Ukraine Aktuell Nr. 540 (17.8.23/22Uhr)

PUTIN IST EIN KILLER

«Putin nach Den Haag! Nein zu Putin!». Am 19. und 20.August findet die internationale Aktion «Putin ist ein Killer!» statt. Auch in Zürich gibt es am Samstag, 19.August von 16-18 Uhr eine Aktion auf der Rathausbrücke. In Genf ist die Aktion für Sonntag, 20.August auf de Place des Nations geplant.

Initiator ist das Navalny Team. Alexei Navalny wurde während eines Flugs von Tomsk nach Moskau mit «Novick» vergiftet. Er ist seit über 900 Tagen in einem russischen Straflager eingesperrt. Gemäss der «Memorial»-Listen gibt es in Russland mindestens 560 politische Gefangene. Diese Menschen leben in ständiger Todesgefahr. Und der Angriffskrieg gegen die Ukrainer wird am 19.August 542 Tage dauern.

Die Organisatoren rufen Russen, Einwohner und Politiker verschiedener Länder auf, sich für Menschenrechte und Freiheit, gegen den verbrecherischen Krieg und Unterdrückung einzustehen. https://putin-killer.com/

WEITERE 450 KINDER VERSCHLEPPT

Das Nationale Widerstandszentrum der Ukraine berichtet heute, dass 50 Gymnasiasten nach Jaroslawl, einer Stadt etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau, geschickt wurden. Das Zentrum geht davon aus, dass die russischen Lehrer dort versuchen werden, die Schüler davon zu überzeugen, ihre Hochschulausbildung an der Staatlichen Universität Jaroslawl fortzusetzen.

Weitere 200 Kinder aus den besetzten Teilen des Gebiets Luhansk, 150 Kinder aus dem Gebiet Cherson und 50 Kinder aus dem Gebiet Saporischschja wurden in Sommerlager in der Region Krasnodar geschickt. https://t.me/KyivIndependent_official/22424

BLATT WENDET SICH

In den letzten zwei Wochen hat sich die Lage auf dem Schlachtfeld allmählich zu Gunsten der Ukraine verändert. Das schreibt das britische Magazin «The Economist». https://www.economist.com/…/ukraines-counter-offensive…

Satellitenbilder und (vorwiegend russische) Militärblogs deuten darauf hin, dass Fortschritte gemacht werden, wenn auch langsam. Die Ukraine nutzt ihren wachsenden qualitativen Vorteil bei Präzisionsartilleriegeschossen, um russische Batterien zu zerstören. Munition mit größerer Reichweite trifft die Logistik- und Kommandozentren der Russen.

Die Publikation stellt fest, dass die ukrainischen Langstreckenangriffe den Weg für einen großen Durchbruch ebnen könnten.

Mit der Befreiung von Urozhaynoye https://t.me/c/1421125476/29737 in der Region Donezk haben die ukrainischen Streitkräfte eine wichtige russische Fluchtroute übernommen. Das Hauptproblem für die ukrainischen Streitkräfte bleiben jedoch die verminten Gebiete.

KORRUPTER MILITÄRKOMMISSAR

Bei dem ehemaligen Militärkommissar der Region Dnipropetrovsk, Anatoli Pikal, wurden Anzeichen für Korruption festgestellt.

Er hatte sich mit staatlichen Mitteln in der Höhe von 8,5 Millionen UAH (212’000€) illegal bereichert. So habe der Vater mit Finanzen des Sohnes Luxusautos, Wohnungen und eine Beteiligung an einem Einkaufszentrum erworben. https://nv.ua/…/korupciya-u-kolishnogo-voyenkoma…

Heute hat Staatspräsident Volodymyr Zelenskyj das angekündigte Memorandum unterschrieben, mit dem alle Militärkommissare der Ukraine entlassen werden. In seiner Abendansprache sagte er: «Am Anfang dieser Probleme steht vor allem die Arbeitsweise der «Militärkommissariate». Das Führungsteam wurde vollständig ausgetauscht. Dieses System braucht Würde. Dieses System braucht Rationalität. Ihre Arbeit muss anders werden. Und das wird sie auch. Dank der Kampfoffiziere.» https://t.me/c/1394092619/53271

VERFAHREN GEGEN «LPR»-CHEF

Leonid Pasichnyk ist der Führer der von Russland errichteten sogenannten «Volksrepublik Luhansk» (LPRA). Am 30.September 2022 hatte Pasichnyk im Kreml ein Abkommen unterzeichnet, welche die LPR zu einem Teil von Russland erklärte. Pasichnyk organisierte auch das sogenannte Referendum unter der Luhansker Bevölkerung über den Anschluss an Russland.

Die ukrainische Justiz hat ein Verfahren gegen den Separatistenchef abgeschlossen. Die Unterlagen wurden nun dem ukrainischen Gericht übergeben. Die Anklagepunkte lauten: Eingriff in die territoriale Integrität der Ukraine, der vorsätzlichen Veränderung der Staatsgrenze und der Beteiligung an der Organisation eines illegalen Referendums in den besetzten Gebieten. https://t.me/suspilnedonbas/15530

LUKASCHENKKOS WAHRHEITEN

In einem TV-Interview machte der belarussische Diktator Lukaschenko einige beachtliche Aussagen: So habe sich Putin geweigert, Kyiev einzunehmen, um eine grosse Zahl von Opfern zu vermeiden, «Als russische Truppen am Stadtrand von Kiew standen, sass Zelenskyj im Keller, er hatte keine Truppen zur Verteidigung der Hauptstadt.».

Zur Rolle von Belarus im Krieg gegen die Ukraine sagte der selbsternannte Staatschef: «Weissrussland wird nicht in den Krieg gegen die Ukraine eintreten, wenn die Ukrainer die Grenze nicht überschreiten, aber wir werden immer Russland helfen.». Gemäss Lukaschenko seien die Ziele der «militärischen Sonderoperation» (des Krieges) bereits erreicht, denn die zukünftige Ukraine werde niemals mehr «so aggressiv gegen Russland und so pro-westlich» sein. https://t.me/insiderUKR/60312

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