. https://x.com/olddog100ua/status/2015802204226048404
DROHNEN MASSEN-PRODUKTION
Die Ukraine plant, im Jahr 2026 sieben Millionen Militärdrohnen herzustellen. Das sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Serhiy Boev auf der Konferenz des Operational Force Development Framework (OFDeF) der NATO.
Bislang konnte die Ukraine ihre Drohnenproduktion jedes Jahr etwa verdoppeln. 2023 waren es 800’000 Stück, 2024: 2,2 Millionen und 2025 mindestens 4 Millionen Exemplare.
Im Gegensatz dazu stellt die USA laut Bloomberg nur 100’000 Kampfdrohnen pro Jahr her.
Trotzdem brauchen die Ukrainer mehr. Das Center for Eastern Studies schätzte im Oktober, dass eine einzelne Brigade mehrere hundert FPV-Drohnen pro Monat einsetzt, aber etwa 2’500 pro Monat benötigt. Dies deckt sich mit Aussagen mehrerer Einheiten.
Der nächste Schritt bestehe darin, die Frontlinie von einer Tiefe von 20 auf 100 Kilometer auszuweiten, indem man die Russen in ihrem Hinterland angreife, sagte Boev auf der NATO-Konferenz, deren Ziel es ist, die militärische Unterstützung für die Ukraine zu koordinieren.
Weitere Punkte der strategischen Planung Kyivs sind die Verbesserung der Luftabwehr gegen Moskaus Terrorangriffe, die Beschaffung von Artillerie mit grösserer Reichweite und die fortgesetzte Bekämpfung der Schwachstellen der russischen Kriegsmaschinerie. https://euromaidanpress.com/2026/01/26/ukraine-aims-to-build-7-million-drones-in-2026-70-times-more-than-the-us/
UKRAINE ALS EU-ARMEE-MODELL
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj hat das ukrainische Militärmodell als Grundlage für die Bildung einer europäischen Bundesarmee angeboten. Nach diesem Vorschlag würden die europäischen Streitkräfte sofort von den hart erkämpften Erfahrungen profitieren, die die Ukraine in ihrem Krieg gegen Russland gesammelt hat.
Zu den charakteristischen Merkmalen der ukrainischen Streitkräfte gehört ein auf Drohnen und Infanterie ausgerichteter Kern. Dieser ist nach einer Brigade-Struktur organisiert. Damit unterscheidet sich die kampferfahrenen ukrainischen Streitkräfte von den europäischen Armeen und NATO-Einheiten mit ihrem vorherrschenden Divisionssystem. https://x.com/astraiaintel/status/2014669786408518070



